August 2016

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner der Gemeinde Uder und Schönau,

es soll auf keinen Fall eine Konkurrenz zur Kirmes und es soll auch kein „Pausenfüller“ bis zur nächsten Tanzveranstaltung werden. Es soll schlicht „unser Ossenritterfest“ bleiben. Zugegeben: in den letzten beiden Jahren ist es vernachlässigt worden. Aber wir hatten ja mit der Jubiläumsveranstaltung und der notwendigen „Verschnaufpause“ auch gute Gründe. Jetzt wollen wir aber wieder „durchstarten“ und alle Vereine wollen zeigen, „was in ihnen steckt“. Am 28. August um 16.00 Uhr geht’s los. Gemeinsam mit dem Gemeindeboten erhalten Sie eine Einladung und auch von den Plakaten in den Schaufenstern kann man das Programm erfahren. Ich hatte ja berichtet, dass wir bei der Zusammenkunft mit den Vereinsvorsitzenden schon sehr gute Ideen entwickeln haben und diese sind jetzt umgesetzt worden. Mit ein paar schönen Zusätzen wie Torwandschießen oder Lichterfest. Ich freue mich immer wieder, dass dieses Zusammengehörigkeitsgefühl in Uder so ausgeprägt ist. Tanzen, Singen, Mundart, Sport, Spaß oder die Pflege von Wald, Jagd und Kulturgütern – alles kann in Uder erlebt und erfahren werden. Aber: Ein Verein kann ohne Mitglieder nicht existieren. Ein Dorf ohne Vereine ist ein kulturell armes Dorf. Und Vereine, die sich stark im Nachwuchsbereich engagieren, können ohne die Zuwendungen von der Gemeinde kaum ihre Aufgaben erfüllen. So ist es doch nur sinnvoll, wenn auch die Gemeinde sich Gedanken macht, wie sie die Vereine im Ort stärken kann. Deshalb gibt es das Ossenritterfest, deshalb haben wir in diesem Jahr ein so attraktives Rahmenprogramm und deshalb würde ich mich ganz toll freuen, wenn Sie kommen würden. Natürlich halte ich auch mein Versprechen und gebe gern ein Fass Bier aus!

 Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Da wir noch keine Sitzung der Gremien hatten, möchte ich einmal kurz zum Stand der Gebietsreform informieren. Die Landesregierung bzw. die sie tragenden Fraktionen haben das sogenannte Vorschaltgesetz verabschiedet und damit steht fest, dass die Verwaltungsgemein-schaft ein Auslaufmodell ist; und dies sogar sehr zügig. Bereits zum 1. Januar 2018 will die Landesregierung die neuen kommunalen Gebilde, ob Landgemeinde oder Einheitsgemeinde, zulassen. Die Eigenständigkeit der Gemeinde Uder endete damit und wir werden ein Teil der zu beschließenden neuen Landgemeinde. Endgültig ist dies noch nicht, da eine Verfassungsbeschwerde der Opposition angekündigt wurde und der Klageweg einiger Gemeinden gegen den Verlust der Selbstständigkeit beschritten wird. Ob sich die Gemeinde Uder daran beteiligt, muss der Gemeinderat entscheiden. Fakt ist, die Regierung den Gemeinden nachweisen muss, dass eine Eingemeindung günstiger wird; und da habe nicht nur ich so meine Zweifel.

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

● Der Spielplatz für die Jüngsten im Bachrasen nimmt Gestalt an. Ganz toll! Und das Treiben auf dem Spielplatz nebenan für die Größeren normalisiert sich wieder. Aber was gar nicht geht: Hunde im Sandspielplatz! Leider schon gesehen und von daher dieser Appell!

● Der Umbau der Friedhofshalle hat begonnen und deshalb musste die Straße Hinter den Weiden gesperrt werden. Wenn wir planmäßig fertig werden, könnten wir auch noch die Förderung für den zweiten Anbau genehmigt bekommen und diesen dann 2017 fertig stellen.

● Die Gemeinde hat bereits jetzt den Förderbescheid für die weitere Sanierung des Knorrschen Hauses erhalten und damit kann der Innenausbau für das Haupthaus im nächsten Jahr planmäßig starten.

● Die Arbeiten am Platz vor dem Vereinshaus haben begonnen und auch hier rechnen wir mit einem planmäßigen Abschluss. Wann wir den Platz dann offiziell einweihen, muss ich mit unserem Pfarrer, dem Heimatverein und Prof. Dr. Ertl allerdings noch abstimmen.

● Im letzten Jahr haben Anwohner uns auf die Situation bei Starkregen in der Schulstraße und der Ratsgasse aufmerksam gemacht. Nach einigen Gesprächen mit den zuständigen Stellen sollen jetzt die notwendigen Arbeiten in den Herbstferien erledigt werden.

