August 2017

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner der Gemeinde Schönau und Uder,

wer es an der Anrede noch nicht bemerkt hat, wird spätestens beim Bild des Gemeindeboten stutzig. Es ist ein neuer Gemeindebote und er hat Unterstützung bekommen; einen Goldengel! Der muss für unseren Ortsteil bekanntlich als Spitzname „herhalten“. Im nächsten Jahr begehen wir die urkundliche Ersterwähnung von Schönau vor 700 Jahren und aus diesem Anlass soll der Goldengel auch bei der „großen“ Gemeinde mit zu Wort bzw. Schrift kommen. Ich habe meinen Freund und Kollegen Bernhard Schauer gebeten, mir diese Karikatur anzufertigen und betrachte es als meine Anerkennung vor den Leistungen in unserem schönen Ortsteil und für die dort geleistete Arbeit durch die „Goldengel“. Das Ossenritterfest steht vor der Tür. Wieder einmal haben wir am Konzept gefeilt und hoffen nun, ein zukunftsfähiges Model gefunden zu haben. Am 27. August ab 14.00 Uhr wollen wir alle Veranstaltungen im Park anbieten. Beginnen werden wir mit einem ökumenischen Gottesdienst, danach Kaffee und Kuchen, viel Programm für die Kinder und als Gaudi ein Fußballspiel zwischen Oberdorf und Unterdorf auf der Kleinsportanlage. Bei allem soll der Spaß nicht zu kurz kommen und für die musikalische Unterhaltung sind die Uderaner Musikanten sowie die Band „Amplitude“ verantwortlich. Für das leibliche Wohl sorgen unsere Vereine und natürlich gibt es auch wieder einen „Ossenritter des Jahres“! Bei hereinbrechender Dunkelheit wollen wir das Wappen der Gemeinde zum Leuchten bringen und ein gemeinsames Abschlussfoto „schießen“. Bei freiem Eintritt erwarten wir Sie gern im Park und der Erlös ist für das SOS-Kinderdorf vorgesehen.

 Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Im Hauptausschuss haben wir darüber diskutiert und im Gemeinderat wird es eine Beschlussvorlage geben, die analog auch die Kollegen aus Lutter zur Abstimmung bekommen. Es geht natürlich um unseren Kindergarten und dabei um die Betreibung. Bereits zum 1. Januar 2018 möchte die Caritas unseren Kindergarten wieder in Eigenregie übernehmen und uns somit aus der St. Martin gGmbH entlassen. Dieser Vorschlag ist auch mit der Bistumsleitung abgesprochen und wir werden sehen, welche Ersparnisse dies für die Eltern und auch für die Gemeinde bedeutet. Unabhängig von dieser Willensbekundung halten wir zunächst auch unsere Neubaupläne noch offen

● Auch auf die Gefahr hin, dass es eine dritte Klagegemeinschaft geben wird, müssen wir in diesem Jahr wieder Straßenausbaubeiträge erheben. Noch sind wir verpflichtet, die Beiträge zu erheben und wir bekommen Ärger mit dem Gesetzgeber, wenn wir dies nicht innerhalb von vier Jahren tun. Es geht um die Abrechnung der Mittelsten Binde aus den Jahren 2013 und 2014 und wir haben einen Betrag von 14 Cent je m² gewichteter Grundstücksfläche ermittelt.

● Die Submissionen sind abgeschlossen, die Bietergespräche ebenfalls. Bleibt noch die Vergabe der Aufträge durch den Gemeinderat. Vier Gewerke, Elektro, Heizung, Putz- und Tischlerarbeiten sind noch in diesem Jahr zu realisieren und wir kommen der Fertigstellung des Knorrschen Hauses wieder einen großen Schritt näher. Am Wochenende ist Knorrsche Mucke und Anfang September kann man beim Tag des Offenen Denkmals auch einen Blick auf den Stand werfen.

 

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

● Wie so oft muss es ein Kompromiss sein, damit wir Probleme gelöst bekommen und beide Seiten zufrieden sein können. So auch beim Thema „Fußgängerüberweg“ an der L 3080, sprich Straße der Einheit. Das Seniorenzentrum St. Jakobus hatte einen Antrag gestellt und An-wohner im unteren Bereich der Hauptstraße ebenfalls. Dort hatte ein Unfall an der Bushaltestelle, der Gott sei Dank für das Schulmädchen glimpflich ablief, für die Auslösung des Antrags gesorgt. Nach einem Vororttermin mit dem Straßenbauamt, der Verkehrsbehörde des Land-kreises, dem Ordnungsamt der VG und der Polizei haben wir uns darauf verständigt, die Ampelanlage in der Nähe der Bushaltestelle zu installieren. Es wird eine Bedarfsanlage, d.h., sie schaltet nur um, wenn sie auch gedrückt wird. Die Errichtung der ebenfalls geforderten 30-iger Zone ist in diesem Bereich ausgeschlossen. Die soll nun vor dem Seniorenzentrum eingerichtet werden und mit einem Spiegel auf der gegenüberliegenden Seite soll das Ausfahren von diesem Grundstück erleichtert werden. Aber bitte keine Illusionen machen; vor nächstem Jahr passiert nix, da die Ampelanlage erst in den Haushalt des Straßenbauamtes aufgenommen werden muss!

