Februar 2015

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

das vergangene Jahr hat ja eine Fülle an Veranstaltungen gebracht und da ist es ganz normal, dass es in diesem Jahr etwas ruhiger zugehen wird. Aber am Neujahrsempfang wollte ich fest- und diese kleine Tradition aufrecht erhalten. Zu Beginn des Jahres mit den Mitgliedern des Gemeinderates, mit unseren Gewerbetreibenden, Handwerkern, Firmeninhabern, Vereinsvorsitzenden, unseren Direktoren der Grund- und Regelschule, Leitern von überregionalen Verwaltungen und unserem Pfarrer einmal die Vorhaben der vor uns liegenden Monate an- und abzusprechen, hat sich ja bewährt. So auch in diesem Jahr. Ich habe mich gefreut, dass doch viele der Einladung gefolgt sind und sich an einem Sonntagvormittag die Zeit für die Gemeinde Uder genommen haben. Unser diesjähriger Gast, Bundestagsabgeordneter Manfred Grund hat uns umfangreich und „aus erster Hand“ über nationale und internationale Entwicklungen informiert und auch die Auswirkungen auf die Kommunen dargestellt. Ein kurzer Rückblick und ein kleiner Ausblick von mir haben den inhaltlichen Teil des Empfangs abgerundet. Danach hatte ich noch einen mehr als angenehmen Teil zu absolvieren. Nach vielen, vielen Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit hat Arnold Werner mit Beginn dieses Jahres seinen Dirigentenstab beim Männergesangverein ab- und in weibliche Hände übergeben. Ich habe mich sehr gefreut, dass unser Ehrenbürger zum Empfang gekommen ist und auch die Gemeinde Uder ihn für seine unstrittigen Verdienste für den Chorgesang und für die musikalische Weiterentwicklung des Chores danken konnte. Er war, ist und bleibt ein „Aushängeschild“ von Uder und wir sind stolz, dass er so lange und so erfolgreich in unserer Gemeinde gearbeitet hat.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Der erste Entwurf liegt vor und es sieht mit unseren Gemeindefinanzen nicht schlecht aus. Jetzt soll in den Fraktionen diskutiert werden, der Hauptausschuss befasst sich mit dem Zahlenwerk und Anfang März wird sich der Gemeinderat abschließend damit beschäftigen und dann verabschieden. Beim Neujahrsempfang habe ich bereits einen Ausblick gewagt: „Es gibt ja im Haushalt schon Positionen, die unstrittig sind und die wir in diesem Jahr angehen möchten. Da ist zum einen die Fertigstellung des DRK Kindergartens. Da ist das Friedhofsgebäude, das sich immer mehr setzt und dringend saniert werden muss und da sind die Spielplätze, die wir möglichst bis zu den ersten warmen Tagen auf Vordermann gebracht haben wollen. Das neue Wohngebiet nimmt bereits wieder Konturen an und macht uns damit deutlich; bald kommt noch mehr Leben an den Töpperberg; kümmert euch! Und wir wollen uns in diesem Jahr klar zum ältesten Haus der Gemeinde bekennen, zum Knorrschen Haus. Vor etwas mehr als 4 Jahren wurde die Idee geboren und wenn man sieht, was sich bisher schon da getan und was es der Gemeinde bisher gekostet hat, kann man nur sagen: Hut ab vor allen Beteiligten“. Mehr vom Zahlenwerk wird erst dann zu lesen sein, wenn unsere Gemeinderäte darüber befunden haben. Sie haben letztendlich zu entscheiden und dem möchte ich beim besten Willen nicht vorgreifen.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Nach dem Heimatverein und dem Karnevalsverein hat nun auch der Kirmesburschenverein eine „Vereinbarung zur Nutzung gemeindlicher Räumlichkeiten“ unterschrieben. Für die fast in Eigenleistung von den Kirmesburschen hergerichteten Räumlichkeiten im alten Dorfgemeinschaftshaus ist somit auch geregelt, zu welchem Anlass und vom wem die Räume genutzt werden dürfen. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins haben wir den Vertrag unterschrieben und ich habe mich sehr gern bei den Burschen für ihre Arbeit bedankt.

● Nach unserem Kirchenchor „St. Jakobus d.Ä.“ ist nun auch der Männergesangverein „Concordia“ ein Fan von Mercedes geworden! Nein, die sangesfreudigen Damen und Herren beider Chöre haben sich nicht kollektiv für ein Auto mit dem berühmten Stern entschieden. Der Grund ist viel schöner: Die Sopranistin Ilona Mercedes Nolte leitet nach dem Kirchenchor nun auch bis auf weiteres unseren Männergesangverein und hat damit die Nachfolge von Arnold Werner angetreten. Ich darf ihr für dieses Mehr an Arbeit und Zeitaufwand alles Gute wünschen und bin sicher, von ihnen auch.

● Eine Kostprobe Ihrer Tätigkeit können wir bereits am 15. März erle-ben. Unser Kirchenchor wird 80 Jahre alt und es wird aus diesem Anlass einen feierlichen Gottesdienst geben. 36 aktive Sängerinnen und Sänger werden dann die Messe mitgestalten, am Friedhof ihrer verstorbenen Sangesschwestern und Sangesbrüder gedenken und mit einer kleinen Feierstunde diesen wichtigen Tag beschließen.

