Juni 2017

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

es blieb uns keine andere Wahl. Wir haben es mit vielen Gesprächen versucht, wir waren in Erfurt vorstellig und standen zum Schluss trotzdem mit leeren Händen da. Wir, die ehrenamtlichen Bürgermeister aus Uder, Lutter und Birkenfelde haben gemeinsam mit unserem VG-Vorsitzenden versucht, die Verantwortung für die Betreibung unserer katholischen Kindergärten wieder in die eigenen Hände bzw. der Pfarrgemeinde zu bekommen. In Absprache natürlich mit den jeweiligen Gemeinderäten, mit dem Kirchenvorstand und mit Pfarrer Kiep. Ohne Erfolg! Auch ein persönlicher Brief der Eltern aus Uder an den Bischof hat nicht ausgereicht, die Verantwortlichen im Bistum davon zu überzeugen. Und deshalb hatten wir uns gemeinsam, Eltern und Gemeinderat, für einen Pressetermin entschieden. Wir wollten gemeinsam die Öffentlichkeit darüber informieren, dass wir nicht mehr gewillt sind, die Zusammenarbeit mit der St.-Martin gGmbH fortzusetzen. Nun möchte ich nicht die ganze Chronologie wiedergeben, aber die wichtigsten Zahlen will ich Ihnen auch nicht vorenthalten. Seit dem Vertragsbeginn im Jahr 2011 haben wir 602.000 € mehr an Betriebskosten an den Katholischen Kindergarten überwiesen als an den Friedrich-Fröbel-Kindergarten in Trägerschaft des DRK. Bedenkt man, dass wir zum Bau des Katholischen Kindergartens bereits 300.000 € als einmaligen Zuschuss gewährt haben, ist es noch unverständlicher, warum wir nicht wieder in die eigene Verantwortung kommen sollen. „Mut zur Korrektur“ hat der Bischof von der Presse bei Falschmeldungen, oder wenn sich manche Dinge falsch entwickeln, verlangt. Mehr als „Mut zur Korrektur“ will ich auch nicht!

 Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Im Flächennutzungsplan (FNP) wird anschaulich gemacht, wo die Gemeinde ihre Entwicklungspotenziale sieht. Der FNP dokumentiert sozusagen die mittelfristige Entwicklung einer Gemeinde. Gegenüber dem Bürger hat er keine unmittelbare Außenwirkung; aber eine Selbstbindung der Gemeinde an ihre städtebauliche Entwicklung. Im konkreten Fall ging es darum, dass wir unser neues Wohngebiet in diesen Flächennutzungsplan ausweisen konnten und somit einer Forderung des Landesverwaltungsamtes nachgekommen sind. Ohne Ausweisung im FNP gibt es keine Genehmigung des neuen Wohngebietes. Und dem haben die Gemeinderäte mit großer Mehrheit zugestimmt.

● Der Abwägungs- und Satzungsbeschluss für das Wohngebiet „Am Lohweg“ wurde nach einer regen Diskussion einstimmig beschlossen.

● Auch mit der Gemeinde Lutter wurde jetzt eine Zweckvereinbarung zur Aufnahme von Kindern im jeweiligen Kindergarten einstimmig auf den Weg gebracht. Somit haben wir mit jeder Gemeinde in unserem Umfeld einen Vertrag, der die finanziellen Belange einheitlich klärt.

● Die Gebietsreform ist ja nun erst einmal dank des Verfassungsgerichts gestoppt. Von der Tagesordnung wird sie sicherlich noch nicht sein. Wohlweislich hat die VG schon einmal einen „Mustervertrag“ über Gemeindezusammenschlüsse erarbeitet. Sollte es wirklich noch zur Reform kommen, muss dieser Vertrag natürlich gründlich überarbeitet und auf die Besonderheiten unserer Gemeinde zugeschnitten werden. Wir sind weiterhin gespannt und Sie können es hier dann lesen!

● Die Feststellung der Jahresrechnung 2015 und die Entlastung des Bürgermeisters für 2015 erfolgte dann ohne mich, aber einstimmig.

● Bevor die Eltern des Katholischen Kindergartens zum Gespräch gebeten wurden, hat sich der Gemeinderat erst einmal eine eigene Meinung gebildet. Die Kündigung des Vertrages mit der St. Martin gGmbH für 2017 wurde aufgehoben, aber gleichzeitig einstimmig für den 31. Juli 2018 wieder ausgesprochen. Sollte es keine Einigung geben und eine Anmietung des Katholischen Kindergartens nicht möglich sein, wird die Gemeinde ein neues Gebäude errichten. Die Weigerung von Generalvikar und Bischof, der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde wieder die Verantwortung zu übertragen, wurde von allen Gemeinderatsmitglieder nicht akzeptiert. Übrigens sahen es im Anschluss auch die Eltern genauso. Es war eine wohltuende und sachliche Diskussion, und für beide Seiten mit neuen Erkenntnissen.

 

 

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

● Unser Bauhof wird bereits in den nächsten Wochen mit der Beräumung der ehemaligen Hühneranlage beginnen und die Vorarbeiten zu den Erschließungsarbeiten leisten. Noch hat sich die evangelische Kirche aber noch nicht zum Verkauf eines Teils ihrer Flächen geäußert.

