Mai 2010

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

nun ist es amtlich und somit wird bei der Wahl am 6. Juni zum Bürgermeister nur ein Name auf dem Zettel stehen; meiner. Ich sehe dies mit gemischten Gefühlen, da es nun einzig und allein an mir liegt, Sie davon zu überzeugen, an diesem Sonntag im Juni zur Wahl zu gehen. Zu einer Wahl, die ja nun keine mehr ist und an einem Sonntag, der bisher gern zur Heimreise von einem Kurzurlaub oder einem verlängerten Wochenende genutzt wird. Warum sollte man dann noch wählen gehen oder sich extra beeilen, um in das Wahllokal zu kommen? Ich möchte Ihnen drei Gründe nennen, warum Sie es doch tun sollten! 1. Es haben sich wieder freiwillig Wahlhelfer bereit erklärt, die diesen Sonntag im Wahllokal sein werden und Ihnen bei der Stimmabgabe behilflich sein wollen. Sie haben für dieses Ehrenamt eine Honorierung verdient. 2. Sie entscheiden ja nicht über irgendeine Lappalie, sondern über das höchste Amt, dass die Gemeinde vergeben kann. Und das verdient eigentlich Respekt und 3. Ich bitte Sie ganz herzlich um Ihre Stimme! Ich möchte meinen eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen, die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat auf sehr gutem Niveau fortführen und noch viele gute Ideen in den nächsten Jahren einbringen. Was ich damit konkret meine; Sie werden es noch erfahren. Aber nicht im Gemeindeboten; der ist nicht für Wahlwerbung zuständig. Bitte machen Sie auch von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch, die jetzt schon bei der VG zu den üblichen Sprechzeiten möglich ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Wahlbeteiligung doch ein gewisses Interesse an der Kommunalpolitik wiederspiegeln würde.

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Es war eine Mammutsitzung, die der Gemeinderat am 10. Mai absolviert hat. Aber mir ist es lieber, wir diskutieren strittige Punkte aus und haben dann ein Ergebnis, mit dem alle leben können, bevor jemand unzufrieden ist und seine Bedenken nicht ausreichend berücksichtigt sieht; auch wenn es einmal bis 24.00 Uhr geht! Die Tagesordnung war umfangreich und begann mit dem Beschluss, drei Mitgliedern für nunmehr zwanzigjährige Mitarbeit in diesem Gremium den Titel „Ehrengemeinderat“ zu verleihen. Die Verleihung soll im würdigen Rahmen beim Ossenritterfest erfolgen. Die Satzung über die Benutzung der Räumlichkeiten der Gemeinde wurde aktualisiert und um das „Gemeindehaus Riedelsburg“ angepasst. Zu welchen Preisen kann man nun die neuen Räumlichkeiten anmieten? Darüber wurde intensiv diskutiert und dann ein tragbarer Kompromiss gefunden. Bitte unbedingt die Veröffentlichungen der entsprechenden Beschlüsse in den Schaukästen oder im Höhberg-Echo verfolgen, da der Platz hier nicht für alle Details ausreicht. Den Gemeinderaum Riedelsburg kann man für 100 € und den Gemeindesaal Riedelsburg für 300 € pro Tag anmieten. Sollte Küchennutzung gewünscht werden, sind dafür 40 € hinzuzurechnen. Den Vereinen stehen kostenfrei nach wie vor das Dorfgemeinschaftshaus und das Vereinshaus zur Verfügung. Bei der Nutzung der Räumlichkeiten im Gemeindehaus Riedelsburg ist eine Nutzungsvereinbarung mit der Gemeinde abzuschließen. Wir werden die aktuellen Beschlüsse auch wieder im Internet anzeigen.

● Zur nochmaligen Prüfung an die Kommunalaufsicht wurde der Antrag auf Ehrensold des ehemaligen Bürgermeisters empfohlen, da er doch finanzielle Auswirkungen auf die Gemeinde hat.

● Es wurde ja bereits darauf hingewiesen, dass sich der Gemeinderat über eine neue Friedhofssatzung Gedanken macht. Wesentlicher Bestandteil soll die Einführung von Wahlgrabstätten und, damit verbunden, auch von Doppelgräbern sein. Bitte informieren Sie sich an den Schaukästen im Friedhof, bringen sich in die Diskussion ein und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Ein kurzer Dreizeiler reicht da schon!

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Der neue Kunstrasenplatz ist fast fertig. Beim Verlegen der Bahnen will sich der Sportverein noch einbringen und so wird wahr, was man manchmal kaum noch zu glauben gehofft hatte. Dann haben die verantwortlichen Trainer und Übungsleiter des FSV 1921 eine Schlechtwettervariante oder einen Schonplatz für die zwei anderen Spielstätten. Das sollte doch nach dem erreichten Klassenerhalt der männlichen und weiblichen Roten Teufel motivieren, oder?

