Juni 2012

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

sie war da, die Landesjury! Und wir haben versucht, unsere Gemeinde nach bestem Wissen zu „vermarkten“. Man kann schon sehr stolz darauf sein, wie die jungen Damen ihre Präsentation vorgetragen haben, wie Frau Bendel von der Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld unsere Einwohnerinnen und Einwohner gelobt hat oder wie Siegfried Arand und Dieter Klinge als Gemeinderatsmitglieder unsere Vereine und die Entwicklung der Gemeinde anschaulich und sachlich vorgestellt haben. Die Kinder vom DRK-Kindergarten aus der Nachbarschaft, die „Nesthäkchen“ vom SCU und der Chor der Regelschule haben mit ihren Darbietungen ein Programm „abgerundet“, dass emotional angesprochen hat und die Mitglieder der Landesjury von den Vorzügen unserer Gemeinde überzeugen sollte. Und noch etwas hat die Damen und Herren um Frau Heike Roos, die Vorsitzende der Landesjury, beeindruckt: Der Brief des kleinen John! John hat nämlich geschrieben, warum er gern in Uder bleiben, aufwachsen, sich engagieren und einmal Ossenritter des Jahres werden will. Er hat versprochen, dass die liebe Frau Roos im nächsten Gemeindeboten stehen wird und hat hiermit sein Wort gehalten. Zugegeben: Die letzten Sätze können jetzt nur diejenigen Mitbürgerinnen und Mitbürger verstehen, die als Gäste an der Veranstaltung teilgenommen haben. Aber ich darf Ihnen versichern, dass der kleine John ein sehr realistisches Bild der Gemeinde abgeliefert hat und dabei den Bürgermeister auch noch auf Schwachstellen (z.B. Jugendclub) hingewiesen hat. „Egal wie Ihre Entscheidung ausfällt“ habe ich der Jury mit auf den Weg gegeben, „wir machen unseren Job, damit man sich hier wohlfühlt und allein dies ist uns wichtig!“

 

Ihr Gerhard Martin

 

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Die Entscheidung ist gefallen, sie ist über beide Fraktionen hinweg und mit großer Mehrheit gefallen; aber sie ist keinem Mitglied leicht gefallen. Letztendlich greifen wir ja unseren Grundstückseigentümern erneut in die Tasche und dies macht keinem Spaß. Aber der Gesetzgeber hat nun einmal die Straßenausbaubeiträge zur Finanzierung des Gemeinwohls mit im Gesetz verankert und wir haben dies zu akzeptieren und umzusetzen. Über Wochen und Monate haben die Mitarbeiterinnen im Bauamt der VG gerechnet, der Bauausschuss hat sich mehrfach damit beschäftigt und immer wieder mit den Gesetzesvorgaben verglichen. Nun sind wir bei einer Umlage von 78 Cent/m² gewichtete Grundfläche für alle Maßnahmen aus den Jahren bis 2001 angelangt, wovon wir gern in diesem Jahr 50 Cent und die andere Summe im nächsten Jahr abgerechnet haben wollen. Ich will Sie jetzt auch nicht mit Vergleichszahlen „zutexten“ oder „jammern“, denn es gibt wie immer zwei Seiten bei einer Medaille. Ich bin nur sehr dankbar, dass die Ratsmitglieder das Bemühen um eine ehrliche und fachlichsachliche Lösung mitgetragen, mitentschieden haben und mit verantworten.

● Uder ist als Wohnstandort auch weiterhin gefragt! Der Gemeinderat hat deshalb einen vorläufigen Bebauungsplan auf den Weg gebracht, der schon jetzt eine Bebauung des neuen Wohngebietes vorsieht. Zunächst ist die Anzahl der Grundstücke aber begrenzt und auch der Flächennutzungsplan muss gleichzeitig fertig geschrieben werden.

● Wir haben uns auf einen Satzungstext verständigt, der für die Ver-leihung des Ehrenbürgerrechts viel Interpretationsspielraum lässt, aber gleichzeitig auch eine zweidrittel Mehrheit des Gemeinderates vorsieht.

● Das Schwimmbad hat uns in diesem Jahr bisher so viel Geld an not-wendigen Reparaturen gekostet, dass wir dies mit Sicherheit nicht mehr einnehmen werden, auch wenn es bis zum Tag der Deutschen Einheit optimale Badebedingungen geben würde. Mit einer moderaten Erhöhung der Eintrittspreise (bei den Kindern z.B. von 1.25 auf 1.50€) mussten wir reagieren und haben gleichzeitig aber auch die Öffnungszeiten neu geregelt. Gerhard Pilz war es, der uns mit diesem Vorschlag auf eine Steigerung der Attraktivität aufmerksam gemacht hat. Bei gutem Wetter ist es jetzt möglich, am Freitagabend bis um 22.00 Uhr das Bad zur Entspannung zu nutzen. Ich glaube, damit kommen wir nicht nur unseren Pendlern und Fußballern entgegen.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Nach der umfangreichen Sanierung der Technik und als „Einstieg“ des neuen Bademeisters wird es am Sonntag ein großes Schwimmbadfest geben. Ab 14.00 Uhr ist mit jeder Menge Gaudi zu rechnen und es wäre schön, wenn ich viele „Wasserratten“ dort treffen würde.