● Der Wegebau für die Räderswege I und II sowie die Fortführung des Eichenweges muss erneut ausgeschrieben werden. Das nehmen wir gern in Kauf, bekommen wir doch alle drei Wirtschaftswege gefördert und können etwas für den Hochwasserschutz tun.

● Die Freiwillige Feuerwehr hat sich für ein mobiles Notstromaggregat entscheiden und wird dafür auch auf andere Ausrüstungsgegenstände verzichten. Nicht ohne Eigennutz, ist doch das Aggregat ca. 23.000 € teurer als die anderen Maßnahmen zusammen.

● Die evangelische Kirchengemeinde hat dem Verkauf eines Teilgrundstückes und zweier weiterer Grundstücke zugestimmt. Sehr gut. Somit erhalten wir einen Zugang zur Hauptstraße und haben uns im Gegenzug verpflichtet, die evangelische Kirche an das Wasser- und Abwassernetz mit anzuschließen.

● Nach den letzten Informationen wird in diesem Jahr noch mit den Arbeiten an der Schmiedegasse begonnen. Das muss auch so sein, sonst verfallen nämlich die bereits zugesagten Fördermittel. Aber es wird noch die versprochene Anwohnerversammlung geben.

 

Dies & Das ...

● Eine sogenannte „Futterkrippe“ wird der Bauhof in diesen Tagen am Wirtschaftsweg in Richtung Lenterode errichten. Sie ist nicht nur für die Wanderer gedacht, sondern auch die Bewohner der drei angrenzenden Wohngebiete können die neue Sitzgelegenheit nutzen.

● Auf 60 Jahre kann der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes in Uder zurückblicken. In seiner langen Geschichte haben die Mitglieder schon viele Erfolge erzielt und waren und sind ein Aushängeschild für den DRK. Vorbildlich immer die Jugendarbeit und dies ist auch heute noch der Fall und deshalb gratulieren wir natürlich herzlich gern und wünschen noch viele weitere aktive und erfolgreiche Jahre.

● Auch die alte Schmiede von Fam. Arand kann beim Tag des Offenen Denkmals besichtigt werden. „Werner sein Arbeitsplatz“ wurde durch Siegfried, unseren Ortschronisten, wieder originalgetreu hergestellt und ist ein schöner Einblick in alte Schmiedegeschichte.

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Es ist ein unwürdiges Gerangel, dass derzeit zum Thema Gebietsreform in Erfurt veranstaltet wird und uns in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt hat. Mag ja sein, dass es mancherorts dringenden Handlungsbedarf gibt und auch bei uns ließe sich sicherlich etwas verändern. Aber dafür unsere Selbstständigkeit zu opfern wäre ein zu großer Preis gewesen. Das war weder vom Gemeinderat noch von mir gewollt. Dies hat nun auch nach einem Urteil des Verfassungsgerichts in Weimar und nach dem Veto einiger Landtagsabgeordneter der Regierungsfraktionen die Landesregierung eingesehen. Damit aber nicht immer gesagt wird, ihr könnt nur meckern, habe ich meine Vorschläge zur Verbesserung der kommunalen Gegebenheiten an den Ministerpräsidenten höchstpersönlich geschrieben und bin auf die Antwort mehr als gespannt. Ganz aktuell: „soll die Weiterentwicklung hin zu einem der Verbandsgemeinde vergleichbaren Gemeindemodell vorgesehen sein“! Das haben wir aber schon vor Jahren gefordert. Abwarten!

Das hat mir gut gefallen:

● Landesmeisterin! Mehr geht im Freistaat nicht und darüber freuen wir uns mit Katharina Jünemann vom Reit- und Fahrverein St. Martin. Eine tolle sportliche Leistung und eine mehr als würdige Anerkennung der guten Arbeit, die auf dem Reiterhof Kobold geleistet wird! Dazu herzlichen Glückwunsch und weiter so; allen Reiterinnen und Reitern!

● Da auch dort der Generationswechsel nicht aufzuhalten war, hat sich zur Grottenpflege jetzt ein neues, junges Team gebildet. DANKE

● Wer kritisiert, was angemahnt werden sollte, muss auch loben, was gelobt werden sollte. Unsere Nachbarn aus Heiligenstadt haben uns zur Durchführung des Ossenritterfestes ihre Pagodenzelte zu einem mehr als anständigen Preis zur Verfügung gestellt und dafür mal ein großes Dankeschön. Das ist gelebte Nachbarschaft; prima!

 

Der Kanzler der Einheit ist gestorben- einige Zitate von Helmut Kohl

Ein Land mit Kindern ist ein Land mit Zukunft. Kindern Leben zu schenken, sie groß zu ziehen, ist dem Tun des Försters vergleichbar, der einen Baum pflanzt und weiß: Wenn dieser Baum Schatten spendet, wird er selbst nicht mehr sein.

Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.

Wir wollen eine Gesellschaft, in der die Menschen sich selbst etwas zutrauen und nicht auf den Staat warten. Wir wollen eine Gesellschaft, die sich ihrer Verantwortung für die Natur bewusst ist.