Oktober 2012

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

diese Geschichte kann ich Ihnen nicht vorenthalten, obwohl ich ja versprochen hatte, nicht allzu oft übers Knorrsche Haus zu schreiben. Vom Tipp von Frau Preiss über meine erste Idee vom Freundeskreis bis hin zum

Kauf des Ensembles durch die Gemeinde ist Ihnen die Geschichte ja bekannt. Auch, dass sich vor gut einem Jahr dann ein Verein gegründet hat, ins Vereinsregister eingetragen und mit Andreas Uhlich ein engagierter Vorsitzender gewählt wurde. Und natürlich, dass auch in der Bevölkerung unser Vorhaben auf großes Wohlwollen stieß. Entrümpelungsaktionen, Aufräumen und Vermessen standen auf der Tagesordnung bevor man mit der Knorrsche Mucke, dem Konzert mit dem Andy-Wölk-Trio oder bei den Tagen des Offenen Denkmals erstmalig der Öffentlichkeit wieder Einblick in dieses „Stück Iderscher Geschichte“ gewähren konnte. Das Wirken des Freundeskreises ist auch überregional nicht unbemerkt geblieben und es gibt eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden. Die Gemeinde steht dem Wirken des Vereins natürlich hilfreich zur Seite, aber große finanzielle Mittel werden noch nicht bereit gestellt (dies ist dem Verein bekannt und wird auch akzeptiert). Die Mitgliedsbeiträge (20 €/Jahr) der ca. 35 Mitglieder sind ein „Tropfen auf den heißen Stein“ und na-türlich freut man sich daher über Spenden. Mit bemerkenswerten 25.000 € aus ihrem Kultur- und Sozialfonds wird sich die Kreissparkasse Eichsfeld nun an der Wiederherrichtung des ältesten Hauses der Gemeinde beteiligen und dies ist natürlich ein wunderbares Zeichen der Verbundenheit mit der Region, speziell mit unserem Ort. Ein herzliches Dankeschön an den Vorstand der KSK EIC und allen, die bei diesem guten Werk mitgewirkt haben.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Ganz im Zeichen des Nachtragshaushaltes stand die letzte Sitzung des Gemeinderates. Notwendig geworden war der Nachtrag durch finanzielle Veränderungen bei der Dorferneuerung (-193.300 € für die Umgestaltung des Friedhofes) und nun konkreten Zahlen bei der Erhebung der Straßenausbaubeiträge (statt 400.000 € nun 335.000 €). Durch die Einsparungen beim Friedhof konnten wir noch ein paar Projekte in Angriff nehmen, die vorher nicht geplant waren. Dazu gehört der Umbau der Wohnung im Ärztehaus (56.700 €), die Erhöhung der Mittel für den Gehwegbau (20.000) und für die Fertigstellung von Bauhof und Bibliothek (58.000). Wichtig war uns auch, die Schulden der Gemeinde (337 €/Einw.) weiter zu reduzieren und nicht benötigte Gelder in die Rücklage zu tun, um bei einer besseren Förderung im nächsten Jahr liquide zu sein. Im Verwaltungshaushalt machen sich gegenüber dem Haushaltsplan 2012 die Rückzahlungen an das Finanzamt (14.000 €), die Kosten für die Badsanierung (14.300 €), natürlich die Verringerung der Gewerbesteuer (40.000 €) und die Erhöhung der Kreisumlage (13.700 €) schon deutlich bemerkbar. Dem gegenüber stieg der Gemeindean-teil an der Einkommenssteuer (27.000 €). Leider hat uns die „St. Martin gGmbH“ erst nach der Verabschiedung des Nachtragshaushaltes eine Erhöhung der Personalkosten im Katholischen Kindergarten angekündigt, so dass dies noch keine Berücksichtigung finden konnte. Im Großen und Ganzen können wir mit unserer finanziellen Situation noch zufrieden sein. Sicherlich will man immer mehr erreichen, aber Uder und Schönau sind schon liebens- und lebenswerte Orte mit einer guten (und bezahlten) Infrastruktur. Die Nachfrage nach Bauland, nach Wohnungen oder Privathäusern besagt ganz deutlich, dass man gern hier leben möchte und darüber freut sich auch der Gemeinderat.

● Nachdem die Kommunalaufsicht die Satzung zur Vergabe des Ehrenbürgerrechts moniert hatte, ist nun einstimmig die rechtskonforme Satzung vom Gemeinderat verabschiedet worden.

● Auch schon angesprochen: Die Hundesteuersatzung ist inhaltlich an Landesgesetze angepasst und ebenfalls einstimmig neu beschlossen.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Die Umbauarbeiten an der gemeindeeigenen Wohnung im Ärztehaus werden nun forciert, so dass bis zum Jahresende die junge Familie mit drei Kindern ein schönes, neues und behagliches Zuhause vorfindet.

● Man kann ja zur Lärmschutzwand sagen was man will (Papagei oder Regenbogen); sie erfüllt aber auf jeden Fall ihren Zweck. Warten wir gemeinsam ab, wie das Dorfbild nach erfolgter Begrünung ist.

