Der Ortsname "Uder"

Die urkundliche Ersterwähnung Uder's geht auf das Jahr 1089 zurück.

Als Ortsname wurde "Othera" angegeben. Der Name bedeutet soviel wie "Ort an den schwellenden Bächen". Nach der Urkunde des Erzbischofs Konrad von Mainz aus dem Jahre 1162, den er an die Ritter und Einwohner Otheras richtete, gehörte die hiesige Kirche zu jenen fünf Schenkungsobjekten seines Vorgängers (1089 - 1109), die dieser dem Martinsstift in Heiligenstadt schenkte.

Uder kann somit als eine der ältesten kirchlichen Besitzungen der Mainzer auf dem Eichsfeld angesehen werden. Die Ursiedlung lag hinter der Kirche an den "Knorr'schen Quellen", zu der die heutigen Straßenzüge Eulenburg, Kirchgasse und Schmiedegasse gehörten. Die Bevölkerung des Dorfes bestand hauptsächlich aus Landwirten. Die Wohnungen waren meist einstöckige Fachwerkhäuser, teils auch Lehmhütten. Bereits 1711 hatte Uder 116 Häuser und 466 Einwohner. Bis 1810 stieg die Anzahl der Bewohner auf 646 und 1910 konnten 1852 Einwohner verzeichnet werden. Heute hat Uder mit dem Ortsteil Schönau eine Einwohnerzahl von ca. 2600. 

Uder war durch die Lage an einer alten Heerstraße schon in früheren Zeiten von Bedeutung. Es war ein so genanntes Küchendorf, in welchem die Wallfahrer, die zum Grab des hl. Jakobus d. Ä. nach Santiago de Campostella pilgerten, versorgt wurden.  Der Dreißigjährige Krieg brachte über das Eichsfeld unendlich viel Elend. So wurde unter anderem auch Uder vom tollen Christian von Braunschweig überfallen und völlig ausgeplündert. Von den durchziehenden Soldaten war zudem die Pest eingeschleppt worden, der viele Bürger zum Opfer fielen.



Maisprung auf die Blockhütte