März 2010

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

in Erfurt haben sie eine neue Verordnung erlassen, wonach das Verbrennen von Baumschnitt im Innenbereich einer Gemeinde untersagt - im Außenbereich aber gestattet ist. Daraufhin reagiert der Landkreis mit einer Veränderung der Abfallsatzung und führt nun jährlich zweimal das Einsammeln von Baumschnitt analog der Müllentsorgung ein. Zudem darf auf Grundstücken, die vom Innen- in den Außenbereich reichen, ebenfalls verbrannt werden. Am Günstigsten wäre es, so der Landkreis, wenn jede Gemeinde eine zentrale Stelle anbieten kann, wo während der Brenntage der angesammelte Baumschnitt ordnungsgemäß entsorgt werden kann. Also ist man jetzt im Landkreis nun da angekommen, wo wir in der Gemeinde schon seit nunmehr vier Jahren sind. Ob das Aufkommen im Wessenried auf Grund des Einsammelns nun fallen wird, kann nicht genau prognostiziert werden. Aber wir wollen das Areal dennoch etwas umgestalten; vor allem so, dass eine bessere An- und Abfahrt gewährleistet werden kann. Und dann kann ab Ende April (Datum folgt) wieder der Grün-und Baumschnitt kostenlos abgegeben werden. Ich appelliere aber auch ausdrücklich nochmals dafür, dass nur der Grün- oder Baumschnitt aus eigenem Aufkommen abgeliefert wird und wir keinen „Tourismus aus anderen Gemeinden oder lieben Verwandten und Bekannten“ in dieser Sache hinnehmen können. Denn damit würde unsere Solidargemeinschaft arg strapaziert und ob wir uns dann diesen Service noch unentgeltlich leisten können, sei dahingestellt. Ich vertraue daher auf Ihre Ehrlichkeit, freue mich, wenn Sie dies auch so sehen und entsprechend handeln.

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Der Gemeinderat hatte in der letzten Sitzung gerade den Haushalt für das Jahr 2010 beschlossen, da kam aus Erfurt die Nachricht, dass es weniger Schlüsselzuweisungen für die Kommunen gibt. Uns betrifft dies exakt mit einer Summe von 59.563,05 € und es ist schon ein beträchtlicher Teil, der uns in den Einnahmen fehlen wird. Die nächsten Sitzungen der Gremien sind erst wieder im April und im Mai.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● In Zusammenarbeit mit dem Forstamt Heiligenstadt hat nun unsere Gemeinde einen neuen Platz zum Verweilen. Beim Wasserbassin über dem Eichenweg steht nun eine sogenannte „Futterkrippe“ und lädt zum wunderbaren Blick über unsere schöne Gemeinde ein. Beim Frühjahrsputz haben die Kirmesburschen auch gleich noch den Platz hergerichtet und wir wollen neben dem Ruhepol auch noch erreichen, dass dort nicht wieder illegal Müll entsorgt wird. Hoffen wir jedenfalls!

● Die Arbeiten am neuen REWE-Markt machen Fortschritte. Laut Auskunft von Herrn Kalbhenn soll dieser bereits im Juni eingeweiht werden. Jetzt mussten wir den Bauherren aus Hildesheim aber daran erinnern, dass auch der Verbundweg zwischen dem alten und neuen Markt und die Verbreiterung der Zufahrt zum neuen Markt ebenfalls zum Leistungsumfang gehören. Ich hatte mir dies schriftlich zusichern lassen und bestehe selbstverständlich darauf. Keine verbindliche Auskunft war zum Nachmieter der alten Immobilie zu erfahren.

● Gleich zweimal haben wir in den letzten Tagen mit Landesbehörden verhandelt. Im Landesverwaltungsamt Weimar waren Gespräche notwendig, da wir ohne einen Flächennutzungsplan der Gemeinde eigentlich keine Genehmigung für das neue Wohngebiet erhalten sollten. Aber die gute Bevölkerungsentwicklung, die gute Infrastruktur mit Bibliothek und Schwimmbad sowie der Beschluss des Gemeinderates, einen solchen Plan in nächster Zeit zu erstellen, haben offensichtlich die Damen und Herren in Weimar überzeugt.

Aus Gotha, vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung, war zuvor eine Delegation angereist, die sich vor Ort ein Bild davon machen wollte, ob Uder in das Dorferneuerungsprogramm des Landes aufgenommen werden kann. Wir hatten erstmalig den Antrag gestellt und Vorschläge unterbreitet, für die wir gern eine Förderung erhalten würden. Die Fassaden des Friedrich-Fröbel-Kindergartens und des Dorfgemeinschaftshauses, die Gestaltung der Nebenanlagen in der Kirchgasse und die Wohnumfeldgestaltung unseres Gebäudes in der Klosterstraße nach dem Auszug des Katholischen Kindergartens, waren dabei. Aufmerksam wurde auch mein Vorschlag registriert, den Platz beim Wappenstein in der Lutterstraße als „Hochzeitsgarten“ zu gestalten. Junge Brautleute könnten, so meine Idee, mit den Pflanzen eines Baumes dort ihre „Verwurzelung“ mit der Gemeinde zum Ausdruck bringen. Mal was Neues. Ob wir mit unseren Vorschlägen überzeugen konnten? Die Antwort erhalten wir nicht vor Mitte Mai.

