Juli 2016

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

Schade, ich hatte ehrlich mit mehr gerechnet. Aber ich muss es leider akzeptieren, dass nur etwas mehr als 40 % zur Wahl gegangen sind. Und dies, obwohl das Wahlalter gesenkt wurde. Und die mangelnde Wahlbeteiligung ist leider kein reines Uder-Problem. Auch in Leinefelde-Worbis sind nur 38 % zur Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters gegangen und in Hundeshagen waren es gar nur 33%. Natürlich fragt man sich intensiv nach den Gründen und weiß doch keine Antwort. Lag es an mir? Natürlich macht ein Bürgermeister nicht alles richtig und jedem Recht; aber nie wis-sentlich! Lag es daran, dass nur ein Kandidat zur Wahl stand? Dafür kann ich leider auch nichts. Es hatte jeder Wahlberechtigte ab 18 Jahren schließlich die Möglichkeit. Lag es am Termin? Es waren weder Ferien noch Feiertage und private Termine gibt es zu Hauf. Knapp 60 % der Wählerinnen und Wähler war es leider trotzdem egal, wer in den nächsten Jahren die Verantwortung für die schöne Gemeinde Uder mit seinem schönen Ortsteil Schönau trägt. Das hat mich schon gewurmt. Da tröstet mich auch die hohe Zustimmungsrate von immerhin 98 % nicht. Ok, mache ich halt meinen Job auch nur noch für 40 % oder aber 60 % bekommen keinen Gemeindeboten mehr zugestellt. Wäre das eine Alternative? Nein. Ich werde mich auch in meiner letzten Legislaturperiode so aktiv wie bisher für Uder und Schönau einsetzen und natürlich werde ich wie gewohnt 1150 Gemeindeboten erstellen. Ob es immer monatlich ist, hängt allerdings von der Aktualität der Ereignisse ab. Aber das wissen Sie ja bereits. Ich freue mich auf die nächsten sechs Jahre (?) und bedanke mich bei 830 Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen in meine Person.

 Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Da wir noch keine Sitzung der Gremien hatten, möchte ich einmal kurz zum Stand der Gebietsreform informieren. Die Landesregierung bzw. die sie tragenden Fraktionen haben das sogenannte Vorschaltgesetz verabschiedet und damit steht fest, dass die Verwaltungsgemein-schaft ein Auslaufmodell ist; und dies sogar sehr zügig. Bereits zum 1. Januar 2018 will die Landesregierung die neuen kommunalen Gebilde, ob Landgemeinde oder Einheitsgemeinde, zulassen. Die Eigenständigkeit der Gemeinde Uder endete damit und wir werden ein Teil der zu beschließenden neuen Landgemeinde. Endgültig ist dies noch nicht, da eine Verfassungsbeschwerde der Opposition angekündigt wurde und der Klageweg einiger Gemeinden gegen den Verlust der Selbstständigkeit beschritten wird. Ob sich die Gemeinde Uder daran beteiligt, muss der Gemeinderat entscheiden. Fakt ist, die Regierung den Gemeinden nachweisen muss, dass eine Eingemeindung günstiger wird; und da habe nicht nur ich so meine Zweifel.

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

● In den letzten Tagen hat es gemeinsam mit den Verantwortlichen vom Straßenbauamt Nordthüringen Gespräche über den Umbau der Schmiedegasse gegeben. Ich möchte hier nochmals ausdrücklich festhalten: Die Planungen haben 1998-1999 begonnen und im Jahr 2008 ist das Vorhaben „planfestgestellt“ worden und somit rechtlich nicht mehr angreifbar, solange am Plan nichts geändert wird. Und dies geschieht nicht, da sonst der gesamte Ausbau der Landesstraße nach Lenterode „nicht mehr zu halten“ ist. Bei der Anhörung gab es seitens der Anwohner ein Für und Wider. Wenn das Straßenbauamt in nächster Zeit nochmals seine Pläne bezüglich des Gehweges konkretisiert hat, wird es wieder eine Sitzung des Gemeinderates geben.

● Für den Umbau der Friedhofshalle ist uns jetzt die Förderung zugesagt worden und auch mit dieser Maßnahme wollen wir beginnen.

● Eigentlich sollte zum Jubiläum von Martin Weinrich der Umbau des Platzes vor dem Vereinshaus abgeschlossen sein. Aber nicht ausgereichte Fördermittel haben dies verhindert. Jetzt bekommen wir die Förderung und nun geht es auch los. Die TWE hat das günstigste Angebot abgegeben und wird die Baumaßnahme durchführen. Unverständlich: Wir mussten die Maßnahme zuvor nochmals ausschreiben!

Dies & Das ...

● Es ist Kirmes! Mehr braucht man nicht zu schreiben! Kommen Sie!

● Seit einem Jahr sind sie in Uder mit dem Seniorenheim St. Jakobus präsent. Aber seit 15 Jahre gibt es ihn schon; den Pflegedienstleister CuramuS. Wir sind sehr dankbar für das Engagement der Familien Pingel und Bachmann, gratulieren herzlich und wünschen alles Gute!

