März 2013

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

es wird sich mit Sicherheit jetzt wie ein roter Faden durch die nächsten Ausgaben des Gemeindeboten ziehen: die Vorbereitung der 925-Jahrfeier! In diesen Tagen hat es nochmals ein Gespräch mit Herrn Bernhard Rinke gegeben, der maßgeblich an der Fortsetzung der Chronik von Konrektor Bernhard Siebert arbeitet. Wobei er das Wort „Chronik“ nicht ver-wenden will, weil es mehr „Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Uder“ sind, die niedergeschrieben und veröffentlich werden sollen, so Herr Rinke. Wir möchten in Absprache mit ihm nun allen Vereinsvorsitzenden nochmals bis zum 1. Mai 2013 die Gelegenheit geben, bereits abgegebene Unterlagen zu vervollständigen oder zu erweitern. Wer bisher noch keinen Beitrag geschrieben hat, sollte dies schleunigst nachholen, denn eine erneute Fortsetzung der Geschichte unserer Gemeinde wird wohl in naher Zukunft nicht zu erwarten sein. Gern nehmen wir auch Berichte von Selbsthilfegruppen an, die sich in den letzten Jahren gebildet und die Dorfgemeinschaft bereichert haben. Bitte bei einer Ersterwähnung das Gründungsdatum, Ziel und Vorhaben sowie Gründungsmitglieder oder Vorstand nicht vergessen zu erwähnen. Unser Ziel ist es, die „Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Uder seit 1930“ im nächsten Jahr herauszugeben und somit einen weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr zu schaffen. Wenn es uns gelingt, verzichten wir auf eine eigene Festschrift zur 925-Jahrfeier, da sich vieles in dieser Festschrift wiederholen würde. Alle Berichte bitte bei Herrn Rinke, Straße der Einheit 116, oder bei mir abgeben. Natürlich wird es aber ein Programmheft geben, wo man sich über die Aktivitäten rund um das Jubiläum informieren kann.

 

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Natürlich nahmen die Erläuterungen und die Diskussion zum Haushalt der Gemeinde einen breiten Raum bei der Sitzung des Gemeinderates ein. Damit Sie einmal wissen, welche Zahlen sich hinter den wichtigsten Maßnahmen „verstecken“, hier einen kleinen Überblick: Die Mittelste Binde wurde mit 289.000 € veranschlagt, wobei wir dann mit 100.000 € Förderung rechnen. Für Dach und Fassade des DRK-Kindergartens (Gesamtkosten 100.000 €) beläuft sich der Gemeindeanteil auf 35.000 €. Der neue Bauhof wird nochmals mit einer Summe von 20.000 € unterstützt und die gleiche Summe sollen für Jugendclub und Erweiterung des Spielplatzes eingesetzt werden. 305.000 € werden vom Vermögens- in den Verwaltungshaushalt eingestellt und für 149.000 € werden Zinsen und Kredite getilgt. Waren es im Jahr 2000 noch 1,76 Mill. € an Verbindlichkeiten, können wir zum Ende des Jahres nur noch 711.000 € an Schulden vorweisen. Den größten Etat müssen wir aber für die Kindergärten aufbringen. In den letzten Jahren hatten wir immer ca. 240.000 € an Betriebskosten aufzubringen. In diesem Jahr sind diese Ausgaben aber auf 358.000 € angewachsen. Da wir Verträge mit den Trägern haben, die die Verteilung der Kosten regeln, wird es Aufgabe der Träger sein, ihren Eigenanteil aufzubringen. Die größten Einnahmequellen des Gemeindehaushaltes sind: Schlüsselzuweisung vom Land in Höhe von 730.000 €, Gewerbesteuer mit 420.000 €, Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer in Höhe von 355.000 €, Mieten und Pachten sowie eine Konzessionsabgabe von 73.000 €. Alles in allem ein grundsolider Haushalt, der von der Kämmerei wieder sehr gut vorbereitet wurde und dann auch die einhellige Zustimmung des Gemeinderates fand.

● Diese Zustimmung konnte bei der Erhebung der Straßenausbaubeiträge für die Kirchgasse und für die zweite Rate der rückwirkenden Erhebung zwar nicht erreicht werden, aber eine deutliche Mehrheit hat sich doch für diese unpopulären Maßnahmen „durchringen“ können.

● Den Beitritt zum kommunalen Zweckverband, der die Energieversorgung im Freistaat übernommen hat, wurde mangels verlässlicher Informationen erneut vertagt. Die „Tür ist aber noch nicht zu“, so dass wir im nächsten Gemeinderat immer noch entscheiden können.

● Die im letzten Gemeindeboten angesprochenen Satzungsänderungen (Friedhof, Friedhofsgebühren und Ergänzungssatzung Gewerbegebiet Schönau) wurden nach entsprechenden Diskussionen verabschiedet.

