Mai 2011

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

irgendwann lag der Antrag bei mir auf dem Tisch. „Warum eigentlich nicht? Aber was ist, wenn uns doch daraus Nachteile erwachsen?“ Ein paar Telefonate, eine Absprache im Hauptausschuss und dann haben wir den Antrag ausgefüllt und fristgerecht eingereicht. Und nun ist die Gemeinde Uder im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erstmalig vertreten. Unser Dorf hat sich in den zurückliegenden Jahren sehr gut entwickelt, wir haben die Infrastruktur weiter verbessert und wir haben ein Vereinsleben, das sicherlich mit sehr gut zu beschreiben ist. Aber wir sind im nächsten Jahr in der Dorferneuerung und da lagen meine Befürchtungen. Was wollt ihr in diesem Programm, wenn bei euch schon alles Bestens ist? Nein, es ist noch nicht alles so, wie wir es gerne hätten. Es wird meine Aufgabe sein, beide Kommissionen von der Richtigkeit der jeweiligen Beantragung zu überzeugen. Dorferneuerung bedeutet neben den Vorhaben der Gemeinde ja auch Freisetzung privaten Kapitals; darauf warten sicherlich schon einige Grundstückseigentümer. Und „Unser Dorf hat Zukunft“ ist immer eine Momentaufnahme, ein Istzustand, der begutachtet wird. Wer hindert uns daran, dass wir uns nach der Dorferneuerung nicht wieder für diese Auszeichnung bewerben?

Die eine Feier ist verklungen, die nächste steht an. In dieser Woche beginnt der Sportverein auf 90 schöne, und öfters auch erfolgreiche, Jahre zurück zu blicken und hat sportliche und kulturelle Leckerbissen im umfangreichen Programm. Natürlich werbe ich auch hier um Ihre Teilnahme an den sportlichen Aktivitäten, zum Besuch der sportlichen Höhepunkte und ich freue mich, bei den „Pfunds-Kerlen“ aus Tirol wieder mal das Tanzbein schwingen zu können.

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Eine Beschlussvorlage hat sich mit der notwendigen Erhebung der Straßenausbaubeiträge für den zweiten und damit letzten Bauabschnitt in Schönau befasst. Bevor die Verjährung einsetzt, muss die Gemeinde die Gebühr erhoben haben, sonst haftet der Bürgermeister. Ich schreibe da sicherlich nichts Neues, aber leider auch nichts Erfreuliches bei einer Gebühr von 2,51 €/m² gewichtete Grundstücksfläche. Wie bei allen vorherigen Erhebungen bieten wir auch diesmal wieder die Ratenvereinbarung ab einer Gesamtsumme von über 400 € an.

● Erstmalig in meiner Amtszeit habe ich für die Gemeinde einen Rechtsanwalt zu Rate ziehen müssen. Aufgefordert dazu wurde ich ebenfalls durch einen Rechtsanwalt, der für seinen Mandanten den ihm nach Beschluss des OVG Meiningen zustehenden Ehrensold (für aus dem Amt geschiedene Bürgermeister) eingefordert hat. Der Gemeinderat hatte den Antrag seinerzeit einhellig abgelehnt, war aber laut OVG Meiningen dazu leider nicht zuständig. Jetzt darf die Gemeinde monatlich 333,33 € bis zum Ableben des Mandanten (und rückwirkend bis zum 60. Geburtstag) in den Haushalt einstellen und hat auch noch, dank des Mandanten, die Rechtsanwaltskosten zu berappen.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Der Auftakt zur neuen Freibadsaison musste aus technischen Gründen verschoben werden. Die Pumpleitung hatte ein Leck und musste ersetzt werden. Wäre auch nicht weiter problematisch, wenn die Pumpe nicht in 60 m Tiefe sitzen würde. Jetzt müssen, um die Kosten der Instandsetzung wieder einnehmen zu können, eigentlich 1200 Besucher ihren Eintritt von 2,50 € entrichten. Hoffen wir auf gutes Wetter!

Dies & Das...

● Eigentlich schade! Die Feuerwehrleute hatten sich alle Mühe gegeben, haben auch einen ersten und zwei zweite Plätze bei den VG-Ausscheiden belegt, aber honoriert worden ist es kaum. Lediglich 56 zahlende Gäste konnten zum Feuerwehrball begrüßt werden. Dafür haben sie jetzt aber eine wunderschöne Vereinsfahne, ein interessantes Museum und eine würdige Jubiläumsmesse mit Segnung der Fahne und Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal erlebt. Möge auch in den nächsten 120 Jahren das freiwillige Engagement bei den Floriansjüngern vorhanden sein. Die Gemeinde wäre sehr dankbar!

● Der Termin zur Information über Fördermöglichkeiten im Rahmen der Dorferneuerung ist ja bekannt: Dienstag, 7. Juni 2011, 20.00 Uhr Gemeindehaus Riedelsburg. Wer gern ehrenamtlich in einer Kommission mitarbeiten möchte, die sich ausschließlich mit Fragen der Dorferneuerung beschäftigen wird, kann dies an diesem Abend kundtun.

