Dezember 2015

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

das Jahr 1 nach dem schönen Ossenritterfest neigt sich schon wieder dem Ende entgegen und damit ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Natürlich konnten wir in diesem Jahr nicht die kulturelle Vielfalt des Vorjahres anbieten. Aber unsere Vereine haben sich auch 2015 bemüht, ihr Können weiter zu entwickeln, Veranstaltungen zu perfektionieren; aber auch an Bewährtem festzuhalten. Dies ist nicht immer selbstverständlich, da die Bindung an einen Verein, an feste Strukturen und Terminpläne, im Moment nicht bei vielen ganz oben auf der Agenda steht. Das Fehlen eines gemeinsamen Termins mit allen Vereinsvorsitzenden hat sich leider auch bemerkbar gemacht und soll sich wieder ändern. Bitte, liebe Vorsitzende, den 8. Januar 2016 vormerken! Was wir in der Infrastruktur in diesem Jahr erreichen konnten, oder warum manchmal nicht, können oder konnten Sie im Gemeindeboten nachlesen. Nur so viel: Es wird auch 2016 nicht einfacher. Und noch etwas werden wir im Laufe des Jahres 2016 vermissen: unseren Pfarrer Eberhard Jakob! Er hatte mich frühzeitig informiert, dass er sich nicht für die neue Pfarrstelle bewerben wird und somit fest steht, dass er (und auch seine Schwester Brigitte) höchstwahrscheinlich die Pfarrei Uder verlassen werden. Ich bedaure dies außerordentlich, da mit Pfarrer Jakob die Zusammenarbeit stets von gegenseitigem Respekt und nur zum Wohl der kirchlichen und politischen Gemeinde geprägt war. Aber mehr dann bei der offiziellen Verabschiedung. Jetzt möchte ich es nicht versäumen, Ihnen noch eine schöne Advents- und Weihnachtszeit zu wünschen. Bleiben Sie auch 2016 gesund, aktiv und mir und unserer Gemeinde gewogen!

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Der Nachtragshaushalt wurde einstimmig verabschiedet und dies ist ein gutes Signal. Seit vielen Jahren sind wir uns bereits über die Ein- und Ausgaben der Gemeinde einig und da ist es egal, aus welcher Fraktion entsprechende Anträge eingebracht wurden. Es ist das erklärte Ziel aller Mitglieder, die Gemeinde immer ein Stückchen besser zu machen. Einmal sind es Straßenbaumaßnahmen, die ganz oben auf der Wunschliste stehen und in diesem Jahr investieren wir halt viel Geld für unsere Kinderspielplätze. Friedhofsgestaltung, Knorrsches Haus, der Eigenanteil bei der Erschließung und der Erwerb der öffentlichen Flächen im neuen Wohngebiet sind die größten Posten in einem Haushalt, den wir immer noch ausgleichen können. Auch die Reduzierung der Prokopfverschuldung ist erklärtes Ziel und der sparsame Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln lässt uns den Handlungsspielraum, um auch zukünftig noch in Uder oder Schönau gestalten zu können. Das ganze Zahlenwerk wird natürlich veröffentlich oder Sie nutzen die Bürgermeistersprechstunde, um einmal einen Einblick zu erhalten.

● Siegfried Arand hat sich die Auszeichnung „Ehrengemeinderat“ redlich verdient. Er bekommt diesen Titel höchstwahrscheinlich am 17. Januar 2016 beim Neujahrsempfang der Gemeinde verliehen. Auch wurde er zum Ortschronisten bestellt. Über die Vergütung und den Arbeitsumfang wird sich der Gemeinderat in einer weiteren Sitzung befassen. Zuvor will sich aber wiederum der Sozialausschuss dem Thema widmen und eine Empfehlung abgeben.

● Die Hundesteuersatzung ist mit kleinen textlichen Korrekturen, aber ohne Veränderungen bei den Gebühren beschlossen worden. Jetzt wollen wir in der letzten Sitzung des GR in diesem Jahr noch die Marktordnung der Gemeinde und die Satzung über Sondernutzungen an Ortsstraßen aktualisieren, da beide auch schon aus den 90-Jahren stammen. Und wenn die Hausordnung des Jugendclubs die Zustimmung des Rates findet, muss auch Zeit sein, das Jahr in geselliger Runde ausklingen zu lassen. Danke an alle Gemeinderäte für ihr Tun! 

Was tut sich momentan in Uder und Schönau?

Die Feuerwehr ist wieder ein fester Bestandteil in der Dorfgemeinschaft von Schönau geworden. 18 Mitglieder wollen sich in dieses Ehrenamt einbringen: sieben Männer und zwei Frauen in der aktiven Abteilung und fünf Männer und vier Frauen im Feuerwehrverein. Wenn man bedenkt, wie viele Einwohner unser Ortsteil insgesamt nur hat, ist dies ein super Engagement! Ein herzliches Dankeschön an Raphael Struthmann und Nico Hottenrott, die sich als Wehrführer und als Stellvertreter bereit erklärt haben und nun dafür sorgen, dass auch die nötige Ausbildung absolviert bzw. nachgeholt wird. 

