November 2013

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

so still und leise, wie Sie einst bei der Gemeinde angefangen hat, ist Sie jetzt auch wieder gegangen. Und dabei haben wir Ihr soviel zu verdanken. Bevor Sie ins Grübeln kommen, werde ich Ihnen gern mitteilen, wenn ich meine: Ellen Martin! Anfang der neunziger Jahre hat Ellen beim leider viel zu früh verstorbenen Bauhofleiter Heinz Henning angefangen, hat jetzt ihre wohlverdiente Rente genehmigt bekommen und scheidet somit zum Jahresende aus dem Bauhof aus. Nicht ganz nach Plan, aber Krankheiten richten sich nun mal nicht nach Plänen. Ellen war sich für keine Arbeit zu schade und hat das Erscheinungsbild des Bauhofes in den Anfangsjahren (und darüber hinaus) wesentlich mit geprägt. „Wie kann eine Frau nur so mit der Technik umgehen“ oder „Ellen ist ja gar nicht tot zu kriegen“ waren Sprüche, die ich immer wieder gehört habe. Und etwas wird mir immer im Gedächtnis haften bleiben: das erste Jahr Grünschnittannahme im Wessenried. Als ich mit meiner Idee hausieren gegangen bin, war es Ellen, die mir zugeredet und sich angeboten hat, die Zeit am Samstag dafür zu opfern. Entweder mit ihrem kleinen Moped oder manchmal auch zu Fuß war sie dann oft schon vor 13.00 Uhr auf dem Bauhofplatz, um die ersten Autos oder Anhänger mit Grünschnitt in Empfang zu nehmen. Sowohl die Grünschnittannahme, und natürlich auch der Bauhof, sind heute aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Das werden wir wieder merken, wenn Frau Holle demnächst mit ihrer Arbeit anfängt. Ich bedanke mich bei Ellen einmal an dieser Stelle ganz herzlich für ihre geleistete Arbeit, wünsche ihr noch viele Jahre gemeinsam mit ihrer Familie und bin mir sicher, dass Sie es auch so sehen.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Außerplanmäßig traf sich der Gemeinderat Anfang November. Der Nachtragshaushalt muss, wenn er noch genehmigt werden soll, rechtzeitig verabschiedet werden und dies taten die Mitglieder dann auch einstimmig. Fördermittel, die nicht kommen (DRK-Kindergarten) und die dazu bereitgestellten Eigenmittel der Gemeinde, die nicht ausgegeben werden, haben u.a. den Nachtrag zwingend notwendig gemacht. Erfreulich ist eine höhere Gewerbesteuereinnahme und die können wir nutzen, um u.a. die Rücklage der Gemeinde zu vergrößern. Und Schuldenabbau ist natürlich für die nachfolgenden Generationen auch ganz wichtig. Zwei Zahlen: Die Rücklage der Gemeinde beläuft sich am Jahresende auf 441.196,45 € und der Schuldenstand sinkt per 31.12. 2013 auf 711.212,33 €. Dies entspricht einer Prokopfverschul-dung von rund 280 €. Im Vergleich (Thüringer Landesamt für Statistik) dazu Gemeinden gleicher Größenordnung: Breitenworbis liegt bei 710 € und Niederorschel gar bei 1264 € Schulden pro Einwohner. Die Kreisstädter liegen bei: 1096 €. Wer sich für das ganze Zahlenwerk interessiert, kann gern meine Sprechstunde nutzen oder sich in der Kämmerei der VG informieren. Danke an Frau Stier, die mir immer hilfreich zur Seite steht und das Zahlenwerk fast auswendig kann!

● Der Beschluss, wegen nicht wesentlichen Vermögenszuwachses auf eine nachträgliche Beitragserhebung bei zwei Maßnahmen zu verzichten, wurde ebenfalls diskutiert und dann einstimmig gefasst.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Eigentlich macht es mir keinen Spaß darüber zu schreiben, aber auch von einer Prozessgemeinschaft ist die Gemeinde in einem Musterverfahren vor dem Verwaltungsgericht Weimar wegen der Ausbaubeiträge verklagt worden. Auch hier wollen wir die Dienste von RA Prof. Kuprian in Anspruch nehmen; wie bereits vor dem OVG auch.

● Der Karnevalsverein hat Wort gehalten und das alte DGH einer „Rundumkur“ unterzogen. Jetzt fühlen sich sicherlich auch die Senioren und die Selbsthilfegruppe, die sich dort ebenfalls treffen, wohler!

● Der Regelschulhof wird erneuert. Hat zwar finanztechnisch nichts mit der Gemeinde, sondern mit dem Landkreis zu tun, aber auf das Erscheinungsbild der Gemeinde hat es einen sehr positiven Einfluss.

● Bei einem Informationsnachmittag haben die Eigentümer das Konzept des neuen Seniorenzentrums „St. Jakobus“ vorgestellt.

