August 2013

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

mit Spannung haben wir auf den Termin gewartet und nun haben wir Klarheit. Das Normenkontrollverfahren einer Klägerin gegen die Gemeinde Uder bezüglich der rückwirkenden Erhebung der Straßenausbaubeiträge ist vom Tisch. Bei einem Erörterungstermin beim OVG in Weimar unter Leitung der Richterin, Frau von Saldern, haben sich beide Seiten auf einen Vergleich geeinigt und es wird somit zu keiner Hauptverhandlung mehr kommen. Es besteht jetzt Rechtssicherheit in Bezug auf die nachträgliche und künftige Erhebung der Straßenausbaubeiträge. Die Gemeinde hat höchstrichterlich bescheinigt bekommen, dass wir korrekt gehandelt haben. Unsere Satzungen sind nicht beanstandet worden und auch die Veröffentlichungen dazu waren in Ordnung. Lediglich der Plan vom Abrechnungsgebiet/Ermittlungseinheit war auf A3 Format zu klein und muss per Gemeinderatsbeschluss korrigiert werden. Danach kann das Erhebungsverfahren fortgesetzt werden und auch die 1. Instanz beim Verwaltungsgericht wird sich an den Leitsätzen des Oberverwaltungsgerichtes halten müssen. Ich hatte zwischenzeitlich persönlich bei unserer Ministerpräsidentin vorgesprochen und sie darauf aufmerksam gemacht, dass wir als kleine Gemeinde „stellvertretend für das Land“ einen Gerichtsprozess führen. Sie war dankbar für die Informationen! Sobald wir von unserem Rechtsbeistand, Herrn Prof. Kupfrian aus Erfurt, die Kosten des Verfahrens mitgeteilt bekommen, bin ich erneut in Erfurt und lege die Quittung vor. Angekündigt habe ich dies bei Frau Lieberknecht bereits. Ich bin froh über diesen zeitigen Ausgang des Prozesses und bedanke mich auch beim Hauptamt der VG für die gute Zusammenarbeit.

 

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Der nächste Gemeinderat ist im September und hat, wie eben beschrieben, die Beschlussvorlagen zu den Satzungen zur Erhebung der Straßenausbaubeiträge als einen Tagesordnungspunkt. Erneut diskutieren werden wir, ob die Gemeinde dem kommunalen Energiepool „Thüringen Energie“ beitreten soll, der aus dem Verkauf von EON Thüringen hervorgegangen ist, und wo wir als Gemeinde Aktien besitzen. Wir wollten die Entwicklungen abwarten und beraten jetzt wieder neu.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● In der Mittelsten Binde war der bisherige Arbeitsablauf tadellos und ohne Komplikationen, so dass wir fast vier Wochen Vorlauf haben. Der Nachteil: Der Beginn des Straßenbaus verzögerte sich, da erst noch eine andere Baustelle fertig gestellt werden musste.

● Gerald Rohmund und sein Team sind im Moment dabei, die Trep-penanlage von der Eulenburg in Richtung Eichenweg/Hinter den Höfen zu sanieren. Auch hat die Firma Rohmund als günstigster Anbieter den Auftrag zur Instandsetzung des Verbindungswegs zwischen der Straße der Einheit und der Schule erhalten. Für beide Maßnahmen hat die Gemeinde Fördermittel bekommen.

● Dach und Fassade des DRK Kindergarten bleiben noch ein Jahr im jetzigen Zustand. Wir haben keine Förderung erhalten, obwohl wir die Maßnahme auf Platz 1 hatten. Die Höhe der Zuwendungen wurde gekappt, damit das Land Thüringen den vom Hochwasser heimgesuchten Regionen helfen konnte. Ist zwar verständlich und einleuchtend und uns bleibt nur zu hoffen, dass es im nächsten Jahr klappt.

● Bei einem Vororttermin haben das Straßenbauamt, die Thüringer Energie und die Gemeinde Sofortmaßnahmen im Bereich der Schmiedegasse festgelegt. Der Leitungsmast, der sich bedrohlich neigt, wird wieder gerichtet und auch ein Teil der Uferbefestigung wird erneuert, um ein Wegbrechen des Straßenrandes zu verhindern.

● Es macht Spaß zuzusehen, wie ein großer Wunsch in Erfüllung geht. Ich freue mich, dass wir bald ein Mehrgenerationenhaus und ein Seniorenzentrum haben werden, um älteren und gesundheitlich beeinträchtigen Mitbürgerinnen und Mitbürger auch weiterhin das Wohnen in Uder zu ermöglichen. Familie Reipert kann bald die ersten Mieter begrüßen und Frau Bachmann hat mit dem Abriss des alten Hauses den Startschuss für ihr Vorhaben gegeben. Danke für Euren Mut!

 

925 Jahre Gemeinde Uder im Jahr 2014

● Um ein Gerücht aus der Welt zu schaffen: Im Preis für die Silvestergala (60 €/Person) sind Livemusik, Essen und Trinken enthalten!

