Juni 2013

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

in den letzten Wochen flatterte ein Antrag unseres Heimatvereins „Martin Weinrich“ auf meinen Tisch mit der Bitte, den Antrag im nächsten Gemeinderat zu behandeln. Inhalt: Die Umbenennung des jetzigen Marktplatzes in „Martin-Weinrich-Platz“. Natürlich haben wir erst im Hauptausschuss darüber diskutiert, bevor er den Mitgliedern des Gemeinderates zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Aber schon im Hauptausschuss wurde deutlich, wie schwierig die Entscheidung sein wird. Die Diskussion drehte sich auch überhaupt nicht um das Wirken und die Persönlichkeit des berühmten Heimatdichters; die steht außer Frage. Uns beschäftigte vielmehr, warum wir nach dem Martin-Weinrich-Weg nun auch noch diesen Platz umbenennen sollen. Zugegeben, ein Marktplatz ist die Freifläche mitten im Ort ja auch nicht mehr, dafür wird er zu selten genutzt. Aber das Geburtshaus von Martin Weinrich stand eben auch nicht hier. Wäre es nicht möglich, das Vereinshaus in Martin-Weinrich-Haus und den kleinen Platz davor in Martin-Weinrich-Platz zu benennen? Mit ein bisschen Fantasie ließe sich der Platz entsprechend so gestalten, dass die angedachte Stele dort auch einen würdigen Platz erhalten könnte und Martin Weinrich wäre dort, wo sein Erbe gepflegt wird. „D'rheim es D'rheim“!

Wir haben zudem mit Johannes Weinrich, er wurde vor 220 Jahren in Uder geboren und gilt als der Erfinder der Mundharmonika, noch eine weitere berühmte Persönlichkeit. Und was Ehrungen angeht, hat Johannes Weinrich in seinem Geburtsort bisher doch ein sehr bescheidenes Dasein gefristet. Vielleicht wäre es der Marktplatz wert, des Erfinders der Mundharmonika zu gedenken.

 

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Es steht nichts „Weltbewegendes“ auf der Tagesordnung des nächsten Gemeinderates. Ernannt werden muss der Gemeindewahlleiter und sein Stellvertreter für die Bundestagswahl - in der Regel ist dies der Bürgermeister und seine Stellvertreterin. Aber ich möchte auch, dass sich die Gemeinderatsmitglieder wieder als Wahlhelfer einbringen. Wer dies auch möchte, kann sich bitte bei mir melden.

● Zudem wollen wir beschließen, dass zwei Frauen aus Uder zur Schöffenwahl für das Amtsgericht auf die Vorschlagsliste kommen.

● Der Planentwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes vom Seniorenzentrum „St. Jakobus“ muss öffentlich ausgelegt werden und dazu bedarf es eines Beschlusses des Gemeinderates. Und dann kommt noch die Entscheidung zur Marktplatzumbenennung.

● Der Gemeinde, und in guter Tradition auch den Fraktionsvorsitzenden, liegt der Abschlussbericht des Rechnungsprüfungsamtes für die Haushaltsjahre 2009 bis 2011 zur Diskussion vor. In diese Zeit fiel der Bau des Gemeindehauses Riedelsburg und da waren unsere Finanzen schon öfters arg strapaziert. Dies war uns bewusst und nun halten wir uns wieder an den Fahrplan aus Gestalten und Schuldenabbau.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Die Mittelste Binde ist im Plan und die Rücksichtnahme ist toll.

● Sie hat Wort gehalten und wir haben grünes Licht. Wort gehalten hat Frau Staatssekretärin Inge Klaan, die uns einen gemeinsamen Termin mit dem Bauministerium, der Landesentwicklungsgesellschaft und dem Landesverwaltungsamt vermittelte und auch dabei war. Wir haben grünes Licht für einen vorzeitigen Maßnahmebeginn unseres Bebauungsplanes Nr. 8, wie er offiziell heißt. Auch den Flächennutzungsplan und B-Plan können wir gleichzeitig zur Bearbeitung einreichen!

● Die Waldinteressentengemeinschaft hat für den Weg zum Eberstein ihren Förderbescheid erhalten. Hoffentlich können wir nachziehen!

● Wir haben die Förderzusage für den Verbindungsweg zwischen der

B 80-Schule und können hoffentlich die Ferien zur Erneuerung nutzen

 

925 Jahre Gemeinde Uder im Jahr 2014

● Das nächste Treffen ist am 26. Juni um 19.30 und diesmal im Vereinshaus. Weitere Details wurden abgesprochen: Minitrucks und alles, was sich fernsteuern und Kinderaugen glänzen lässt, kommt an einem Wochenende auf den Schulhof. Peter Weinrich hilft bei der Koordinierung, welche Schausteller kommen und wo sie sich hinstellen können.

● Der Preis für die Silvestergala wurde konkret ermittelt: 60 €/Person!

 

Und noch einmal aus gegebenem Anlas:

● Ich musste mir vor seinem Amtsantritt eine Menge öffentliche Schelte anhören und bin froh, dass ich sie ausgestanden habe. Aber nicht nur ich, sondern auch die Gemeinde, hat von seiner Arbeit, seinen Ideen und seiner zupackenden Art profitiert: Unser Bauhofchef René wurde 40 und dazu auch im Gemeindeboten Alles Gute!

