Dezember 2011

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

„was sagt man eigentlich zu einem Wettbewerb, der keiner war oder zu einer Ehrung, die schon vorher feststand? Auf jeden Fall erst einmal Danke. Danke an die Einwohnerinnen und Einwohner, die die Veränderungen mitgetragen haben. Danke auch an den Gemeinderat, der die Veränderungen auf

den Weg gebracht hat und Danke an die Bewertungskommission des Landkreises, die diese Veränderungen in Augenschein genommen und für auszeichnungswürdig befunden hat. Dass wir schließlich die einzigen waren, konnten wir ja im Vorfeld nicht ahnen“. Mit diesen Worten habe ich mich vor dem Kreistag des Landkreises für die Auszeichnung als Kreissieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ bedankt. Und weiter: “Wir haben in den letzten Jahren vieles verändert und viel Neues auf den Weg gebracht. Dass dies aber ohne große „Geräuschkulisse“ geschehen ist, hat etwas damit zu tun, das wir unsere Einwohner stets „mitgenommen haben“. Sie sind schließlich nicht nur die Nutznießer dieser Veränderungen, sondern sie müssen sie auch mit finanzieren! Sie sollten wissen, wofür die Gemeinde letztendlich die Gelder ausgibt und ob wir sie zukunftsträchtig angelegt haben. Nach vielen Maßnahmen, die mit Herz und Verstand zu tun hatten, haben wir uns aber auch die Freiheit genommen, etwas für die Seele der Gemeinde zu tun. Zwei schöne Skulpturen schmücken unseren Ort und erinnern uns an unsere Wurzeln. Und mit dem Erwerb des ältesten Hauses haben wir ungeahnt sehr viel ehrenamtliches Engagement freigesetzt. Seien Sie versichert, dass die Gemeinde Uder alles daran setzten wird, auch unser schönes Eichsfeld im nächsten Jahr beim Landeswettbewerb würdig zu vertreten“.

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Die Antworten kamen, sie kamen prompt, leider kompromisslos und ließen an Deutlichkeit keinen Spielraum. Sowohl das Thüringer Innenministerium als auch die Kommunalaufsicht des Landkreises haben keinen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Erhebung rückwirkender Straßenausbaubeiträge gelassen. Nicht nur das; sie haben auch an mich appelliert, meiner Verantwortung als Bürgermeister für die Kommunalfinanzen gerecht zu werden. Da ich im letzten Gemeindeboten die rückwirkende Erhebung noch strikt abgelehnt habe, muss ich jetzt sehen, wie ich „aus dieser Nummer“ wieder rauskomme! Und da gibt es nur zwei Wege: Entweder ich akzeptiere diese Gesetzlichkeiten und sorge dafür, dass die entsprechende Satzung auf den Weg gebracht wird oder ich ziehe die Konsequenzen und überlasse diese Aufgabe jemanden anders. Dass wir aber an der Satzung nicht vorbeikommen, ist leider Gesetz und wird in anderen Gemeinden sicherlich auch zähneknirschend zur Kenntnis genommen. Und als ob sich Geschichte wiederholt: wieder hat der Stadtrat in Heiligenstadt öffentlich anders entschieden und wird diesen Beschluss doch nicht umsetzen können! Bereits 2001 haben die „Möhrenkönige“ sich in den Medien vehement gegen eine Straßenausbausatzung gewehrt, um sie drei Monate später klammheimlich doch zu verabschieden. Auch im Gemeinderat wird es dazu keine einheitliche Auffassung geben; dies war an diesem Abend bereits ersichtlich. Im Bauausschuss haben wir die möglichen Auswirkungen einmal diskutiert und nach Auswertung aller 19 Maßnahmen stünde noch ein Betrag von ca. 410.000 € im Raum bzw. 0,60 €/m² gewichtete Grundstücksfläche. Dass kann uns nicht trösten, aber da hatte man in Schönau mit etwas über 4 €uro pro Quadratmeter andere Beträge zu akzeptieren.

● Damit die geplante Erweiterung des Friedhofes erfolgen kann, musste der Gemeinderat den Beschluss aus dem Jahr 1994 (Ausweisung eines Bebauungsgebietes) wieder aufheben und hat dann den Kauf bzw. den Tausch der neu zu vermessenen Grundstücke zugestimmt.

● Das Grundstück samt Gebäude ist nun auch offiziell durch den Gemeinderat verkauft worden und somit können nach dem Auszug der Behelfspraxis von Frau Dr. Gralher die Eheleute Bernadette und Lutz Reipert mit dem Umbau des alten Kindergartens zum altersgerechten Wohnen beginnen. Familie Reipert ist bei der Wohnungsverwaltung kein „heuriger Hase“ mehr und so freue ich mich, dass wir nun auch auf diesem Gebiet zusammenarbeiten und bald in Uder die ersten Wohnungen für unsere Seniorinnen und Senioren angeboten werden.

● Der Gemeinderat hat den ehemaligen Bauamtsleiter Karl-Heinz Schweißhelm mit einem Präsent für seine jahrzehntelange Arbeit für unseren Ort gedankt und ihm weiterhin viel Gesundheit und Alles Gute gewünscht. Wir freuen uns, dass er als Berufener Bürger bis zum Ende der Legislaturperiode im Bauausschuss weiter mitarbeiten will.

