Mai 2018

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

„Knorri ist fertig“ war die Überschrift in der Tagespresse. „Gott sei Dank“ sagen sich sicherlich viele, die schon gespannt darauf sind, wie es geworden ist; das älteste Haus der Gemeinde. Am 27. Mai können Sie sich alles genau anschauen. Ob nun die Pilgerwohnung, die sanitären Einrichtungen, die Küche, das sogenannte Trauzimmer, den Gewölbekeller oder das neue Bürgermeisteramt. Alles keine Geheimnisse mehr; auch nicht die Kosten: Sie standen zwar jedes Jahr im Haushalt, aber ich habe die Zahlen aus den Jahren 2013 bis 2018 einmal zusammengefasst. Insgesamt hat die Renovierung vom Knorrschen Haus knapp 900.000 € gekostet. Aufgeteilt in: Altenteil mit 110.000 €, Haupthaus mit 500.000 €, Laubengang mit 190.000 €, Hofraum mit 60.000 € und noch einmal ca. 40.000 € für nichtförderfähige Kosten wie Abriss Schornstein, Kaufpreis, Vermessung, Haus-anschlüsse usw. Aber wir haben ja Förderung bekommen und dies nicht zu knapp. Insgesamt 398.120,- € sind uns von den verschiedensten Förderstellen zugesagt und auch überwiesen worden. Mehr als erfreulich, dass auch der „Freundeskreis Knorrsches Haus“ als Träger nochmals 108.000 € „beigesteuert hat“. Rundum eine gelungene Maßnahme und eine sehr große Bereicherung für unseren Ort. Bei der Einweihung haben uns dies schon viele Gäste bestätigt. „Gott sei Dank“, vernehme ich auch einzelne Stimmen, „wir können das Wort Knorri schon nicht mehr hören. Es dreht sich nur noch darum in Uder“. Ja liebe Freunde, das war auch gut so! Jetzt ist unser Knorri fertig und Neues werde ich mit Sicherheit genauso bewerben, wie ich halt dafür geworben habe. Alles zu seiner Zeit! Wenn wir in Uder etwas anfangen, machen wir es richtig! Sie können sich beim Tag der Offenen Tür davon gern überzeugen!

 Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

• Im Hauptausschuss am 16. Mai ging es unter anderem wieder einmal um unser neues Wohngebiet. Wir mussten den Auftrag für die Erschließungsarbeiten genehmigen und da fiel uns die Entscheidung leicht; es gab nur einen Anbieter! Aber ein sehr Fairer! Die TWE wird also ab dem 4. Juni alles unternehmen, damit nach dem „Tag der Deutschen Einheit“ die ersten Bauwilligen mit der Realisierung ihrer Träume beginnen können. „Willst du in das Himmelreich, dann halte deine Kinder gleich“ ist ein altes, aber wirkungsvolles Sprichwort. Die Vergünstigungen in den bisherigen Wohngebieten reichen wir auch an die Interessenten „Am Lohweg“ gern weiter. Aber nicht mehr zu den bisherigen Grundstückspreisen. Dafür hat die Gemeinde selbst schon andere Kaufpreise akzeptieren müssen, sind die Preise für Vermessung, Erschließung und Beräumung auch nicht mehr mit denen von vor acht bis zehn Jahren vergleichbar. Der HA wird also dem GR empfehlen, den Baulandpreis mit 85 €/m² zu beschließen. Dies ist immer noch wesentlich günstiger, als z.B. in der benachbarten Kreisstadt. Außerdem soll in den Verträgen vermerkt werden, dass die Eigentümer sich verpflichten, spätestens 3 Jahre nach Unterzeichnung des Notarvertrages mit dem Bau zu beginnen und nach 5 Jahren sollte mindes-tens der Rohbau fertig sein. Ob wir noch eine „Härtefallklausel“ aufnehmen, wird der Gemeinderat noch entscheiden.

• Und wir haben uns darauf verständigt, den Außenspielplatz im Katholischen Kindergarten von der „Holzwerkstatt Arenborn“ gestalten zu lassen. Sie haben ein sehr günstiges Angebot abgegeben und wir können die Eltern und Erzieherinnen mit einbeziehen!

 

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

• Die Arbeiten an der Großbaustelle „Schmiedegasse“ gehen planmäßig voran. Habe ich letzten Monat noch das Verhalten der Anwohner und Verkehrsteilnehmer gelobt, muss ich jetzt allerdings mal den Finger heben. Öffentliche Grünflächen sind Grünflächen und sollen es auch bleiben. Bitte die Autos an regulären Plätzen abstellen. Das OA wird verstärkt darauf achten; im Interesse der Vorbildlichen!

• Bei entsprechender Witterung ist unser schönes Freibad ab sofort zu den üblichen Zeiten geöffnet. Und auch die Eintrittspreise haben wir über viele Jahre nicht verändert! Nur mal zum Vergleich: die Eintrittsgelder reichen bei weitem nicht aus, um die geforderten Chemikalien zur Klärung und Reinigung des Bades zu finanzieren. Aber diese „freiwillige Leistung“ der Gemeinde ist es uns wert!