 

Dies & Das ...

● „Alte Liebe rostet nicht“, besagt ein altes Sprichwort „Und Heimatliebe schon gar nicht“ würde ich nach dem Telefonat und dem Treffen mit Herrn Prof. Dr. Gert Riethmüller gern ergänzen. Der Herr Professor rief mich an und bat um eine Führung durch unseren Ort, in dem er geboren wurde und wo er sich zu einem Familientreffen wieder eingefunden hat. „Ich lese mit großem Interesse den Gemeindeboten, weiß daher, was die Jagdgenossenschaft für die Jubiläumsfeier im nächsten Jahr beisteuern wird und bin gern bereit, diesen Betrag auch zu überweisen“, war ein gewichtiges Argument, die Führung zu übernehmen. Nach dem Treffen war ich so fasziniert vom Detailwissen und der liebenswürdigen Art des Ehrendoktors der Uni Greifswald und Hannover, der in München lebt und hochdotierte Auszeichnungen auf dem Gebiet der Krebsforschung erhalten hat, dass ich ihn nicht auf das Geld angesprochen habe. „Meine Zusage steht“, waren dennoch seine letzten Worte nach der Verabschiedung und ich hoffe, ihn wie-derzusehen: Bei der Festveranstaltung im Juli nächsten Jahres!

● Die Sommerkirmes wurde eine Woche vorverlegt und findet nun vom 19. bis 22. Juli 2013 statt. Unsere Kirmesburschen reagieren damit auf ein Fest von regionaler Bedeutung in der Nachbarschaft und unser Pfarrer Jakob kann den 70. Geburtstag von Pfarrer Konradi unbeschwerter feiern! Wie war das mit den Fliegen und der Klappe?

● DSD hat nichts mit „Superstar“ oder solchen, die sich dafür halten, zu tun. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz war in Person von Herrn Hans-Ulrich Pohlmann in Uder beim Knorrschen Haus vor Ort und hat sich die Fortschritte beim Erhalt des ehrwürdigen Hauses erklären lassen. Er war vom Einsatz des Vereins, von der Zusammenarbeit von Verein, Gemeinde und Denkmalbehörde beeindruckt und wir hoffen, dass sich dieser Eindruck irgendwann in Unterstützung auszahlt!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Annähern 500 Pferde, über 800 Starts, ein Reiterfeld aus vielen Bundesländern und ein Programm, das für jeden Pferdesportinteressierten etwas parat hielt! Auch in diesem Jahr war das Reitturnier auf dem Reiterhof Kobold wieder bestens organisiert und mit der Nacht der Pferde hatte es auch einen kulturellen Höhepunkt. Ein ganz herzliches Dankeschön an das Team von Matthias Nörthen und Kirsten Volkmar!

● Mit Siegfried Arand, unserem Chef der Pfadfinder und Fraktionsvorsitzendem der CDU im Gemeinderat, hat Bernhard Rinke jetzt eine tatkräftige Unterstützung bei der Fertigstellung der Chronik bekommen. Ich darf in diesem Zusammenhang nochmals daran erinnern, dass wir Beiträge für dieses Werk nur noch kurzfristig annehmen!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Was treibt Menschen dazu, aus anderen Vorgärten kleine Bäumchen, Stämmchen oder Zierpflanzen zu stibitzen, wie in der Brückenstraße geschehen? Oder was denkt sich der ältere Herr, der auf dem Friedhof das Grab der Familienangehörigen vom verwelkten Gesteck beräumt, um dann eben diese Gesteck drei Reihen weiter auf einem anderen, einem fremden Grab abzulegen? Ist der Weg zum Container wirklich zu weit? Was veranlasst Anwohner dazu, schubkarrenweise Pflaster der Gemeinde auf den eigenen Hof zu karren? Glaubt man, so kleine Mengen fallen schon nicht auf? Was denkt sich der „Nachtschwärmer“ dabei, wenn er im Dunkeln seine Wasserfass auf dem Friedhof voll laufen lässt? Hat man ihm die Leitung gekappt? Oder ganz besonders makaber: Was denkt sich die Frau dabei, die bei steigendem Wasserpegel ihren Hausmüll im Bach entsorgt und dabei auch noch angesprochen wird? 6,60 € kostet ein zusätzlicher Müllsack bei den Eichsfeld-Werken; ist es das wert? Kleine Kinder könnte man belehren und sie würden es vielleicht auch nicht wieder tun. Aber wie geht man mit erwachsenen Leuten um, die sich bei solchen Aktionen „erwischen“ lassen? Ich möchte keinen Richter spielen und die Sachen auch nicht dramatisieren, aber eine Reaktion erwarte ich schon! Denn: Bis auf den Blumendieb sind alle anderen Personen bekannt!

 

Bei einem Ausflug nach Kehl am Rhein und ins Elsass habe ich diesen Spruch von Mutter Theresa an einem Haus fotografiert:

 

Lasst keinen je zu euch kommen, ohne dass er glücklicher wieder geht! Seid lebendiger Ausdruck der Güte Gottes.

 



Maisprung auf die Blockhütte