Februar 2018

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

bereits im letzten Gemeindeboten konnten Sie an dieser Stelle unsere Sorgen bezüglich des DRK-Kindergartens lesen. Sie sind nicht kleiner geworden; ganz im Gegenteil. Bis zum 31. März müssen wir uns verbindlich gegenüber dem zuständigen Ministerium geäußert haben, wie wir die benötigten Betreuungsplätze bereit stellen wollen. Und da wir keine Fördermittel bekommen, will dieser Schritt wohl überlegt sein. Selbst die günstigste Variante mit dem Umbau der „Linde“ schlägt mit über 850.000 Euro zu Buche. Und ein Neubau, ob nun mit oder ohne Erweiterungsmöglichkeit, kostet uns unter dem Strich zwischen 1,1 Mill und 1,4 Mio Euro! Förderung ist uns übrigens versagt worden, weil wir bereits beim letzten Umbau des Kindergartens welche bekommen haben. Aber auch damals haben wir dies nicht gemacht, weil wir mal eben Fördermittel haben wollten! Nein; die Kinderzahlen sind rasant in die Höhe gegangen. Und jetzt werden wir von denen „bestraft“, die mit der Änderung ihrer eigenen Vorgaben (Betreuungsfläche/Kind) uns erst in diese Situation gebracht haben. Um es klipp und klar zu sagen: nix gegen diese Änderungen, da sie für unsere Kinder sicherlich eine Verbesserung sind. Aber danach wird die Gemeinde mit den daraus resultierenden Umbaukosten von dieser Landesregierung im Regen stehen gelassen. Die selbe „Mogelpackung“ droht der Gemeinde übrigens beim beitragsfreien Kindergartenjahr. Schön und gut, wenn die Eltern für das letzte Jahr ihrer Sprösslinge in der Kita nix bezahlen müssen, aber bisher hat die Gemeinde immer noch 77.25 % der Betriebskosten übernommen. Ich bin gespannt, wie dies geregelt wird!

 Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Auch im ersten Hauptausschuss des neuen Jahres ging es natürlich vorrangig um den DRK-Kindergarten. Der Vollständigkeit halber hier die drei Varianten: 1. Anbau an den bestehenden Kindergarten, 2. Neubau eines neuen Kindergartens auf dem Grundstück der Gemeinde in der Nähe des Leineparks und 3. Umbau der Gaststätte „Zur Linde“. Die AI GmbH als Planungsbüro hatte eine sehr detaillierte und umfassende Zusammenstellung aller Für und Wider erarbeitet und jetzt liegt die Entscheidung beim Gemeinderat; keine leichte Entscheidung!

● „Möchten wir Sie darüber in Kenntnis setzen, dass wir an unserer Absicht, die Kindertagesstätte aus der St. Martin gGmbH herauszulösen, nicht mehr festhalten“ – so einfach geht dies bei der CARITAS! Wir haben einen bestehenden Gemeinderatsbeschluss! Ein erstes Gespräch mit der neuen Geschäftsführerin der St. Martin gGmbH war zwar sehr angenehm; aber ohne finanzielle Aussagen. Weiter warten!

● Die technischen Änderungen am Flächennutzungsplan sind eingear-beitet und nun kann im nächsten GR der Plan nochmals beschlossen und dann vom Landesverwaltungsamt auch genehmigt werden.

 

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

● Wer einmal den Arbeitsplan unserer Freiwilligen Feuerwehr gesehen hat, weiß wie wichtig es ist, die zu leistende Arbeit auf immer mehr Schultern zu verteilen. Und da es immer schwieriger wird, junge Menschen für Vereine zu begeistern und die Mitgliedschaft dann auch noch in Stress ausarten kann, habe ich mir etwas einfallen lassen: „Schröpft den Schulzen!“ Bei der Jahreshauptversammlung unserer Freiwilligen Feuerwehr habe ich für jedes neue Mitglied 50 Euro in die Vereinskasse versprochen. Ich stehe bekanntlich auf keinem Wahlzettel mehr und daher fällt das Argument „Stimmenkauf“ aus; mir geht es wirklich um die Leistungsfähigkeit unserer Wehr und wenn ich da einen Anreiz setzen kann, mache ich dies sehr gern!

● Die Reaktionen waren abzusehen und sie reichen von Zustimmung bis Ablehnung; von „gut so“ bis „Abzocke“. Gemeint ist die neue 30- Zone beim Seniorenzentrum St. Jakobus. Das Straßenbauamt und die Verkehrsbehörde des Landkreises haben nach 18 Monaten den Antrag des Seniorenzentrums in die Tat umgesetzt und gemeinsam haben wir uns für diesen Kompromiss entschieden. Über eine zeitliche Ein-schränkung, z.B. von 07.00 bis 19.00 Uhr, wie vorgeschlagen, müssen wir reden. Ich bin schon auf die Kommentare gespannt, wenn auch noch die Ampelanlage bei der Bushaltestelle in Höhe der Gärtnerei Jünemann installiert ist! Auch wenn man einmal nicht „ganz so flüssig“ durch Uder fahren kann; immer daran denken: Es sind unsere jüngsten und ältesten Bewohner, die damit geschützt werden!

 

Dies & Das ...

