Oktober 2017

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

jetzt geht’s los; später als ursprünglich gedacht und anders als zunächst vorgesehen. Das Projekt „Schmiedegasse“ ist gestartet und wird uns mit Sicherheit die nächsten 1½ Jahre beschäftigen und hin und wieder leider auch für Unmut sorgen. Aber wir sind nicht in Berlin, bauen auch keinen Flughafen und von daher ist immer ein Ende abzusehen. Das es schnellstmöglich kommt, dafür wollen Straßenbauamt, Planer, WAZ und natürlich die Gemeinde sorgen. Ich habe bei der Anliegerversammlung gesagt, dass wir mit diesem Projekt schon „Silberhochzeit feiern können“, denn bereits 1992 gab es die ersten Überlegungen. Und auch dies gebe ich unumwunden zu: hätte man gleich nach dem Planfeststellungsbeschluss anfangen können, wäre die Akzeptanz wesentlich höher und das ganze Projekt jetzt schon Geschichte. Aber nun zum aktuellen Stand: Es gab nur ein Angebot für die ganze Maßnahme und von daher hat die TWE den Zuschlag erhalten. Dass wir nicht nur auf die Qualität der Firma vertrauen können, wissen wir. Dass wir es auch mit praxisbezogenen Fachleuten zu tun haben, konnten wir jetzt erleben. Nicht wie vorgesehen mit dem Anschluss der Schmiedegasse an die Straße der Einheit wird begonnen, sondern mit Erdarbeiten an der Umgehungsstrecke oder der Böschung. Damit wird in diesem Winter die Fahrbahn nicht mehr aufgerissen, sondern erst im Frühjahr wird damit begonnen. Bei der Anliegerversammlung erläuterten nun das Straßenbauamt, der Abwasserzweckverband, die Planer und die bauausführende Firma den Sachstand und im Anschluss nahmen die zahlreichen Einwohnerinnen und Einwohner das Angebot gern an, sich individuell nochmals beraten zu lassen. Das Straßenbauamt hat uns zugesagt, über das Höhberg-Echo immer die notwendigen Informationen zu veröffentlichen und auch von der TWE oder dem WAZ wurde jederzeit Gesprächsbereitschaft signalisiert. Dass die Baumaßnahme nicht nur Befürworter hat, wurde auch an diesem Abend wieder deutlich. Aber sowohl Straßenbauamt als auch die Gemeinde haben ihr Möglichstes getan, um die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie nur möglich zu gestalten. Und wir hoffen, dass wir nach dem Abschluss der letzten großen kommunalen Stra-ßenbaumaßnahme in Uder deren Skepsis ausräumen konnten. Ich freue mich jedenfalls, und nicht nur ich, dass wir sichere Schulwege und einen durchgängigen Fußweg bis zum Sannüber bekommen. Bis es soweit ist, wird es aber immer wieder zu Behinderungen in der ganzen Ortslage kommen und ich bitte alle Einwohner dafür um Verständnis. Besonders an Straßen, die als Umgehungsstrecken ausgeschildert sind, sollten die angeordneten Maßnahmen (Park- und Halteverbote) im Zuge eines ordentlichen Verkehrsflusses tunlichst beachtet werden! Ich weiß, dass uns allen ab dem Frühjahr viel zugemutet wird; aber wir wäre nicht so eine tolle Gemeinschaft, wenn wir dies nicht auch noch hinbekämen. Ich zähle und vertraue auf Sie! 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Die Sitzung des Gemeinderates kommt erst noch; aber im Hauptausschuss war der Nachtragshaushalt bereits Gesprächsthema. Und diesmal leider nicht im positiven Sinn! Wir müssen für fast 300.000 € einen Kredit aufnehmen, um in diesem Jahr den Haushalt ausgleichen zu können. Und bevor die ersten spöttischen Kommentare kommen; weder der Gemeinderat noch der Bürgermeister und schon gar nicht die Verwaltung haben sich bei der Aufstellung des Haushaltsplans 2017 verrechnet. Was nicht im Plan stand waren die 140.000 € Mehrkosten für das Haupthaus von Knorri, einige Veränderungen bei den Gewerbesteuern (eine Rückzahlung von mehr als 70.000 € z.B.), Mehrkosten für die Friedhofsgestaltung, für die Feuerwehr und einige weitere Positionen.

● Der Entlastung des Bürgermeisters für das Haushaltsjahr 2016 mussten noch ein paar Beschlüsse über die Auftragsvergabe für den Laubengang des Knorrschen Hauses vorweggehen. Und ganz ehrlich, wenn man nicht mehr zu beanstanden hat bei einem Haushalt im Millionenbereich, kann ich damit leben.

 

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

● Der Vorsitzende der Waldinteressentengemeinschaft hat Wort gehalten und wir haben einen tragbaren Kompromiss gefunden. Jetzt kann man auch im Sommer wieder von der Blockhütte auf unser schönes Dorf gucken. Zwar keinen Rundumblick, aber wesentlich besser als bisher und verträglich für den Baumbestand!

