November 2014

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

auch nach einem viertel Jahr ist immer noch Bewegung auf dem Konto zur Jahrfeier. Jetzt ist noch die Künstlersozialagentur zu begleichen und die ein oder andere kleine Rechnung von Handwerkern, die erst jetzt zur Abrechnung kommen. Alle Ein- und Ausgaben wurden über die Kämmerei der VG abgewickelt und vom Team 2014 hatte Heike Schaar den Überblick behalten. Rund 149.000 € wurden in den Ausgaben verwaltet und die Einnahmen beliefen sich auf ca. 125.000 €. Der Verkauf der Eintrittskarten erbrachte 69.100 € und für die Gagen der Künstler und Bands sind 66.700 € zu begleichen gewesen. Dazu kommen noch weitere Veranstaltungskosten, die Werbung, Deko, Festumzug usw. Um nur mal ein Beispiel zu nennen: allein der Hinweis auf die Sperrung der Ortslage zum Festumzug und der Auf- und Abbau der Umleitungsschilder hat uns etwas mehr als 2000 € gekostet. Ohne unsere Sponsoren, ohne die Unterstützung der Unternehmer, der Handwerker und Gewerbetreibenden, aber auch der Vereine und Verbände, wäre so eine schöne Feier nicht möglich gewesen. Weit über die Grenzen des eigenen Ortes haben wir gezeigt, dass die Ossenritter feiern können! Mittlerweile haben Abordnungen aus Gernrode oder Kreuzebra nach unseren Erfahrungen gefragt, da auch dort ein Jubiläum ins Haus steht. Und dennoch: einen Wermutstropfen gibt es leider. Der Vorsitzende des Männergesangvereins verlangt drei Monate nach der Festveranstaltung das Eintrittsgeld dafür zurück. Das Geld für das Buffet kann ich ihnen leider nicht erstatten, aber die zwei Euro fürs Programm bekommen sie zurück. Das schmeißt uns jetzt auch nicht mehr um.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Der Bericht des Rechnungsprüfungsamtes für das Jahr 2012 und die Entlastung des Bürgermeisters für das Haushaltsjahr 2012 standen u.a. auf der Tagesordnung. Darüber wurde rege diskutiert, weil der Verkauf des Vereinshauses und eine größere Beteiligung des Sportvereins bei der Pflege der Anlagen in dem Bericht angemahnt wurden. Das eine (der Verkauf) kommt nicht in Frage und beim anderen wurde ein gute Lösung gefunden. Der Nachtragshaushalt der Gemeinde stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Nicht erhaltene Förderung (84.000 €) und damit auch kein Eigenanteil (Friedhof), zusätzliche und sinnvolle Maßnahmen am Knorrschen Haus (ca.35.000 €) oder die erhöhten Kosten (22.000 €) für den Umbau der Räumlichkeiten der Kir-mesburschen verbunden mit Veränderungen im Verwaltungshaushalt standen im Plan und wurden letztendlich mehrheitlich bestätigt. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich nun bei den Ein- und Ausgaben auf 3.097.400 € und im Vermögenshaushalt sind Ein- und Ausgaben von insgesamt 844.400 € veranschlagt. Natürlich wurden keine neuen Schulden aufgenommen, sondern im Gegenteil 155.300 € getilgt. Somit liegt die Prokopfverschuldung nun bei 218,94 € statt 280,11 €, wie noch zu Jahresbeginn. „Eigentlich sind wir schuldenfrei“, stellte Siegfried Arand fest. Wir haben noch 555.891,44 € Schulden, aber 592.300,42 € in der Rücklage!“ Der gesamte Nachtragshaushalt kann natürlich auf der VG oder im Bürgermeisteramt eingesehen werden.

Was tut sich momentan in Uder?

● Die Zeiten, als Förderungen von Maßnahmen im Grünbereich an der Tagesordnung waren, sind kaum noch da. Was tun, bei zwei Sportplätzen und viel Drumherum? Ulrich Wölm heißt die Antwort und wir sind froh und dankbar, dass der aktive Uli in den kommenden Jahren seine Runden mit dem Rasenmäher über die Plätze drehen wird.

● Schön, dass sich das Team vom Friedrich-Fröbel-Kindergarten bei der Farbgestaltung mit eingebracht hat. Jetzt ist das Gebäude auch von außen als ein Kindergarten zuerkennen und mit Sicherheit ist es ein neuer Blickfang in Uder. Das Dach wurde gleichzeitig mit erneuert und die Fassadengestaltung an der Seite wird im nächsten abgeschlossen. Superarbeit unserer einheimischen Firmen!

● Zunächst als Gesellschafter und dann als Mitglied des Aufsichtsrates der KOWO habe ich immer eine angenehme Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Sebastian Döring gehabt. Nun geht er freiwillig ins „zweite Glied“, nicht ohne uns noch bei einem wichtigen Vorhaben seine Unterstützung zu geben. Die Wohnblöcke sind sehr ansehnlich und fügen sich gut in das Ortsbild ein. Aber uns fehlen Parkflächen. Die werden im kommenden Jahr nun neu geschaffen und auch die Gemeinde wird sich an der Wohnumfeldgestaltung intensiv beteiligen.

