August 2011

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

nicht immer, aber manchmal darf man nicht die Augen davor verschließen, dass sich Gewohnheiten ändern. Diese Tatsache habe ich zum Anlass genommen, nochmals mit allen Vereinsvorsitzenden zu reden. In diesem Jahr haben ja gleich mehrere Vereine ein rundes Jubiläum gefeiert und dabei unter anderem auch zu unterschiedlichen Tanzveranstaltungen eingeladen. Feuerwehrball, Sportlerball oder Kirmestanz waren zwar gewohnt gut organisiert, sind aber leider auf wenig Gegenliebe in der Gemeinde gestoßen. Es kann uns auch nicht trösten, dass es in vergleichbaren Gemeinden ähnliche Symptome gibt; wir müssen mit der Situation hier in Uder umgehen. Eine erste Veränderung wird es daher in diesem Jahr beim Fest der Vereine, dem Ossenritterfest, geben. Nicht mehr als eigenständiges Fest, sondern als Bestandteil der Herbstkirmes, soll es versuchsweise fungieren. Natürlich mit den gleichen Inhalten, wie der „Ossenritter des Jahres“ oder die Darbietungen der Vereine, aber eben an einem anderen Tag. Mehrheitlich waren sich die Vorsitzenden einig, die guten Erfahrungen der letzten Kirmes zu nutzen. Dort wurden am Sonntagnachmittag auch das Pfarrgemeindefest und die Kirmesfeierlichkeiten zusammengelegt. So wollen wir es am Sonntag, den 23. Oktober auch handhaben. Pfarrer, Vorsitzender der Kirmesburschen und Bürgermeister sollen eine detaillierte Planung erstellen und dann will man sich in der Runde wieder treffen. Natürlich werden Sie rechtzeitig darüber informiert und ich bitte Sie ganz herzlich im Namen aller Vereine; merken Sie sich den Termin und kommen Sie auf den Gemeindesaal zum Ossenritterfest. Wäre jammerschade, wenn ich im nächsten Jahr wieder anfangen müsste: nicht immer, aber...

 

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Keiner der beiden Ausschüsse hat getagt; lediglich der Bauausschuss hat sich mit den Bauvorhaben der privaten Bauherren und umliegender Gemeinden befasst. Im September geht es dann regulär weiter.

 

Dorfgespräch

● Kein Thema wird in diesen Tagen so ausführlich diskutiert wie unser Friedhof; und hier natürlich die geplanten Veränderungen und die neuen Bestattungsformen. Um es einmal ganz deutlich zu sagen: Wir haben sehr viel Zeit für die Diskussion im Vorfeld der Entscheidungen gehabt. Es waren auch einige Einwohner in der Sprechstunde oder haben mir und anderen Gemeinderatsmitgliedern, unterwegs oder zu Haus, ihre Ideen angetragen. Erst danach haben wir die Satzung verabschiedet und den Landschaftsarchitekten gebeten, uns dafür einen Gestaltungsplan zu erstellen. Die geplante Erweiterung ist notwendig, da wir auch einen Friedhof nicht unbegrenzt wieder „belegen“ können. Zudem wird der Friedhof immer mehr auch Kommunikationsort und sollte daher einen parkähnlichen Charakter bekommen. Die unterschiedlichen Bestattungsformen (die auch angenommen werden) sind das Resultat der Gespräche bzw. das Übernehmen dieser Formen aus anderen Gemeinden und haben einhellig die Zustimmung des Gemeinderates gefunden. Zudem habe ich ja bereits geschrieben, dass die Umgestaltung ein sehr langer Prozess ist und auch nur durchgeführt wird, wenn wir verschiedene Fördermöglichkeiten nutzen können. Und wer für seinen verstorbenen Angehörigen welche Form der Bestattung wählt, ist ausschließlich Privatsache. Einig dürften wir uns sein, dass wir einen sehr guten Gestaltungsentwurf bekommen haben, den sowohl unser Pfarrer als auch die Kirchengemeinde mitträgt.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● In Schönau hat eine Überprüfung der Hundehalter stattgefunden. Nun folgt die Gemeinde Uder, da gesetzlich ab neuem Jahr alle Hunde mit einem Chip registriert werden müssen. Zudem wird die Gemeinde zwei Hundetoiletten (Park und Marktplatz) anbringen und hofft, dass sie zum einen genutzt und zum anderen nicht missbraucht werden.

● Die neue Technik für den Bauhof ist da und wird wesentlich zur Erleichterung beitragen. Nach 22 Jahren durfte ja auch mal etwas Neues angeschafft werden und es ist ja nicht so, dass sie nicht umfangreich genutzt wird. Mirko, als Dienstältester, konnte es gar nicht erwarten!

● Die Umbauarbeiten im Ärztehaus haben sich verzögert; aber ab 4. Oktober ist Baufreiheit. Danke einmal an dieser Stelle an Herrn Dr. Haase und seinem Team für sein jahrelanges Wirken in unserer Gemeinde, für sein Verständnis und Entgegenkommen und Ihm Alles Gute und noch viele Jahre bei hoffentlich guter Gesundheit!

