März 2016

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

„die Kuh ist vom Eis“ - wie man so schön sagt. Die Riedelsburg ist wieder eine Immobilie der Gemeinde und jetzt liegt es an uns, ob wir einen Pächter bekommen und das Gebäude wieder so genutzt wird, wie es sich die übergroße Mehrheit wünscht: als Gaststätte! Der Weg dahin war nicht leicht, hat mir schlaflose Nächte, uns eine Sondersitzung des GR und letztendlich auch der Gemeinde eine stolze Summe (ca. 175.000 €) gekostet. Aber ich habe auch noch keinen gehört, der anders entschieden hätte, als es der Gemeinderat einstimmig getan hat. Leider haben zwei potentielle Pächter ihre Bewerbung wieder zurückgezogen. Jetzt müssen wir also kreativ und aktiv sein, damit wieder Leben in die Gaststätte kommt. Und noch etwas liegt mir am Herzen: Ich möchte gern, dass wir den schönen Torbogen wieder anbauen und somit das „Gesicht“ der alten Riedelsburg wieder „modellieren“. Auch sollte der Innenhof wieder eine Biergartenatmosphäre bekommen. Wer dies auch so sieht und mich dabei unterstützen möchte, kann dies gern in Form von Planungsleistungen, Holzbereitstellung, Ziegeln, Maurerleistung etc. gern tun. Für „zwei linke Hände“ hätte ich eine Kontonummer: DE77 8205 7070 01060174 89 Verwendungszweck „Riedelsburg“; damit können Sie uns natürlich auch unterstützen. Und schnell sein lohnt sich diesmal, denn die ersten 25 Sponsoren (plus ein Partner seiner Wahl) nehme ich dann mit auf eine Reise zur Krombacher Brauerei. Wir erleben dort dann den berühmten Westfälischen Dreiklang: Guten Schinken, lecker Brot und natürlich Krombacher vom Fass! Ich würde mich für die Riedelsburg freuen, wenn sie wieder aus ihrem „Dornröschenschlaf“ erwacht.

 Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Erst war jahrelang „Still ruht der See“ und jetzt kann es nicht schnell genug gehen. Verständlich, wenn man weiß, wie schnell zugesagte Mittel wieder „anderweitig verplant“ werden können. Und so beginnt in diesem Jahr noch der 1. Abschnitt des Ausbaus der Schmiedegasse von der Einmündung Straße der Einheit bis zur letzten Bebauung. Franz Rohmund und Winfried Ludolph haben den Gemeinderat ausführlich darüber informiert, die Zeitabläufe erläutert und die anteiligen Kosten der Gemeinde beziffert. An der Trassierung wird sich bekanntlich nicht viel ändern, da diese bereits planfestgestellt, also genehmigt, ist. Bevor es aber mit den Arbeiten losgehen kann, werden wir, wie gewohnt, in einer Anwohnerversammlung darüber informieren.

● Den Haushalt der Gemeinde haben wir noch nie so spät wie in die-sem Jahr verabschiedet. Nicht weil wir erst noch Geld borgen mussten, sondern weil wir keine verlässlichen Zahlen für die Umlagen hatten. Die Kreisumlage z. B. ist um 2,5 Prozentpunkte gestiegen und die Schlüsselzuweisungen vom Land sind um 86.000 € gesunken. Wir haben Ausgaben im Vermögenshaushalt, von denen wir vor einem hal-ben Jahr noch nichts ahnten: Riedelsburg, Schmiedegasse und neues Wohngebiet summieren sich auf ca. 626.000 €, wobei wir für die Schmiedegasse 65.000 € Förderung erhalten. Für das Knorrsche Haus stehen ca. 140.000 € und für den Platz vorm Vereinshaus inklusive Büste stehen 41.000 € bereit. Die Spielplätze gehen ihrer Fertigstellung entgegen, die Feuerwehr ist in ihrem Jubiläumsjahr gut bedacht und die neue Beregnungsanlage für den Sportplatz ist auch im Plan. Im Verwaltungshaushalt machen natürlich die Personalkosten (220.000 €) und die Zuschüsse für die Kindergärten (283.000 €) die größten Ausgabeposten nach den Umlagen aus. Kreisumlage (772.000 €), VG-Umlage (281.000 €) und eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 471.000 € sind weitere Bestandteil des Verwaltungshaushaltes. Dennoch konnten wir ein gutes Zahlenwerk verabschieden und unseren Sparkurs trotzdem fortsetzen; dafür sprechen auch die 102.000 €, die wir als Tilgung vorgesehen haben. Am Endes des Jah-res liegen wir bei einer Verschuldung von 124 €/Einwohner und damit im Vergleich zu vielen anderen Kommunen sehr günstig. Zur Vollstän-digkeit halber noch die größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt: Gewerbesteuer 614.000 €, Schlüsselzuweisung 639.000 €, Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer 594.000 €, Grundsteuer B 210.000 € und der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer beläuft sich auf 99.000 €. Wie immer, so können Sie auch in diesem Jahr wieder die konkreten Zahlen und das ganze Zahlenwerk in der Sprechstunde einsehen.

