März 2015

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

als wir vor sieben Jahren damit angefangen haben, war es zunächst ein Experiment. Keiner wusste, wie es sich auswirkt und ob es angenommen wird. Es war mir nur klar, dass wir damit die Umwelt entlasten und unsere Wald- und Feldflur vor weiteren Verunreinigungen schützen könnten. Jetzt haben sich Rahmenrichtlinien geändert und nun müssen es alle Landkreise machen; das Einsammeln von Grünschnitt, von Strauch- und Baumschnitt! Unsere Erfahrungen habe ich an die Eichsfeldwerke; die für das Einsammeln sorgen werden, weitergegeben und ihnen auch gleich einen Standortvorschlag unterbreiten: die ehemaligen Mülldeponie (und jetziger Bauhof des Landkreises) zwischen Uder und Lenterode! Pro VG soll es einen sogenannter „Wertstoffhof“ geben. Das Wessenried reicht beileibe nicht für alle Abfälle der VG und auf keinen Fall wollte ich die Anwohner mit zusätzlichem Verkehr belasten. Stimmt der Kreistag der Vorlage der Kreisverwaltung nun zu, wird also bald am Lichtebühl der Grünschnitt eingesammelt. Der Weg ist zwar länger und damit ist man vielleicht auf ein Fahrzeug angewiesen, aber dafür wird auch an zwei Tagen angenommen. Bereits am Freitagnachmittag (höchstwahrscheinlich von 15.00 bis 18.00 Uhr) und am Samstag von 10.00 bis 15.00 Uhr kann man dann kostenfrei anliefern. Bitte aber die offiziellen Veröffentlichungen beachten! Zusätzlicher „Nebeneffekt“ für die Gemeinde: wir sparen die Aufwendungen für unseren Bauhof, bei dem ich mich für die Arbeit der letzten Jahre ganz herzlich bedanken möchte. Ab und an habe ich auch mit ausgeholfen und weiß daher, was es manchmal für eine schweißtreibende Angelegenheit war; aber es hat sich immer gelohnt.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Mit einstimmigen Beschluss sind jetzt die Straßen im neuen Wohngebiet in das Eigentum der Gemeinde „umgewidmet“ worden und damit in unserer Zuständigkeit; betrifft z.B. Pflege und Versicherung.

● Der Haushalt des Jahres 2015 ist verabschiedet; einstimmig! Dies ist gut so, denn alle Gemeinderatsmitglieder haben sich in der Vorbereitung mit eingebracht und viele Hinweise und Anregungen sind nach dem ersten Entwurf noch eingeflossen. Und das Allerwichtigste: wir haben das „nötige Kleingeld“ und können alles finanzieren. Mehr noch; wir tilgen in diesem Jahr die Verbindlichkeiten um weitere 130.000 € und kommen zum Jahresende dann auf eine Prokopfverschuldung von 163 €; auf einen Schuldenstand von 425.000 € insgesamt. In der Rücklage sind aber 400.000 €. Im Einzelnen kann der Entwurf im Bürgermeisteramt oder in der Verwaltung eingesehen werden. Zunächst aber ein herzliches Dankeschön an Frau Stier von der Kämmerei, die den Entwurf und die zahllosen Änderungen „klaglos“ erstellt und immer wieder verändert hat. Der Verwaltungshaushalt (VWH) und der Vermögenshaushalt (VMH) schließen in den Ein- und Ausgaben mit (Zahlen gerundet) 3.003.500 € bzw. 882.000 € ab und unser Haushalt ist damit ausgeglichen. Die Einnahmen im VWH resultieren aus: 724.000 € Schlüsselzuweisungen vom Land, 500.000 € Gewerbesteuer, 209.000 € Grundsteuer und 558.000 € Anteil an der Einkommenssteuer. Ausgaben: 672.500 € Kreisumlage, 520.000 € an unsere Kindergärten, 279.000 € VG-Umlage, 227.000 € Personalkosten und 64.000 € für die Unterhaltung unserer Grundstücke. Der VMH sieht in den wichtigsten Punkten bei den Einnahmen so aus: 270.000 € vom VWH, 166.000 € Entnahme aus der Rücklage, 430.000 € Förderung, 28.000 € Infrastrukturpauschale. Bei den Ausgaben haben wir in diesem Jahr großen Wert auf unsere Kinder gelegt und wollen den DRK Kindergarten (85.000 €) natürlich fertigstellen und zwei Spielplätze erneuern bzw. einen neu anlegen. Dafür stehen weitere 60.000 € zur Verfügung (an dieser Stelle Danke für die Unterschriftenaktion; wird berücksichtigt). Die Er-schließung des neuen Wohngebietes schlägt mit 25.000 € zu Buche und wir wollen uns bei der Wohnumfeldgestaltung in der Leinestraße beteiligen; zunächst mit 40.000 € für neue Parkflächen. Den Ausbau der Garagenzufahrten haben wir noch einmal vertagt. Für die Fried-hofshalle und dem Umfeld sind 72.000 € im Plan, für den Friedhofs-zaun in Schönau 10.000 €. Zudem wollen wir uns in diesem Jahr klar zum Knorrschen Haus bekennen. Für die Sanierung des Haupthauses sind aus dem Haushalt 35.000 € vorgesehen und aus dem letzten Jahr sind noch Mittel für das Altenteil in Höhe von 40.000 € abrufbar. Zwei neue Waldschenken (Weg zum Eberstein und Radweg nach HIG), eine Verschönerung der Ortseinfahrt aus Arenshausen und der Gehweg zum Storchborn sind u.a. fest eingeplant. Die Gehwegsanierung und die Sanierung von Brückenköpfen wird mit 40.000 € veranschlagt.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Er war da und mit Sicherheit fällt ihm etwas Passendes ein. Prof. Dr. Heimo Ertl hat sich das Vereinshaus und das Umfeld angeschaut und hat sich Bilder von Martin Weinrich geben lassen. In diesem Jahr feiert der Heimatverein „Martin Weinrich“ den 150. Geburtstag des Namensgebers und aus diesem Grund soll der Platz neu gestaltet und mit einer Stele oder Büste des Mundartdichters versehen werden.