● Es war eine sehr sachliche und informative Anwohnerversammlung. Die Kirchgasse soll umfangreich ausgebaut werden und das Interesse daran war bei den direkten Anwohnern sehr groß. Stefan Klaus, zuständig für Investitionen beim WAZ, Franz Rohmund und Günter Ludolph vom Straßenbauamt sowie Zacharias Kobold vom Ingenieurbüro und Frank Stützer als zuständiger Bauleiter gaben sich die allergrößte Mühe, das Vorhaben verständlich und umfangreich zu erläutern. Die Anfragen der Anwohner waren präzise und alle Hinweise wurden aufgegriffen und beraten. Baustart soll Anfang Juni sein und bereits nach gut 3 Monaten ist mit dem Ende der Maßnahme zu rechnen; inklusive einer zünftigen Feier. Bitte unbedingt die Verkehrsführung während der Bauphase beachten! Informationen dazu erfahren Sie im aktuellen Höhberg-Echo!

● Die Ansiedlung von Kaufland im Gewerbegebiet von Heiligenstadt hat Auswirkungen bis nach Schönau. Über die Erweiterung der Kläranlagen wollen WAZ und Gemeinde die Einwohner unseres Ortsteiles rechtzeitig informieren. Einladungen dazu erfolgen separat.

● Am 16. Juni 2010 wird nun der neue REWE-Markt eröffnet. Die Einladungen sind erfolgt und sicherlich können Sie sich ebenfalls an dem Tag ein Bild vom Einkaufzentrum machen. Und das Geheimnis um den alten Standortes scheint auch gelüftet: Penny, ein Discountmarkt der REWE-Gruppe wird voraussichtlich einziehen.

● Die Arbeiten am neuen Kindergarten sind angelaufen und bereits am 25. Juni soll mit dem Caritas-Direktor die Grundsteinlegung sein.

● Die Eintrittspreise beim Schwimmbad wurden auf Grund der Hinweise des Rechnungsprüfungsberichtes moderat angepasst. Aber mit der Einführung von Zehnerkarten haben wir eine Möglichkeit gefunden, diese Erhöhung doch wieder „abzufedern“.

● Erstmalig wird es am 1. Juni ab 14.00 Uhr ein Kinderfest der Raiffeisenbank und der Riedelsburg geben. Kinderschminken, Torwandschießen, Verlosungen u.v.m. werden angeboten und sollten von unseren Jüngsten auch dankbar angenommen werden.

 

Das hat mir besonders gut gefallen:

● „Die Gemeinde hat den zweiten Platz erreicht und ist damit ab 2012 in der Dorferneuerung“. So nüchtern wie diese Mitteilung bei einer Sitzung des LEADER-Vorstandes an mich herangetragen wurde, umso mehr hat sich mich doch gefreut. Damit sind Förderungen von 65% für die verschiedenen Maßnahmen möglich und die wollen wir unbedingt nutzen. Danke an alle, die dazu beigetragen haben!

● „Die Aussichten auf Aufnahme in ein Förderprogramm sehe ich durchaus positiv“, so die Aussage aus dem Thüringer Bauministerium. Dahin hatte ich mich gewandt, als die Umbaupläne des Kath. Kindergartens zum altersgerechten Wohnen von der Bauverwaltung des Landkreises genehmigt wurden. Jetzt sind die Unterlagen auf dem Weg zum Landesverwaltungsamt und wir hoffen nun, in den Genuss der Förderung zu kommen. Dann kann nahtlos damit begonnen werden, das Gebäude nach dem Auszug der Jüngsten für die Älteren der Gemeinde herzurichten. Insgesamt wird es 12 Wohnungen geben.

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Aus einer kleinen Anfrage eines Einwohners hat eine Tageszeitung fast einen Skandal herbei geschrieben. „Kampf ums Blut“ konnte man da in bester Revolvermanier lesen und dabei ging es doch lediglich um die Frage, warum das ITM Suhl in Uder keine Blutspenden durchführen kann. Sie haben ja schon zwei durchgeführt, aber sie müssen auch zur Kenntnis nehmen, dass wir mit dem Ortsverband des DRK einen Ausrichter in der Gemeinde haben, der auf jahrzehntelange Tradition zurückblicken kann. So etwas macht man nicht ohne Not, bzw. aus reinem Kommerzdenken, kaputt. Wir sind über jeden froh, der sich ehrenamtlich, und dann noch für einen lebenswichtigen Zweck, engagiert und deshalb unterstütze ich unser DRK und nicht das ITM Suhl, die ja noch nicht einmal das Gespräch gesucht haben.

 

Konrad Adenauer (1876-1967), erster dt. Bundeskanzler muss auch seine Erfahrungen mit der Presse gemacht haben. Darüber und weitere Lebensweisheiten von ihm können sie hier erfahren:

 

„Mit kleinen Jungen und Journalisten soll man vorsichtig sein. Die schmeißen immer noch einen Stein hinterher.”

 

„Die Erfahrungen sind wie die Samenkörner, aus denen die Klugheit emporwächst“.

 

„Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muss man erst richtig anfangen“.

 

 

 

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!