● Unsere neu gestaltete Homepage nimmt Konturen an. Der Sozialausschuss und Björn Funke haben einen sehr guten Entwurf erstellt und nun sollen noch schöne Bilder das Konzept verschönern. Prima!

● Es gibt noch einigen Klärungsbedarf, bevor wir gemeinsam mit der Thüringer Energie (TEN) eine „Pilotgemeinde“ werden. Ein erstes Gespräch hat stattgefunden und nun müssen Verwaltung, Planungsbüro und die TEN ihre Hausaufgaben machen. Aber der Weg ist richtig.

● Ich hatte noch keine Gelegenheit, intensiver mit den Vereinsvorsitzenden die Termine in diesem Jahr zu besprechen. Aber an einem Termin möchte ich auch in 2015 wieder festhalten: dem Frühjahrsputz. Am 28. März 2015 ab 9.00 Uhr, und wie gewohnt wieder von der Feuerwehr aus, wird den kleinen oder großen Schmutzecken der Gemeinde der Kampf angesagt und ich hoffe dabei wieder auf zahlreiche Unterstützung; gern auch außerhalb der Vereine!

 

Dies & Das ...

● Es ist müßig, immer wieder auf die Streu- und Räumpflicht hinzuweisen. Aber leider muss ich es tun; es gibt halt Unverbesserliche!

● Er wird es nicht gern lesen und er möchte mit Sicherheit noch viel weniger darauf angesprochen werden; so wie ich ihn kenne. Und dennoch möchte ich es schreiben, weil es geschrieben werden muss. Er hat es mehr als verdient, auch einmal besonders erwähnt zu werden. In wenigen Tagen wird Mirko Kaufhold 50 Jahre jung und exakt die Hälfte davon ist er nun schon bei der Gemeinde Uder beschäftigt. Als Dienstältester im Bauhof hat er einen reichen Erfahrungsschatz, den er immer wieder zur Anwendung bringt, ihn aber auch gern weiter gibt. Ich habe noch nie ein Wort der Klage gehört, dass ihm dies oder jenes zu viel geworden ist; trotz Winterdienst! Danke, Mirko! Auf die nächsten gemeinsamen Jahre und dies bei bester Gesundheit.

 

Das hat mir gut gefallen:

● Sie sind da, wenn Unfälle passiert sind; sie beseitigen Ölspuren oder löschen Brände und sie helfen auch, wenn andere Notlagen entstanden sind. Bei Veranstaltungen dirigieren sie die Verkehrsströme und sie sichern auch Jubiläumsumzüge ab. Jetzt haben die Mitglieder der Feuerwehr Uder aber auch ein ganz großes Herz für unsere Kinder gezeigt und mir 500 € für die Herrichtung der Spielplätze übergeben. „Kinder sind unsere Zukunft“ hat Ingo Wolf als Vorsitzender des Feuerwehrvereins richtig erkannt und „wir wollen für deren Gedeihen einen Beitrag mit leisten“. Großes Dankeschön, liebe Floriansjünger!

● Seit Sie das närrische Zepter in Uder übernommen haben, versuchen die Mitglieder des SCU, jedes Jahr ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm zu erstellen. Und es geling ihnen tatsächlich jedes Jahr aufs Neue. „Vorhang auf und losgelacht – in der großen Musicalnacht“ ist diesmal das Thema der tollen Tage und das Programm hält, was es vollmundig verspricht. Und nicht nur die Tänze und die Choreographie sind spitze; wie immer hat sich der Verein auch bei der Bühnendekoration wieder ordentlich etwas einfallen lassen. Dass man als „neuer Poolbesitzer“ in der Bütt „auch mal ordentlich nass gemacht wird“, gehört zum Karneval einfach dazu wie der Feldgiecker zum Fetten Donnerstag. Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Aktiven vor und hinter der Bühne, an alle, die am Programm mitgewirkt haben und seid versichert: Wir sind froh, dass es euch gibt!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● 4 Jahre hat „mein Freund der Ossenritter“ mehr oder weniger standgehalten; jetzt hat es ihn doch erwischt! Besser gesagt hat es seinen Sandsteinsockel erwischt. Das Ossenritterdenkmal im Park ist nun doch noch Ziel von Vandalen geworden und man hat eine Ecke vom Sockel abgeschlagen. Es lässt sich mit Sicherheit reparieren, aber die Frage sei erlaubt: Warum macht man so was und was gibt es einem? Und wie immer hat es keiner gesehen; oder doch?

 

Theodor Storm konnte nicht ahnen, dass wir so einen aktiven SCU in Uder haben; diese Zeilen gäbe es sonst nicht!

 

O wär im Februar doch auch, wie`s ander Orten ist der Brauch
Bei uns die Narrheit zünftig!

Denn wer, so lang das Jahr sich misst, nicht einmal herzlich närrisch ist, Wie wäre der zu andrer Frist, wohl jemals ganz vernünftig

 

 

 

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