● Das nächste Treffen vom Team 2014 ist erst wieder am 25. September um 19.30 im Vereinshaus. Wir wollen, wenn die meisten Details abgestimmt sind, alle Einwohnerinnen und Einwohner bei einem Info-Abend genauer über den Stand der Vorbereitungen informieren, für den Kauf von Fahnen werben und Möglichkeiten aufzeigen, wie jeder sich noch bei der Vorbereitung des Festes mit einbringen kann.

● Ich habe den langgesuchten Film von der 875-Jahrfeier beim Umzug im alten Bürgermeisteramt „wiederentdeckt“ und ihn Johannes Schmidt gegeben. Er hütet ihn jetzt wie die Kronjuwelen, hat ihn digitalisieren lassen und wir wollen eine DVD zum Kauf anbieten. Auch die 900-Jahrfeier soll aufbereitet werden und ebenfalls käuflich zu erwerben sein. Sie werden es rechtzeitig erfahren!

 

Dies & Das ...

● Niemand ist glücklich, wenn Arbeitsplätze aus dem Ort verlagert oder Filialen geschlossen werden. Ich kann es den Firmen aber auch nicht verdenken, wenn sie sich erweitern wollen und dies am jetzigen Standort nicht geht. Sowohl das Unternehmen Siegl & Linne als auch die Firma Schimmelpfennig siedeln in das Gewerbegebiet nach Heiligenstadt über und ich wünsche den Verantwortlichen auch weiterhin viel Erfolg und bedanke mich für ihr jahrelanges Engagement in Uder!

● Der Zensus 2011, die Bevölkerungs-, Gebäude und Wohnraumzählung aus dem Jahr 2011, hat es an den Tag gebracht und da habe ich ein lachendes und ein weinendes Auge. Das Lachende: Zum Stichtag am 9. Mai 2011 hatten wir 2561 Einwohner und damit 11 Einwohner mehr wie bisher angenommen. Das Weinende: Die Schlüsselzuweisungen wurden für 2550 Einwohner berechnet. Noch ein paar Zahlen gefällig? Von 2561 Einwohnern waren 14 mit ausländischer Staatsangehörigkeit, 1309 männlich, 1252 weiblich, 975 ledig und 1293 waren verheiratet. 181 Einwohnerinnen und Einwohner sind älter als 75 Jahre und das 18. Lebensjahr hatten 467 Kinder und Jugendlich noch nicht erreicht. 543 Damen und Herren, sind 50 bis 64 Jahre alt und stellen die größte Altersgruppe (21,2%). Uder hat genau 700 Wohngebäude und darin befinden sich 1098 Wohnungen. Seit der Wende wurden 168 Wohngebäude mit insgesamt 214 Wohnungen gebaut. Beachtlich!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Natürlich hat uns das gute Wetter „in die Karten gespielt“ und wir haben bereits jetzt das Doppelte an Einnahmen als im vergangenen Jahr. Mit dem Beachvolleyballplatz, der sehr schnell angenommen wurde, mit weiteren Sitzgelegenheiten und mit kleinen Spielgeräten beim Kinderbecken ist unser Freibad aber noch attraktiver geworden. Wir konnten schon Gäste aus dem gesamten Eichsfeld begrüßen und zudem sparen wir mit den technischen Veränderungen noch enorme Energiekosten. Ein Dankeschön an unser gesamtes Team!

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Über den Vandalismus im Ort wurde bereits in den Medien berichtet und ich hatte gehofft, im sozialen Netzwerk Facebook bei der vermuteten Altersklasse auf Einsicht zu stoßen. Leider wurden beide Artikel nicht von denen gelesen, für die sie bestimmt waren. Sonst hätte man an der gerade wieder neu errichteten Sitzgelegenheit am Radweg nach Heiligenstadt nicht schon wieder die Schindeln abgerupft.

● Wir haben ja früher auch Äpfel geerntet, wo wir genau wussten, dass die Bäume nicht in unserem Garten standen. Die Äpfel waren reif und wir hatten Hunger; ganz einfach. Aber muss man einen tragenden Apfelbaum mit unreifen Früchten einfach abbrechen; wie jetzt am Radweg nach Lutter wieder zu erleben war? Viele Jahre Wachstum einfach umhauen aus Jux und Tollerei? Immer wieder unverständlich!

● Muss erst was passieren? Zwei Wochen ist in der Leinestraße durch die Baumaßnahmen schon die Straßenbeleuchtung defekt und die KOWO sträubt sich, die notwendigen Reparaturkosten zu übernehmen.

● Ich habe ja Verständnis, wenn man bei Umbauarbeiten kurzfristig mal Grund und Boden der Gemeinde zum Lagern braucht. Und wenn mir dann auch noch versprochen wird, dass man bis zur Kirmes alles wieder ordentlich herrichtet, vertraue ich darauf. Leider bin ich enttäuscht worden! Oder war die Herbstkirmes oder die im Jubiläumsjahr gemeint ? Dann besteht ja noch Hoffnung!

 

 

Bald sind Wahlen und dazu etwas vom „Alten“ – Konrad Adenauer -

 

Man darf niemals zu spät sagen. Auch in der Politik ist es niemals zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang!

Alles, was die Sozialisten von Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen wollen!

Jede Partei ist für das Volk da und nicht für sich selbst!



Maisprung auf die Blockhütte