 

Gute Taten I bis III

Immer wieder erfahre ich, wie sehr sich Einwohner engagieren oder Leistungen vollbringen, die nicht alltäglich sind. Ein kleiner Überblick:

I Gerhard Havenstein ist dazu gekommen, wie es Gießkannen zu einem ganz billigen Preis gab. Da hat er gleich 10 Stück geordert und der Gemeinde für die Friedhofsbewässerung zur Verfügung gestellt.

II Seit vielen Jahren pflegt Horst Simon in der Johannesstraße schon das Grundstück der Gemeinde und bepflanzt es auch unentgeltlich. Ein Dankeschön an dieser Stelle auch an die vielen ungenannte Einwohner, die ebenfalls gemeindeeigene Rabatten in Pflege genommen haben und dies schon über Jahre hinweg mit Leidenschaft tun.

III „Ich mache in der Woche sicherlich zwei-dreimal den Grillplatz sauber“ so Margit Poferl. Auch sie bedauert, wie wir im Park, dass vor allem immer mehr junge Leute ein „Augenleiden“ haben. Sie zielen eventuell mit dem Abfall noch richtig, aber sie treffen in den seltensten Fällen den Papierkorb. Und was einmal auf der Erde liegt, ...

 

 

Freundeskreis Knorrsches Haus

Der Kaufvertrag ist in diesen Tage in Erfurt notariell beurkundet und wir somit Eigentümer des Hauses geworden. Entsprechend meiner Ankündigung möchte ich nun alle Interessierten zur Besichtigung des Gebäudes und dann zur Gründung des Freundeskreises recht herzlich einladen. Man sollte erst sehen, für was man sich gern engagieren möchte. Es wird mit Sicherheit kein leichtes Unterfangen, aber wenn man sich auf den Weg machen will, tut man dies immer mit dem ersten Schritt. Am 10. Juni 2011 um 18.00 Uhr treffen wir uns also in der Kirchgasse 4 und gehen im Anschluss in das Pfarrzentrum, um uns über den weiteren Werdegang zu verständigen. Ich habe übrigens dieser Tage im Sauerland ähnliche Strukturen vorgefunden. Nur dort betreibt man als Verein recht erfolgreich ein kleines Hallenbad, das die Gemeinde zuvor schon aufgeben wollte. Ich war beeindruckt, was bürgerschaftliches Engagement alles auf die Beine stellen kann.

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Es gibt sie für 1m³; es gibt sie für 5m³ und es gibt sie für mindestens 10m³: aber es gibt sie nicht kostenlos - die Container der Entsorgungsfirmen. Dies wird sicherlich auch der Grund sein, warum derjenige, der sich zwar ein neues Bad geleistet hat, seine alten Fliesen aber kostenfrei am Güllebecken entsorgen musste. Im nächsten Gemeindeboten erfahren Sie das Fliesenmuster und dann ermitteln wir; ok?

• „Gewässerrahmenplan zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie“ heißt das neue Unwetter, das sich am Himmel zusammen braut und spätestens 2015 auf uns niederprasselt. Bis dahin hat die Gemeinde Zeit, dafür zu sorgen, dass u.a. Fische wieder ohne Beeinträchtigungen wie Staustufen aus der Leine in Richtung Lutter schwimmen können. Die geschätzten 150.000 € schwimmen leider nicht mit; dafür kann die Gemeinde ja Förderung von max. 70% beantragen. Nun habe ich beim besten Willen nichts gegen „eine Renaturierung und eine Erreichung des guten Zustands der Oberflächengewässer“, aber wir haben mit dem Hessenbach, der regelmäßig für Überschwemmungen sorgt, und dem Schwobbach in Schönau sicherlich dringendere Probleme zu lösen. Da wäre eine Förderung mit Sicherheit angebrachter!

 

Das hat mir gut gefallen:

● Einfach eine Wucht, wie man mit prima Ideen und Geschmack den Marktplatz oder das alte DGH so verzaubern kann. Ganz großes Lob!

● Ob nun der Karnevalsverein, die Kirmesburschen oder zuletzt die Feuerwehr; alle Vereine haben die Veranstaltungen auf dem Gemeindesaal bestens organisiert und auch die Abrechnungen liefen reibungslos über die Bühne. Besonders die Kirmesburschen waren über den Zuspruch zu ihrer Disco erfreut. Anscheinend hat man „das Tal der Tränen“ durchschritten, als jeder Kirmesbursche noch seinen eigenen Tisch hatte. Es gab auch keine nennenswerten Schäden und ich hoffe, dass auch die Nachbarschaft nicht über Gebühr belästigt wurde.

 

 

90 Jahre FSV Uder regen zu ein paar sportlichen Zitaten an:

Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern. – Sebastian Kneipp –

Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen. – Werner Fink –

Tue deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen. – Teresa von Avila –