●„Beweg dich für deine Gemeinde“. Das Gesundheitsamt möchte einen Wettstreit zwischen allen Gemeinden anregen, zu dem jeder Einwohner seinen Beitrag in Form von Kilometern im Laufen, Wandern, Radfahren oder Schwimmen leisten kann; ob nun in einem Verein oder als Einzelperson. Vom 20. März bis 20.Oktober geht die Aktion und wird vom Landkreis und der Presse begleitet. Für unsere Gemeinde ist meine Stellvertreterin Monika Weinrich federführend und hält den Kontakt zum Landkreis und für Aktive aus Uder die entsprechenden Listen parat. Bei Interesse eines Vereins (FSV, Wanderverein) oder Einzelpersonen bitte bei Monika melden!

 

Dies & das …

●Ingo Köhler ist neuer Vorsitzende unseres Kirmesburschenvereins. Ich wünsche ihm auch an dieser Stelle viel Spaß bei seinem neuen Ehrenamt, bei seinen Entscheidungen immer ein „glückliches Händchen“ und viel Erfolg in seinem Tun. Gleichzeitig möchte mich auch bei seinem Vorgänger, Frank Jünemann, und dessen Stellvertreter, Ingo Wolf, ganz herzlich für ihren Dienst bedanken.

● Beim Gemeindewahlleiter Walter Riethmüller (Kämmerer der VG) können die Wahlunterlagen zur Bürgermeisterwahl abgeholt und auch wieder abgegeben werden. Einreichungsende: 23. April um 18.00 Uhr! Nur wer die kompletten Unterlagen eingereicht hat, kann von der Wahlkommission zugelassen werden. Ein Dank an dieser Stelle auch wieder an die Freiwilligen, die sich als Wahlhelfer am Wahlsonntag zur Verfügung gestellt haben. Nochmals der Hinweis, dass diesmal nicht in der Feuerwehr gewählt wird, sondern die Wahllokale im Dorfgemeinschaftshaus und in der Aula der Regelschule sind.

 

Das hat mir besonders gut gefallen:

● „Natürlich hat die Jägerschaft ein Herz für Kinder und daher haben wir uns entschlossen, 700 € für den neuen Kindergarten in diesem Jahr zur Verfügung zu stellen“, so Gerald Hottenrott, der Kassenwart der Jagdgenossenschaft Uder. Mit dem Geld sollen Spielgeräte für den Außenbereich finanziert werden.

● Aus berufenem Mund haben die Mitglieder des DRK Ortsverbandes Uder jetzt erfahren, dass ihr Verband zu den aktivsten im gesamten Landkreis gehört. Der Kreisvorsitzende des DRK, Herr Jaworski, lobte bei der Jahreshauptversammlung in diesen Tagen die sehr gute Organisation der Blutspenden, die wieder erwachende Jugendarbeit und den gesamten Vorstand für sein außerordentliches Engagement. Wir schließen uns diesen Aussagen natürlich gern an!

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Die Plätze bei den Papiercontainern sehen mittlerweile fast jeden Tag chaotisch aus. Schlachtabfälle, gelbe und blaue Säcke mit verendeten Tieren werden einfach in Bachläufe und in die Gemarkungen geschmissen. Oft wird der Friedhofszaun eingetreten, beschmiert oder anderweitig beschädigt. Erst vor kurzem wurde der Zaun durch ein Auto lädiert. Das kann ja mal passieren, aber der/die Fahrer/in hätte dann wenigstens die Courage haben müssen, Bescheid zu geben und nicht einfach davon zu fahren. Wer dies nicht glaubt, kann diesen Text mit den entsprechenden Bilder dazu unter www.gemeinde-uder.de nachlesen und anschauen!

 

Betrachtet man die Vorfälle und dann auch die Bilder, kommen einem doch Fragen, ob dies Böswilligkeit, Dummheit oder mangelnde Intelligenz ist.

 

„Tritt eine Idee in einen hohlen Kopf, so füllt sie ihn völlig aus - weil da keine ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.”

Charles de Montesquieu (1689 – 1755) französischer Schriftsteller

 

„Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.”

Friedrich von Schiller (1759-1805), deutscher Dichter

 

„Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld.”

Ludwig Börne, 1786-1837, deutscher Journalist

 

„Ist es nicht schrecklich, dass der menschlichen Klugheit so enge Grenzen gesetzt sind und der menschlichen Dummheit überhaupt keine?”

Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker, erster dt. Bundeskanzler

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!