November 2015

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

zwar war in diesem Jahr der Rahmen nicht speziell auf den Ossenritter des Jahres ausgerichtet, aber innerhalb der Kirmes und mit Unterstützung einiger Vereine aber auch nicht unpassend. Außerdem ist ja viel wichtiger, dass es diese Auszeichnung auch weiterhin gibt und wer sie bekommt. Wir haben noch gar nicht in Uder gewohnt, da war der diesjährige Preisträger schon in der Gemeinde aktiv. In welchem Umfang, wage ich nicht zu beurteilen, aber ich war als zukünftiger Bürger der Gemeinde beim Festumzug zur 900-Jahrfeier natürlich vor Ort und habe damals die Kirche bestaunt, die im Maßstab original nachgebaut und ein „Hingucker“ war. 25 Jahre später konnten viele im letzten Jahr zur 925-Jahrfeier die Kirche wieder bestaunen und dass dem so war, haben wir unserem diesjährigen Preisträger zu verdanken. Seppl Trümper ist seit vielen Jahren aus dem Leben der Gemeinde Uder nicht mehr wegzudenken. Nicht nur mit dem Nachbau der Kirche, auch beim Aufbau und beim Einrichten der Heimatstube mit den Zeugen der Vergangenheit hat er Spuren seines reichen Wirkens und Wissens hinterlassen. Auf ihn war auch Verlass, wenn es um das notwendige Einhalten von Sauberkeit und Ordnung im Vereinshaus ging. Und im Jubiläumsjahr hat er der Gemeinde einen weiteren „Hingucker“ beschert: die Pyramide zur Adventszeit. Er hat die Stundenzahl nicht verraten, aber wer sich die schöne Pyramide anschaut, weiß, wieviel Herzblut man opfern muss, bis dies Leistung geschafft ist. Aber er hat nicht nur gewerkelt, er hat auch Sponsoren für sein Werk gesucht und gefunden; er ist ein würdiger „Ossenritter des Jahres 2015“.

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Der Nachtragshaushalt steht zur Verabschiedung an und der war notwendig, da wir zum einen im HA schon einen Vorgriff getätigt hatten (zur Fertigstellung des Altenteils) und zum anderen Fördermittel nicht oder so spät gekommen sind, dass sie in diesem Jahr nicht mehr alle zur Auszahlung, und wir nicht zur Umsetzung der gesamten Maßnahme (Kinderspielplätze), kommen. Ich werde dem GR nicht vorgrei-fen, aber etwas ist schon erwähnenswert: wenn wir die Konsolidierung des Haushaltes weiter konsequent betreiben, werden wir 2016 bei den Schulden auf unter 150€/Einwohner sinken und damit braucht die Gemeinde dann keine Straßenausbaubeiträge mehr zu erheben. Dies ist mit Hinblick auf den „Ausbau Schmiedegasse“ nicht unerheblich.

● Ein weitere Beratungspunkt wird die Verabschiedung einer neuen Hundesteuersatzung werden. Kernpunkt: Bürgerfreundlichkeit! Keine höheren Beiträge aber eine Reduzierung von Jahresbeitrag auf monatliche Abrechnung! Also nicht mehr für das ganze Jahr bezahlen, wenn der liebe Vierbeiner z.B. bereits im Mai verstorben ist. Wir aktualisieren lediglich die Satzung und gleichen uns damit umliegenden Orten an.

● Seit mehr als 20 Jahren ist er nun bereits im Gemeinderat tätig und erfüllt damit alle Voraussetzungen, um als „Ehrengemeinderat“ ernannt zu werden; Siegfried Arand! Danke einmal an dieser Stelle für dein Engagement und die sehr gute Zusammenarbeit in all den Jahren. Siegfried Arand soll nach einem Vorschlag des Sozialausschusses neuer Ortschronist werden und hat ja bereits erste Erfahrung an der Seite von Bernhard Rinke bei der letzten Chronik sammeln können.

● Wann wir im nächsten Jahr den Haushalt beschließen, steht längst noch nicht fest. Eine verringerte Schlüsselzuweisung vom Land und eine Erhöhung der Kreisumlage sind schon Faktoren, die unser Zahlenwerk maßgeblich beeinflussen. Fest steht: Es wird nicht günstiger! 

Was tut sich momentan in Uder?

● Es hat erste Absprachen mit meinem Kollegen aus Burgwalde gege-ben. Das Verständnis ist natürlich vorhanden, dass der Hochwasserschutz unbedingt erfolgen muss. Da die Gemeinde Burgwalde aber Eigentümer der Fläche ist und auch alle anderen Eigentümer entlang des Schwobbaches aus dem Nachbarort stammen, ist eine Koordinierung unbedingt nötig und „auch unproblematisch“, so Rainer Lott.

● Der Mehrgenerationenspielplatz nimmt zunehmend Gestalt an und erste Arbeiten beim neuen Spielplatz im Bachrasen sind auch schon getätigt. Er wird mit Sicherheit in diesem Jahr nicht mehr fertig, da die Förderung sehr spät zugesagt wurde. Ist schon ärgerlich; aber wir konnten eine Übernahme der Förderung für nächstes Jahr erreichen.

● Der DRK Kindergarten ist jetzt komplett „runderneuert“ und erstrahlt in freundlichen Farben und mit kindgerechten Motiven. Prima, wie sich die Kindergärtnerinnen mit eingebracht haben und ein ganz herzliches Dankeschön an die Architekten und die ausführende Firmen. Ein weiterer Farbklecks im bunten und schönen Uder! 

Dies & Das ...