● Erstmalig wurde im Gemeinderat über das Ortsjubiläum beraten, da wir 10.000 € in den Haushalt eingestellt haben. Ich habe den Gemeinderat darüber informiert, dass wir noch keine relevanten Entscheidungen getroffen haben und dies ohne ein Votum des Rates auch nicht geschehen wird. Wir haben aber vereinbart, dass die Vorsitzende des entsprechenden Ausschusses stärker in die Vorbereitung mit eingebunden werden soll. Natürlich kann auch jedes Gemeinderatsmitglied im „Team 2014“ mitarbeiten und sich engagiert einbrin-gen. Die nächste Sitzung von „Team 2014“ ist am 20. März um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Riedelsburg. Bitte als Einladung betrachten!

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Es ist wieder soweit: Frühjahrsputz! Ich werde mich zwar nochmals mit unseren Vereinsvorsitzenden beraten, aber schon jetzt die herzliche Einladung an all jene, denen die Sauberkeit der Gemeinde und ein attraktives Äußeres unserer Dorfgemeinschaft ebenfalls am Herzen liegen. Am Samstag, den 23. März ab 9.00 Uhr bei der Feuerwehr geht es wieder los und ich würde mich freuen, wenn die Resonanz auch in diesem Jahr wieder positiv ausfällt. Bowo (Bockwurst) und Getränke im Anschluss wie gewohnt. Danke schon jetzt an meine Dauerteilnehmer und an den Bauhof, der uns wie jedes Jahr begleitet!

 

Dies & Das …

● Still und bescheiden, aber sehr erfolgreich, hat Wolf-Dieter Hermann das Forstamt in Heiligenstadt geleitet. Jetzt ist er mit seiner lieben Frau in seine alte Heimat zurückgezogen: Alles Gute in Erfurt!

● Unsere Entscheidung, die Bibliothek zu verlagern, trägt bereits nach kurzer Zeit erste Früchte. Wie von Frau Hackethal und Frau Rohner-Schild zu erfahren war, sind schon neue „Leseratten“ dazugekommen, werden die neuen Räumlichkeiten gelobt und dies freut mich auch besonders für unsere zwei engagierten Damen!

● Wenn man so die Entwicklung verfolgt, ist es ein „aussterbendes Handwerk“. Wir haben zum Glück mit Hubert Glorius noch einen Meister seines Fachs und können sehr froh sein. Seit 80 Jahre besteht die Schumacher-Werkstatt der Familie Glorius nun schon und bereichert mit ihrer Qualitätsarbeit die Angebotspalette in Uder. Lieber Hubert, auch wenn du mit mir wegen dieser Zeilen schimpfen wirst: Danke, dass du auch mit 80 Lenzen noch in deiner Werkstatt stehst!

 

 

Das hat mir gut gefallen:

● Gezählt haben wir sie noch nicht, aber es ist auf jeden Fall eine ganze Menge an Kochrezepten und Backanleitungen, die am Sonntag in der Riedelsburg eingesammelt wurden und im nächsten Jahr veröffentlich werden sollen. Allein beim Durchstöbern läuft einem ja schon das Wasser im Mund zusammen. Ein ganz dickes Lob an Ute Rosenthal, Zita Jünemann und Anette Sidow, die mit viel Liebe und Akribie diesen Nachmittag vorbereitet und durchgeführt haben.

● Jugendrotkreuz und Feuerwehr in einem Haus. Ideal für eine Zusammenarbeit, von der beide Seiten nur profitieren können. Prima!

● Es war eine sachliche und konstruktive Atmosphäre und letztendlich haben wir uns verständigt, dass wir nur gemeinsam die Verkehrssituation in der Siedlung/Marienstraße meistern können. Unser Ordnungsamtsleiter und unser Kontaktbereichsbeamter haben ihren Teil zur Verständigung beigetragen und wie zu erfahren war, auch schon teilweise ihre Zusagen eingehalten. Miteinander und gemeinsam kann vieles erreicht werden; schön, dass dieses Verständnis da ist.

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Natürlich kann es mir nicht gefallen, was entlang des Radweges nach Heiligenstadt passiert ist und es war mit Sicherheit kein Einzeltäter. Was geht den Übertätern durch den Kopf, wenn man eine ganze Raststätte zerlegt und dann keine Sitzbank oder Hinweisschild mehr ganz bleibt? Was treibt Menschen um, die Autoreifen unserer Karnevalisten zerstechen? Ist es Frust? Ist es einfach Wut auf bestimmte Umstände? Und wenn man wieder nüchtern geworden ist, müsste sich bei dem ein oder anderen doch wenigstens Schamgefühl einstellen?

● Da waren sie wieder, meine Freunde vom Landkreis. Nach unserer Blockhütte hat man nun festgestellt, dass für unser Begrüßungsschild am Ortseingang Richtung Lutter kein Bauantrag vorliegt! Ich bin am Überlegen, ob es nach so vielen Jahren jetzt Arbeitsbeschaffung ist.

 

 

Aus einem Geschenk von Maria Pluntke habe ich ein paar kurze, aber treffliche Zitate entnommen:

 

Bessere dich zuerst, ehe du andere bessern willst. (Konfuzius)

Der Narr sagt, was er weiß. Der Kluge weiß, was er sagt. (Maggid)

Der Ärger ist als Gewitter, nicht als Dauerregen gedacht; er soll die Luft reinigen und nicht die Ernte verderben (Ernst H. Hauschka)

Man kann sich auch an offenen Türen den Kopf einrennen. (Erich Kästner)

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!