April 2015

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

lange, wirklich sehr lange habe ich überlegt, ob ich nicht den Gemeindeboten nach 100 Ausgaben in Rente schicken sollte. Als ich Ende letzten Jahres von der Kommunalaufsicht aufgefordert wurde, die Finanzierung dieses Blattes offen zu legen, war ich drauf und dran: die 100. Ausgabe noch und dann ist Feierabend. Nun halten Sie dieses Sonderexemplar in den Händen und ich kann Ihnen schreiben, dass der Mann mit der Glocke auch weiterhin auf dem Ochsen geritten kommt. Bewusst versuche ich, nur das Geschehen in Uder und in Schönau zu schildern und ich nutze den Gemeindeboten, um die Veränderungen aus Sicht des Bürgermeisters anzudeuten, aufzuzeigen oder zu dokumentieren. „Sie halten erstmalig ein kleines Informationsblatt über die Ereignisse in der Gemeinde Uder in den Händen. Ich möchte Ihnen damit zusätzliche Informationen über unsere Gemeinde geben“, so stand es in der ersten Ausgabe vom November 2004 zu lesen und seitdem hat sich diesbezüglich nicht viel verändert. Einige vermissen den Gemeindeboten, wenn er mal nicht mit dem Höhberg-Echo frei Haus kommt, andere ignorieren ihn und wieder andere suchen, bis sie etwas Kritikwürdiges gefunden haben. „Was hat der Rat beschlossen“, kann auch nach über 10 Jahren gelesen werden und „was mir gefallen“ oder „nicht gefallen hat“, wird auch immer gern kommentiert. Einmal habe ich finanzielle Unterstützung erhalten, damit der Bote farbig erscheinen konnte und einmal ist ein „halber“ Bote von meiner Stellvertreterin Petra Stubenitzky geschrieben worden. Er bereitet mir zwar öfters Kopfzerbrechen, aber er hilft mir sehr, mein Amt verständlich zu machen. Ihr Gerhard Martin 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Bevor sich der Gemeinderat gestern Abend zu einer außerordentlichen Sitzung traf, wurde noch der Jugendclub inspiziert. Einen Dank nochmals an Carsten Kobold, der sich stets für die Renovierung eingesetzt und bisher die meiste Arbeit dort getan hat. Jetzt, da ist sich der Gemeinderat einig, wollen wir die Arbeiten beenden und suchen dann eine starke Interessenvertretung der jungen Leute, die sich die Leitung des Jugendclubs zutrauen und verantwortungsvoll damit umgehen. ● Ich habe ja bereits berichtet, dass sich die ehrenamtlichen Bürgermeister der beiden Verwaltungsgemeinschaften Uder und Hanstein/Rusteberg zu einem informellen Treffen eingefunden hatten, um über zukünftige Strukturen zu beratschlagen. Beim zweiten Treffen in Uder haben wir uns dafür ausgesprochen, einen einheitlichen Beschlussvorschlag in den Gemeinderat einzubringen, der den Zusammenschluss der beiden VGs und somit die Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft vorsieht. Dieser Beschluss wurde nun gestern mit großer Mehrheit auch bei uns gebilligt und wenn die anderen Gemeinden es ähnlich handhaben, fährt eine Delegation zum Innenminister, um den Willen aller 27 Gemeinden abzugeben. Dann wird sich auch entscheiden, ob die Landesregierung das Modell der VG beibehalten will oder eine andere Gebietskörperschaft vorzieht; z.B. die Einheitsgemeinde. Noch ist die „Freiwilligkeitsphase“ und die wollen wir nutzen; Es geht uns nicht um Ämter, es geht uns um unsere Heimat, um unsere Orte und deren Eigenständigkeit. Zudem könnten alle Gemeinden davon profitieren, wenn die Verwaltung personell verschlankt und noch effektiver ausgerichtet wird. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert! 

Was tut sich momentan in Uder?

● Die Linde am Friedhofseingang wurde gefällt. Das Gutachten, dass sich bei einsetzendem Blattbewuchs die Standfestigkeit des Baumes durch den Pilzbefall stark verringert, hat schon Tage vor der Fällung der Linde im Eingangsbereich des Friedhofes ausgehangen. Wir haben also rechtzeitig informiert und wir mussten handeln! ● Es ist ein guter Brauch, dass wir uns vor geplanten Veränderungen mit denjenigen unterhalten, die davon am ehesten betroffen sind. Da wir in diesem Jahr richtig viel Geld für unsere Kinderspielplätze „in die Hand nehmen“ und die Spielplätze neu gestalten bzw. erweitern wollen, lade ich alle Eltern, aber auch gern die Anwohner, zu einer Informationsveranstaltung ein. Am Donnerstag, den 23. April ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus Riedelsburg stellen wir Ihnen die Pläne für die Spielplätze vor und erwarten eine gute und sachliche Diskussion. Die ersten Hinweise mit dem Zaun sind ja bereits eingegangen. ● Der Termin steht: am Sonntag, den 19. April werden die neuen Glocken geweiht. Um 14.00 Uhr ist Heilige Messe und um 15.00 Uhr kann man beim Anschlagen den Klang der neuen Glocken hören. Gilt zu hoffen, dass sie länger im Gebrauch sind als die Vorgänger. 

