November 2018

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

so, nun sicherlich zum letzten Mal im Gemeindeboten etwas zur Gebietsreform. Der Gemeinderat hat sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, was wir seit 2015 immer wieder gesagt haben: „Wenn alle Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft eine Landgemeinde bilden wollen, machen wir als größte Gemeinde selbstverständlich mit“. Aber mit dem Beschluss des Gemeinderates in Birkenfelde, keine Landgemeinde zu bilden, nahm dann eine Entwicklung ihren Anfang, die mit der Beibehaltung des jetzigen Status endete. Für die Bildung der Landgemeinde waren lediglich die Orte Steinheuterode, Röhrig, Thalwenden und Schönhagen. In Mackenrode, Lenterode, Asbach-Sickenberg und Dietzenrode-Vatterode war man eindeutig gegen neue Verwaltungsstrukturen und in Lutter wurde der Beschluss gar von der Tagesordnung genommen. Wüstheuterode hatte schon sehr frühzeitig signalisiert, sich nicht an der Diskussion und Bildung der Landgemeinde beteiligen zu wollen und die Gemeinde Eichstruth hat dann zu guter Letzt ebenfalls mit „Ablehnung“ entschieden. Und eine Landgemeinde mit 5 Gemeinden und etwas mehr als der Hälfte der Einwohner der jetzigen VG hätte mehr Probleme aufgeworfen statt gelöst. Bekanntlich hat eine Medaille immer zwei Seiten und auch das Konstrukt der Landgemeinde bildet da keine Ausnahme. Wenn man sich die Entwicklung unserer Dörfer anschaut, fällt es sicherlich schwer, seine Eigenständigkeit in finanziellen Fragen aufzugeben. Aber es hätte neben der „Hochzeitsprämien“ auch noch Synergieeffekte gegeben, die man am deutlichsten bei der Feuerwehr nachvollziehen könnte. Und bei den Feuerwehren muss bald etwas passieren; es ist fünf vor zwölf! Aber die frei gewählten Gemeinderäte haben erst einmal entschieden und dies gilt!

 Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

• Der Beschluss mit der größten Symbolkraft wurde im nichtöffentlichen Teil des Gemeinderates gefasst. Schwester Philomena Hoffmann wird nach Arnold Werner die zweite Ehrenbürgerin der Gemeinde. Ich habe sie vor einiger Zeit mal in Berlin besuchen können und war angetan von Ihrem großen Wissen, Ihrer immer noch vorhandenen Wissbegierde; aber auch von ihrer Ruhe und Sachlichkeit. „Und eigentlich“, so sagt sie, „mag ich den Rummel um meine Person überhaupt nicht“. Und so will ich es an dieser Stelle auch dabei belassen. Johannes Schmidt hatte diesen Vorschlag eingebracht und will sich jetzt auch um die würdevolle Übergabe der Ehrenurkunde bemühen.

• Und noch ein „symbolischer“ Beschluss wurde gefasst, nachdem ich darauf angesprochen wurde! Die Gemeinde ist nun Mitglied von „Mayors for Peace“, eine internationale Organisation von Städten und Kommunen, die sich der Friedensarbeit verschrieben haben. Wir sind damit eine von 7.392 Kommunen in 162 Ländern, die dem Aufruf des ehemaligen Bürgermeisters von Hiroshima, Takeshi Araki, gefolgt ist.

• Geplant war die Verabschiedung des Nachtragshaushaltes. Aber unser Entgegenkommen bei den neuen Bauherren hat Auswirkungen und deshalb wurde der Nachtragshaushalt kurzfristig von der Tagesordnung genommen und wird nun im November erneut diskutiert.

• Der Gemeinderat hat mit dem Beschluss zum Kauf zweier weiterer Grundstücke endgültig „grünes Licht“ für die mögliche Erschließung des nächsten Wohngebiets „Am Heerweg“ gegeben. Wenn der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst ist und alle Verträge notariell beglaubig sind, können in naher Zukunft weitere 18 Eigenheime geplant und errichtet werden. Die Nachfrage ist ungebrochen!

 

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

• Ein alter Bekannter kehrt zurück. Die „Bäckerei Gassmann“, betrieben mittlerweile von Markus Bode, eröffnet neben „Geschenkartikel Diegmann“ ihre neue Verkaufsstelle und wir wünschen alles Gute.

• Die Wasser- und Abwasseranschlüsse liegen an den Grundstücksgrenzen, die Versorgungsleitungen für Strom, Gas, Telefon liegen ebenfalls in der Erde und die Schwarzdecke ist aufgetragen. Jetzt muss noch die Anbindung an die Straße der Einheit erfolgen und dann können die Traumhäuser im neuen Wohngebiet errichtet werden. Da aber kein Bauherr damit in diesem Jahr beginnen will, haben wir auf ihre Anfrage hin die Notarverträge, und damit die Bezahlung der Grundstücke, auf Anfang nächsten Jahres verschoben.

• Noch in diesem Jahr soll als eine der ersten Maßnahmen für die Erweiterung des DRK-Kindergartens die alte Bäckerei abgerissen werden. Vorgesehen ist, an dieser Stelle dann Parkplätze zu schaffen.

