Alle Jahre wieder, aber dieses Mal richtig vergoldet

Am 21. Januar war es wieder mal soweit. Unser Bürgermeister lud ein zum Neujahrsempfang. Doch in diesem Jahr war einiges anders und irgendwie goldig.
Zum einen war es der Ort der Handlung – unser Ortsteil Schönau, wo die „Goldengel“ wohnen. Da die Siedlung vor 700 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde, sollte der Auftakt zu den Feierlichkeiten einen würdigen Rahmen bekommen. Auf der anderen Seite war ein Goldengel der besonderen Art als Ehrengast vor Ort – Silke Kraushaar-Pielach. Mit ihr war erstmalig eine ehemals weltweit angesagte Sportlerin zu Gast.

Begrüßt wurden durch Bürgermeister Gerhard Martin aber nicht nur der zweite Ehrengast Dieter Althaus, sondern auch die Mitglieder des Gemeinderates, die Gewerbetreibenden des Ortes, Pfr. Heribert Kiep und nicht zuletzt die Vertreter der „Goldengel“.
Danach ging Gerhard Martin auf die recht positive Situation in Uder und Schönau, inklusive dem letzten großen Straßenbauprojekt „Schmiedegasse/Lenteröder Straße“ und dem jüngsten Wohnungsbaustandort „Am Lohweg“, ein. Er konnte jedoch nicht verhehlen, dass die angespannte Kindergartensituation ihm doch größere Sorgen macht.

Aber danach ging es um den Sonneberger „Goldengel“ Silke Kraushaar-Pielach, ihres Zeichens Olympiasiegerin, vierfache Weltmeisterin und sechsmalige Europameisterin im Rennrodeln. Mit Dieter Althaus als Interviewpartner entspann sich ein interessanter Dialog mit tiefen persönlichen Einblicken über den sportlichen Werdegang der gebürtigen Sonnebergerin. Der Bogen wurde von ihrem Leben an der innerdeutschen Grenze über Rückschläge und Selbstzweifel, ehe der Sprung in die absolute Weltspitze gelang, bis hin zur Überlegung, wann die sportliche Weltbühne verlassen werden sollte, gespannt. Für die Zuhörer war es sehr kurzweilig und zum Teil überraschend, wie so ein Sportlerleben mit eisernem Willen und etwas Glück, was immer dazu gehört, gelingen kann.

Nach Applaus und Blumen mischte sich die sympathische Frau unter das „Volk“, um weitere Fragen zu beantworten und auch Autogramme zu geben.
Lockere Gespräche im Anschluss rundeten den Vormittag im vollbesetzten „Lahmen Frosch“ ab. Dank natürlich auch dem Gaststättenteam um Jens Köhler für die hervorragende nicht nur kulinarische Betreuung.

Siegfried Arand