Mai 2012

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

ich kann es gar nicht erwarten, Ihnen an dieser Stelle gleich zwei gute Nachrichten verkünden zu können: 1. Die Gemeinde Uder bleibt Grundzentrum! Wörtlich im neuen Entwurf des Raumordnungsplanes: „Im Folgenden verbindlich vorgegebenen Grundzentren (Uder) sind als Konzentrationspunkte von Einrichtungen mit überörtlicher Bedeutung sowie von umfassenden Angeboten bei Gütern und Dienstleistungen des qualifizierten Grundbedarfes zu sichern und zu entwickeln.“ Nochmal kurz zur Erläuterung: Wir werden somit auch zukünftig Wohngebiete ausweisen können und dürfen beim ÖPNV oder anderen Dienstleistungen ein Wörtchen mitreden. Gut, dass wir sehr früh reagiert haben und sich somit der Einsatz des Gemeinderates zum Erhalt des Status „Grundzentrum“ gelohnt hat.

 

2. Man trifft solch eine Entscheidung nicht „aus dem hohlen Bauch“ heraus und bei geänderten Voraussetzungen ist es legitim, sich intensiv und ausgiebig nochmals mit den Zahlen zu befassen. Da heißt es, nach Fördermöglichkeiten und nach Einsparpotential zu suchen und auch die privaten Belastungen müssen richtig eingeordnet und natürlich vertretbar sein. Erst recht, wenn die Ausgaben in einem sechsstelligen, fast siebenstelligen, Bereich liegen. Dies ist in den letzten Wochen dann auch geschehen und nun habe ich die definitive Zusage erhalten, dass Familie Lutz und Bernadette Reipert unseren alten Kindergarten zum altersgerechten Wohnen umbauen werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe und ich bin sehr dankbar, dass wir nun die ganzen Formalitäten auch soweit geklärt haben. Da wir mit dieser Form der Wohnbebauung Neuland betreten, wünsche ich den Bauherren alles, alles Gute und viel Erfolg.

 

Ihr Gerhard Martin

 

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Beide Gremien tagen erst nach dem Erscheinen des Gemeindeboten, aber ein paar Themen sind bereits vorgegeben: Satzung zur Vergabe der Ehrenbürgerschaft und Straßenausbaubeiträge (hier ist es gekommen, wie vorher gesagt: die Stadt Heiligenstadt musste ihre diesbezüglichen Beschlüsse wieder revidieren). Auch müssen wir uns mit der Schwimmbad beschäftigen, denn die Technik ist „in die Jahre gekommen“ und wir mussten dies in diesem Jahr leidvoll erfahren. Es besteht Handlungsbedarf.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Mit einer kleinen Einweihungsfeier hat Frau Dr. Antje Gralher ihre neue Praxis nun auch offiziell „in Besitz genommen“. Sehr geschmackvoll, klar in den Zuständigkeiten und effizient in der Raumaufteilung; prima. Die etwas neidvollen Blicke von Frau Dr. Fuchs kann ich gut verstehen. Ich bin aber auch ihr dankbar, dass Sie in Uder praktiziert.

● Auch die „Augenoptik Morg“ hat ihre Tür in der Straße der Einheit für unsere Einwohner und Gäste geöffnet. Ein anspruchsvolles Sortment und eine umfassende Beratung sollen dazu beitragen, in Uder mit dieser wichtigen Dienstleistung versorgt zu werden.

● Ganz im Stillen hat es einen Wechsel in der Physiotherapie im Gebäude der Kreissparkasse, Straße der Einheit, gegeben. Beate Gümpel aus der Lehmkuhle hat die Praxis nun übernommen und bietet ihr umfangreiches Wissen und ihre reiche Erfahrung in den unterschiedlichs-ten Behandlungsmethoden an, und hofft natürlich auch auf regen Zuspruch. Ich kann allen drei Frauen nur viel Erfolg und immer zufriedene Kunden wünschen. Schön, dass sie ihren Dienst in Uder tun!

● Noch steht der Termin der Bewertungskommission nicht fest. Aber ich konnte schon einmal die Projektarbeit von Isabell Brozait und ihren Mitschülerinnen einsehen, in der sie die Gemeinde Uder aus dem Blickwinkel der jüngeren Generation vorstellen. Meinen Hinweis, dass wir auch ansprechen, was nicht in Ordnung ist, greifen sie auf und so wird das Manko bei den Angeboten für junge Leute noch in die Unterlagen eingearbeitet. Dann haben wir ein reelles Bild der Gemeinde.

● Im Jugendclub ist Karsten Kobold mit seinen Mitstreitern sehr aktiv und sie richten den alten Club fast im Alleingang wieder her. Die Gemeinde hat die teure Elektroheizung gegen eine effizientere Gasheizung austauchen lassen und stellt auch das Material für den neuen Fußboden und die Wände zur Verfügung. Gern mache ich auch die jungen Leute auf diese „Freizeitbeschäftigung“ aufmerksam, die ansonsten immer vom Parkplatz aus den Friedhof „bewachen“!

 

Dies & Das …

● Die nächste Saison der Grünschnittannahme ist eröffnet. Wie immer sind die Mitarbeiter des Bauhofes am Samstag von 13.00 bis 15.00 Uhr im Wessenried zu erreichen. Würde mich auch sehr freuen, wenn die Spendenbüchse nicht in Vergessenheit geraten würde!