 

Dies & Das …

● Etwas mulmig war mir vor dem Straßenfest in Schönau schon, da wir die „Schönauer Goldengel“ mit den Straßenausbaubeiträgen ja doch ganz schön „zur Kasse“ gebeten haben. Aber meine Befürchtungen waren gottlob umsonst; es war eine prima Atmosphäre, fast alle Goldengel waren da und haben ein paar unbeschwerte Stunden verbracht. Die mir angetragenen Hinweise habe ich gern mitgenommen und sie werden nun kurzfristig abgearbeitet; versprochen.

● Mit einem Mini-Traktor hat jetzt Gerhard Schönefeld den DRK - Kindergarten überrascht, dort war beim Spielzeug die „Not am Größten“.

● Der neueste Verein der Gemeinde heißt „Freundeskreis Knorrsches Haus“. Die Gründungsversammlung war am 10. August und Andreas Uhlich hat einstimmig das Vertrauen als 1. Vorsitzender erhalten. Als eingetragener Verein ist es zielführender, Fördermittel oder Mittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu beantragen und dann auch zu erhalten. Sie brauchen keine Angst zu haben, dass Sie jetzt in jedem Gemeindeboten etwas über den Verein lesen müssen. Wie bei jedem anderen unserer Vereine auch - nur bei besonderen Anlässen. Wer sich aber gern mal das alte Haus anschauen will: Am 11. September ist Tag des Offenen Denkmals und von 13.00 - 18.00 Uhr präsentieren sich der Verein und das Knorrsche Haus. Reinschauen lohnt sich, auch im Internet. Auf der Startseite der Gemeinde (www.gemeinde-uder.de) schreibt das Knorrschen Hauses nämlich ein Tagebuch.

● Eine Ära ist zu Ende gegangen. Nach vielen, vielen Jahren im Öffentlichem Dienst, erst der Gemeinde und dann der VG, ist der Bauamtsleiter Karl-Heinz Schweißhelm in den Ruhestand gegangen. Lieber Kalle, angeblich liest du den Gemeindeboten ja nicht, aber mach diesmal eine Ausnahme: danke für deine Arbeit, danke für dein Engagement und danke für deine Unterstützung. Bleib gesund, nimmt dir Zeit für die Familie und ich würde mich freuen, wenn du dann auch noch ehrenamtlich der Gemeinde weiterhin deine Unterstützung zukommen lässt. Aufgaben wüsste ich umfangreich und genügend!

 

Das hat mir nicht gefallen:

● Was haben die Pilgerfigur und der Unbekannte, der sämtliche Blumengefäße und den Pilgerstab in den Kirchbach geschmissen hat, gemeinsam? Beide sind innen hohl! Sollte er wieder nüchtern sein und diese Zeilen lesen, kann ich ihm nur raten, sich einmal bei Frau Hientzsch zu entschuldigen. Mit viel Liebe und Hingabe pflegt sie seit Jahren die Blumen am Kriegerdenkmal und hat sich nun auch der Pilgerfigur angenommen. Ohne ihre Blumen wäre unsere Gemeinde um ein paar Augenweiden ärmer und als Wiedergutmachung wäre ein Strauß schöner Blumen sicherlich angebracht; das geht auch anonym!

● Viel was schlauer waren der oder die Kumpel auch nicht, die versucht haben, den Ossenritter im Park anzustecken. Einmal dran klopfen hätte gezeigt, dass er aus Bronze ist und daher nicht brennt! Und die Parkbank ist ihnen mit Sicherheit auch nicht nachgelaufen, da haben sie leider auch nachgeholfen; samt Betoneinfassung!

● Ohne Not und ohne Vorankündigung erfährt man aus der Zeitung, dass wir den Status als „anerkanntes Grundzentrum“ aberkannt bekommen sollen. Prompt habe ich der Ministerpräsidentin geschrieben (siehe Internet) und um Korrektur gebeten. Nun hängen zwar kaum große finanzielle Mittel an diesem Titel, aber für die strukturelle Entwicklung der Gemeinde war er in den letzten Jahren stets hilfreich.

 

Das hat mir gut gefallen:

● Kreissieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“! Da keine weitere Gemeinde wollte, nehmen wir den Titel. Was bisher geleistet wurde und was wir uns noch vorgenommen haben; bei einem Rundgang durch die Gemeinde haben wir die Kommission aber auch mit Argumenten überzeugt. Und keine Sorge; wir haben einen ehrlichen Rundgang (inklusive im Aufbau befindliches Landwirtschaftsmuseum) gemacht. Besonders erfreut war man über die Investitionen in die Kindergärten, die Wohnstandorte und das vielfältige ehrenamtliche Engagement. Die Damen und Herren haben uns viel Glück für den Landeswettbewerb gewünscht; da hätten wir, so ihre Meinung, auch gute Karten!

 

 

John F. Kennedy, der wohl populärste amerikanische Präsident, hat einmal treffend bemerkt:

 

Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung! Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden!

 



Maisprung auf die Blockhütte