Dies & Das ...

● „Wir schaffen das!“ Was unsere Bundeskanzlerin Anfang September sicherlich aus humanitären Gründen geäußert hat, wird immer mehr zu einer Herkulesaufgabe für die Landkreise. Wir können jetzt beweisen, dass uns in Uder die Not des anderen nicht egal ist. Eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien ist bereits da und eine Zweite wird erwartet.

● In dieser Saison müssen die Spielberichtsbögen der Fußballspiele per Datenübertragung versandt werden. Mit Unterstützung von Christina Tasch MdL hat der Sportverein für den dazu benötigten Laptop jetzt eine Förderung aus dem Umweltministerium bekommen.

● Der Winter steht vor der Tür und somit auch die Räum- und Streupflicht. Und eine Bitte: Erschweren Sie die Arbeit des Bauhofs nicht mit Autos, die an unmöglichen Stellen oder in Wendeschleifen parken. 

In eigener Sache:

12 Jahre sind als Bürgermeister eine lange Zeit. Unzählige Entscheidungen (manchmal auch unangenehme) mussten getroffen werden, die Anzahl der Rats- und Ausschusssitzungen war beachtlich, öffentliche Termine sind nicht mehr zählbar und exakt 339 Sprechstunden habe ich seit 2004 abgehalten. Da ist es legitim, sich über eine Fortführung der Amtszeit Gedanken zu machen. „Begrenzung der Legislaturperioden“, „Arroganz der Macht“ oder „Amtsmüdigkeit“ sind auch mir als Begriffe nicht unbekannt und haben mich beschäftigt. Und dennoch! Eine Legislaturperiode (Eine! Sie können mich beim Wort nehmen!) würde ich mich gern noch in den Dienst der Gemeinde stellen, wenn ich das Vertrauen meines CDU-Ortsverbandes als Kandidat und dann natürlich auch Ihres erhalte. Im Moment spüre ich keine Amtsmüdigkeit und natürlich habe ich auch die Zustimmung in der Familie eingeholt, denn das ist mir wichtig; hält sie mir doch den Rücken frei! Einen Kandidaten haben Sie also am 5. Juni 2016 auf dem Wahlzettel! 

Das hat mir gut gefallen:

● Wir haben wieder eine Sportlerin des Jahres in unseren Reihen: Karina Wilhelm vom FSV 1921 e.V. ist im Landkreis für ihre Leistungen geehrt worden und natürlich sind wir alle stolz auf unsere „Torgarantie“ in der Frauenmannschaft und gratulieren ebenfalls recht herzlich.

● „Halleluja“ hieß das Weihnachtsmusical, das unsere Schülerinnen und Schüler der Regelschule in diesem Jahr einstudiert und einem dankbaren Publikum professionell aufgeführt haben. Sich zu unseren Traditionen zu bekennen ist aller Ehren wert und vielen Dank dafür! 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Seit nunmehr 8 (in Worten acht!) Wochen warten Landrat Dr. Werner Henning, mein Bürgermeisterkollege aus Rustenfelde und ich nun bereits auf einen Termin im Thüringer Innenministerium. Thema ist natürlich der Hochwasserschutz und dabei die finanzielle Unterstützung seitens des Landes. So schnell, wie sie im Katastrophengebiet sind und sich mit Gummistiefeln ablichten lassen, sind sie zurück an ihren Schreibtischen dann leider nicht! Und dabei wäre es so wichtig!

● Es hieß, es gibt eine Freiwilligkeitsphase! Unser Gemeinderat hat (wie viele andere auch) daraufhin einstimmig den Zusammenschluss der zwei VG-en Uder und Hanstein-Rusteberg zur neuen VG Uder-Rusteberg beschlossen und die Kommunalaufsicht des Landkreises hat die Beschlüsse mit einem entsprechenden Kommentar dem zuständigen Ministerium zugeleitet. Die Mühe hätten wir uns sparen können. Ganz lapidar bekommen wir eine Mitteilung des Landesverwaltungsamtes: Verwaltungsgemeinschaften sind im Leitbild nicht vorgesehen und die Landesregierung wird sich am Leitbild orientieren! Na, toll. So kann man auch das ehrenamtliche Engagement gegen Null fahren und die Gebietsreform ideologisch „durchdrücken“. Fair ist das nicht! 

 Über Parteigrenzen hinweg anerkannt: Altbundeskanzler Helmut Schmidt:

Ich weiß, dass es uns Deutschen nicht dauerhaft gut gehen kann, wenn es anderen europäischen Nationen wesentlich schlechter geht.

Großes wird auf Gipfeltreffen nicht bewegt, aber Schlimmeres verhindert.

Von jedem, der sich um das Amt des Kanzlers bewirbt, ist zu verlangen, dass er dem Volk die bittere Wahrheit sagt.

Politiker und Journalisten teilen sich das Schicksal, dass sie heute über Dinge reden, die sie erst morgen ganz verstehen!

Für mich bleibt das eigene Gewissen die oberste Instanz!



Uderaner und Schönauer geht Wählen!