Januar 2016

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

ich hätte mir natürlich ein paar ruhigere Tage zum Jahreswechsel gewünscht, aber danach geht es ja nicht immer. Zum Glück haben wir von dem Vorhaben rechtzeitig erfahren und konnten dementsprechend handeln. Erst am 16. Dezember 2015 habe ich davon Kenntnis erhalten, dass eine Umnutzung der Gaststätte „Riedelsburg“ vorgesehen und dafür bereits ein konkreter Plan vorliegt. In der Gemeinderatssitzung bereits einen Tag später war es dann schon einhellige Meinung aller, diese Umnutzung zu verhindern. Das Kapitel „Gaststätte Riedelsburg“ sollte nicht von uns klammheimlich für immer beendet werden. Wir waren uns bewusst, welche Auswirkung unser Eingreifen hat und natürlich auch, welche finanzielle Mehrbelastung auf die Gemeinde zukommen wird. Aber die Gaststätte Riedelsburg ist es Wert; sie ist ein bedeutender Teil der Geschichte unseres Ortes und diesen Teil gibt man nicht so einfach auf. Noch dazu, wo wir die rechtlichen Möglichkeiten dazu haben. Ein Vororttermin wurde für den 28. Dezember vereinbart und mit dem Eigentümer haben wir uns dann die Immobilie angesehen. Herr Paul Ludolph sagte uns zu, dass im festgeschriebenen Preis sich auch das gesamte Inventar der Gaststätte befindet. Da ein Notarvertrag aber bereits mit einem anderen Investor abschlossen war, musste die Gemeinde vom Vorkaufsrecht entsprechend § 30 des Gesetzes zur Pflege und zum Schutz von Kulturdenkmalen Gebrauch machen. Da die Riedelsburg im Denkmalbuch gelistet ist, war dies auch möglich. Jetzt muss der Gemeinderat nur noch den Beschluss zum Kauf der Immobilie tätigen und dann schnell dafür Sorge tragen, dass wieder „Leben in die Bude kommt“.

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Es gab dazu keinen Beschluss, aber doch war diese Information der wichtigste Bestandteil der letzten Sitzung des Gemeinderates: Die Diskussion zur Riedelsburg und die möglichen Auswirkungen. Die Marktordnung wurde von der Tagesordnung genommen, da der von der Verwaltung vorgelegte Entwurf nur sehr unwesentliche Veränderungen enthielt. Die Satzung über die Sondernutzungen an Ortsstraßen und Ortsdurchfahrten wurde dagegen ausgiebig diskutiert, aktualisiert und dann fast einhellig beschlossen.

● Die Hausordnung für den neuen Jugendclub soll mit den Jugendlichen erneut besprochen werden. Auch soll es, analog zu den anderen Vereinsräumen, eine Nutzungsvereinbarung für den Club geben.

● Nichts Neues zum Thema Gebietsreform. Den Verlautbarungen aus dem Innenministerium nach läuft alles auf eine Einheitsgemeinde hinaus. Ein Zusammenschluss mit Heiligenstadt, wie zwischenzeitlich von dort angeregt und der Presse zu entnehmen war, wurde bei uns nie diskutiert. Wir vernachlässigen den ländlichen Raum nicht! Einen Nachweis, dass größere Strukturen effizienter und kostengünstiger sind, konnte noch keiner aus Erfurt erbringen. Dafür sprechen auch die Zahlen aus Sachsen oder dem Saarland eine andere Sprache!

● Das sogenannte „Scoopingverfahren“ ist abgeschlossen und die Ge-meinde hat die Information, dass auf dem Grundstück der Erbengemeinschaft um Prof. Dr. Ertl ein Wohngebiet entstehen könnte. Sollte die Gemeinde sich nun zum Kauf entscheiden, muss ein Bebauungsplan erstellt werden. Wir könnten somit aber die zeitliche Entwicklung selbst bestimmen und den jetzigen Pächtern Zeit einräumen. 

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

● Fasching! Tolles Programm - tolle Tänze – tolle Sketsche! Kommen!

● Die Leine ist bekanntlich ein Gewässer erster Ordnung und somit in der Zuständigkeit des Freistaates. Das Land Thüringen ist es demzufolge auch, welches die anstehenden Baumfäll- und Baumschnittarbeiten in Auftrag gegeben hat und die Bezahlung übernimmt. In den nächsten Wochen werden die Arbeiten 

Dies & Das ...

● Ich hatte zu mir nach Hause geladen und wer nicht entschuldigt war, ist auch gekommen. Unseren Vereinsvorsitzenden war diese Absprache ebenfalls sehr wichtig und wir haben in angenehmer Atmosphäre zielführend diskutiert. Eine Übersicht aller Termine hat meine Stellvertreterin Petra erstellt und wird im Höhbergecho beigelegt. Das Wichtigste: die Feuerwehr wird im Mai bereits 125 Jahre alt, die Pfadfinder können im Dezember auf 25 Jahre ihres Bestehens zurück blicken und am Frühjahrsputz wird festgehalten (19. März 2016). Zudem soll es wieder ein eigenständiges Ossenritterfest geben. Höhepunkt: der 10. Ossenritter des Jahres wird gesucht und wir wollen als kulinarische Attraktion mal zum Abend einen „Ossen am Spies“ genießen. Und wie immer wird unseren Vorfahren bei einer kleiner Gedenkfeier auf dem Friedhof gedacht. Termin: 28. August 2016!

