September 2010

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

ein Bestandteil der letzten Sitzung des Gemeinderates war die Diskussion zur neuen Friedhofssatzung. Nicht nur ich, auch viele Gemeinderatsmitglieder haben aus unzähligen Gesprächen wertvolle Erkenntnisse erhalten. Die gilt es nun in die Entscheidung mit einfließen zu lassen. Wir haben wunderbare Vorschläge zur gestalterischen Neuausrichtung des Friedhofs erhalten und einige Schreiber haben uns von der Bestattungskultur aus ihrem Urlaubsland berichtet. Zunächst erst einmal herzlich Dank für das Weitergeben und Niederschreiben der Vorschläge. Leider können wir nicht alle berücksichtigen! Fest steht aber, dass wir, auch in Absprache mit Pfarrer Jakob, unseren Friedhof neu gestalten wollen. Gestaltung und Satzung sind aber „zwei paar Schuh“ und können unabhängig von einander umgesetzt werden. Dieter Klinge hat den Gemeinderat darauf aufmerksam gemacht und das Gremium hat den Vorschlag aufgegriffen und wird über die Satzung in der nächsten Sitzung befinden. Bei der gestalterischen Umsetzung haben wir „keine Not“ und können sorgsam vorgehen. Deshalb soll der Friedhof zunächst katastermäßig erfasst werden, da dies die Voraussetzung für eine vernünftige Planung ist. Die wollen wir eventuell erst dann umsetzen, wenn wir dafür sogar in den Genuss von Förderung kommen. Vorgesehen ist auf jeden Fall ein Platz, wo auch nach Ablauf der Ruhefristen noch die Möglichkeit besteht, seine Trauer um den oder die Angehörigen zum Ausdruck zu bringen. Ich werde über den Werdegang natürlich weiter informieren und bin dankbar für das vielfältige Engagement.

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

●Aber nicht nur der Friedhof stand auf der Tagesordnung des Gemeinderates und zuvor des Hauptausschusses. Es ist ja bekannt, dass die Gemeinde für Interessierte Fahrzeuge, wie den Multicar, oder Werkzeuge, die nicht unbedingt zum Hobbybedarf gehören, vermietet. Rüttelplatten, Rasenmäher oder andere Utensilien werden für ein geringes Entgelt verliehen. Die Gebühren stammen aber noch aus den Umrechnungszeiten des Euro und wurden nun neu festgelegt.

●Die Möglichkeit, Kleinkinder bereits ab dem 1. Lebensjahr in unseren Kindergärten betreuen zu lassen, hat einen Neuabschluss von Zweckvereinbarungen mit den Gemeinden notwendig gemacht, aus denen Kinder Einrichtungen in der Gemeinde Uder besuchen.

●Nochmals musste ein Satzungsbeschluss zum neuen Wohngebiet gefasst werden. Mittlerweile laufen „Am Storchborn“ schon die Erschließungsarbeiten und die erste Baugenehmigung ist auch schon erteilt. Wenn die Vermarktung so weiter geht, müssen wir uns früher als ursprünglich geplant, wieder Gedanken machen. Wir wollen ja keinen, der in Uder heimisch bleiben oder werden will, abweisen.

●Die Verkehrsführung in der Marienstraße/Siedlung/Siegfriedstraße war in letzter Zeit durch Schwimmbad und Sportplatz, aber auch durch langfristiges Parken von privaten PKW, mehrfach Gesprächsthema. Nach einem Ortstermin mit Ordnungsamt und der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises wurde empfohlen, diesen Bereich als Spielstraße mit allen Konsequenzen umzuwidmen. Der Gemeinderat folgte dieser Empfehlung einstimmig.

●Als einziges Unternehmen hat die E.ON Thüringer Energie AG ein Angebot für einen neuen Konzessionsvertrag mit der Gemeinde abgegeben. Der Gemeinderat beauftragte den Bürgermeister, nun den Vertrag, wie übrigens alle Orte der VG, mit der E.ON abzuschließen.

 

Was tut sich momentan in Uder?

●In der nächsten Woche soll mit dem Straßenbau in der Kirchgasse begonnen werden und man sieht dann, welche Form die zukünftige Kirchgasse bekommt. In der Planung ist auch der Parkplatzbau für den neuen Kindergarten, der zur Eröffnung der Einrichtung fertig sein soll. Mit dem neuen Platz und der beruhigten Zone kann eine gefahrlose An- und Abholung der Kleinen angeboten werden.

●Die Außenarbeiten am Gemeindehaus Riedelsburg haben begonnen. Im Innern sind jetzt die Techniker am Werk, die Anlagen werden feinjustiert und langsam aber sicher kommt auch das Inventar.

 

Dies & das …

●Die Deutsche Post zieht erneut um. Aus dem Geschäft von Fam. Diegmann in die Kirchgasse. Zukünftig können die Leistungen der Post im Geschäft der Fam. Schürer in Anspruch genommen werden. Ein Dankeschön an Familie Schürer, dass diese Möglichkeit auch weiterhin in unserer Gemeinde vorgehalten wird!

