Juli 2015

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

„Uder-Rusteberg“ soll die neue Verwaltungsgemeinschaft heißen; ginge es nach dem Willen der anwesenden Gemeinderatsmitglieder und der Bürgermeister der beiden Verwaltungsgemeinschaften Uder und Hanstein/Rusteberg. Der Landrat hatte zu einer Informationsveranstaltung in das Gemeindehaus Riedelsburg eingeladen und ca. 80% der gewählten Ratsmitglieder und der ehrenamtlichen Bürgermeister der beiden Verwaltungsgemeinschaften waren der Einladung gefolgt. Ich habe zu Beginn deutlich gemacht, dass es gerade die Bürgermeister unserer VG waren, die bereits seit Jahren auf eine Veränderung gedrängt haben. Die letzte Möglichkeit, die Eigenständigkeit der einzelnen Gemeinde zu erhalten, sollten wir „beim Schopfe packen“. Denn liegt erst einmal das „Leitbild“ (voraussichtlich im September) der neuen Landesregierung vor, sind die Möglichkeiten begrenzt oder wir müssen das akzeptieren, was uns die Regierung in Erfurt dann anbietet. Ob dies in unserem Sinn sein wird, ist natürlich fraglich. Auch ist für mich das Engagement der Gemeinderäte vor Ort sehr wichtig, da sie die Stimmungen und Meinungen am ehesten zu den Entscheidungsträgern transportieren und so das Ehrenamt noch gestärkt ist. Dr. Werner Henning hat in seinem Statement auf die kommunale Selbstverwaltung verwiesen, seine Hilfe beim Zusammenschluss angeboten und den Gemeinden den nötigen Handlungsspielraum aufgezeigt. Der ist sehr, sehr, eng, da bis Ende August alle Gemeinden ihr Votum abgeben sollen. Der Landrat wünscht sich genau wie wir eine starke kommunale Gebietsstruktur, in der die Orte noch selbst entscheiden. Wir werden es hoffentlich erleben!

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Das Ergebnis des kompletten Gemeinderates kann ich Ihnen nicht mehr schreiben, da dieser erst am 16. Juli zusammentrifft. Aber die Mehrheitsfraktion hat sich intensiv mit dem Zusammenschluss der beiden Verwaltungsgemeinschaften befasst und begrüßt diese Fusion einhellig. Auch im Hauptausschuss fand die Idee Zustimmung.

● Das Rechnungsprüfungsamt hat für die Jahresrechnung 2013 uns drei Bemerkungen „ins Stammbuch“ geschrieben. Eine, den fehlenden Beschluss über die Auftragsvergabe für den Multicar, haben wir nachgeholt. Die weiteren zwei Forderungen, die Führung eines Bautagebuches und das Einbehalten der Gewährleistungssicherheiten und Vertragserfüllungsbürgschaften werden wir zukünftig beachten.

● Der Hauptausschuss hat in seiner letzten Sitzung schon einen Vortrag auf den Nachtragshaushalt getätigt. Zur endgültigen Fertigstellung des Altenteils sind noch 35.000 € bereit zu stellen und diesem Anliegen wurde einstimmig zugestimmt. Von den bisherigen Ausgaben in Höhe von ca. 139.000 € entfallen nun auf die Gemeinde 60.000 €. Der stolze Rest wurde über Fördermittel, über Mittel aus dem Denkmalschutz des Landes und des Kreises beantragt und genehmigt und dies Dank des großen Engagements des Freundeskreises.

● Auch wurde über die Installation einer Berieselungsanlage für unseren neuen Sportplatz nachgedacht, aber hier sind noch „Feinabstimmungen“ nötig, um endgültig zu entscheiden. 

Was tut sich momentan in Uder?

● Die Ausschreibungen hat das Ingenieurbüro Stützer/Blechschmidt versandt und auch Herr Prof. Dr. Heimo Ertl liegt mit seiner Martin-Weinrich-Figur im Zeitplan. Im Oktober wird dann auch diese Baustelle vor unserem alten Dorfgemeinschaftshaus verschwunden sein und Uder um ein Schmuckstück reicher! Da freue ich mich schon drauf.

● Die Kirmes steht vor der Tür und da ruhen dann die Arbeiten am ehemaligen Wehr der Mittelmühle natürlich. Jetzt ist auch schon zu sehen, wie sich das Land als Auftraggeber die Umgestaltung vorstellt.

● Wenn die Maßnahme an der Leine beendet ist, beginnt der letzte Bauabschnitt am DRK Kindergarten. Ein Baugerüst am Kindergarten und die Baufahrzeuge gleichzeitig – das ist in der Schulstraße Stress, und den wollen wir natürlich vermeiden. Daher der verspätete Beginn.

● Ebenfalls erst nach Ende der Baumaßnahme an der Leine (eigentlich logisch) beginnt der Bau des Mehrgenerationenspielplatzes. Die Spiel-geräte hat der Bauhof erst einmal zwischengelagert und bei den not-wendigen Erdarbeiten wird uns die TWE unterstützen.

