Januar 2010

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

in den letzten Tagen und Wochen hat uns der Winter „gut im Griff gehabt“ und wir mussten als Gemeinde Ihnen doch Einiges zumuten. Gleich zu Beginn des neuen Jahres gab es soviel Schnee, wie schon lange nicht mehr und unser Bauhof hatte alle Hände voll zu tun. Natürlich kann er nicht an allen Ecken und Enden gleichzeitig sein und natürlich war man bei der Intensität auch manchmal überfordert. Und zu allem Unglück streikt dann auch noch die 12 Jahre alte Technik und fällt leider an zwei Tagen aus, so dass die Damen und Herren mit der Hand (wie jetzt am Sonntag geschehen) die wichtigsten Wege frei schaufeln mussten. Daher möchte ich an dieser Stelle einmal ein Extralob an Renè Hackethal und sein Team aussprechen. Ich weiß, dass jetzt in verschiedenen Ecken wieder geknurrt wird und man mit meiner Meinung nicht konform ist. Aber ich habe die Einsatzpläne gesehen, ich weiß, wann die „Jungs“ draußen waren und weiß auch die Widrigkeiten, mit denen sie es manchmal zu tun hatten. Als uns zum Feiern zumute war, saßen sie im Multicar und hätte mancher Eigentümer sein Gefährt einmal auf sein eigenes Grundstück geholt, ließe sich manche Straße auch besser bearbeiten.

Ich bedanke mich aber auch bei den Anrufern und Mailschreibern, die mich dann doch noch auf die eine oder andere Unachtsamkeit aufmerksam gemacht haben. Wir konnten im Dialog die Dinge zum Guten klären und so sollte es auch sein. Mit etwas mehr Gelassenheit, mit etwas mehr gegenseitigem Respekt und mit etwas guten Willen haben wir alles regeln können und so sollte es auch bleiben.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

  • Die nächste Sitzung des Hauptausschusses wird sich mit dem Haushalt der Gemeinde befassen. Danach bleibt Zeit, in den Fraktionen den Entwurf zu beraten, um ihn dann im Gemeinderat zur Beschlussfassung vorzulegen. Ich verrate sicherlich kein Geheimnis, wenn ich darauf aufmerksam mache, dass wir bereits im letzten Jahr die Weichenstellung für die Aktivitäten in diesem Jahr vorgenommen haben und es kaum finanziellen Spielraum gibt. Es wird in diesem Jahr ein Kraftakt werden, da uns allein beim Gemeindehaus nochmals 20.000 € weniger an Förderung zugebilligt wurden. Aber wenn wir diese wichtige Investition getätigt haben, dürften auch die finanziell „größten Brocken“ der nächsten Jahre gemeistert sein. Und wir müssen registrieren, dass uns im investiven Teil des Haushaltes Gelder fehlen, die wir zusätzlich für Verwaltungsaufgaben ausgeben müssen.

Was tut sich momentan in Uder?

  • Der Auftrag ist von den Eichsfeldwerken vergeben und sollte gleich zu Beginn des Jahres abgearbeitet werden. Aber trotz noch so guter Planung; auch diese Verantwortlichen müssen das Wetter akzeptieren und rechen nun mit einem Baubeginn für die Anschlüssen an das öffentliche Wasserver- und Entsorgungsnetz durch die Anwohner der Lutterstraße frühestens für Mitte-Ende März. Darüber, über die Verkehrsregelung beim Bau (Ampelanlage) und die Höhe der Anschlusskosten wurden die anwesenden Anwohner von Stefan Klaus, zuständiger Leiter für Investitionen bei den Eichsfeldwerken, vom Bauamtsleiter Kalle Schweißhelm und mir informiert.
  • „Sie sind nicht der Einzige, der ab und zu den Kopf zur Tür rein steck und sich nach dem Stand der Arbeiten erkundigt“, so ein Mitarbeiter der Firma Otis, die gerade dabei ist, den Zugang zum Saal behindertengerechten zu installieren.