● Der „Dauerbrenner“ Schmiedegasse hat uns auch in den letzten Wochen wieder beschäftigt. Hier noch eine Übereinkunft, da noch ein Gespräch und ich hoffe, dass nun bald die Ausschreibung erfolgt und wir wissen, wer die Baumaßnahme durchführt und wann es losgeht.

● Zum Thema „Breitbandausbau“ hatte die Telekom zu einem Pressetermin geladen und dort war zu erfahren, dass man sich bereits jetzt online oder im Fachhandel für das schnelle Internet registrieren las-sen kann. Freigeschaltet wird aber später als zunächst angedacht.

● Vor Ort Absprache mit Ingenieurbüro Stützer und Straßenbauamt zur Erneuerung der Räderswege. Leider noch keine Förderzusage!

 

Dies & Das ...

● Auf 20 Jahre können zwei Einrichtungen in Uder zurückblicken und ich wünsche auch weiterhin alles Gute! Das Frisierstübchen von Frau Anke Weinrich-Ludolph und die Klaus Bode GmbH! Glückwunsch!

● Gleich auf 60 Jahre kann unser Friedrich-Fröbel-Kindergarten zu-rückblicken und wird dies mit einem tollen Festproramm am 24. Juni auch feiern. Es ist schön, dass auch in dieser Einrichtung so viele unserer Kinder erzogen und „fit“ für die Grundschule gemacht werden!

● Jetzt steht nicht nur eine Bank beim Vereinshaus, jetzt wird auch noch der gute Martin Weinrich bei Dunkelheit dort angeleuchtet. Die Telekom macht es möglich, nachträglich ein Stromkabel zu verlegen und der „bald wieder Uderaner“ (er stammt aus der Brückenstraße und baut jetzt dort) Markus Wehr hat die Technik geliefert.

● Wir sind im Gespräch mit dem Jugendamt des Landkreises und unserer VG bezüglich einer Stelle im Jugendbereich. Der Landkreis würde eine halbe Stelle in der Jugendarbeit zu großen Teilen fördern und wir möchten die Stelle auch gern besetzen. Etwas Anleitung und inhaltliche Arbeit kann im Jugendclub sicherlich hilfreich sein. Allein uns fehlt eine oder ein Interessierter. Wer Lust hat, bitte melden!

● Um es ganz unmissverständlich zu sagen: Die Gemeinde ist nicht für das Anlegen von Fußgängerüberwegen entlang der Landesstraße zuständig! Wir haben es an die zuständigen Stellen weitergegeben und dort wird entschieden! Ich lasse mir nicht Untätigkeit nachsagen!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Es gefällt mir nicht und der kleinen Tabea Wagner auch nicht. Beim Sommerfest der Feuerwehr kam sie ganz aufgeregt an und sagte: „Herr Bürgermeister, es sind immer so viele Katzen in unserem Sandkasten und die machen dahin; das geht doch nicht. Da musst du was tun!“ Ja, was sagt man so einem kleinen Mädchen? Ich kann nur an alle Tierliebhaber, ob nun im Bachrasen oder einer anderen Straße, appellieren, ein Auge auf ihren Liebling zu haben. Tabea hat Recht; in einem Sandkasten für unsere Kinder haben Tiere nix verloren!

● Er sollte Stunden später aufgemacht werden, der neue Forstmarkt zwischen REWE und TWE. Was dann am Pfingstmontag geschah, hatte sicherlich professionelle Züge. Unbeschreiblich! Mittlerweile ist der angerichtete Schaden höher als der Wert des Diebesguts. Das macht einfach nur wütend und ich hoffe, dass man diese Halunken fasst!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Im nächsten Jahr feiern wir 700 Jahre Schönau. Wie damals in Uder, so laufen mittlerweile auch in Schönau die Vorbereitungen auf dieses besondere Jubiläum. Der Auftakt, so hatten wir uns vereinbart, soll dabei der Neujahrsempfang der Gemeinde mit einem besonderen Gast werden, der einmal nicht aus der Politik oder Wirtschaft kommt. Jetzt habe ich die Zusage und freue mich über eine Frau, die Olympiasiegerin, viermalige Welt- und sogar siebenmalige Europameisterin in ihrer Sportart wurde. Zuletzt war sie sogar im Fernsehen mit weiteren Sportsgrößen: die erfolgreiche Rennrodlerin Silke Kraushaar-Pielach!

● Aber auch die angedachten weiteren Programmpunkte der „Goldengel“ sind wohl überlegt; ob nun Rodeln mit Glühwein, Osterfeuer, Kindertag im Stadion bis hin zum Oktoberfest oder Schlachtefest. Und natürlich wird sich auch die Gemeinde an den Feierlichkeiten beteiligen. Darüber wurde im Gemeinderat erst gar nicht diskutiert!

● Wassertretbecken im Park? Wir überlegen es, liebe Carola Rohrberg!

 

Bald kommt sie wieder, die schönste Zeit im Jahr!

Wenn man beginnt, seinem Passfoto ähnlich zu sehen, sollte man in den Urlaub fahren –

Ephraim Kishon -

Man soll dem Leib etwas Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen

– Winston Churchill –

Urlaub - das ist jene Zeit, in der man zum Ausspannen eingespannt wird

– Hans Söhnker –

Spätestens wenn die Kinder fragen, wo bei der Kuh die Butter rauskommt, hilft nur noch eins, Urlaub auf dem Bauernhof – Friedrich Küppersbusch -