● Auch wenn sich die KOWO in diesem Jahr aus der Gestaltung weiterer Parkplätze in der Leinestraße „verabschiedet“ hat, hält die Gemeinde an ihren Plänen fest. Die öffentliche Ausschreibung hat die Firma Gerald Rohmund für sich entschieden und wird bereits Ende Juli/Anfang August mit den Arbeiten beginnen. Die anfallende Erde wird zur Bodennivellierung bei der Erweiterung des Friedhofes genutzt und somit entfallen auch hier unnötige Transportkosten. Wer gern die Pläne einsehen will, kann dies gern bei mir im Bürgermeisteramt tun.

● Die Auftragsvergabe hat stattgefunden und nun wird Mathias Nörthen das Haupthaus vom Knorrschen Haus neu eindecken und die Firma Ständer aus Geismar hat das günstigste Angebot für Fachwerk und Fassade abgegeben und wird somit diese Arbeiten ausführen. 

Dies & Das ...

● Das Wohngebiet „Am Töpperberg“ nimmt Gestalt an und immer mehr Eigentümer errichten ihr Traumhaus. Und schon machen wir uns wieder Gedanken, welche Möglichkeiten der Wohnstandorterweiterung es in unserer Gemeinde noch gibt. Eine Alternative ist das Gelände zwischen der Johannesstraße und der Gärtnerei Jünemann. Dieser Grund und Boden gehört einer Erbengemeinschaft, dient aber momentan in 21 Parzellen der Kleintierhaltung. Die Erbengemeinschaft möchte nun gern verkaufen und die Kleintierhalter natürlich ihr Refugium behalten. Ich halte sie auf dem Laufenden!

● „Zum Zweck der Heimatpflege und zur Vermittlung handwerklicher Kultur“, so steht es im Nutzungskonzept, wird der Freundeskreis Knorrsches Haus ein Backhaus auf dem Gelände beim Kessenborn errichten. Und damit dann auch pfleglich mit umgegangen wird, sollen „Backofenmeister“ im Verein ausgebildet werden.

● Beachvolleyballplatz, Senkung der Stromkosten, Solarstrom für das Kinderplanschbecken - Gerhard Pilz hat viel für unser Bad geleistet und keineswegs sollte der Eindruck entstehen, wir wären undankbar. Nein, wir wissen, was in den letzten Jahren geleistet wurde; DANKE

● Auch auf den nächsten 15.000 Blatt kommt der Gemeindeboten in Farbe geritten– Rainer Binnewies liest ihn gern und hat es ermöglicht! 

Das hat mir gut gefallen:

● Da hat sich aber jemand viel von der Oma abgeguckt! Ramona Cronester-Jahn hat von unserer lieben Frau Hintzsch die Pflege der Blumenrabatten beim Pilger übernommen und kümmert sich nun ebenfalls rührend um die Blumenpracht. Toll! Leider ist momentan der Pilger „etwas kränklich“ und in Behandlung, aber das wird schon wieder!

● Mein Aufruf, in Schönau die Feuerwehr am Leben zu erhalten, hat den erhofften Erfolg gebracht. Wer bei den „Goldengeln“ auch nur ansatzweise etwas mit C-Schlauch oder Wasserpumpe anfangen konnte, war bei der Zusammenkunft da und macht auch zukünftig bei der Feuerwehr mit! Und nicht nur das, auch Frauen wollen sich jetzt mit engagieren; Prima! Raphael Hartmann, der Feuerwehrchef von Uder, hatte eine große Aktie daran, dass es im Ortsteil mit den Floriansjüngern weiter geht und auch ihm ein großes Lob an dieser Stelle!

● Noch unter Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hatte ich Lot-tomittel für unseren Mehrgenerationenspielplatz im Park beantragt. Der Antrag wurde dann geprüft und geprüft und Frau Lieberknecht mittlerweile abgewählt. Jetzt ist die Prüfung durch und wir können uns über zusätzliche 4.000 € freuen. Danke in die Staatskanzlei! 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

 Eigentlich ist es ja Privatsache, wenn jemand die Bässe einer Rock-band gern hört oder Helene Fischer atemlos durch die Nacht hetzt. Aber wenn beide dies nach 22.00 Uhr und in großer Lautstärke tun, ist es für die Nachbarschaft nicht mehr spaßig. Und wenn dies dann noch von unserer schönen Blockhütte über das ganze Dorf schallt, erst recht nicht. Wir vermieten die Blockhütte ja sehr gern und nur an Einwohner unserer Gemeinde und von daher auch die Bitte: Nehmt Rücksicht!

 22 Jahre war Manfred Rommel der schlitzohrige OB von Stuttgart:

Man kann sich als Chef dümmer stellen, als man ist - und viele tun dies mit großem Erfolg -, aber nicht klüger. Das merken die anderen nämlich, und sie freuen sich darüber, dass der Chef so ein Rindvieh ist.

Ich habe nichts gegen Luftschlösser. Aber man sollte in Luftschlössern nicht auch noch mit seinem ganzen Hausrat einziehen wollen. Das geht schief. In unserer Welt wird nicht nur mehr ausgegeben als eingenommen, sondern mehr geschrieben als gelesen, mehr geredet als gedacht, mehr gefordert als geschuldet, mehr gejammert als gelitten, mehr gebellt als gebissen. Wir werden wieder lernen müssen, dass, wer ernten will, auch säen muss. Stattdessen neigen wir dazu, das Saatgut zu verbrauchen.