 

925 Jahre Gemeinde Uder im Jahr 2014

● Langsam aber sicher stoßen wir vom Team 2014 an die Grenze dessen, was ehrenamtlich zu leisten ist. Je näher der Termin kommt, je umfangreicher werden die Aufgaben und auch die so genannten Kleinigkeiten summieren sich und nehmen Zeit in Anspruch. Daher mein eindringlicher Appell: Wer Zeit, Interesse und seinen Teamgeist für eine wirklich gute Sache einsetzen möchte, ist gern, ist sehr gern, bei uns gesehen. Wir treffen uns am 20. November um 19.30 wieder im Vereinshaus, beim alten DGH, zur nächsten Versammlung. In Untergruppen werden jetzt die einzelnen Programmpunkte vorbereitet, wird sich mit dem Sponsoring beschäftigt, der Internetauftritt abgesprochen, die sozialen Netzwerke integriert und und und.

● Außerhalb des Teams sind aber auch Einwohner dabei, ebenfalls einen Beitrag für das große Fest vorzubereiten. An der Hauptstraße wollen einige Hauseigentümer ihre Höfe in der Festwoche öffnen, alte Technik vorstellen oder einfach einen Beitrag zur Versorgung der Festgäste leisten. Auch wenn ich nicht soll, aber den Damen, die die Girlanden für das Schmücken des Dorfes vorbereiten, gilt ebenfalls mein herzliches Dankeschön. Und die kleine Broschüre mit den Werbemitteln wird auch bald verteilt werden. Ich bin der Firma HIQ sehr dankbar, die Fahnen zum Selbstkostenpreis für alle anbieten! Danke!

 

Dies & Das ...

● Wir sind im Eichsfeld Spitze! Mit 54 von 55 Sternen hat uns jedenfalls die TA bei der „Vermessung der Gemeinden“ ein prima Zeugnis ausgestellt. Danke an Alle, die daran eine Aktie haben!

● Am 1. Dezember ist wieder Adventsmarkt in der Kirchgasse. Ich bitte alle Anwohner um Verständnis, wenn es einmal zu Beeinträchtigungen kommen sollte. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Vereinen, die einen Beitrag zum Gelingen beisteuern werden. Zusätzlich wollen wir an diesem Nachmittag das 1. Uderaner Koch- und Backbuch verkaufen und es wird auch schon kleine Sektverpackungen mit dem Logo der 925-Jahrfeier geben.

● Ich bin den Rathausschlüssel los und die richtigen Narren regieren wieder in Uder. Schön dass auch der SCU an Traditionen festhält. Ein Wermutstropfen: Vor lauter Stress habe ich zwei Geburtstagskinder vergessen! Liebe Frau Koch (92 Jahre) und liebe Frau Liebelt (85): Ich bitte um Nachsicht und die Blumen und der Sekt kommen noch!

 

Das hat mir gut gefallen:

● „Der neue Minister in der Staatskanzlei verfügt noch über ein gewisses Kontingent an Lottomitteln“ hieß es aus dem Büro des Landtagsabgeordneten Gerold Wucherpfennig! Ein Anruf genügte und wir hatten die benötigten Unterlagen beisammen. Der Kostenvoranschlag war vorhanden, der Eigenanteil des Vereins geklärt und in einer Stellungnahme erläuterte Andreas Uhlich die Sanierung vom Dach des Torbogens beim Knorrschen Haus. Zusätzliche 3000 €, die wir als Gemeinde nicht aufbringen müssen und natürlich gut angelegt sind!

● Vielleicht lag es am geänderten Konzept des Kirmesvereins. Vielleicht auch an mahnenden Worten, die Tradition nicht aussterben zu lassen. Bewirkt hat beides, dass die Kirmes wieder mehr „angenommen“ wurde und die Kirmesburschen mit der Herbstkirmes zufrieden waren! Und im nächsten Jahr, wie versprochen, schön Werbung machen!

● Ich bin immer wieder über den Einfallsreichtum von Familie Rosenthal überrascht. Nach der Frauentagsfeier nun eine Tauschbörse für Kinderbekleidung oder Zubehör. Die Tauschbörse fand einen sehr gu-ten Anklang und brachte unterm Strich auch noch 200 € für die Kinderveranstaltungen im Jubiläumsjahr. Danke an die 1. und 2. Chefin!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Und wieder haben die Reifenstecher zugeschlagen. Diesmal erwischte es Mitglieder des Männergesangvereins, die nach der Chorprobe die böse Überraschung erleben durften. „Immer um das Schulgebäude herum“, so unser Kontaktbereichsbeamter Herr Fischer, ereignen sich die Straftaten und „ob ich die Anwohner nicht einmal um erhöhte Aufmerksamkeit und das Melden der kleinsten Hinweise sensibilisieren könnte“. Was ich hiermit gern, auch im Interesse der Gemeinde, tue!

 

 

Eine ganz Liebe hat sich als Fan von Goethe-Zitaten geoutet:

Gerne der Zeiten gedenk` ich, da alle Glieder gelenkig - bis auf eins.
Doch die Zeiten sind vorüber, steif geworden alle Glieder - bis auf eins.

Das Menschenleben ist seltsam eingerichtet. Nach den Jahren der Last hat man die Last der Jahre.

Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken

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Maisprung auf die Blockhütte