 

Dies & Das …

● Seit nunmehr zwanzig Jahren sorgt Familie Kobold dafür, dass man auf ihrem Reiterhof nicht nur das Reiten erlernen kann, sondern auch die Pflege und den Umgang mit den Tieren. Und welch schöne Anlage geschaffen wurde, konnte man in diesen Tagen wieder bewundern. Ein ganz herzliches Dankeschön einmal an Opa Rudi, Heinz, Luzie und alle (leider kann ich wirklich nicht alle benennen), die vor 20 Jahren den erforderli-chen Mut zu diesem Schritt aufgebracht haben.

● Ich habe noch nie, bewusst schon gar nicht, irgendjemanden mit meinem Gemeindeboten verletzten wollen (kritisieren ist etwas anderes). Wenn dieser Eindruck im letzten Boten entstanden sein sollte, dann möchte ich mich ganz herzlich an dieser Stelle entschuldigen und bedanke mich, dass ich vermehrt darauf aufmerksam gemacht wurde.

● Bevor sich unsere Vereinsmitglieder alle in den Urlaub verabschie-den, möchte ich an dieser Stelle schon einmal auf das Ossenritterfest 2012 hinweisen. Da die Ferien in diesem Jahr sehr spät starten, fällt auch das Ende genau auf den Termin des Ossenritterfestes: 2. September! Ich würde mich freuen, wenn auch in diesem Jahr jeder Verein wieder einen Programmpunkt beisteuern würde. Wir hatten uns ja auf den Sonntag geeinigt und Beginn ist um 15.00 Uhr im Park beim Ossenritter. Ich kann auch versprechen, dass es wieder einen Überraschungsgast und natürlich den Ossenritter des Jahres 2012 geben wird! Also den Termin vormerken und Plätze waren garantiert!

 

925 Jahre Gemeinde Uder im Jahr 2014

● Terminänderung! Natürlich will ich auch die deutsche Mannschaft im Viertelfinale der EM sehen und ziehe daher den Beginn des Treffens am 22. Juni um eine Stunde, auf jetzt 19.00 Uhr, vor. Treffpunkt bleibt aber der Vereinsraum neben dem Bürgermeisteramt beim EDEKA. Ich habe schon viele positive Reaktionen auf meine Ankündigung erhalten und freue mich auf das erste Treffen. Wer sich also ebenfalls in die Vorbereitung der 925-Jahrfeier der Gemeinde mit einbringen will, ist an diesem Abend gern gesehen und willkommen.

 

Das hat mir gut gefallen:

● Die Ankündigung lag ja schon lange vor und so haben wir den Lottomittelbescheid vom Thüringer Landwirtschaftsminister über 1.500 € zur Sanierung von Tür und Tor würdig in Empfang genommen. Aber dass nun auch noch 13.000 €uro für die ersten Maßnahmen am Altenteil des Knorrschen Hauses bereitgestellt werden, hat uns doch ange-nehm überrascht. Ein herzliches Dankeschön an Frau Steinberg von der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises, die unser Vorhaben mehr als wohlwollend begleitet und die Finanzierung von Freistaat und Landkreis koordiniert hat. Danke im Namen der gesamten Gemeinde!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Vergiftete Fische, zwei zerstörte Gewächshäuser, ein angestecktes Gartenhaus und die üblichen Randale - was sich liest wie ein Regieplan von Aktenzeichen XY ist in der Kleingartenanlage „Frohes Schaffen“ bittere Realität. Die Hobbygärtner um ihren Vorsitzenden Heiko Rogge haben sich vor den Toren der Gemeinde ein Kleinod geschaffen und müssen nun mit ansehen, wie die Früchte ihrer Arbeit mutwillig zerstört werden. Wir sind uns mit Herrn Fischer, dem neuen Kontaktbereichsbeamten, einig, dass hier eine Aufklärung erfolgen muss!

● „Pfingsten“, so sagt man bekanntlich, „kommt der Heilige Geist auf uns herab“. Schlimm, dass einige keinen abbekommen oder sich sogar noch weggeduckt haben! Wer halbwegs Verstand hat, hätte nämlich am Pfingstsonntag nicht so ein Bild der Verwüstung am Grillplatz hinterlassen. Ich hoffe, dass auch hier sich die Verantwortlichen melden!

● Einen Kreismeister in den eigenen Reihen zu haben ist schon ein gutes Gefühl. Unsere D-Junioren des FSV haben sich diesen Titel verdientermaßen geholt. Warum sich die Mannschaft nun aber geschlossen nach Thalwenden ummeldet, bleibt mir ein Rätsel. Es gibt Vorgaben, die auch die Verantwortlichen unseres Sportvereins nicht ändern können, und dies muss man auch mal akzeptieren. Den Jungs allerdings wünsche ich weiterhin eine gute Entwicklung und viel Erfolg!

 

 

 

Nachdem ich Vertretern der Ermland-Gemeinde unser schönes Dorf gezeigt habe, bekam ich als Dank ein Buch über das Ermland. Einen Spruch will ich Ihnen nicht vorenthalten:

 

Wenn der Wind der Veränderungen weht,

lassen die einen eine Mauer errichten.
Die anderen jedoch bauen Windmühlen!