● Die Bushaltestelle in der Hintersten Binde soll behinderten gerecht ausgebaut und mit einem Wartehäuschen versehen werden. Die Förderung dazu wurde beantragt und jetzt hoffen wir auf die Umsetzung.

 

Dies & Das ...

● Im März hatte ich darüber informiert, dass wir für das Jahr 2017 einen Kalender „Historische Ansichten aus UDER im Eichsfeld“ herausgeben möchten. Dafür hat Johannes Schmidt dankeswerterweise die Koordinierung übernommen. Der Druck und Vertrieb (somit auch die Preisgestaltung) obliegt dabei aber der Kalendermanufaktur. Über Inhalte wird in der Septemberausgabe des Höhbergecho informiert. Er kann beim Brennstoffhandel Jünemann und „Ihr persönliches Kaufhaus“ (ehemals Quelle) für 17 Euro erworben werden. Für Bürger und auch Firmen vielleicht ein gutes Weihnachtsgeschenk?

● Es war nicht sein allergrößter Wunsch, aber er hat sich in die Pflicht nehmen lassen. Nun leitet Erich Köhler den Heimatverein schon eine ganze Weile und kann jetzt auf 70 Lebensjahre zurückblicken. Alles Gute, immer gute Ideen und bleib vor allem gesund, lieber Erich!

● Im letzten Gemeindeboten habe ich mich von Pfarrer Jacob und seiner Schwester Brigitte verabschiedet. Es gehört sich also, dass ich jetzt Pfarrer Kiep hier begrüße, mich auf eine prima Zusammenarbeit zum Besten für Uder freue und ihm alles Gute bei uns wünsche.

● Als Reaktion auf den Starkregen hätte ich eine große Bitte: Denken Sie an das Kehren der Straßen vor ihrem Grundstück, damit sich die Einläufe nicht ganz so schnell zusetzen. Auch wenn unser Bauhof schon sehr bemüht ist; alle Straßeneinläufe schaffen sie nicht. Ich reinige den Einlauf auch regelmäßig und weiß, dass es sicherlich nicht zu viel verlangt ist. Aber es würde unnötigen Ärger vermeiden. Bitte mal Kennedy im Hinterkopf behalten: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.“ Danke!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Ich habe hier schon mehrfach auf manch unschöne Angewohnheit hingewiesen; die Hundehalter rollen schon mit den Augen und auch die übermütigen Jugendlichen wurden hier schon öfters als ihnen, aber auch mir, lieb ist, erwähnt. Und so habe ich bereits schon einmal darauf hingewiesen, dass ein „pflegearmes Rasengrab“ kein Ersatz für eine normale Grabstätte ist, sondern nicht umsonst „pflegearm“ sein sollte. Bitte Blumen oder kleine Schmuckgegenstände nur auf die Grabplatte stellen! Die Mitarbeiter des Bauhofes mähen diesen Teil des Friedhofs nun schon mit der Hand. Aber Zeit, alles wieder auf der Grabstätte zu arrangieren, haben sie leider nicht. Bitte daran denken!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Es geht auch anders! Im letzten Gemeindeboten hatte ich ja von den Heuballen berichtet, die von Jugendlichen in die Leine gerollt wurden. Jetzt hat ein Jugendlicher die Hosen hochgekrempelt und die Heuballen wieder aus der Leine ans Ufer gerollt, damit sie nicht ganz verderben. Ein großes Dankeschön an Sören Lott! Der junge Mann, der gern auf dem Reiterhof ist, hat ein prima Zeichen gesetzt!

● Es gibt sie auch in diesem Jahr und natürlich unterstützt die Gemeinde wieder mit einem eher symbolischen Geldbetrag jedes Straßenfest. Es tut einfach gut, mit den Nachbarn mal ein Bier oder ein Gläschen Wein zu trinken, zu grillen oder zu brutzeln oder ganz einfach einmal zu schwatzen. Es sind diese Augenblicke der Ruhe, des Innehaltens vom Alltag, die diese Stunden so wertvoll machen.

● Ich ziehe immer den Hut, wenn Menschen den Mut haben, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, um sich selbstständig zu machen. Auch Birgit Meyer geht als Heilpraktikerin für Psychotherapie und hypnotische Therapeutin diesen Weg und lädt Interessierte am Samstag, den 3. September zum Tag der Offenen Tür in der Straße der Einheit 53 herzlich ein. Alles Gute; möge sich dein Mut auszahlen!

 

 

Christina Stürmer, eine junge Sängerin aus Österreich, hat einen wunderschönen Song mit bemerkenswertem Text geschrieben!

Wir sind sicher nicht perfekt, doch wer will das schon sein

Wir haben alle kleine Fehler und sind damit nicht allein

Wir haben Frieden geschlossen und uns wiedervereint

Doch alle diese Dinge sind zu klein, denn das Größte was wir können

Ist Mensch zu sein!

 



Maisprung auf die Blockhütte