● Am Altenteil wird in letzter Zeit immer gewerkelt. Jetzt nimmt der Innenausbau immer mehr Konturen, die Vorbereitungen für den Heizungseinbau sind erfolgt und die Versorgungsleitungen zum Haupthaus wurden gleich mitgelegt. Auch hier wird 2015 angefangen.

● Die stibitzte Zaunfelder vom Sportplatz wurden vom Bauhof ersetzt.

 

Dies & Das ...

● „Wir können es nicht verhindern, aber wir können Verbesserungen erreichen.“ Mit dieser Einstellung sind Zacharias Kobold und ich in das Gespräch mit dem TLUG (Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie) als Projektverantwortliche für die Herstellung der Durchgängigkeit an der Wehranlage Mittelmühle gegangen. Die Leine erhält nun eine Fischtreppe, aber auf unsere Anregung wird das Widerlager der Wehranlage erhalten und in die Böschungsbefestigung integriert. Zusätzlich wird aus dem gewonnenen Natursteinmaterial der Querschnitt der bestehenden Wehranlage „nachempfunden“ und seitlich des Standortes auf der angrenzenden Grünfläche neu (als wasserbauliches Anschauungsobjekt) errichtet, sowie eine Sitzgruppen zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität (Verweilbereich) errichtet. Das überschüssige Natursteinmaterial erhält die Gemeinde und kommt ins Wessenried.

● Nicht vergessen: 28. März - 9.00 Uhr - Feuerwehr – Frühjahrsputz!

● „Was Sie mir schon immer mal sagen wollten; tun Sie es!“ In der 100. Ausgabe ist dafür ein Platz (entsprechend dem Eingang) reserviert!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Am 27. Juni 2015 hält nicht nur der Grand Prix wieder am Knorrschen Haus; es gibt auch ein Park- und Schulhofest der Regelschule!

● Auf über 30 Stunden summieren sich die Aufnahmen, die Werner Röhrig von unserer schönen Jahrfeier gedreht und zusammen getragen hatte. Wahnsinn und ein ganz, ganz herzliches Danke. Allein für den Festumzug hat Werner knapp 4 Stunden den Aufnahmeknopf gedrückt. In einer wahren Sisyphusarbeit hat Hans Poferl dann einen Film erstellt, mit wunderbarer Musik unterlegt und auch die Originalkommentare von Veit Lamprecht oder Dieter Althaus verwendet. Auf jeden Fall ist es eine sehr schöne Dokumentation des Festumzuges geworden, die jetzt vervielfältigt und dann erstanden werden kann. Sobald dies der Fall ist, werden Sie es natürlich hier erfahren.

 

Korrektur zum Gemeindeboten Nr.96:

„Wer einen Fehler gegangen hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen weiteren Fehler“, hat bereits Konfuzius festgestellt. Das möchte ich nicht und deshalb eine Korrektur in Absprache mit dem Vorsitzenden:

„Vom Männergesangverein gab es schon seit Ende Juni/ Anfang Juli 2014 den Wunsch, für den an der Eröffnungsveranstaltung (in voller Stärke) teilnehmenden aktiven Chor (der auch noch auf andere Aktivitäten zum Jubiläum verweist) einen Pauschalbetrag von 150-180 Euro aus der Vereinskasse zu zahlen, wobei man sich nicht einigen konnte und die Verhandlungen dazu wegen der Fülle der anstehenden Arbeiten zum Jubiläum seinerzeit abgebrochen wurden, der Verein zunächst den vollen Eintritt zahlte und dann wieder im Oktober, als das Ergebnis zur Jubiläumswoche bekannt war, den Antrag auf Teil- oder Rückerstattung stellte, welches die Gemeinde abschließend ablehnte, was auch der Verein so akzeptierte und keine Rückerstattung erfolgte. Der genaue zeitliche Ablauf ging leider in der Fülle und Vielfalt der Arbeiten rund um das Gemeindejubiläum verloren und wurde damals irrtümlich so nicht richtig dargestellt.“

 

Diesmal ein paar Sprüche, die immer aktuell sind:

Glück ist eine stille Stunde, Glück ist auch ein gutes Buch Glück ist Spaß in froher Runde, Glück ist freundlicher Besuch –C.Brentano
Wenn du am Morgen erwachst, denke daran, was für ein köstlicher Schatz es ist, zu leben, zu atmen und sich freuen zu können –Mark Aure
Wenn deine Seele keinen Sonntag hat, dann verdorrt sie – Albert Schweitzer

 

 

 

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