● Endlich! Nach vielen Gesprächen, einigen Nachfragen und unter Einbeziehung der Kreisverwaltung ist jetzt der Fußweg zwischen der Mittelsten und Hintersten Binde wieder freigegeben. Die Scheune und das angrenzende Grundstück sind nun auch kindgerecht gesichert!

 

Dies & Das ...

• Wer sich bewusst für ein pflegearmes Rasengrab auf unserem Friedhof entscheidet, wird darüber informiert, was es bedeutet. Und so sehr wie wir auch mitfühlen können, aber festinstallierte Vasen oder andere Symbole auf der Grabstelle sind halt nicht „Pflegearm“!

• Es war zu der Zeit sehr mutig, einen Verein zu gründen, der sich mit Tradition und Heimatpflege beschäftigt. Denn in der DDR war es „rückwärtsgewandt und „nicht mit den sozialistischen Zielen vereinbar“! Und dennoch gab es Mutige in Uder. Zwar wurde das Ganze als „Arbeitsgemeinschaft Martin Weinrich“ ins Leben berufen; war aber schon als Heimatverein gedacht. Und so können jetzt die Mitglieder um ihren Vorsitzenden Erich Köhler in diesen Tagen auf ihr 30-jähriges Bestehen zurückblicken. Mit einem Festgottesdienst auf der Grotte und einem „Tag der Offenen Tür im Vereinshaus“ soll dies am 27. Mai geschehen. Ein kleiner Tipp: wer geschichtsinteressiert ist, kann an diesem Tag sowohl das älteste Haus von Uder besichtigen und sich in der Heimatstube darüber informieren, wie früher so gelebt und gewohnt wurde. Die Mitglieder des Heimatvereins übernehmen dabei auch sehr gern die Versorgung mit Kaffee und Kuchen!

• Zwar nicht, wie vorgesehen, im Freibad, sondern im Gemeindehaus Riedelsburg, aber die Beach-Party des Kirmesvereins kommt! Am Freitag, 18. Mai, geht’s los! Aber keine Wasserspiele dort, Jungs!

• Der Sportverein hat sich etwas einfallen lassen und ich muss jetzt sehen, wie ich das hinbekomme. Bürgermeister gegen Pfarrer; oder besser „Team Ossenritter“ gegen „St. Jakobus-Kicker“ heißt das be-sondere Spiel, das am 9. Juni um 16.00 Uhr auf dem Sportplatz stattfinden soll. Wer mitmachen will, sollte sich mal melden!

• Mit der Fertigstellung vom Knorri kann nun auch die Bürgermeistersprechstunde dorthin verlegt werden. Ob schon vollständig eingerichtet, werden wir sehen. Aber am 5. Juni ist auf jeden Fall Premiere!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Gleich zwei erste Plätze konnten die Kameradinnen und Kameraden unsere Feuerwehr beim jährlichen VG-Ausscheid belegen. Ist es doch Ausdruck von der guten Arbeit, die in den Gruppenstunden und bei den Proben immer wieder geleistet wird. Wir sind stolz auf Euch!

● 1.112 € haben die Mitglieder der Feuerwehr erwirtschaftet, in dem sie in der Leine gestanden und gegrillt haben. Dies ganze nannte sich „Cold Water Grill Challenge“ und kommt ausnahmslos dem Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz zugute! Klasse!

● Der „Maisprung“, den der SCU in diesem Jahr wieder auf der Blockhütte angeboten hat, war wieder exzellent vorbereitet und mit dem „Seniorenshuttle“ konnten auch Ältere teilnehmen. Super!

● Das Geländer bei der Blockhütte ist „in die Jahre“ gekommen und muss selbstverständlich aus Sicherheitsgründen erneuert werden. Uwe Beume, Vorsitzender der Waldinteressenten, hat dies mit unserem ehemaligen Ossenritter des Jahres, Albert Liese, wieder übernommen und auch dafür ein ganz herzliches Dankeschön.

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Familie Schuchardt hat am Eberstein ein richtig „lauschiges Plätzchen“ geschaffen. Jetzt mussten sie erleben, dass drumherum immer mehr Grünschnitt illegal abgeladen wird. Leute; am Wochenende wird Grün- und Baumschnitt kostenlos an der Mülldeponie angenommen! Bevor ihr in den Eberstein fahrt, könnt ihr der Umwelt zuliebe euch auch Richtung Lenterode bewegen! Und die vielen Wanderer, die den schönen Platz zur Rast nutzen, wären auch sehr dankbar!

● „Hallo Herr Martin, eigentlich möchte ich niemanden verpetzen, aber wir beobachten hier in Schönau schon seit langem bestimmte Personen, die ihr gemähtes Gras oder kleinen Baumschnitt am helllichten Tag in einer Schubkarre unter die Leinebrücke bringen und in die Leine kippen.“ Kommentarlos! Man kann seit 2005 kostenlos entsorgen!

 

Heute einmal den berühmten Johann Wolfgang von Goethe:

„Man kann die Erfahrung nicht früh genug machen, wie entbehrlich man ist“

„Es hört doch jeder nur, was er versteht“

„Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen“

„Es gibt viele Menschen, die sich einbilden, was sie erfahren, verstünden sie auch“

„Beifall lässt sich, wie Gegenliebe, nur wünschen, nicht erzwingen“

„Dankbarkeit ist manchmal ein Band, oft aber eine Fessel“

 

 



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