● Wenn dass man nicht teuer wird! Mike Pöhl hat sich bei der Absprache aller Vereinsvorsitzenden beim mir darüber beschwert, dass ich beim Rathaussturm am 11.11 nur wenig Unterstützung „von meinen Untertanen“ hatte. Eine Bitte in die Runde hat gereicht und jetzt wollen im November alle Vereine das Rathaus gegen die Narren verteidigen! Und natürlich am Umtrunk teilnehmen, lieber Präsident!

● Im letzten Gemeindeboten hatte ich den Abschied von Pfarrer Eberhard Jakob vermeldet. Gott sei Dank geht es nicht allzu weit hin; nach Berlingerode. Jetzt muss ich schon wieder einen schmerzhaften Verlust für unser Gemeindeleben vermelden: Günther Dölle geht Ende des Monats nach Kirchworbis. Unser Direktor der Regelschule geht dort aber in den wohlverdienten Ruhestand. Die Kleinsportanlage, die Turnhalle, der Schulhof und natürlich auch das Schulgebäude tragen ganz deutlich die Handschrift des umtriebigen Pädagogen und damit hat Günther Dölle auch einen wesentlichen Teil unserer Gemeinde geprägt. Bei der Jahrfeier und bei vielen anderen kulturellen und gesellschaftlichen Höhepunkten konnte ich mich stets auf ihn verlassen! Ich bin traurig, dass gleich zwei Personen, die unser Gemeinwesen so toll bereichert haben, uns verlassen. Aber trotzdem euch alles Gute!

● Am Sonntag ist der Neujahrsempfang der Gemeinde. Seit Jahren versuchen wir, möglichst viele Leistungsträger aus der Wirtschaft, dem Handwerk, aus Vereinen, Verbänden, aus Verwaltungen und aus den unterschiedlichsten Behörden einzuladen. Bei der Vielfalt kann es vorkommen, dass ich jemanden vergessen haben könnte. Bitte nicht missverstehen, sondern einfach kommen: 17. Januar ab 11.00 Uhr im Gemeindehaus Riedelsburg. Gast: Ulrich Gabel, Chef der EW! 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Wie dreist ist das denn? Fast die gesamte Umzäunung der Kleinsportanlage wollten Langfinger an diesem Wochenende abmontieren und wegschaffen. Die ersten Zaunfelder lagen schon zum Abtransport bereit und der Rest war auch bereits vormontiert. Gut, dass wir aufmerksame Bürger haben, die Unregelmäßigkeiten noch sehen und, ganz wichtig, auch melden. Ein Dankeschön deshalb an Herrn Vogler, der diese versuchte Straftat gesehen und gemeldet hat. Leider war die Polizei, nachdem sie den Vorfall aufgenommen hat, zeitlich nicht in der Lage, den „Langfingern aufzulauern“, um sie auf frischer Tat zu erwischen. In Absprache mit dem Eigentümer der Anlage, dem Landkreis Eichsfeld, wurde dann von unserer Feuerwehr eine Nachtwache eingerichtet und das Gelände bewacht. Vor Jahren wurden der Gemeinde bereits einmal von unserem neuen Sportplatz 16 Zaunfelder gestohlen und da blieben wir auch „auf den Kosten sitzen“.

● Ich hatte es zwar im letzten Gemeindeboten schon einmal pauschal angesprochen, aber vielleicht nutzt es wirklich nur, wenn ich konkret werde. Jetzt war er nämlich da, der erste Schnee! Und schon ist in der Friedensstraße und im Bachrasen kaum ein Durchkommen für den Räumdienst. Es ist doch zu allererst die Sicherheit der Anwohner, die wir mit dem Dienst gewährleisten wollen. Bitte, denken Sie mal daran!

● Wir haben immer noch keine Lösung, wie es in diesem Jahr mit unserem Freibad weiter gehen könnte! Kann uns jemand helfen? 

Das hat mir gut gefallen:

Es hat schon fast Tradition und er würde mir fehlen, da ich durch ihn eine große Bereicherung erfahre: Immer zu Weihnachten (ich weiß gar nicht, seit wann) lässt Stephan Hildebrandt mir einen Leitspruchkalender für das neue Jahr zukommen. Und wenn ich ehrlich bin, warte ich auch schon drauf. Eine kleine Kostprobe gefällig: 

 

Man muss nur die schlechten umblättern– Ernst Jünger – !

Die Kunst des Schenkens besteht darin, einem Menschen etwas zu geben, was er nicht kaufen kann – Alan Alexander Mine –!

Wer nur gut lebt, lebt nicht gesund. Wer nur gesund lebt, lebt nicht gut! – Gerhard Uhlenbruck -

Disziplin ist der wichtigste Teil des Erfolges. – Truman Capote -