Juni 2010

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

er bleibt Ihnen erhalten, der Gemeindebote. Mit einem ganz tollen Ergebnis haben Sie mir das Vertrauen für eine zweite Amtszeit geschenkt und ich möchte mich natürlich ganz, ganz herzlich dafür bedanken. Mit 99,3% habe ich nun wirklich nicht gerechnet und war überwältigt. Klar; ich hatte mir schon eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht. Aber vergleichbaren Kommunen haben noch nicht einmal die knapp 40 % Wahlbeteiligung wie wir (Niederorschel 30%, Breitenworbis 27% oder Ershausen mit 33%). Das kann einen beim besten Willen nicht trösten und so muss ich diesen „Wermutstropfen“ hinnehmen. Die Gründe mögen vielschichtig sein und reichen von: „steht doch nur einer zur Wahl“; „der wird eh gewählt“ oder „ich habe mit dem nichts am Hut“. Gott sei Dank werden wir ja zu Wahlen nicht mehr zwangsverpflichtet und von daher lasse ich auch nicht gelten, wenn jemand meint, „der Martin ist ja noch nicht einmal von der Hälfte der Einwohner gewählt worden“. Jeder hatte die Möglichkeit und ich bedanke mich ausdrücklich bei Jenen, die ihrer demokratischen Pflicht nachgekommen sind.

Das Ergebnis ist natürlich eine „Hausnummer“, die wohl nur schwer wieder zu erreichen ist. Allen, die einen (Stimm)Anteil daran hatten, ein ganz, ganz herzliches Dankeschön. Natürlich ist dies auch Verpflichtung zugleich, mit demselben Elan weiter für die Gemeinde zu arbeiten und mich mit ganzer Kraft für die Entwicklung von Uder und Schönau zu engagieren. Und ich möchte es auch nicht versäumen, mich bei den Wahlhelfern zu bedanken, die wieder für einen reibungslosen Ablauf der Wahl gesorgt haben. Es ist ja keine Selbstverständlichkeit.

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Bereits in der letzten Sitzung hatten wir uns mit der Hundesteuersatzung beschäftigt und diese einstimmig geändert. Auch auf die Gefahr hin, dass wir die Mehrheit unserer Hundehalter „mit bestrafen“, haben wir eine Erhöhung der Steuer beschlossen und diese tritt nun mit Beginn des Jahres 2011 in Kraft. So wird z.B. die Steuer bei einem Hund von 30 € auf 50 € erhöht; liegt aber vergleichsweise mit anderen Gemeinden damit noch im unteren Bereich. Aber immer öfter muss unser Bauhof die Hinterlassenschaften der Vierbeiner im Park, auf Gehwegen und, was am Schlimmsten ist, von Spielplätzen beseitigen. Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon auf das Problem aufmerksam gemacht habe, und trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, ich hätte dies vom Ergebnis her auch der Kirchenmauer erzählen können! Und immer öfters höre ich, dass Herrchen oder Frauen, auch bei gut gemeinten Ratschlägen, abwinken und einfach weggehen.

● Kurzfristig wird noch in diesen Tagen eine Sitzung des Gemeinderates einberufen. Nach der Unterzeichnung einer entsprechenden Zweckvereinbarung muss die Satzung zum geänderten B-Plan der Firma HIQ nochmals beschlossen werden, um dann rechtskräftig zu werden. Dies ist wiederum Voraussetzung, dass die Firma ihre Umbaupläne realisieren kann. Und wir wollen dem nicht im Wege stehen, denn damit könnten neue Arbeitsplätze entstehen.

● Die Änderung der Hauptsatzung steht auch auf der Tagesordnung. „Der Schulze will mehr Geld“, könnte man meinen. Aber in der neuen Legislaturperiode werden die Aufwandsentschädigungen der ehrenamtlichen Bürgermeister mehr als bisher versteuert und der Gesetzgeber hat die Regelung geschaffen, diesen Teil durch eine Erhöhung der Aufwandspauschale ausgleichen zu können.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Die Kirchgasse wird saniert. Nachdem der Termin auf Grund der Schülertransporte verschoben wurde, hat nun in dieser Woche die Baufirma mit den Arbeiten begonnen. Wir hoffen auch bei der Kirchgasse auf einen möglichst reibungslosen Verlauf der Maßnahme.

● Bereits im September wird wieder Leben in den alten REWE-Markt kommen. Bis dahin wollen die Penny-Verantwortlichen den Markt generalüberholt und modern gestaltet haben. Nun ist Uder ja eine wachsende und attraktive Gemeinde und trotzdem bleibt zu wünschen, dass alle drei Einkaufsmärkte dann immer noch genügend zum Existieren haben.

