September 2014

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

Sie ist Geschichte und ein klein wenig Geschichte hat sie ja auch geschrieben, unsere 925-Jahrfeier. Zunächst einmal bin ich unheimlich dankbar, dass alle Veranstaltungen unfallfrei verlaufen sind. Und dann muss der „Wettergott“ ein Ossenritter gewesen sein und hat uns Traumwetter beschert. Das wunderschöne Lichterfest, die Offenen Höfe oder der ganz tolle Festumzug im Regen; nicht auszudenken. Ich möchte beim besten Willen aber keine Prioritätenliste der Veranstaltungen erstellen; alle Veranstaltungen waren nahezu perfekt und haben uns eine ganz tolle Stimmung im Dorf beschert. Es war auch schön, dass sich so viele beim Schmücken der Häuser beteiligt haben, dass ganze Straßenzüge festlich hergerichtet waren und damit ein Flair verbreitet wurde, das Gänsehaut erzeugt hat. Ein Riesenkompliment natürlich an alle, die in irgendeiner Art und Weise ihren Anteil am Gelingen der Jubiläumswoche hatten, allen voran dem Team 2014. Der Gemeindebote würde nicht ausreichen, um nun alle namentlich zu erwähnen. Ich kann es auch nicht werten, ob nun die Erstellung der Chronik, des Films von der 875-Jahrfeier oder die Vorbereitung des Festumzuges intensiver waren; ein Lob haben alle verdient. Ein großes Lob auch an alle, die nicht in der Öffentlichkeit standen und ohne die es aber auch nicht geht. Feuerwehr, DRK, Bauhof und die Mitarbeiter der VG haben einen prima Dienst „abgeliefert“ und dafür sind wir sehr dankbar. Als Fazit nur einen Satz aus dem sozialen Netzwerk Facebook, der treffender nicht sein könnte: „Ich war in diesen Tagen noch nie so stolz, in Uder zu wohnen. Alle beneidet mich, was bei uns Tolles los ist“. Recht so!

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Mit der Jahrfeier, der Urlaubszeit und jetzt der Landtagswahl ist der Rhythmus der Sitzungen doch etwas durcheinander geraten. Lediglich der Bauausschuss und der Sozialausschuss haben getagt und Terminsachen abgearbeitet. Aber ab Oktober werden wir wieder unseren Aufgaben nachkommen und Sie werden es hier lesen.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Es ist seit Jahren immer wieder die gleiche Prozedur. Bis zum Oktober des Vorjahres müssen unbedingt die Förderanträge abgegeben sein, wenn man denn im nachfolgenden Jahr Maßnahmen gefördert bekommen will. Dann stellt man die Summen in den Haushalt ein und dann? Ja dann wartet man fast ein halbes Jahr auf die Zu- oder Absage. Bekommt man glücklicherweise die Zusage, bleibt aber auch nicht mehr viel Zeit zur Umsetzung. Und auf keinen Fall darf die Maßnahme schon begonnen sein! Und Rechnungslegung natürlich so frühzeitig, dass man in den Ministerien ja noch das Haushaltsjahr abschließen kann. Wie dieser Spagat „draußen“, in der realen Welt, umgesetzt wird, interessiert anscheinend keinen. Und wir machen schön mit; wir wollen ja was. So auch jetzt wieder mit dem Dach und der Fassade des DRK Kindergartens. Wir freuen uns ja sehr, dass nun auch dieses Gebäude ordentlich hergerichtet wird, aber muß dies immer so kurz-fristig sein? Seit November des Vorjahres hat man doch die Übersicht!

● Ich könnte jetzt nahtlos anschließen: Plötzlich ist noch einmal Geld im Fördertopf gewesen und man hat die Gemeinde gefragt, ob sie den Weg zum Eberstein noch realisieren möchte. Natürlich wollen wir dies, zumal die Waldinteressentengemeinschaft schon vor zwei Jahren in Vorleistung gegangen ist und ihren Teil des Weges hergerichtet hat.

● Am Knorrschen Haus wird das „Altenteil“ langsam aber sicher wieder zu einem Schmuckstück verwandelt. Da dort demnächst die Sanitäran-lagen eingebaut werden, kann es schon bald zweckmäßig genutzt werden. Eine Firma aus Martinfeld ist aber momentan dabei, den Lehmputz und die Fassade zu erneuern. Der Freundeskreis hat sich die Herrichtung des Schlafbereiches im Obergeschoss auf die Fahnen ge-schrieben und wenn Strom, Wasser und Heizung installiert sind, ist dies auch eine schöne Baustelle, wenn es draußen ungemütlich wird. Natürlich ist am Tag des Offenen Denkmals (14. September) der Freundeskreis auch wieder präsent und wird den Baufortschritt zeigen.

● Gerald Rohmund hat mit seinen Mitarbeitern den Bau des „Schulweges“ im Bachrasen in gewohnt exzellenter Qualität abgeschlossen und dies auch noch pünktlich zum Start in das neue Schuljahr.

● Nun bereits zum zweiten Mal sind wir im Bauausschuss einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb entgegen gekommen. Ich hoffe diesmal, dass es nicht wieder ein einseitiges Bekenntnis ist!