 

Dies & Das …

● Schwimmbäder und Bibliotheken sind freiwillige Leistungen einer Kommune und stehen bei immer enger werdenden Finanzen als erstes zur Disposition. Es ist schon schlimm genug, wenn sich alle anderen Gemeinden der VG still und leise aus der gemeinsamen Betreibung der Einrichtungen verabschiedet haben. Wir wollen aber Beides erhalten, da es auch ein Stück Kultur und Lebensfreude ist, die einfach zu einer Gemeinde wie Uder dazu gehört. Trotzdem müssen wir auch schauen, wie wir noch effektiver mit den Haushaltsmitteln umgehen können. Bisher wurde die Betreibung des Schwimmbades komplett über den Bauhof abgewickelt. Zeit, die uns aber für die vielfältigen Aufgaben des Bauhofes gefehlt hat. Jetzt haben wir die Möglichkeit, mit einem Saisonvertrag wenigstens die Personalkosten zu reduzieren und dieses Angebot werde ich annehmen. Gerhard Pilz hat sich dazu bereit erklärt, hat schon obligatorische Lehrgänge zur Bewältigung der Technik besucht und wird sich auch die notwendigen Befähigungen als Schwimmmeister aneignen. Ich bin überzeugt, dass wir damit einen wichtigen und richtigen Schritt getan haben.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Der Freistaat hat im nächsten Jahr Mittel für die bereits 2009 diskutierte Lärmschutzwand beim DRK-Kindergarten bewilligt. Anders als zunächst geplant, konnten wir jetzt aber den Einbau von Sichtelemente und ein zusätzliche Begrünung erreichen und somit eine wesentliche Verbesserung der Optik durchsetzen. Zudem werden die Feuerwehrzufahrt und der Eingang von der Straße der Einheit verlegt.

● In unmittelbarer Nähe des Kindergartens wird auch der Schulhof neu hergerichtet. Der umtriebige Direktor hat wieder eine Förderstelle „ausfindig gemacht“ und nun bekommt der Pausenhof nicht nur eine tolle Aufwertung, sondern er wird auch noch sehr schön gestaltet!

 

In eigener Sache

Ich wünsche Ihnen, Ihren Angehörigen und Freunden ein Frohes und gnadenreiches Weihnachtsfest und genießen Sie die Tage zwischen den Jahren in Ruhe und Gelassenheit. Kommen Sie gut in das Jahr 2012 und verlieren Sie auch im neuen Jahr nicht den Humor, bleiben Sie vor allem gesund und unserer schönen Gemeinde wohlgesonnen. An dieser Stelle auch und gern wieder ein herzliches Dankeschön an alle Wegbegleiter. Es war ein gutes Jahr für Uder und Schönau, auch wenn der ein oder andere dies eventuell anders sieht. Sicherlich ist auch nicht jeder mit dem Gemeindeboten einverstanden: zu viel Lob-hudelei, zu viel „Eigenwerbung“ oder missverständliche Äußerungen. Gern nehme ich kritische Meinungen entgegen und korrigiere mich auch gern, wenn ich vom Gegenteil überzeugt werde. Im Dialog und nicht „am einander vorbei reden“ werden Lösungen gefunden! In diesem Sinne hoffe ich auch 2012 wieder um Ihre Begleitung.

 

Das hat mir gut gefallen:

● Die Gespräche haben Erfolg gehabt und so konnte für die Feuerwehr eine bessere Ausstattung erreicht werden. Wann der Heidkopf-Tunnel für Gefahrguttransporte geöffnet wird, ist leider noch nicht bekannt.

● Hallenkreismeister wurden die E-Junioren unseres Sportvereins unter Leitung ihres Trainers Gerhard Glorius. Herzlichen Glückwunsch!

● Einen großen 16:9-Fernseher hat Dix Liesenfeld aus Heiligenstadt in diesen Tagen für unseren Jugendclub gestiftet! Prima und Danke!

● Ohne große finanzielle Unterstützung haben Sie den neuen Bauhof fast fertiggestellt (teils auch an Samstagen) und dies, obwohl die Arbeits-anforderungen z.B. mit der Riedelsburg für die Mitarbeiter nicht leichter geworden sind. Ich freue mich, dass Sie dies Bemühen auch so sehen und dann und wann ein „Schulterklopfen“ oder aktuell ein Zuschuss zur Weihnachtsfeier dieser Zustimmung Ausdruck verleihen. Danke besonders an den Schwichelsberg und in die Brückenstraße!

 

 

Das soziale Netzwerk Facebook macht es möglich! Von zwei jungen Damen aus Uder und Steinheuterode bekam ich einen wunderpaare Spruch aus Australien zugesandt:

 

Solange wir Träume haben, leben wir. Solange wir leben, geben uns Träume Hoffnung. Solange es Hoffnung gibt, haben wir keine Angst vor der Zukunft. Die Zukunft liegt in unseren Händen. Träumen wir sie nicht nur, sondern erleben wir sie.

Träume
© 1999 by Petra Heierhoff bzw. Petra Grabau



Maisprung auf die Blockhütte