April 2017

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

ist es Ihnen vielleicht auch schon einmal so gegangen? Sie meinen, sich für die Sache nach bestem Wissen eingesetzt zu haben und sind mit sich im Reinen. Und trotzdem macht man Sie dann für etwas verantwortlich, was Jahre zurückliegt und eigentlich auf einer ganz anderen Ebene entschieden wurde. Ich bin beim Thema „Schmiedegasse“ und der Tatsache, dass es nun in diesem Jahr endlich losgehen soll; und zwar von der Straße der Einheit bis zum Bau einer neuen Brücke über den Asbach. Dagegen regt sich in einer eigens dafür gegründeten WhatsApp-Gruppe Widerstand und mit dem Parken der Autos auf der Straße der Einheit an einem Freitagnachmittag wurde der Protest auch öffentlich. Aber die Planungen begannen noch im letzten Jahrhundert und die Planfeststellung erfolgte bereits 2008. Hätte man dann 2009 mit dem Bau angefangen, wäre die Akzeptanz sicherlich größer gewesen, als sie im Moment ist. Das Geld vom Land Thüringen war aber bisher nicht da. In der Zwischenzeit haben wir z. B. erreicht, dass es einen kompletten Fußweg bis zur Lenteröder Straße gibt, die Lärmschutzwand den Kindergarten schützt und Starkregen besser abgeleitet werden kann. Es hat mich daher schon gewurmt, wenn in besagter Gruppe geschrieben wird, dass sich „der Bürgermeister nicht für seine Bürger einsetzt und in anderen Orten wäre dies besser“. In anderen Orten, nur mal ein Hinweis, gibt es keinen Gemeindeboten, mit dem man regelmäßig die Informationen über das Geschehen in der Gemeinde nach Hause geliefert bekommt. Da gibt es den Gemeinderat, einmal im Jahr die Einwohnerversammlung und das wars. Können wir gern so machen.

 Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Noch einmal „St. Jakobus“-Kindergarten und noch einmal ganz deutlich: Es wird keine Kündigungen oder ähnliches beim Betreuungspersonal geben! Wir möchten nur, dass es ein Stück weit finanziell gerechter zugeht. Ein erstes Gespräch in Erfurt hat uns vor Augen geführt, dass es seitens des Bistums und der Caritas keine Bereitschaft gibt, den Kindergarten wieder in die eigene Verantwortung zu bekommen. Mit dem Träger, der „St. Martin gGmbH“, wurde jetzt aber schon einmal über den Haushalt 2017 gesprochen und da gab es ein Entgegenkommen gegenüber den bisherigen Planungen. Aber das generelle Problem (der gravierende Unterschied bei den Sachkosten) wurde noch nicht gelöst und da wird es noch eine Sitzung von HA und GR geben. Wenn es von Seiten der Eltern gewünscht wird, können wir (also der GR) auch gern einmal gemeinsam diskutieren.

● Nach der Erläuterung der Haushaltszahlen im letzten Gemeindeboten wurde der Vorwurf laut, wir würden beim Knorrschen Haus „Goldene Wasserhähne“ anbauen. Natürlich nicht! Aber alle, die schon einmal ein altes Haus saniert haben, können ein Lied davon singen: Ein altes Gemäuer ist nicht so konkret planbar wie ein Neubau. Aber es ist wie bei bisher allen Maßnahmen: Warten wir die Fertigstellung ab und urteilen dann! Wir können schon sehr stolz sein, was unsere Vereine im Ort leisten! Nicht nur der Freundeskreis; nein alle!

● Vollmundig wurde von der rot-rot-grünen Landesregierung eine Veränderung bei der rückwirkenden Erhebung der Straßenausbaubeiträge angekündigt und nun wird zurückgerudert. Der zwischenzeitliche Unmut aber wurde „bei uns abgeladen“. Wir haben uns stets an gelten-des Recht (wer macht sowas schon freiwillig?) gehalten und lagen richtig.

 

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

● Der Mietvertrag läuft jetzt aus und damit endet das Kapitel „Hühneranlage“. Die Gemeinde will schnellstmöglich mit der Beräumung beginnen. Zum einen, um die geforderte Bestandsaufnahme durch die Naturschutzbehörde zu beenden und zum anderen, um das erneute Einnisten und damit eine eventuelle Verzögerung zu verhindern.

● Der Ausbau der Schmiedegasse steht an. Vorsorglich hat der Bauhof daher die Grünfläche in der Schmiedegasse beräumt und wird dieses Ensemble am Ortseingang aus Richtung Arenshausen neu errichten.

● Zum Thema „Ausbau Schmiedegasse“ wird es durch das Nordthüringer Straßenbauamt noch eine extra Anwohnerversammlung geben. Aber zunächst muss feststehen, welche Firma den Bauauftrag bekommt und wann begonnen werden kann. Danach kann darüber gesprochen werden, wie die Ver- und Entsorgung der Anwohner erfolgen wird, wie die Notfallsituationen berücksichtigt werden und in welchen Abschnitten gebaut wird. Das Konzept für die Verkehrsführung während der Bauphase wird dann ebenfalls öffentlich gemacht.