Dies & Das ...

● Gleich zwei Vereine haben Vorstandswahlen durchgeführt und dabei auf Kontinuität und Verlässlichkeit gesetzt. Uwe Beume bleibt Vorsitzender der Waldinteressentengemeinschaft und hat mit Lothar Weinrich, Angela Beume, Lydia Meyer und Uli Kobold engagierte Mitstreiter an seiner Seite. Die gute Arbeit zahlt sich auch für die Gemeinde aus, da wir am Gewinn beteiligt sind. Dies ist im Eichsfeld keine Selbstver-ständlichkeit; aber in Uder schon, da die „Chemie stimmt“! Auch die Waldinteressentengemeinschaft hat ein finanzielles Zeichen gesetzt: 3.000 € für die drei neuen Glocken der Pfarrgemeinde. ● Der Freundeskreis Knorrsches Haus ist auf über 50 Mitglieder gewachsen. Grund genug, die Vorstandsarbeit auf weitere Schultern zu verteilen. Als Bürgermeister bin ich jetzt nur noch (wie bei der Waldinter-essentengemeinschaft) Kraft Amtes dabei und meinen Platz als 2. Vorsit-zender hat Jens Offenbecher eingenommen. Erster Vorsitzender bleibt auch weiterhin Andreas Uhlich und neu im Vorstand ist Bernadette Reipert. Ein Dank auch an Maria Plunkte, Markus Wehr und Uli Wölm, die für weitere 3 Jahre dem Vorstand angehören werden. ● Bereits zum zweiten Mal laden der SCU und die Uderaner Musikanten nun schon zum „Maisprung“ am 1. Tag des Wonnemonats auf die Blockhütte ein. Und wer nicht gut zu Fuß ist: ab 13.00 Uhr fährt von Schwagers Blumenladen ein Kleinbus und kann gern genutzt werden! ● Nach Jahren der „Abstinenz“ sind sie mal wieder in Uder und wollen unser Gemeindehaus Riedelsburg „rocken“; die „Pfundskerle“ aus Österreich! Früher durften sie bei keiner Kirmes fehlen und jetzt kommen sie und wollen uns den „Sprung in den Mai“ musikalisch wieder schmackhaft machen. Zum Tanz in den Mai wird am 30. April eingeladen und ich hoffe, dass Sie gern dieses Angebot annehmen. 

Das hat mir gut gefallen:

● Es gibt sie noch, die Zivilcourage. Britta Rheinländer-Dölle hat mich angerufen, weil sie beobachtet hatte, als sich ein paar Jugendliche auffällig „am Gemeindehaus Riedelsburg“ verhielten. Was die drei Jungs bewogen hat, ausgerechnet auf dem Dach!! des Gemeindehauses ihr Treffen zu veranstalten, haben sie mir dann nicht verraten und wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Nur, das es nicht wieder vorkommen soll, haben sie mir fest versprochen und ich will es ganz fest hoffen! ● Er hat schon den Film zur 875-Jahrfeier „in Form gebracht“ und gemeinsam mit seinem Sohn Matthias haben sie jetzt auch die Hülle zum Film über den Jubiläumsumzug vom letzten Jahr gestaltet: Danke Johannes Schmidt! Demnächst wird es diesen Film also zu kaufen geben. ● Wieder hat die Jagdgenossenschaft Uder gezeigt, dass sie fest in der Gemeinde verwurzelt ist. Die geplante Umgestaltung vor dem Vereinshaus und die Aufstellung einer Stele für Martin Weinrich unterstützt die Jägerschaft mit 1.000 €; tolle Geste und vielen Dank! ● Auch die Uderaner Musikanten unterstützen die Anschaffung von neuen Geräten für die Kinderspielplätze. Sie fanden das Beispiel der Feuerwehr sehr nachahmenswert und „daher verzichten wir gern auf die Gage vom Jahresempfang der Gemeinde“, so Dirk Rheinländer. Ein herzliches Dankeschön an alle Musiker für 250 €! ● Und noch eine gute Bilanz: 420 € ist die Spendensumme, die beim Kinderflohmarkt für krebskranke Kinder gesammelt wurde. Liebe Familie Rosenthal & liebe Bikerfreunde: Zum wiederholten Mal – DANKE – 

Das hat mir nicht gefallen:

● Die Beschwerden häufen sich, dass der Bachrasen am Wochenende immer mehr zugeparkt wird. Lange kann man sich dies als Gemeinde nicht mehr mit ansehen und wir werden wohl handeln müssen. ● Schade; nicht einen Hinweis zum 100. Boten und zu was Euch „gefallen“ oder „nicht gefallen“ hat. „C‘ est la vie“ – so ist das Leben!

Diesmal ein paar wunderschöne Sprüche von Mark Twain:

Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde sehen können!

Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen – vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir! Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, wird er dich nicht beißen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.

Gib jeden Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.  



Uderaner und Schönauer geht Wählen!