Evangelische Christuskapelle

Die evangelische Christuskapelle ist auch weithin sichtbar und steht in zentraler Dorflage an der "Straße der Einheit". Im Jahre 1998 konnte das 70-jährige Kirchweihjubiläum gefeiert werden. Am 29. Juni 1928 wurde die Christuskapelle feierlich als Filialkirche der Evangelischen Gemeinde in Heiligenstadt eingeweiht. Es finden immer noch Gottesdienste in der Kapelle statt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gab es mehrere ortsansässige evangelische Christen in Uder und bald wurde der Wunsch geäußert, eine eigene Kirche bzw. Kapelle zu bauen. Später konnte dann ein Bauplatz erworben werden, auf dem die heutige Christuskapelle steht. Finanziell unterstützte besonders das Gustav-Adolf-Werk den Kirchenbau. Damals beim Bau bzw. bei der Inneneinrichtung der Christuskapelle halfen besonders viele Sponsoren von evangelischen Kirchengemeinden in der heutigen Kirchenprovinz Sachsen bei der Finanzierung mit. Die beiden Glocken im Turmdachreiter stifteten die Gemeinden der Kirchenkreise Bleicherode, Nordhausen und auch der Gustav-Adolf-Frauenverein Erfurt. Die Turmuhr schenkte die politische Gemeinde Uder. Die Kanzel und Altarbekleidung ist ein Geschenk des Kirchenkreises Wernigerode. Ein Kreuz schenkte der Kirchenkreis Bad Liebenwerda. Der damalige Superindendent Eiselen von Bad Liebenwerda war als Diakon einige Jahre in Heiligenstadt tätig gewesen und hatte den evangelischen Gottesdienst in Uder eingerichtet. Auch die Evangelische Gemeinde in Heiligenstadt stiftete damals zwei Kirchenfenster und es gab dann noch mehrere Stiftungen von Privatpersonen für die Vervollkommnung der Inneneinrichtung. Heute ist diese Einrichtung der Christuskapelle in Uder noch fast vollständig erhalten und stellt auch eine große Sehenswürdigkeit für Uder dar.