 

925-Jahrfeier

● Auch wenn die Feierlichkeiten vorüber sind, bleibt doch noch Einiges zu tun. Das Wichtigste: wir wollen die vielen schönen Bilder und Filme für die Nachwelt erhalten und allen zugänglich zu machen. Unser Ziel vom Team 2014 ist es, einen Bildband und zwei Filme von allen Veranstaltungen und vom Umzug in den Verkauf zu bringen. Bitte Geduld!

● Auch dies war ein erfreulicher Aspekt unserer Jahrfeier: während der ganzen Tage gab es keinen Vandalismus oder Sachbeschädigungen! (Lediglich ein alter Papierkorb wurde demoliert aufgefunden - Schaden 70€)

 

Dies & Das ...

● Der neue Vereinsraum der Kirmesburschen ist fertig und wurde mit einer kleinen Feier auch seiner Bestimmung übergeben. Unser Pfarrer hat die Räumlichkeiten eingesegnet und nun sind im Vereinshaus gleich drei Vereine integriert. So weit, so gut. In seinem jüngsten Be-richt kommt nun das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises zu der Erkenntnis, die Gemeinde möge doch das Haus verkaufen, weil sie zwar 5.600 € Ausgaben (Heizung, Wasser-Abwasser, Müllentsorgung etc) hat, aber keine Einnahmen. Anhand der nüchternen Zahlen hat das Amt vielleicht Recht; aber was dieses Haus für die Gemeinde bedeutet, können sie nicht einschätzen. Ehrenamt ist so wichtig, wird zukünftig eine immer größere Rolle spielen und wir sollten ohne Not einfach das Domizil gleich von drei Vereinen veräußern! Da bin ich froh, dass es die kommunale Selbstverwaltung gibt und wir sagen; nein, diese Aufgabe leisten wir und dafür muss einfach Geld da sein!

● Momentan ist nur der Jugendclub ein Sorgenkind. Was Karsten Kobold bisher geleistet hat, verdient allerhöchsten Respekt! Ich würde mich freuen, wenn sich alle Jugendlichen den Club als eine Art „Gemeinschaftsaufgabe“ vornehmen und die letzten Handgriffe erledigen

● Am Sonntag sind Landtagswahlen und ich möchte Sie ganz herzlich bitten, doch von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Ich kann mich noch sehr gut an die erste Landtagwahl im Jahr 1990 erinnern. Da bin ich extra aus dem Klinikum Göttingen (hatte einen Hörsturz) nach Hause gefahren, um die anzukreuzen, von denen ich überzeugt war, dass sie das Land in die richtige Richtung steuern. Auch 24 Jahre später ist eine Landtagswahl immer noch eine sehr wichtige Entscheidung! Ein Dankeschön schon einmal an unsere freiwilligen Wahlhelfer.

● Auch in Martinfeld gibt es jetzt einen Gemeindeboten. Gerhard Stitz, neu gewählter Ortsteilbürgermeister, hat mir erzählt, dass er im Internet auf meinen Gemeindeboten gestoßen ist und meine Idee kopiert hat. Auch er findet es wichtig, wenn man im Dorf Bescheid weiß!

 

Das hat mir besonders gefallen:

● Der Unternehmer des Jahres kommt aus unserer Gemeinde und heißt Klaus Röhrig. Ein Erfolg, der hart erarbeitet werden muss und keinem in den Schoß fällt. Deshalb ganz herzlichen Glückwunsch, weiterhin Alles Gute und immer wieder neue Ideen! Gern auch in Uder!

● Auch wenn die „Staffelübergabe“ schon ein paar Tage her ist, möchte ich trotzdem noch zwei neuen Vereinsvorsitzenden gratulieren. Sven Meyer ist nun der „Oberste Kirmesbursche“ und löst in dieser Funktion Ingo Köhler ab. Martin Armborst folgt Siegfried Arand bei den Pfadfindern im Amt des Vorsitzenden. Ich wünsche den neuen Vorsitzenden viel Erfolg, stets neue Mitglieder und Freude im Amt und den alten Vorsitzenden Danke für ihr großes Engagement in all den Jahren!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● In 94 Gemeindeboten konnten Sie schon viel Unglaubliches an dieser Stelle lesen. Aber was ich jetzt vermelden muss, verschlägt einem doch die Sprache. Über Hausmüll oder Windelpakete in den Papierkörben im Leinepark regt man sich schon fast gar nicht mehr auf (auch wenn dies schon eine Sauerei ist), aber wenn jemand seine Notdurft in einen Papierkorb verrichtet, ist dies schon pervers. Was unserem Bauhof manchmal zugemutet wird geht über die berühmte Hutschnur!

 

 

Ich habe einmal versucht, Johann Wolfgang von Goethe und unsere Festwoche mit Zitaten in Einklang zu bringen:

 

Alles kommt auf einen gescheiten Einfall und auf einen festen Entschluss an!

Halte immer an der Gegenwart fest. Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit.

Es bleibt einem immer so viel Kraft, das auszuüben, wovon er überzeugt ist.

Beifall lässt sich, wie Gegenliebe, nur wünschen, nicht erzwingen!

 

 

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Maisprung auf die Blockhütte