● Anfragen gab es schon; aber wir wollen auch die Wohnung (nicht nur die Praxen) im Ärztehaus in einem guten Zustand übergeben. Wer in die knapp 80m²-Wohnung einziehen möchte und diese vorher besichtigen will, sollte sich bei mir oder beim Bauhof melden.

 

925 Jahre Gemeinde Uder im Jahr 2014

● Eine neue Überschrift, die uns nun in mehr oder weniger größeren Abständen auf ein Ereignis hinweisen soll, dass zum Höhepunkt in der weiteren Geschichte unserer Gemeinde werden soll. Ein Höhepunkt bedarf aber immer einer guten Vorplanung und die ist meistens mit Arbeit verbunden. Aber was im privaten Bereich „stabsfeldmäßig“ geplant und von Erfolg gekrönt ist, kann natürlich auch in der Kommune gelingen. Es sind jetzt noch gut zwei Jahre, aber die werden wir auch benötigen. Und da bin ich schon bei dem Wörtchen „wir“. Allein kann einer (auch mit Hilfe des Gemeinderates) diese Aufgabe nämlich nicht stemmen und ist auf Unterstützung angewiesen. Mit einigen geschichtsinteressierten Bürgern haben wir wegen der Fortführung der Chronik schon zusammengesessen und sind auf gutem Weg. Nun möchte ich gern all diejenigen einladen, die der Gemeinde bei der Ausrichtung des Jubiläums behilflich sein können und wollen. Es wäre sehr schön, wenn wir ein Team, eine Mannschaft würden, die sich mit ihrem Wissen, aber auch mit ihrem Herzen, dieser Aufgabe stellen wollen. Früher hieß dies mal Festkomitee; aber so hochtrabend möchte ich doch nicht sein. Wer also über Erfahrung bei der Vorbereitung von Feierlichkeiten verfügt, wer guten Ideen für die Vermarktung der Feier besitzt oder wer sich zutraut, einen Festumzug zu gestalten oder wer....... viele Beispiele sind noch zu benennen. Wichtig ist: Wer helfen möchte, komme bitte am Freitag, den 22. Juni um 20.00 Uhr in den Vereinsraum neben dem Bürgermeisteramt beim EDEKA. Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Aufruf nicht ungehört verhallt und wir wirklich ein Team „Uder 2014“ bilden könnten.

 

Das hat mir gut gefallen:

● Zugegeben: Der Grund war ja kein Erfreulicher. Aber wenigsten hat er seinen Hintern bewegt und auch die eigenen Schandtaten korrigiert.

● Zugegeben: Ein paar Einwohnern mehr hätte ich es zugetraut. Aber gemeldet haben sich Walburga Jünemann und Lothar Weinrich aus der Siedlung, die alle Ausgaben des Gemeindeboten archiviert haben.

● Zugegeben: Sie ist jetzt nicht mehr für Jedermann zugänglich. Aber trotzdem haben sich die 261.000 € gelohnt, die der Landkreis in unsere neue Kleinsportanlage gesteckt hat. Optimale Bedingungen für den Sportunterricht und „die schönste Kleinsportanlage im Landkreis“! Wenn wir jetzt aus der Regelschule keine Olympiasieger oder wenigstens Deutsche Meister bekommen, wann dann?

● Zugegeben: Ein paar Einwohnern mehr hätte ich mir gewünscht. Aber trotzdem war das erste Konzert der „Knorrschen Mucke“ ein ganz wunderbares Erlebnis. Wofür andernorts viel Geld bezahlt wird, um eine musikalische Veranstaltung ausrichten zu können, reicht es bei uns, die musikalischen Talente aus dem Ort und der näheren Umgebung anzusprechen. Sie dann noch gemeinsam mit ihren Förderern und Lehren für einen guten Zweck zu begeistern, hat ausgereicht, um einen wirklich schönen und auch abwechslungsreichen Abend erleben zu dürfen. Dank an alle Musiker und den Verantwortlichen vom Freun-deskreis; auch unserem Pfarrer für die Bereitstellung der Kirche.

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Die Einen in Schönau machen sich Gedanken, wie sie ein schönes Osterfeuer hinbekommen, damit man mal in geselliger Runde zusammen ist. Und die Anderen machen sich Gedanken, wie sie denn das beste Holz vom Osterfeuer vorher für den eigenen Kamin abzwacken!

● Die Einen in Uder machen sich Gedanken, wie sie die Hinterlassen-schaften der Hunde aus dem Park bekommen (Hundetoilette). Und die Anderen machen sich Gedanken, wie sie dann die meisten Tüten für den eigenen Pfiffi unauffällig aus dem Kasten kriegen.

 

 

Sie standen mir schon mehrmals hilfreich zur Seite – die Sprüche der Österreicherin Marie von Ebner-Eschenbach:

 

Ihr jubelt über die Macht der Presse – graut euch nie vor ihrer Tyrannei?

Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins

Was noch zu leisten ist, das bedenke; was du schon geleistet hast,

das vergiss!

 

 



Maisprung auf die Blockhütte