• Die Bauarbeiten im Bereich „Schmiedegasse“ liegen im Plan. Und was fertig gestellt wurde, sieht schon sehr vielversprechend aus. Aber ich kann es immer wieder nur betonen: es ist eine Aufgabe des Landes und liegt in der Verantwortung des Straßenbauamtes!

 

Dies & Das ...

• Es ist schon toll, wenn alle Vereine bei den Absprachen präsent sind und sich in die Vorbereitungen der Veranstaltungen mit einbringen. Die 700-Jahrfeier in Schönau wird mit dem 2. Goldengelmarkt am 24. November offiziell beendet. Freuen Sie sich auch schon auf den 1. Advent in der Kirchgasse! Es erwartet Sie ein gemütliches Ambiente, in der Kirche ein wunderschönes Konzert, im Anschluss die Eichsfelder Musikschule im Knorrschen Haus, der Nikolaus für unsere Kinder und für den Gaumenschmaus sorgen Feuerwehr, Pfadfinder, Fussballer, Volleyballer, Kirmesburschen, die Knorris und der CDU Ortsverband, die dieses Event einmal ins Leben gerufen hat. Vielen Dank am Familie Riethmüller für den sehr schönen Adventsbaum, an Seppl Trümper für die tolle Pyramide, an Uwe Rogge für die Bereitstellung der Technik (übers ganze Jahr sogar) und an unseren Bauhof!

• Einige Veranstaltungen werfen bereits ihre Schatten voraus! Es wird wieder eine Silvestergala geben und drei Vereine begehen 2019 ein rundes Jubiläum. Der “jüngste“ Verein, die „Uderaner Wanderstiefel“ werden 20 Jahre und richten am 26. Mai den Eichsfelder Wandertag in Uder aus. Ein „ganzes Jahrhundert“ werden unsere Kirmesburschen und haben dafür ein schönes Programm samt Festumzug für das Wochenende vom 26. bis 29. Juli eingeplant. Und der älteste Verein der Gemeinde, der Männergesangverein, feiert sein 140. Stiftungsfest am 17. Februar mit Schirmherr Dieter Althaus, Ministerpräsident a.D. und Landrat Dr. Werner Henning. Auch der Neujahrsempfang ist fix! „Wie ticken die Deutschen?“ Hermann Binkert, der Leiter des INSA Mei-nungsforschungsinstituts hält unter diesem Thema einen sicherlich spannenden Vortrag am 20. Januar im Gemeindehaus Riedelsburg!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Am Österberg haben Albert Liese und die Waldinteressentengemeinschaft das Geländer um die Waldschenke komplett erneuert und auch die defekten Stufen dabei ausgetauscht. Außerdem hat unser Werbeschild am Markt ein neues Dach von unserem „Ossenritter des Jahres 2011“ bekommen. Wie immer: Daumen hoch!

● Auch wenn es für „den ganz großen Wurf“ noch nicht gereicht hat; aber wie z.B. Marcin Vögle und Pauline Linge unseren Ort bei Bundesmeisterschaften vertreten, ist schon phänomenal! Ganz toll!

● „Wir sind eine sehr junge Mannschaft, sind erst seit ein paar Monaten aktiv und trotzdem wollen wir uns in den Ort und in das Geschehen im Ort einbringen“, so Stefan Meier. „Wir sind die neugegründete Volleyballmannschaft und jetzt ein Teil des Sportvereins“. Prima!

● Habe ich im letzten Gemeindeboten noch etwas Kritik an die VG richten müssen, so habe ich diesmal nur Lob dabei. Ob bei den Bauunterlagen, bei den Vorbereitungen der Sitzungen, beim Nachtragshaushalt oder bei den Zuarbeiten für die Notare; alles bestens!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● „Eine Frechheit, wie in der Gemeinde mit den Selbstständigen umgegangen wird“ musste ich jetzt in einer Mail lesen. Diese „Frechheit“ bezog sich auf meinen Vorschlag, statt die Bäume an der Straße der Einheit zu fällen, lieber die Fahnen für diesen Gewerbestandort zu versetzen. Um des lieben Friedens willen hat nun der Bauhof die Bäume drastisch zurückgeschnitten und so ist auch der Blick auf die Werbetafel wieder frei. Bin ich gespannt, ob sich der Platz jetzt wieder füllt!

● Der Grünschnitt wird nun schon am Freitag/Samstag an der alten Mülldeponie kostenlos angenommen. Auch Sperrmüll kann man kostenfrei entsorgen. Trotzdem gibt es noch Zeitgenossen, die mit ihrem Unrat die Landschaft verschandeln! Menschenskinder; muss das sein?

 

Es müssen nicht immer berühmte Literaten für die Sprüche sein. Annemarie Lippelt hat mich an ihrem 90. Geburtstag überrascht:

„Auch wenn ich nur noch sehr selten vor die Tür komme; ich liebe diesen Ort, seine Menschen und Schönau ist mir zur Heimat geworden.“

„Man konnte in Leinefelde mit schlechter Laune losgefahren sein, spätestens wenn man in Schönau angekommen ist, war sie verflogen.“

„Heute habe ich wenig Zeit, aber Sie müssen nochmal kommen und wir zwei müssen mal ein Schnäpschen zusammen trinken“ – Versprochen -

 

 



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