● Diese Firma ist älter. Die SWT kann bereits auf ein 25-jähriges Wirken zurückblicken und hat allen Grund zum Optimismus. Auch der Familie Müller und ihrem Team viel Erfolg für die nächsten 25 Jahre!

● In der Siedlung, gegenüber vom Sportplatz sind einige Bungalows, die vor langer Zeit zu Erholungszwecken errichtet und nach der Wende in das Eigentum der Nutzer übergegangen sind. Grund und Boden gehört allerdings der Gemeinde. Einer dieser Bungalows steht jetzt zum Verkauf und ich habe der lieben Frau aus Riesa meine Hilfe an-geboten. Wer also ein ruhiges Plätzchen sucht, bitte bei mir melden!

● Vielen Dank an Fa. Siewe und Fa. Schneider für die Unterstützung unseres Heimatvereins und unserer prima Trachtentanzgruppe!

● Auf Anregung von Andreas Uhlich und in Absprache mit dem Datenschutzbeauftragten des Landes wollen wir unsere Spielplätze im Park und im Bachrasen demnächst nachts per Video überwachen. Schade, dass wir leider zu solchen Mittel greifen müssen!

● Sie verlassen uns! Lange angekündigt, doch in diesem Monat wird es leider wahr. Eberhard Jacob, unser Pfarrer, und seine ebenso charmante Schwester Brigitte sagen Tschüss. Seit 2007 war Eberhard für die Seelsorge, und nicht nur dafür, bei uns verantwortlich und Brigitte die gute Seele im Pfarrhaushalt. Von Beginn an war es eine sehr angenehme und für beide Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit; mit dem neuen Kindergarten sicherlich als Höhepunkt. Aber auch „außerdienstlich“ verband uns einiges; sei es beim „Bewirten“ zur Kirmes, bei Nürnberg : Schalke 04, beim Ossenritterfest und vieles mehr. DANKE Eberhard und Brigitte für diese ganz tolle Zeit! Alles erdenklich Gute und Berlingerode ist ja noch im Eichsfeld!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Ich hoffe, dass meine Gespräche mit den Jugendlichen „gefruchtet“ haben, die unseren neuen Mehrgenerationenpark „verziert“ und Heuballen in die Leine gerollt haben. Der Park hat viel Geld gekostet, unbrauchbares Heu raubt den Tieren die Nahrung und beides anzustellen, war total sinnlos. Besserung wurde gelobt und auch den Freunden will man Bescheid sagen. Ich habe aber auch klargemacht, dass dies eine einmalige Angelegenheit gewesen sein muss!

Das hat mir gut gefallen:

● Endlich mal eine gute Nachricht! Unsere C-Junioren sind Kreismeister im Fußballkreis Eichsfeld-Unstrut-Hainich! Wir gratulieren den Spielern, den Trainern Mike Schaar und Carsten Adler, freuen uns mit Ihnen und das im Nachwuchsbereich solch prima Arbeit geleistet wird.

● Nach mehreren Jahren Leerstand ist er jetzt wieder offiziell eröffnet; unser Jugendclub im Gewölbekeller unter der Gaststätte „Zur Linde“. Ein ganz herzliches Dankeschön an Karsten Kobold, der vor 2 Jahren bereits die Initiative entwickelt, unendlich viel Freizeit investiert und letztendlich mangels Beteiligung resigniert hat. Aber seine Vorarbeiten waren nicht vergebens, sondern es bildete sich ein neues Team um Florian Offenbecher, Lea Sophie Jünemann, Jonas Armborst und weiteren Mitstreitern. Sie haben gemeinsam mit unserem Bauhof und mit Firmen aus unserem Ort nahtlos an der Vorarbeit angeknüpft und dann „das Werk vollendet“. Bevor aber „Leben“ einziehen konnte, mussten noch Lehrgänge absolviert werden, die unsere Jugendlichen berechtigten, einen Jugendclub eigenverantwortlich zu leiten. Auch diese Hürde wurde gemeistert und nun steht der Club wieder allen interessierten Jugendlichen als Alternative zu Fernseher oder PC zur Verfügung. Aber auch das Jugendamt möchte gern die Räumlichkeiten nutzen und auch dafür gibt es das Einverständnis. Eine große Bitte: den jetzigen baulichen Zustand noch lange beibehalten, die angrenzenden Nachbarn bei Laune halten und die Sauberkeit gewährleisten!

 

Etwas Heiteres zur Urlaubszeit – gesehen im Elsass/Schwarzwald

Schokolade löst keine Probleme – aber das tut ein Apfel auch nicht!

Ich wollte dieses Jahr 10 Kilo abnehmen – fehlen nur noch 13!

Zuhause ist da, wo man den Bauch nicht einziehen muss!

Solange mir der Schal passt, mache ich im Urlaub keine Diät!

Ein Mann muss tun, was er tun muss – und eine Frau wird ihm sagen, was das ist!

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!