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

● Zum mittlerweile 12. Frühjahrsputz habe ich am Samstag alle Vereine eingeladen und bin wie immer auf eine sehr gute Resonanz ge-troffen. Viele Mitglieder haben seit Jahren ihr festes Betätigungsfeld und dafür bin ich sehr dankbar. Der Jugendclub ist dieses Jahr neu mit von der Partie und wird sich um das Umfeld des Clubs und um den Mehrgenerationenspielplatz kümmern. Und auch zum 12. Mal mit dabei: unser Bauhof. Ganz herzlichen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Es ist unser Schönau, es ist unser Uder und es wäre schön, wenn auch wieder Nichtvereinsmitglieder aktiv würden!

● In Schönau ist jetzt vom Bauhof auch eine „Futterkrippe“ errichtet worden und gibt somit etwas Schutz beim Spiel- und Fußballplatz.

● Es ist kein Australier, sondern es ist ein Heiligenstädter, der in die-sem Jahr unser Freibad beaufsichtigt. Die Saison ist also abgesichert. Mein Aufruf im letzten Gemeindeboten hat gefruchtet und deshalb auch ein ganz herzliches Dankeschön an den Vermittler. Prima! Weiß jemand noch einen Gaststättenpächter für die Riedelsburg?

 

Dies & Das ...

● Ganz überraschend kam es nicht. Nach 75 Jahren hat es Bernhard Gümpel mit Sicherheit verdient, seinen Lebensabend im Kreise seiner Familie zu genießen. Schade nur, dass er seine geliebte Mosterei mit in den Ruhestand nimmt. Eine Institution verlässt unseren Ort und damit geht unwiederbringlich ein Stück Geschichte verloren. Schön, dass es euch über 80 Jahre in Uder gegeben hat; DANKE FÜR ALLES!

● Es ist leider nicht jeder damit einverstanden, wenn er wegen einer guten Tat hier im Gemeindeboten seinen Namen liest. Schade!

● Wir wollen für 2017 einen historischen Kalender erstellen lassen. Dazu werden noch historische Fotos (möglichst vor dem 2. Weltkrieg) gesucht. Hausansichten, Straßen, Landwirtschaft, tägliches Leben etc. Wer uns helfen kann, und eventuell noch unbekannte Bilder aus dieser Zeit zu Hause hat, bitte mit Johannes Schmidt (Tel. 42924) in Verbindung setzen; er hat gern die Koordination übernommen.

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Die Baumfällarbeiten sind durch, aber die Fahrzeugspuren sind im-mer noch sichtbar. Wir werden die Verantwortlichen erinnern müssen!

● Zugegeben: Wir haben die Verbindungswege nach Lenterode oder Steinheuterode über den ländlichen Wegebau gefördert bekommen. Und wir haben auch überhaupt nichts dagegen, wenn die Landwirtschaft die Wege nutzt, aber nach getaner Arbeit muss bitteschön noch ersichtlich sein, was Ackerfläche und was Verbindungsweg ist. Geht ja gar nicht, was jetzt auf dem Weg nach Lenterode geschehen ist! Bitte liebe Landwirte, nicht nur Rücksicht verlangen, sondern auch nehmen. Es sind und sollen Verbindungswege sein – zwischen den Orten, aber auch zwischen den unterschiedlichen Nutzern! Wanderer, Radfahrer oder Inlineskater haben auch das Recht auf einen sauberen Weg.

 

Das hat mir gut gefallen:

● Bis auf einen haben sich alle Gemeinderatsmitglieder bereit erklärt, bei der Bürgermeisterwahl am 5. Juni 2016 als Wahlhelfer zu fungieren. Das ist stark! Danke dafür und Danke auch an die weiteren Wahlhelfer, die diesen Tag ehrenamtlich im Wahllokal verbringen wollen.

● Drei Grundstückseigentümer aus Burgwald haben uns für den Hochwasserschutz in Schönau ihr Grundstück verpachtet; super!

● Sie hat nicht lange überlegt, sondern recherchiert und mich umgehend juristisch beraten. Ich habe die junge Rechtsanwältin Ramona Rosenstock-Fischer gefragt, ob es bei der Ausübung des Vorkaufsrechts durch die Gemeinde für die Riedelsburg zu juristischen Ausein-

andersetzungen kommen könnte und ihr Rat war eindeutig. Wir konnten uns einigen und es war ihr Verdienst, dass uns ein langer Rechtsstreit erspart geblieben ist. Ein ganz großes Lob in diesem Zusammenhang auch an Frau Urbanski vom Hauptamt der VG!

 

 

Ich bin immer wieder fasziniert von irischen Segenssprüchen:

Mögest du immer einen Freund an deiner Seite haben, der dir Vertrauen gibt, wenn es dir an Licht und Kraft gebricht.

Möge dein Arm nicht erlahmen, wenn du die Hand zur Versöhnung ausstreckst.

Möge dein Fuß nie müde werden, wenn du auf deinen Widersacher zugehst.

Mögen dir Flügel eines Engels wachsen, wenn du von diesem Gang zurückkehrst.

 

Stehe nach Möglichkeit mit allen auf gutem Fuße, gib dich selbst dabei nicht auf.

Sage deine Meinung immer ruhig und klar, und höre auch die anderen an.

Selbst die Dummen - sie haben auch ihre Geschichte.