September 2018

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

jetzt geht sie wieder los, die Diskussion über die Bildung einer Landgemeinde. Wurde vor zwei Jahren noch unter Zwang, die Landesregierung nannte es „Vorschaltgesetz“, darüber diskutiert, so erfolgt die jetzige Diskussion ohne jede Fuchtel; ganz auf freiwilliger Basis. Aber meine Meinung, bzw. auch die des Gemeinderates hat sich nicht geändert. Wenn die kleineren Gemeinden es wollen und wünschen, sind wir gern zu Gesprächen, auf Augenhöhe, bereit. Wir verschließen uns nicht aus ideologischen Gründen effizienteren Strukturen und es gibt viele Vorteile, die ein solcher Zusammenschluss bringen kann; nehmen wir nur die Feuerwehren oder die Bauhöfe. Aber, und dies wurde auch im Hauptausschuss deutlich, werden wir erst einen Beschluss fassen, wenn die kleineren Gemeinden dies getan haben. Wir haben keine Lust, uns jetzt schon mit einem Vertrag zu befassen, der eventuell in den anderen Gemeinden keine Mehrheit findet. Unsere Zusage steht nach wie vor! Dies habe ich auch meinen Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen gesagt und bin jetzt auf die Aussagen aus den Kommunen gespannt. Natürlich ist es ein verlockendes Angebot, statt einer Zwangsfusion nun auf einmal 200 € pro Einwohner zu bekommen und anschließend über eine um 400.000 € höhere Schlüsselzuweisung zu verfügen. Dafür wird dann aber auch aus dem Gemeinderat ein Ortschaftsrat und aus dem VG-Vorsitzenden ein Landgemeindebürgermeister; der aber dann von allen gewählt werden muss. Und die ganz speziellen Eigenheiten, die eine jede Gemeinde hat, sollten und müssen per Vertrag geregelt werden. Nochmal: wir reden auf Augenhöhe und unser Ortsteil kann es sicherlich bestätigen: wir lassen die kleineren Gemeinschaften nicht im Regen stehen, sondern wir sind sehr solidarisch.

 Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

• Bevor wir in die Tagesordnung vom Hauptausschuss eingetreten sind, haben wir in einer Schweigeminute unseres verstorbenen Gemeinderatsmitglied René Pinkert gedacht. Auch an dieser Stelle möchte ich unser tiefes Mitgefühl seiner Frau, seinem Sohn und seinen Bekannten und Verwandten zum Ausdruck bringen. Wir haben einen sympathischen und stets sachlichen Kollegen und Freund verloren und werden sein Wirken für die Gemeinde stets in Ehren gedenken. RIP!

• Trotzdem mussten wir in der Tagesordnung fortfahren und haben uns zunächst über die Bildung der „Landgemeinde Uder“ und den dazu vorgelegten Vertragsentwurf verständigt. –siehe erste Seite–

● Die angedachte Zweckvereinbarung mit der Feuerwehr Steinheuterode muss nochmals beraten werden; noch nicht ausgewogen.

● Für die Erweiterung des Wohngebietes „Am Lohweg“ wollen wir zwei weitere Kaufverträge, zu gleichen Konditionen wie bisher, beschließen.

● Auftragsvergaben müssen durch den Gemeinderat beschlossen werden. Und so stehen die Beschlüsse für den Kauf des neuen Feuerwehrautos (Ausrüstung dauert noch eine geraume Zeit) und des Multicars für den Bauhof an. Natürlich haben wir uns informiert, das wir wegen der Urlaubszeit auch rückwirkend diese Beschlüsse fassen können, und deshalb erst jetzt die Beschlüsse für Dach und Fassade des Alten DGH.

● Wie immer hat uns die Kämmerin der VG, Frau Stier, schon einen Entwurf des Nachtragshaushaltes präsentiert. Beratung folgt noch.

 

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

• Es war spät, aber nicht zu spät! Wir haben noch einen Förderbescheid für die Erneuerung von Dach und Fassade des Alten Dorfgemeinschaftshauses erhalten und mussten innerhalb kürzester Zeit Planung, Ausschreibung, Auftragsvergabe, Leistungserbringung und Abrechnung „unter einen Hut bringen“, wie man so schön sagt. Ich bin dem Ingenieurbüro Stützer sehr dankbar, dass sie dies für die Gemeinde geleistet hat. Und ich freue mich, dass bei der Fassendengestaltung mit der Firma Marco Gümpel und beim Dach die Firma Matthias Nörthen aus Uder den Zuschlag erhalten haben. Wir wissen schließlich, was wir an unseren Firmen haben.

• Auch bei der größten Baumaßnahme im Ort liegt die ausführende Firma im Zeitplan; das Wetter spielt für uns! Ein Fundament für die neue Fußgängerbrücke in Richtung Gartenstraße ist gegossen und das andere wird rechtzeitig fertig, bevor die fertige Brücke geliefert wird.

• Die Erschließungsarbeiten im neuen Wohngebiet gehen zügig voran. Die Verzögerungen durch die Lieferzeiten sind fast aufgeholt und wir hoffen, bis Ende Oktober die Übergabe hinzubekommen. Bei einem Vor-Ort-Termin mit den Bauherren wollen wir jetzt darüber sprechen, ob es möglich ist, dass sie dieses Jahr mit dem Bau ihrer Traumhäuser noch beginnen und wann wir die Notarverträge abschließen können. Sie stehen schon in den Startlöchern!

