Dezember 2012

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

wie schnell doch ein Jahr vergehen kann. Aber vielleicht geht es nicht nur mir so, dass die Zeit, je älter man wird, geradezu „vorbeihuscht“. Für die Gemeinde war es eher ein unspektakuläres Jahr, da keine Wahlen anstanden, die großartige Veränderungen mit sich gebracht hätten. Leider mussten wir uns in diesem Jahr auch wieder von lieben Mitmenschen verabschieden, die die Entwicklung der Gemeinde aufmerksam verfolgt haben und viele auch gute Ratgeber waren. Mein Mitgefühl gehört allen Familien, die nun versuchen müssen, ihren Alltag ohne den lieben Menschen zu bestreiten. Für die Gemeinde war sicherlich unsere Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ein Höhepunkt, auch wenn es nicht zum erhofften Ziel gereicht hat. Eine schöne Projektarbeit, eine wunderbare Vorstellungsveranstaltung und ein paar Euro an Prämie waren dennoch der Lohn für die Mühen. Unser Ärztehaus ist wieder ausgelastet, der Saal der Linde hat einen Hauch an Veränderungen abbekommen und wir freuen uns über die anhaltende „Bauwut“ in den Wohngebieten. Und noch etwas ist mir überaus positiv in Erinnerung geblieben: Ihre Augen „sprühen“ regelrecht vor Begeisterung und ihre Ideen kennen keine Grenzen. Zita Jünemann hat sich voll und ganz mit dem Vorhaben „Uder 2014“ identifiziert und wird mit Sicherheit dazu beitragen, dass zu unserem Jubiläum die Kleinsten ein wunderbares Programm geboten bekommen. Ein Dank aber auch an all die anderen Mitstreiter der Vorbereitungsrunde und an unsere Vereine und ihre Vorsitzenden für ihre alltägliche Arbeit im Ehrenamt. Ich wünsche Ihnen in Uder und in Schönau ein gesundes, friedvolles und erfolgreiches Jahr 2013.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Breiten Raum in der letzten Sitzung des Gemeinderates nahm die Diskussion zur Beteiligung der Gemeinde am Kommunalen Energiezweckverband Thüringen (KET) ein, der in diesen Tagen „aus der Taufe gehoben wird“. Erläuterungen des Gemeinde- und Städtebundes, das Schreiben des Landrates an die Bürgermeister in dieser Angelegenheit oder verschiedene Statements von IHK oder anderen Städten führten dazu, dass es immer noch eine Verunsicherung unter den Gemeinden gibt. Auch wenn der Anteil der Gemeinde Uder an der Beteili-gungsgesellschaft mit 0,08 % (entsprechen 1702 KEBT-Aktien) relativ bescheiden ausfällt, wollten wir uns doch noch weitere Informationen einholen, uns nicht dem Zeitdruck der Beschlussfassung aussetzen und haben dieses Thema dann auf die nächste Sitzung vertagt.

● Frau Stier, Kämmerin der VG, gab uns einen Ausblick auf den Haushalt der Gemeinde 2013 und einen Überblick der Veränderungen beim Kommunalen Finanzausgleich in Thüringen. Noch sind die Zahlen nicht konkret, aber eine Verschlechterung in Größenordnung ist Gott sei Dank nicht zu erwarten. Wenn das Land seine Zahlen beschlossen hat, wissen wir mehr und werden entsprechend handeln.

● Mit dem Beschluss zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan hat der Gemeinderat den Weg für das neue Seniorenzentrum „St. Jakobus“ an der Straße der Einheit (ehemals Fam. Föllmer) freigemacht. Frau Bachmann und ihr Team planen nun einen kompletten Neubau.

● Der Satzungs- und Abwägungsbeschluss zur Klarstellungs- und Ergänzungssatzung war dann die letzte Entscheidung des Gemeinderates in diesem Jahr. Herzlichen Dank allen Mitgliedern für ihr Mittun!

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Im Nachtragshaushalt wurde der Etat in dieser Position aufgestockt und nun hat die Fachfirma Gerald Rohmund als günstigster Anbieter einige Gehwege in der Gemeinde wieder ausgebessert und dafür gesorgt, dass diese Wege ihrem Name auch wieder gerecht werden!

● Knapp 6200 m² Bauland standen, muss ich ja schon sagen, zur Verfügung. 6 Baugrundstücke waren es und alle sind bereits vergeben. Ein Zeichen, dass wir immer noch ein attraktiver Wohnstandort sind!

● Die Heizung im Ärztehaus ist nach über 20 Jahren „ausgestiegen“. Jetzt standen wir vor der Frage, ob wir nicht gleich den Einbau eines Brennwertkessels vornehmen. Auch wenn es teurer ist, gehört dieser Technik die Zukunft und wir haben uns letztendlich dazu entschieden.

 

Dies & Das …

● Auf das 20-jährige Bestehen Ihrer Praxis kann Frau Dr. Kerstin Hromada mit Ihrem Team zurückblicken. Über den Gemeindeboten hatte sie damals von unserem Ärztehaus erfahren und nun wirkt sie schon viele Jahre hier in Uder. Wir wünschen viele weitere Jahre!