 

Dies & das …

● Das Zelt im Park wird nach der Blasmusik nicht abgebaut. Die Kirmesburschen werden es gleich nutzen, um an den letzten beiden Juliwochenenden zum Kirmestanz und zur Geselligkeit einzuladen. Auch haben die Jungs um den neuen Vorsitzenden Ingo Köhler wieder ein tolles Programm erarbeitet und hoffen auf eine gute Resonanz.

● Ich hatte dieser Tage ein sehr interessantes Gespräch mit dem Übungsleiter im Nachwuchsbereich des Sportvereins, Wolfgang Rehbein. Sicherlich stellvertretend für alle Betreuer oder Trainer, egal ob im Sport, beim Karneval oder den Pfadfindern, erzählte mir Herr Rehbein von den Schwierigkeiten, die so ein Amt mit sich bringt. Ich möchte deshalb an dieser Stelle einmal an die Großzügigkeit einer Gesellschaft appellieren: Wer es ermöglichen kann, sollte doch mit einem Obolus einmal eine Nachwuchsmannschaft unterstützen. Viele Trainer und Betreuer sind mit Herzblut bei der Sache und freuen sich über die Entwicklung ihrer, unserer, Schützlinge. Wenn wir ihnen eine kleine Sorge abnehmen könnten, sind sie sicherlich sehr dankbar. Die Mannschaft von Wolfgang Rehbein hat übrigens auf eigene Kosten an einem internationalen Turnier in Österreich teilgenommen und dort unser Dorf und den FSV 1921 würdig vertreten.

● Da ich in den letzten Tagen vermehrt danach gefragt wurde, ob wir nicht auch die Fassade des Friedrich-Fröbel-Kindergarten sanieren könnten, hier noch einmal der Hinweis: Ab 2012 ist die Gemeinde in der Dorferneuerung und wird dann Fördermittel dafür in Anspruch nehmen können! Bitte bis dahin noch durchhalten - wir arbeiten dran.

● Auf zwanzig Jahre kann Gerd Liese mit seiner Firma „Liedeco“ zurückblicken. Mit immer neuen Ideen behauptet sich der umtriebige Thalwender am Markt und ist mittlerweile der größte Arbeitgeber in unserem Gewerbegebiet; auch für Viele aus Uder! Danke dafür!

● Der Gemeindebote geht jetzt erst einmal in den wohlverdienten Urlaub und wird frühestens im August wieder die neuesten Nachrichten verkünden können. Allen, die es dem Boten nachmachen, wünsche ich erholsame Tage, bestes Wetter und eine gute Heimkehr.

 

Das hat mir besonders gut gefallen:

● Unsere Vereine sind ja pfiffig und lassen sich immer wieder mal etwas Neues einfallen. Die Uderaner Musikanten haben jetzt das Stabsmusikkorps der Bundeswehr eingeladen und veranstalten ein ganzes Wochenende der Blasmusik. Als „Märkerländer Musikanten“ gibt das Stabsmusikkorps ein Konzert am 9. Juli und am 11. Juli spielen mehrere Kapellen zum Platzkonzert im Park auf.

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● „Jeden Morgen ist es unsere erste Aufgabe, im Park kaputte Gläser und Flaschen aufzusammeln. Schließlich sollen sich die Kinder, die gern den Spielplatz und den Park in Anspruch nehmen, ja nicht verletzen“, so Renè Hackethal. Ist das normal, liebe Abendbesucher?

● Auf diesen Wahlschein hätte ich gut und gern verzichten können. Und wer immer ihn bekritzelt hat; alle „Latten hatte er nicht am Zaun“. Denn wer „Adolf Hitler–Führer“ aufschreibt, ist total fehl am Platz und hat in einer demokratischen Gesellschaft nicht zu suchen.

● Vier Feuerwehrleute und ich haben an einem Sonntagmorgen mit Sicherheit etwas anderes zu tun, als auf die Blockhütte zu fahren um nachzuschauen, weil dort ein paar Unverbesserliche wieder Feuer gelegt hatten. Und es ist zu vermuten, dass diese Chaoten auch das Marienbild am Krimmling zerstört haben. Warum, so frage ich mich, hat man keinen Respekt mehr vor sensiblen Kulturgütern oder den Leistungen Anderer? Ist es, weil man auf eigene Leistungen nicht verweisen, zurückblicken oder stolz sein kann? Auf jeden Fall ist es ein Armutszeugnis und ich bedaure, dass unsere Gesetzgebung kaum in der Lage ist, angemessen darauf zu reagieren. Vielleicht schafft man einmal einen Präzedenzfall, um zukünftig Herr der Lage zu werden?

 

 

 

Zur eigenen Wahl macht man sich so seine Gedanken. Hilfreich waren da die Sprüche von Marie von Ebner-Eschenbach, einer österreichische Schriftstellerin (1830 bis 1916)

 

Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.

 

 

Müde macht uns die Arbeit, die wir liegenlassen, nicht die, die wir tun.

 

 

Haben und nicht geben ist in manchen Fällen schlimmer als stehlen. Siege, aber triumphiere nicht.

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!