●Die Einweihung vom Gemeindehaus Riedelsburg soll zuallererst eine Fest für die Gemeinde sein. Von daher haben wir auf eine große Gästeliste verzichtet und nun hoffen wir, dass Sie auch von unseren Angeboten Gebrauch machen. Um noch einmal einen Vorbehalt zu entkräften: das Ossenritterfest ist nicht allein für die Vereine! Die Vereine wollen Ihnen zeigen, was sie alles können. Und in diesem Jahr haben alle Vereine einen Beitrag angekündigt. Eintritt frei!

●“Bündnis für den Pilger“ haben Pfarrer, Pfadfinderchef und Bürgermeister ihren Zusammenschluss genannt, um sich für das Entstehen der Pilgerfigur einzusetzen. Da die Gemeinde formal nicht zuständig ist und der Kirchenvorstand die Verantwortung scheut, haben wir drei uns vorgenommen, dieses Projekt doch noch bis zum 100-jährigen Kirchenjubiläum umzusetzen. Wir sind überzeugt, dass die Gemeinde mit der Plastik noch mehr an Ausstrahlung und Anziehungskraft gewinnt, und würden Unterstützer herzlich begrüßen.

 

Einmal etwas Privates.....

Es gibt mit Sicherheit vieles Schöne und Gute, was es nicht zu kaufen gibt. Dazu gehört zweifellos eine gute Nachbarschaft. Mir ist jetzt ein Teil davon abhanden gekommen und nun merkt man richtig, wie wichtig eine prima Nachbarschaft sein kann. Seit unserem Zuzug nach Uder vor nunmehr 21 Jahren war Familie Havenstein ein fester und lieber Bestandteil in unserem Leben. Nicht nur das gelegentliche Feierabendbier über den Gartenzaun oder das gemeinsame Gläschen Wein hin und wieder; auch die vielen guten Tipps und Ratschläge oder die helfenden Handgriffe werden uns fehlen. Wir wissen nicht, wer demnächst kommt; aber wir wissen, was wir verloren haben. Gerhard und Christel; Danke für viele unbezahlbar schöne Stunden und Alles Gute in eurem neuen Zuhause in der Klosterstraße!

Das hat mir besonders gut gefallen:

●Obwohl der TÜV den Platz abgenommen und keine Beanstandung hatte, gab es immer wieder Hinweise, einen Zaun zwischen dem Spielplatz beim Radlertreff im Park und der Treppe zur Leine anzubringen. Der Kirmesverein hat diesen Vorschlag jetzt aufgegriffen und will nun eine Abgrenzung an besagter Stelle errichten. Gemeinsam mit Dietmar Zimmermann von der gleichnamigen Zaunbaufirma soll nun das Projekt, mit Unterstützung der Gemeinde, umgesetzt werden. Ein meterhoher Zaun soll dann die Kleinsten vom unbeaufsichtigten Betreten des Uferbereichs abhalten. Die notwendige Tür im Bereich der Treppe sponsert Dietmar Zimmermann übrigens selbst. Danke an die Kirmesburschen von Ingo Köhler und an alle Sponsoren!

●Ich habe die Kreativität unseres Bauhofes unterschätzt! Was Renè, Ellen und Annette mit den Flächen auf unserem Marktplatz gemacht haben, hat mich mehr als überrascht. Ganz toll und natürlich lasse ich mich, und alle Einwohner, gern auch zukünftig derart überraschen.

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

●“Die Gemeinde hat auf dieses Verfahren keinen Einfluss und wir halten es für unzumutbar, das der Eigentümer das Tor wieder errichten muss“ so die Antwort der Denkmalbehörde auf meine wiederholte Anfrage bezüglich der Riedelsburg. Ich verstehe unter Denkmalschutz eigentlich, dass man Denkmäler schützt! Schade, dass man doch so wenig Wert auf Historie und gewachsene Tradition legt.

●Auf jeden Fall haben sie für Gesprächsstoff gesorgt; die Unterlegscheiben aus dem Wessenried. Jetzt müssten nur noch diejenigen den Gemeindeboten lesen, die wieder die Rosen nicht gekauft, sondern geklaut haben. Diesmal sogar vom Pfarrgelände!

 

 

 

Indira Gandhi (1917-1984), die große indische Premierministerin, hat Worte gefunden, die zum Nachdenken anregen; hoffe ich jedenfalls:

 

„Durch die Gasse der Vorurteile muss die Wahrheit ständig Spießruten laufen“.

 

„ Mein Großvater sagte mir einst, dass es zwei Sorten von Menschen gäbe. Die, die arbeiten und die, die sich die Lorbeeren für diese Arbeit einheimsen. Er sagte mir, ich solle versuchen in der ersten Gruppe zu sein; es gäbe dort viel weniger Konkurrenz.“