 

Dies & Das ...

● Seit 20 Jahre gibt es den EDEKA-Markt der Familie Schneider nun in Uder. Es haben sicherlich alle mitbekommen, dass die rührige Familie dieses Jubiläum nicht „im stillen Kämmerlein“, sondern gebührend mit allen Bürgerinnen, Bürgern, ihren Mitarbeitern und Kunden gefeiert hat. Seitens der Gemeinde habe ich natürlich auch gratuliert.

● Bereits seit 13 Jahren gibt es den Frühjahrsputz in unserer Gemeinde und hat auch Nachahmer in vielen anderen Kommunen gefunden. Das ist gut so. Erfreulich, dass sich bei uns durchweg alle Vereine an dieser Aktion beteiligen und somit kurz vor Ostern der Gemeinde Uder und unserem schönen Ortsteil Schönau noch ein schöneres, freundlicheres „Gesicht“ geben. Danke auch an den Jugendclub für seinen Einsatz, unserem rührigen Bauhofteam und natürlich an die Chefs von EDEKA, REWE und SWT für ihren Anteil am Gelingen der Aktion!

● Es ist eine gute Tradition und hat sich bewährt; die Absprache mit unseren Vereinsvorsitzenden. Die Übersicht der Aktivitäten ist ja bekannt. In diesem Jahr findet das Ossenritterfest am 27. August statt. Aber wie machen wir es zukunftsfähig? Auch darüber wurde geredet; aber dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen und wir sind noch am Grübeln. Haben Sie vielleicht haben Sie eine blendende Idee? Dann her damit. und bis dahin wird sicherlich was einfallen.

● Und bereits jetzt will ich darauf aufmerksam machen: Wie immer gibt es den „Maisprung“ am 1. Mai an der Blockhütte mit dem SCU. Und da ich wieder darauf angesprochen werde, habe ich mich erkundigt: aus forstwirtschaftlicher Sicht kann das Freischneiden einer Sichtschneise verheerende Folgen haben und wird nicht gemacht!

● Zum Schluss bleibt mir nur noch, Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest zu wünschen. Nutzen Sie die Zeit für Ihre Lieben, für etwas Entspannung und Erholung oder für Ihr Hobby.

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Im letzten Jahr haben wir mit großem finanziellen Aufwand unsere Spielplätze erneuert bzw. neu angelegt. Das Spielhaus im Bachrasen ist ein richtiger Anziehungspunkt geworden. Leider nicht nur für Kinder; auch für Feuerteufel! Denn wir haben jetzt entdeckt, dass jemand versucht hat, darin zu zündeln. Geht’s noch? Was geht da bloß im Kopf rum? In einem Holzhaus! Überlegt man denn gar nicht mehr?

 

 

Das hat mir gut gefallen:

● Peter Brandis hat mich angerufen! "Du hast doch nix dagegen, das ich im Tiefen Loh mal eine Bank aufgestellt habe? Am alten Heerweg gehen viele, vor allem ältere, Leute lang. Sie erfreuen sich an der schönen Natur und hatten aber keine Sitzgelegenheit. Das wollte ich ändern". Gesagt, getan! Und jetzt können sich alle Spaziergänger dort einmal ausruhen. Und damit die Natur auch Natur bleibt, hat unser Bauhof gleich auch noch einen Abfalleimer daneben gestellt. Hoffentlich bleibt es auch lange so adrett und vielen Dank natürlich, Peter!

● Der VG-Vorsitzende hat uns auf die Idee gebracht! Wenn die Arbeit der Telekom erledigt ist, wäre kostenloses WLAN, zur Freude der jungen Generation, für unser Schwimmbad und den Sportplatz möglich!

● Auch in diesem Jahr gibt es wieder die beliebten Osterfeuer. Mit der Feuerwehr in Schönau beim Spielplatz am Ortseingang und nach der Osternacht mit den Pfadfindern im Eichenweg. Die Feuerwehr Uder lädt am Ostersonntag wie gehabt an den Sannüber ein! Viel Spaß!

● Und noch eine Bank wurde neu aufgestellt. „Viele ältere Leute vermissen eine Sitzgelegenheit, wenn sie an der Straße der Einheit spazieren, zwischen den Geschäften pendeln oder zur Sparkasse gehen. Kann man da etwas machen?“, hatte mich Carola Rohrberg gefragt. Man kann! Und so steht jetzt die Bank von der 925-Jahrfeier vor unserem schönen Vereinshaus und lädt zum Blick auf Martin Weinrich ein!

Kannte Erich Kästner schon diese unselige Gebietsreform?

Wenn ein Kolonialwarenhändler in seinem kleinen Laden so viele Dummheiten und Fehler machte wie die Staatsmänner und Generäle in ihren großen Ländern, wäre er in spätestens vier Wochen bankrott.

Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen.Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln.

An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die Schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.