● Wir wollten eigentlich schon weiter sein, aber die vollen Auftragsbücher der Firmen machen uns einen Strich durch die Rechnung. Und so wird erst in diesem Monat mit der Beräumung des zukünftigen Wohngebietes am Lohweg begonnen.

● Die Bauarbeiten an der Verlängerung des Eichenweges sowie etwas später auch am Räderswege I und II werden in Kürze beginnen. Auch hier hat die TWE das günstigste Angebot abgegeben und den Zuschlag erhalten. „Wir bleiben zügig an der Abarbeitung und hoffen, noch vor Beginn der Frostperiode alle Arbeiten abgeschlossen zu haben“, hat mir der Geschäftsführer Stefan Baudach zugesichert.

● „Es hat nicht sollen sein und es ist besser, wir trennen uns im Einvernehmen“. Mit dieser Einstellung haben meine Stellvertreterin und ich das Gespräch mit den Pächtern der Riedelsburg gesucht. War es eine zu hohe Erwartungshaltung? War es mangelnder Besuch? Wer weiß! Natürlich ist es schwierig im Gaststättengewerbe und wir waren ja froh, dass wir wieder einen Pächter gefunden hatten. Aber auch die Gemeinde muss ihre Kosten im Blick behalten und deshalb kam jetzt die einvernehmliche Trennung. Und natürlich haben wir alles akkurat geklärt und sind im Guten auseinandergegangen.

 

Dies & Das ...

● Sie zählen zu den Aktivposten im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde und haben sich auch für dieses Wochenende wieder einiges einfallen lassen; unsere Kirmesburschen. Honorieren Sie es mit Ihrem Besuch und freuen Sie sich auf die Kirmes. Eine Party im Stile der Jahrtausendwende oder ein Oktoberfest wartet auf Sie. Und was ist der Unterschied zu München? Da ist das Fest längst vorbei und die Maß hat das Doppelte gekostet! Lassen Sie sich den Fassbieranstich am Samstagabend nicht entgehen!

● Bevor es zum Feiern geht ist noch Blutspende am Freitag! Auch einmal an diese lebenswichtige Aktion denken! Das DRK freut sich!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Böller mitten in der Nacht geht nur an Silvester! Und wer es zu einem besonderen Anlass dennoch knallen lässt, muss eine Genehmigung haben! Bitte an kleine Kinder und die Nachbarn denken! Danke!

● Wie krank muss man sein, wenn man auf Straßenlampen schießt? Beim Wechseln der Beleuchtung auf stromsparende LED-Technik hat unser Bauhof an einigen Lampen diese Absurdität eindeutig festgestellt. Irre! Übrigens sind die Stromeinsparungen schon messbar!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Unser Ossenritterfest war nicht nur vom Programm her gelungen; es war auch von der Beteiligung sehr gut angenommen. Dies ist auch das Fazit, das wir jetzt in einer Auswertung mit allen Vereinsvorsitzenden ziehen konnten. Und wir haben festgelegt, was mit den Mehreinnahmen erfolgen soll. Zehn Bierzeltgarnituren sollen angeschafft und beim Bauhof gelagert werden. Wenn ein Verein diese benötigt, werden sie dann kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zudem wird der verbleibende Betrag aufgeteilt: eine Hälfte für das SOS-Kinderdorfprojekt von Jörg Lamprecht und die andere Hälfte bekommt die DKMS für die Typisierung des kleinen Mädchens aus Arenshausen! Sehr löblich!

● Der Adventsmarkt 2017 wurde bei der Zusammenkunft ebenfalls schon angesprochen. Er hat sich ja etabliert und trotzdem eine Neuerung: Das Konzert in der Kirche mit Chor und den Uderaner Musikanten ist jetzt auf vielfältigen Wunsch bereits für 16.00 Uhr eingeplant.

● Sie arbeiten ehrenamtlich, stehen meist nicht im Licht der Öffent-lichkeit und wollen es auch nicht. Und dennoch ist ihr Dienst immens wichtig und unsere Gemeinschaft würde nicht so gut funktionieren. Ich freue mich jedes Jahr, wenn ich ein paar dieser „guten Geister“ für die Ehrenamtsveranstaltung des Landkreises melden kann. Und so haben sich Karl-Heinz Döring, Heinz Kobold und Kirsten Volkmar die Ehrung mehr als verdient und dürfen sich mit ihren Partnern über das Programm im Kulturhaus und ein paar angenehme Stunden freuen.

● Vielen Dank an alle 15 Wahlhelfer für den reibungslosen Ablauf!

 

Marie von Ebner Eschenbach war eine Frau mitten aus dem Leben:

Die großen Augenblicke im guten wie im bösen Sinne sind die, in denen wir getan haben, was wir uns nie zugetraut hätten.

Ein Urteil lässt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil.
Wo die Eitelkeit anfängt, hört der Verstand auf.