● Seit 20 Jahren besteht nun auch der Reiterhof Kobold an der Peripherie der Gemeinde. Was die ganze Familie um Opa Rudi dort aufgebaut hat, ist ein sehr guter Werbeträger für unseren Ort und mehr als nur eine Bereicherung für Uder. Danke an das gesamte Team!

● In der Regel ist es mir egal, wie Jemand Gleichgesinnte (oder in diesem Fall Mandanten) für eine Angelegenheit wirbt. Wenn dieser Jemand dann aber bewusst mit Unwahrheiten und Unterstellungen zu Zahlen und zu meiner Person arbeitet, geht dies „unter die Gürtellinie“. Zur Klarstellung: Mein persönliches Abrechnungsgebiet für Straßen-ausbaubeiträge ist in der Klarstellungs- und Ergänzungssatzung der Gemeinde Uder geregelt und ich habe stets meine Beiträge bezahlt. Nachweislich! Und weiterhin möchte ich klarstellen: Wir haben im Gemeinderat im Juni 2012 mehrheitlich 77 Cent/m² gewichtete Grundstücksfläche für die rückwirkende Erhebung von Straßenausbaubeiträgen beschlossen und davon 50 Cent in diesem Jahr zur Anwendung gebracht. Bleiben für das Jahr 2013 noch 27 Cent, zu denen nochmals 12 Cent/m² für den grundhaften Ausbau der Kirchgasse kommen. In spätestens 6 Jahren müssen wir dann die Baukosten für die Mittelste Binde noch umgelegt haben, die nach jetzigen Berechnungen mit ca. 20 Cent zu Buche schlagen werden. Dann hätten wir mit insgesamt 1.98 € pro m² gewichtete Grundstücksfläche die gesamten Infrastruktur in Uder erneuert. Lassen Sie sich keine anderen Zahlen vormachen, auch wenn sie „aus ganz sicherer Quelle“ kommen. Wer in dieser Beziehung mehr als der Bürgermeister weiß, hat hellseherische Fähigkeiten und sollte nach Las Vegas wechseln! Ich möchte nicht schon wieder Vergleiche zitieren, die können Sie sich gern von anderen Gemeinden einholen. Ich habe mir viele Zahlen eingeholt und bin deshalb zufrieden mit den Ergebnissen. Leider bewahrheitet sich mal wieder ein Sprichwort: „Die Hand, die füttert, wird zuerst gebissen!“ Man lernt halt nie aus!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Er ist und er war nicht vergnügungssteuerpflichtig! Aber die Mitarbeit im Aufsichtsrat und in der Gesellschafterversammlung der KOWO hat sich ausgezahlt. 451.000 € stehen im nächsten Jahr für die Sanierung der Wohnungen in der Leinestraße zur Verfügung. Fassaden, Balkone und die Dächer werden modernisiert und präsentieren sich somit kurz vor unserem Jubiläum 2014 im neuen Glanz. Aber noch wichtiger ist, dass sich unsere Bewohner dort wohl fühlen und gern in Uder sind.

● Noch weiß ich nicht, wann das Bürgermeisteramt im Knorrschen Haus einmal bezugsfertig ist. Im Zimmer Platz finden wird aber auf jeden Fall eine Muschel aus Santiago de Compostela, die Maria Plunkte von ihrer letzten Pilgerreise mitbrachte. Ganz lieb; Danke!

● Ein Kompromiss ist immer ein Ergebnis, mit dem zwei Seiten zufrieden sind oder sein müssen. Wir haben mit dem Vorstand der Waldinteressenten bezüglich der Aussicht von der Blockhütte auf unsere Gemeinde eine Variante gefunden, die uns beide zufrieden sein lässt!

 

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Die Mitglieder des Gemeinderates haben ihn vor einigen Jahren einmal als Dankeschön erhalten. Ein paar Einwohner haben ihn zu besonderen Anlässen übereicht bekommen und auf jeden Fall ist er das Geschenk der Gemeinde, verbunden mit einem Blumengruß, an unsere Eheleute, die auf ihre Goldene Hochzeit zurückblicken können: ein Zinnteller mit dem Wappen der Gemeinde Uder. Wir haben diese Teller extra anfertigen lassen und gedacht, damit eine Freude bereiten zu können. Karl-Heinz Müller, Chef der SWT, hat mir in diesen Tagen einen original eingepackten Teller überreicht, den er im Altmetall gefunden hat! Liebe Leute, wer keinen Wert darauf legt, kann den Teller gern im Bürgermeisteramt wieder abgeben. Aber einfach wegschmeißen? Dafür ist er zu schade und hat er auch nicht verdient. Viele Einwohner hätten sicherlich einen würdigen Platz in ihrer Wohnung!

 

 

Es muss nicht immer ein Spruch aus einem Buch sein. Ich habe in diesen Tagen ein schönes Weihnachtslied (Kastelruther Spatzen) gehört und gedacht: Genau dies wünsche ich Ihnen:

 

 

Ein Herzenswunsch zur Weihnachtszeit soll in Erfüllung gehen, verpackt in Zärtlichkeit mit einem guten Wort zur rechten Zeit, dass einer zu dem andern steht, wenn es einmal nicht mehr geht, das Glück und Liebe in uns wohnt und in dem Herzen wunschlos glücklich ist!