Dies & das …

  • Zum vierten Neujahrsempfang der Gemeinde konnte ich Landrat Dr. Werner Henning begrüßen. In entspannter Atmosphäre war einmal Zeit, sich bei den Leistungsträgern der Gemeinde zu bedanken, die sich für die Schaffung und Erhalt der Arbeitsplätze und die sich ehrenamtlich für das Gemeinwesen einsetzen. Und auch bei den Mitbürgern, die in überregionalen Behörden arbeiten und sich dort für ihre Gemeinde engagieren. Der Landrat bedankte sich für die Einladung, ging auf wichtige Aktivitäten des Landkreises ein und lobte auch die gute Entwicklung in unserer Gemeinde. „Man spürt, dass sich in Uder ein guter Zusammenhalt entwickelt und dass die Gemeinde auf einem guten Weg ist“. Nach dem kurzen offiziellen Teil gab es dann an den Tischen noch gute Gespräche und dass es wirklich entspannt zuging, ist daran zu erkennen, das auch die Idee zum „Nachtrodeln am Rabenkopf“ dort „geboren“ wurde.
  • Ebenfalls beim Neujahrsempfang teilte mir Herr Schröter, Leiter der Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld mit, dass er beabsichtigt, Übernachtungsplätze für Pilger auf dem Jakobusweg vorzuhalten. „Die Nachfrage ist vorhanden und preislich wollen wir uns den Bedürfnissen echter Pilger anpassen“, so sein Credo.
  • „Es wäre eine tolle Bereicherung für deine Gemeinde und auf jeden Fall ist es gastronomisch ein Glücksfall, wenn Familie Weber in Uder aktiv wird“. Inge Meyer, meine Bürgermeisterkollegin aus Wingerode, hat damit auf meine Frage geantwortet, ob sie die neuen Wirtsleute aus der Riedelsburg kennt, die in Wingerode wohnen. Ich habe bei der Neueröffnung dann selbst schon mit der Chefin und dem Chefkoch gesprochen und lasse mich gern überraschen, wenn wir nicht nur leckere Fußballkost zur Weltmeisterschaft aus Südafrika serviert bekommen, sondern eventuell auch Straußen- oder Antilopensteaks. Solche Besonderheiten, einmal monatlich Mittagsbuffet zum Festpreis und noch viel mehr ist geplant und somit schon jetzt eine Bereicherung der guten Gastronomie in Uder.
  • „Wir hoffen, dass uns auch in diesem Jahr die Närrinnen und Narren die Treue halten, da wir schon wieder improvisieren müssen“, so Gerhard Pilz, der Präsident des SCU. In diesem Jahr verwandeln sich der Linde-Saal der Wirtsleute Herbert und Bärbel in die närrische Hochburg und mit Sicherheit wird dort an den tollen Tagen (aber nicht nur dann) wieder Fasching der Extraklasse angeboten. Seit 10 Jahre gibt es den Verein mittlerweile und er hat sich prächtig entwickelt. Die Tanzgruppen sind fast professionell, das Bühnenbild und die Sketche sind vom Feinsten und aus kleinen Narren wurden Große. All dies sollte doch ein Grund sein, einmal die Sorgen zu Hause, sich unbeschwert unterhalten oder sich (wie stets an solchen Tagen) einmal den Spiegel vorhalten zu lassen. Wir sehen uns hoffentlich!

Das hat mir besonders gut gefallen:

  • Ein Anruf hat genügt, und unsere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr standen „Gewehr bei Fuߓ und haben die Eiszapfen an den öffentlichen Gebäuden und den Straßenlaternen entfernt.

  • Es war eine angenehme und konstruktive Atmosphäre und hat höchstwahrscheinlich allen Beteiligten gefallen: die alljährliche Zusammenkunft mit unseren Vereinsvorsitzenden und ihren Ehepartnern. Die festgelegten Termine können Sie bald auf der Internetseite der Gemeinde nachlesen und es gab konkrete Vorstellungen, wie wir das Gemeindehaus Riedelsburg der Öffentlichkeit präsentieren wollen. Mehr dazu, wenn sich auch die wichtigen Gremien der Gemeinde damit befasst haben.

  • Ohne zu überlegen haben alle Vereinsvorsitzenden wieder ihre Teilnahme am nächsten Frühjahrsputz der Gemeinde zugesagt. In diesem Jahr eine Woche vor Palmsonntag: Samstag, den 20. März!

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

  • Wir versuchen unsere gemeindlichen Hausaufgaben so gut wie möglich zu erledigen und den gesetzlichen Rahmenbedingungen zu entsprechen. Darüber befindet dann immer die Rechnungsprüfung des Landkreises. Dass wir als einzige Gemeinde in der VG ein Freibad vorhalten, das bekanntlich immer ein „Zuschussgeschäft“ ist, wird nicht beanstandet. Dass wir aber versuchen, mit familienfreundlichen Preisen dieses Bad an den wenigen Tagen auszulasten; da sehen die Prüfer noch „Potential für die Gemeindekasse“.

 

Da ich kein spezielles Thema anspreche, habe ich mir ein paar markante Sprüche von Konfizius (vermutlich 551 bis 479 v.Chr.) ausgesucht:

Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.

Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern

Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.

Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern.



Uderaner und Schönauer geht Wählen!