 

In eigener Sache

● Dafür habe ich den Gemeindeboten damals mit ins Leben berufen; der Gerüchteküche nicht allzu viel Nahrung zu geben. Und eigentlich wollte ich hier etwas zur Benutzungs- und Entgeltordnung für die Nutzung von gemeindeeigenen Sachen schreiben, die ich in Anspruch genommen habe. Da aber mittlerweile eine Beschwerde zu dieser Angelegenheit durch die UDF bei der Kommunalaufsicht vorliegt, erfahren Sie erst nach dem Abschluss des Verfahrens meine Sicht der Dinge. Nur so viel: ich habe nichts zu verbergen und keine Privilegien!

Dies & Das ...

● Beim Adventsmarkt soll es auch erstmalig den Bildband zur Jahrfeier geben. Unter Federführung von Thomas Koch haben die Mitglieder vom Team 2014 in vielen Stunden von ca. 5000 Bildern die aussagekräftigsten und schönsten 650 ausgesucht und in einem Bildband, der an die Chronik angelehnt ist, zusammengetragen. Ein prima Weihnachtsgeschenk! Johannes Poferl hat die Mammutaufgabe übernommen, aus ca. 20 Stunden Filmmaterial einen Film vom Festumzug zu erstellen, der nicht länger als anderthalb Stunden sein sollte. Wann er fertig ist und wir den Film vervielfältig haben, erfahren Sie rechtzei-tig. Auch hier gilt: Qualität vor Oberflächlichkeit. Danke, Hanns!

● René Lämmerhirt und Erich Achtelik haben in Uder (Straße der Einheit) eine neue Anlaufstelle für Autoglasreparaturen eröffnet. Ich wünsche den Beiden viel unternehmerischen Erfolg und freue mich, dass damit wieder ein neues Serviceangebot in Uder unterbreitet wird.

● Man muss das Rad ja nicht zweimal erfinden und von daher schiele ich nach Heiligenstadt, ob dort die externe Erfassung aller Hunde zum Erfolg führt. Wenn ja, müssen wir hier auch mal drüber reden!

● Sie hat es angeboten und natürlich nimmt man so ein Angebot an. Unsere Homepage der Gemeinde soll attraktiver, moderner und natürlich aktueller werden. Petra Stubenitzky will dies mit Björn Funke zunächst erreichen und dann die Seiten auch betreuen. Prima!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Sie werden Augen machen! Erstmalig wird es in diesem Jahr nicht nur einen Adventsbaum auf dem Marktplatz geben, sondern auch eine Pyramide mit der stattlichen Höhe von 4 m. Ein kleiner Hinweis hatte genügt und schon wurde Seppl Trümper aktiv. Und wer ihn kennt, weiß, dass halbe Sachen nicht sein Ding sind. Er hat nicht verraten, wieviel Stunden Freizeit er investiert hat; aber er hat auf jeden Fall schon mal ein dickes Lob verdient. Ein Lob auch an die Firma Gerhard Berenshausen, die Material und Veredlung gesponsert hat. DANKE

● Die stolze Summe von 453,86 € konnte der Verein „Biker&Triker helfen krebskranken Kindern“ jetzt aus den Händen von Ute und Julia Rosenthal in Empfang nehmen. Geld, das zuvor beim „Kinderflohmarkt & Tauschbörse“ eingenommen wurde. Ganz herzlichen Dank!

● Der Heimatverein „Martin Weinrich“ bekam jetzt ein paar originale „Eichsfelder Heimathefte“ überreicht. Peter Hennings hatte die Broschüren aus den Jahre 1926, 1930 und 1931 gesammelt und sieht sie nun im Heimatverein gut aufgehoben. Dank für ein Stück Geschichte!

● Mit Kreismeistern im Sport sind wir in der letzten Zeit ja nicht oft verwöhnt worden; leider. Mit gerade einmal 10 Jahren ist Pauline Linge jetzt sogar Eichsfeld-Meisterin im Reitsport geworden und hat dabei viele ältere Reiterinnen und Reiter hinter sich gelassen. Herzlichen Glückwunsch dazu und ganz tolle Leistung! Danke auch an den Reiterhof Kobold, der die Meisterschaft exzellent vorbereitet hatte!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

...aber ich muss es akzeptieren. Zu Recht bin ich im Gemeinderat darauf angesprochen worden, nicht rechtzeitig über die Kosten für den Umbau der Räumlichkeiten des Kirmesvereins informiert zu haben. Auch wenn es ein stressiges Jahr war, darf es nicht passieren und auch, wenn die Kirmesburschen sich was Tolles hergerichtet haben.

 

Aus dem Eichsfelder Heimatheft aus dem Jahr 1929 stammt folgendes Zitat von R. Mecklenburg:

 

Die Heimat recht kennen und verstehen, sie schätzen, mit liebenden Augen sehen, dein Wurzeln und Wachsen zu festem Stand, dem Bruder dienen, dem Vaterland, Zur himmlischen Heimat richten den Blick, das nenne ich Leben, das ist das Glück!

 

Nach oben



Maisprung auf die Blockhütte