● Es war eine prima Idee, die Lutz und Bernadette Reipert da hatten. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens ihres Familienunternehmens haben sie tief in die Kasse gegriffen und für jedes Jahr 100 Euro spendiert! Und es war ihr Wunsch, dieses Geld gezielt für die Kinder- und Jugendarbeit einzusetzen. Wir haben uns auf ein hochwertiges Spielgerät geeinigt, dass seinen Platz im Schwimmbad erhalten soll! Und noch etwas war den beiden wichtig: Man kann es erweitern! Wer also diese Idee für sein Jubiläum auch nachahmenswert findet, muss sich keinen Zwang antun und kommt einfach auf die Gemeinde zu.

● Der Neujahrsempfang in Schönau war ein gelungener Auftakt in das Jubiläumsjahr des kleinen Ortsteils. Interessante und humorvolle Einblicke in das Leben einer Olympiasiegerin bekommt man ja nicht alle Tage. Auch Dieter Althaus, unser zweiter Gast, hatte sich hervorragend auf seine Moderation vorbereitet und überzeugt glänzend. Ein großes Lob auch an Jens Köhler und sein Team vom „Lahmen Frosch“, die würdige Gastgeber des Empfangs waren. Jetzt freuen wir uns auf den Ostersamstag, den 31. März 2018! Dann wird an gleicher Stelle Dr. Thorsten Müller einen Vortrag zur Geschichte des Ortes halten und Landrat Dr. Werner Henning hat sich ebenfalls angekündigt. Urkundlich das erste Mal erwähnt wurde Schönau zwar am 30. März 1318; aber am Karfreitag wollten wir dieses Jubiläum nicht begehen.

● Was meine jährliche Zusammenkunft mit allen Vereinsvorsitzenden wieder an Terminen und Veranstaltungen „zu Wege gebracht“ hat, können Sie auf dem extra angefertigten Flyer nachlesen. TOP!

● Mit Elisabeth Durstewitz ist bekanntlich unsere bisher älteste Ein-wohnerin mit 101 Jahren verstorben. Sie war die „gelebte Ökumene“ in Uder, da sie sich sehr aufopferungsvoll als Katholikin um die evan-gelische Pfarrkirche gekümmert hat. Ich habe deshalb vorgeschlagen, den zukünftigen Fußweg vom neuen Wohngebiet an der Christuskirche vorbei zur Straße der Einheit als „Elisabethweg“ zu benennen.

 

Das hat mir gut gefallen:

● Das Programm unseres SCU war wieder große Klasse und sehr ab-wechslungsreich. Angefangen von den Büttenreden über die Sketche bis hin zu den vielen Tanzdarbietungen: alles richtig professionell. Natürlich ist Karneval auch dazu da, mit humoristischer und spitzer Feder auf Entwicklungen oder Personen aufmerksam zu machen! Auch dies ist z.B. der „Postfrau Carola“ und dem „Dinner for one“-Team hervorragend gelungen. Und Kostüme und Bühnendeko sind ja bekanntlich jedes Jahr eine Augenweide; daran hat sich nix geändert. DANKE an den SCU für diese Unterhaltung auf sehr hohem Niveau!

● Ich zähle auch in diesem Jahr wieder auf unser „Stammpersonal“ bei der Durchführung der Landratswahl am 15. April 2018. Es ist ganz prima, wenn man sich auf so viele Ehrenamtliche verlassen kann.

● Die Resonanz auf das angekündigte Gespräch im Jugendclub war zwar mehr als bescheiden, aber mit Silvia Simon und Ina Meyer haben sich jetzt zwei Muttis „mit vor den Karren gespannt“ und wollen ein Auge auf Ordnung und Sauberkeit richten. Wir lassen den Jugendlichen zwar freie Hand; aber ganz ohne Kontrolle geht es leider nicht!

● „Wir werden jetzt regelmäßig mal die Obrigkeit zu uns einladen“, sprach der amtierende Vorsitzende Berni Jünemann vom Männergesangverein, und meinte mit der „Obrigkeit“ unseren Pfarrer und mich. Danke dafür! Nur im Gespräch miteinander lassen sich unterschiedliche Meinungen viel besser und transparenter diskutieren und das ein oder andere Vorurteil revidieren. Und natürlich habe ich Verständnis für das flammende Plädoyer zum Erhalt der „Gemeindeschänke“ (so hieß die Gaststätte „Zur Linde“ vorher) von Klaus Röhrig. Aber ich habe auch die Standpunkte der Gemeinde erläutert und in welcher Situation wir stecken. Es war ja bereits zu lesen; eine Institution „geht von Bord“! Danke Hansel Schmidt für deinen Einsatz über viele Jahre im Vorstand und als Vorsitzender für deinen „MGV“! Bleib vor allem gesund!

 

Pünktlich: der Sprüchekalender! Vielen Dank Fam. Hildebrandt!

„Es ist etwa sehr großes, ein freies Herz und ein ruhiges Gewissen zu haben“ – Teresa von Avila –

„Wie schön ist das Leben, wenn man etwas Gutes und Richtiges tut“ – Dostojewski –

„Dankbarkeit schenkt unserem Gestern Sinn, unserem Heute Frieden und schafft eine Vision für das Morgen“ – Melody Beattie –

„Es gibt keinen Grund, warum wir unseren Kindern ein NEIN nicht genauso freundlich sagen können wie ein JA – John Holt –



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