 

Dies & Das …

● In zwei Wochen wird wieder Kirmes gefeiert. Ich würde mich schon freuen, wenn diese Tradition auch weiterhin Bestand hat und nicht mangels Interesse eines Tages aus dem Dorfleben verschwindet!

● Ich bin sehr dankbar, dass man mich auf einen undeutlichen Hinweis aufmerksam gemacht hat. Das „Senioren-Zentrum“ entsteht durch Um- und Anbau am ehemaligen Grundstück Föllmer in der Straße der Einheit 94 (ehemals BHG) und wird privat finanziert (Curamus). Sobald ich neue Infos habe, erfahren Sie mehr!

● Auch wenn in diesem Jahr nur drei Grundstückseigentümer in den Genuss der Dorferneuerung gekommen sind, kann man bis zum 31. Oktober bei der AIG noch Anträge für das nächste Jahr einreichen.

● Da ich auch Mitglied im Kreistag bin, habe ich die Diskussion zur Bürgerfragestunde natürlich interessiert verfolgt. Seit meinem Amtsantritt gibt es eine solche Fragestunde im Gemeinderat. Bisher haben an allen Gemeinderatssitzungen (seit Juli 2004) sage und schreibe 14 Gäste teilgenommen, wobei noch nicht einmal alle Gäste eine Frage hatten. Kurios; ausgerechnet der Bürgermeister fordert im Kreistag eine Bürgerfragestunde, der in seiner Gemeinde keine vorhält!

● In diesen Tagen hat eine Zeitung die neuen Schlüsselzuweisungen des Landes an alle Gemeinden im Landkreis Eichsfeld veröffentlicht. Schön wäre es, wenn wir die da beschriebenen ca. 60.000 € mehr bekommen würden. Aber der ganze Finanzierungsmodus hat sich geändert und somit sind diese Zahlen leider nicht belastbar!

● In eigener Sache: Liebe Fußballer, da ihr mir glaubhaft versichert habt, nicht das Bad benutzt zu haben, entschuldige ich mich natürlich in aller Form bei euch!

 

925 Jahre Gemeinde Uder im Jahr 2014

● Am Donnerstag, den 15. November 2012 ab 19.00 Uhr, möchte ich zur nächsten Beratung in Vorbereitung des Jubiläumsjahres in unser Gemeindehaus Riedelsburg recht herzlich einladen. Immer wieder wird mir gesagt: „Ich habe keine Einladung bekommen“. Betrachten Sie bitte den Gemeindeboten als offizielle Einladung! Wir freuen uns wirklich sehr über jeden, der einen Beitrag leisten kann und will.

 

Das hat mir gut gefallen:

● Ich bin meiner Stellvertreterin Monika Weinrich sehr dankbar, dass sie bei der Verleihung der Anerkennungsurkunde im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ die Gemeinde in Neustadt im Harz vertreten hat. Und dass es neben der Anerkennung als „Ort mit hohem sozialen und kulturellem Engagement“ auch noch 500 € vom Ministerium gab, ist natürlich besonders erfreulich.

● Der letzte Gemeindebote „war noch warm“, da waren die Jugendlichen vom Jugendclub schon bei mir und wir haben die nächsten Schritte vereinbart. Das nenne ich mal eine prompte Reaktion!

 

Das hat mir eigentlich nicht gefallen:

● Ich habe ja Verständnis, wenn jemand vor dem Gang zur Mülltonne noch einen kleinen Spaziergang oder eine Fahrradtour machen möchte. Dieses Verständnis hört aber auf, wenn dieser Jemand dann unterwegs meint, den Müll lange genug geschleppt zu haben und ihn dann einfach an den Radweg schmeißt! Leider muss unser Bauhof immer wieder solche Mülltüten, in letzter Zeit besonders am Weg nach Steinheuterode, aufsammeln. Unnötig Zeit, Ärger und unser aller Geld!

● Zielscheiben sind in der Regel rund; unsere Infotafeln in der Regel eckig! Liebe Schulkinder, die ihr an der Bushaltestelle am Bachrasen auf den Bus wartet, merkt euch bitte den gravierenden Unterschied! Auch wenn es verführerisch ist, die grünen Früchte an der Scheibe aufplatzen zu sehen – von alleine werden diese nicht wieder sauber!

● Das Schadstoffmobil kommt entsprechend der Jahresplanung in unseren Ort und nimmt dann gern die entsprechenden Behälter oder Kanister mit. Wie gesagt, das Schadstoffmobil und nicht unser Bauhofmulticar! Man muss seine Schadstoffe nicht einfach im Ort stehen lassen und die Beseitigung dann der Allgemeinheit „aufs Auge drücken“!

 

 

Ein paar Sprüche, die an Aktualität nichts verloren haben:

 

„Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können“ - Abraham Lincoln, 1. Präsident der Vereinigten Staaten

„Das Herz hat für so manches seine guten Gründe, die der Verstand gar nicht kennt“ – Blaise Pascal, franz. Mathematiker und Philosoph

„Die Uhr geht für alle gleich, aber die Zeit läuft für jeden anders“

Ernst Reinhardt, Schweizer Politiker

„Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der nicht genug bekommen kann“ – Jean Guèhenno, franz. Schriftsteller

 

 



Maisprung auf die Blockhütte