• Die Baugenehmigung für den Anbau am DRK-Kindergarten ist jetzt eingegangen. Wir haben die notwendigen Unterschriften und das Verständnis aus der Nachbarschaft (vielen Dank dafür) und warten jetzt auf die Förderzusage. Sowohl das DRK als auch die Gemeinde bemühen sich darum; schließlich sind 600.000 € für den Anbau keine Peanuts.

• Die Bauarbeiten im Bereich des EDEKA-Marktes hatten mit der Verlegung einer neuer Energieversorgung für den Markt zu tun.

 

Dies & Das ...

• Viele, ganz viele Einwohnerinnen oder Einwohner hätten es verdient. Sie leisten in den Vereinen und Verbänden so viel ehrenamtliche Arbeit, ohne die unser Gemeinwesen nicht so funktionieren würde, wie es dies im Moment tut. Aber ich habe nur eine sehr begrenzte Anzahl an Plätzen für die Ehrenamtsveranstaltung des Landkreises zu vergeben. In diesem Jahr, so meine Überlegung, gehen alle Einladungen an die Freiwillige Feuerwehr. Ein klitzekleines Dankeschön für die Arbeit, die sie unter den Bedingungen in diesem Jahr bewältigen mussten. Auch der Hauptausschuss schloss sich dieser Meinung an!

● Es war seit vielen Jahren die beste Saison für unser Freibad. Helmut, der gefühlt schon mit dem Kassenhäuschen verwachsen ist, hat mir über 17.000 Besucher gemeldet! Und ich muss hinzufügen: zufriedene Besucher. Ein ganz großes Dankeschön deshalb an ihn, an unseren Bademeister Heilu für seine große Umsicht, sein großes Fachwissen und seine Bereitschaft, 7 Tage in der Woche da zu sein! Großen Dank auch an Uli Wölm und den Bauhof, die stets für ein entsprechendes Umfeld gesorgt haben! Danke auch an Holger Trümper!

● Auf 20 Jahre kann jetzt das Parkettstudio Piltz & Mainzer in Uder zurückblicken und schön, liebe Frau Piltz, dass Sie trotz Schicksalsschlag in Uder geblieben und weiter für uns da sind!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Wenn man in leuchtende Kinderaugen schauen kann, hat man alles richtig gemacht. Bei der Einweihung vom neuen Spielplatz des St. Jakobus Kindergarten hatte ich wieder dieses Erlebnis und bedanke mich recht herzlich bei allen Protagonisten dafür!

● Gleich zwei „Anlaufstellen“ gab es beim „Tag des Offenen Denkmals“. Neben unserem Knorri konnten sich Interessierte auch die Alte Schmiede der Fam. Arand angucken und wurden vom Hausherren umfangreich informiert und auch verköstigt. Sowohl Siegfried Arand als auch dem „Freundeskreis Knorrsches Haus“ ein großes DANKE dafür!

● Nachdem ich zweimal auf die Parksituation während der Baumaßnahme Schmiedegasse aufmerksam gemacht habe, funktioniert es jetzt fast reibungslos; ein großes Dankeschön diesmal an dieser Stelle!

● Sie waren durch die Änderung des Bauablaufs der Schmiedegasse überrascht, waren nicht informiert und plötzlich standen die Baufahrzeuge auf ihrem Grundstück. Was nun? Ich habe mich zunächst für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und dann haben wir im Gespräch miteinander die Situation analysiert. Die junge Familie war sehr einsichtig und verständnisvoll und dafür bin ich sehr dankbar. Gemeinsam mit dem Straßenbauamt und der TWE sind wir auf die berechtigten Hinweise der jungen Familie eingegangen und sie gelöst! Ich wünschte mir manchmal, wir hätten noch viel mehr solche Pragmatiker!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● „Eine Zeile im Gemeindeboten ist viel zu wenig“; so der Vorwurf der Kirmesburschen, ich hätte nicht genügend Werbung für ihre Sommerkirmes gemacht. Es gibt Orte, die haben gar keinen Gemeindeboten und trotzdem ist dort die Bude voll! Was ist da los? So; dies musste raus! Jetzt bereiten wir gemeinsam das große Jubiläum 2019 vor: 100 Jahre Kirmesburschen! Das muss gefeiert werden; ich freu mich drauf!

● Wir warten auf die Zuarbeit vom Notar, um die Kaufverträge mit den neuen Bauherren abschließen zu können. Und dann liegt das Schreiben fast zwei Wochen auf der VG und wird nicht weitergeleitet! Geht nicht!

● Wer kann nur alte Abfallkörbe vom Radweg gebrauchen; und dann auch noch zwei Stück? An den Händen müssten sie kleben bleiben!

 

Heute muss ein Spruch reichen; aber er gefällt mir zu sehr:

„Ein fauler und ein fleißiger Mensch können nicht gut miteinander leben, der faule verachtet den fleißigen gar zu sehr“ - Marie von Ebner-Eschenbach

 

 



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