● Die Gemeinde hat auch in diesem Monat keinen Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen können und deshalb ist noch keine Unterbringung von Menschen in Not in Uder möglich. ● Verstärkt werden wir jetzt nach zusätzliche Gewerbeflächen gefragt. Nun hat sich der Bauausschuss damit befasst und eine Prioritätenliste für mögliche Standorte erstellt. Jetzt müssen „nur“ noch die Eigentümer „mitspielen“. Wir können und wollen einen Verkauf aber nicht erzwingen und dadurch, dass das Überschwemmungsgebiet der Leine vergrößert wurde, sind unsere Spielräume geringer geworden.

● Auch in diesem Jahr wird es am ersten Adventssonntag wieder ein Konzert in der Kirche und Verköstigung in der Kirchgasse geben. Bei einer Zusammenkunft mit allen daran beteiligten Vereinen haben wir uns auf die Aufgabenverteilung verständigt. Auf dem Marktplatz wird die schöne Pyramide von Seppl Trümper wieder die Kinderaugen leuchten lassen und es wird auch wieder einen Adventsbaum geben. Der erste Adventsbaum ist 1998 noch für 80 DM vom Ortsverband der CDU gekauft und dann mit dem Glühweinstand am 1. Advent diese Tradition begründet worden. Danach haben uns Einwohner immer die Bäume gesponsert und seit ein paar Jahren unterstützt uns der Bauhof aus versicherungstechnischen Gründen beim Aufstellen. In diesem Jahr wird der Baum von mir gespendet (Anruf bei der Kommunalaufsicht nicht nötig) und gemeinsam vom Ortsverband und Bauhof auf dem Marktplatz aufgestellt. Ein Dank auch an Peter Offenbecher von unserem Baumarkt und die Fa. Siewe für die jahrelange Unterstützung!

● Am 5. Juni 2016 ist Bürgermeisterwahl in Uder. Bei Interesse bitte die Fristen beachten, die laut Kommunalordnung einzuhalten sind.  

Das hat mir gut gefallen:

● Beantragt war die Ehrung schon vor fast zwei Jahren. Warum man sich in Erfurt allerdings so lange Zeit gelassen hat, kann ich nicht erklären. Jetzt ist der „Ehrenbrief des Freistaates Thüringen“ aber vom Ministerpräsidenten unterzeichnet worden und Landrat Dr. Werner Henning hat freundlicherweise die Verleihung übernommen. Mit diesem Ehrenbrief wollten wir das schöpferische und geschichtliche Wirken von Bernhard Rinke in Uder und speziell seine Leistungen bei der Herausgabe von Band 2 unserer Chronik ehren. Bei einer kleinen Feierstunde in unserer Bibliothek habe ich aber auch die vielen anderen Aufgaben skizziert, die Herr Rinke im Laufe seines Lebens in unserer Gemeinde gewirkt hat. Zusätzlich zur Anerkennung mit der Ehren-urkunde hat die Gemeinde auch noch eine materielle Ehrung beigesteuert, um entstandenen Auslagen ausgleichen zu können. Wir hoffen, dass sich der Jubilar (er ist 90 Jahre geworden) gefreut hat.

● Kaum war der letzte Gemeindebote verteilt, meldete sich Frau Pilz und hat mich korrigiert: Es sei ihr gelungen, das Parkettgeschäft in eine gute Zukunft zu führen. Somit wird diese Leistung auch in den nächsten Jahren in Uder angeboten und Frau Piltz ist Ansprechpartne-rin vor Ort. Wir haben dann umgehend Aushänge veranlasst und das Missverständnis aufgeklärt. Ich lasse mich gern korrigieren und wün-sche auch weiterhin immer volle Auftragsbücher und viel Erfolg!

● Die Spendenbereitschaft für die vom Hochwasseropfer betroffenen Familien in Schönau reißt auch nach 3 Monaten nicht ab. Ich möchte jetzt auch keinen Spender besonders erwähnen, aber ich bin schon beeindruckt, wie groß die Hilfsbereitschaft war und noch ist: Allen ein herzliches Dankeschön und Ihr könnt sicher sein; das Geld geht zu 100% nach einen sehr guten Verteilerschlüssel an die Goldengel!  

Aus aktuellem Anlass korrigiert:

● Eine Institution werden wir in unserem Ortsbild vermissen. Axel Thunert hat sein TUI-Reisebüro ganz nach Heiligenstadt verlagert.

● Das Parketgeschäft des viel zu früh verstorbenen Michael Piltz besteht weiter! Frau Piltz hat mich darüber informiert, dass nur noch die Vertragsunterschrift aussteht und dann bleibt das Geschäft in Uder!

● Es gab ja schon immer etwas Zeitverzug bei der Zuteilung der Fördermittel; aber in diesem Jahr war es „nicht normal“! Wir schreiben Oktober und erst jetzt kommen die Förderbescheide! Für die Umgestaltung des Platzes vorm Vereinshaus reichen die Mittel nicht oder wir bekommen erst die Zuteilung, wenn eine andere Gemeinde ihre Förderung zurückgibt. Einfach nur ärgerlich. Ausdrücklich ausnehmen bei meiner Kritik muss ich unsere Ansprechpartnerin, Frau Petri, vom Amt in Worbis, die uns immer bestens informiert und kompetent berät.  

 Heute einmal ein paar ausgewählte Zitate vom deutschen Schriftsteller Christian Morgenstern (1871-1914):

Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.

Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden!

Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger reif ist!

Es gibt Menschen, deren einmalige Berührung mit uns für immer den Stachel in uns zurücklässt, ihrer Achtung und Freundschaft wert zu bleiben.

Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann!