Dezember 2010

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

Präsident John F. Kennedy hat einmal gesagt: „ Fragt nicht, was euer Land für euch tun wird – fragt, was ihr für euer Land tun könnt“. Ein fantastischer Satz! Ganz aktuell den heutigen Verhältnissen, besser gesagt, Wetterverhältnissen, angepasst, möchte ich sagen: „Wartet nicht, bis der Bauhof bei euch aufkreuzt, sondern fangt an und gemeinsam werden wir dann das Schneechaos besiegen“. Schon lange nicht mehr so früh und schon gar nicht so intensiv hat uns der Winter zu schaffen gemacht. In zwei Schichten und bei Bedarf an jedem Tag in der Woche sind unsere Mitarbeiter des Bauhofes im Einsatz und können doch nicht immer und überall gerade dort sein, wo man sie der eigenen Meinung nach gerade am dringendsten gebrauchen könnte. Sie tun, was in ihren Kräften steht und haben doch immer ein offenes Ohr, wenn es wirklich mal brenzlig wird. Ich bitte Sie, dies zu berücksichtigen und würde mich freuen, wenn es auch weiterhin ein gutes Miteinander gibt. Es ist aber nicht nur der Winterdienst, der im Moment unserem Bauhof zusetzt: Das neue Gemeindehaus Riedelsburg mit Saal und Gemeinderaum und auch das alte Dorfgemeinschaftshaus werden sehr gut angenommen und stark frequentiert. Absprachen, Technik vorstellen und zeigen, Einräumen, Ausräumen und Abrechnen; all diese Tätigkeiten müssen sehr gewissenhaft und akribisch erledigt werden. Und auch hier kann man sich felsenfest auf unser Team verlassen. Unser Bauhofleiter ist nun ein Jahr im Amt. Ich glaube, so umfangreich und intensiv hat er sich dieses Jahr nicht vorgestellt. Aber kein Murren; im Gegenteil! Nach Feierabend bringt er noch das Internet der Gemeinde auf den aktuellsten Stand; zur Freude der Interessierten.

 

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Der Gemeinderat kommt erst am 20. Dezember zu seiner letzten Sitzung zusammen. Satzungsänderungen stehen u.a. auf der Tagesordnung. Bei der Hauptsatzung werden sich die Entgelte für die Ratstätigkeit ändern. Nach über 10 Jahren ist eine Anpassung der Aufwandsentschädigungen mit Sicherheit gerechtfertigt. Wurden Sitzungsgeld und monatliche Pauschale für alle Mitglieder des Gemeinderates sowie die Aufwandsentschädigung für unsere Fraktionsvorsitzenden einvernehmlich im Hauptausschuss beraten und zur Beschlussfassung an den Gemeinderat empfohlen, steht die Höhe der Aufwandsentschädigung für den Bürgermeister und die 1. Beigeordnete noch aus. Darüber sollen sich die Fraktionen einigen und einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten.

● Die Friedhofssatzung und die Friedhofsgebührensatzung werden sich ebenfalls ändern. Neu, und dies ist das Ergebnis der Diskussionen der letzten Monate, wird sein, dass wir wieder Doppelgräber zulassen. Aber nur als Wahlgräber. Ebenfalls als Wahlgräber für eine Ruhezeit von 30 Jahren können Einzel- und Urnengräber erworben werden. Und noch etwas wird neu in Uder eingeführt, kann aber auf eine hohe Akzeptanz in anderen Gemeinden verweisen: das pflegearme Rasengrab. Dabei handelt es sich um die Bestattung einer Urne oder eines Einzelgrabes ohne spätere Grabeinfassung. Lediglich das Aufstellen eines Grabsteines bis zur Höhe von einem Meter ist erlaubt. Das zu erwerbende Nutzungsrecht erstreckt sich über die gesetzliche Ruhefrist und die Pflege des Rasens wird durch die Gemeinde in dieser Zeit übernommen. Gerade für Angehörige, die nicht in Uder oder der näheren Umgebung wohnen, ist dies eine Alternative. Es gibt eine Stätte der Trauer und der Friedhof hat keine ungepflegten Gräber. Bitte also unbedingt die Veröffentlichungen im Internet oder im Höhberg-Echo verfolgen.

● Die Vereinbarungen mit den Trägern der Kindertagesstätten werden erläutert und Finanzierungsvereinbarungen für die Abrechnung der Betriebskos¬ten zwischen der Gemeinde Uder und den Gemeinden Wüstheuterode und Birkenfelde werden abgeschlossen.

● Und nach der letzten Sitzung des Jahres brauche ich ja nicht zu erwähnen, dass auch die Zeit für Besinnliches sein muss.

 

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Auf sehr positive Resonanz stößt das Vorhaben „Blockhütte“. Erste Anfragen zur Nutzung liegen uns schon vor und Albert Liese und seine fleißigen Helfer zaubern wirklich etwas ganz Tolles in den Wessen. Lassen Sie sich überraschen.

● Noch ist der Katholische Kindergarten nicht umgezogen. Aber wie versprochen, wollten wir die Zeit nutzen, uns um Förderung für den Umbau zum altersgerechten Wohnen zu kümmern. Ganz aktuell ein Schreiben vom Landesverwaltungsamt, die uns nun diese Förderung in Aussicht stellen. Ein paar Hausaufgaben müssen wir noch machen.

● Hoher Besuch am 17. Dezember in Uder. Frau Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht kommt während ihrer Weihnachtsvisite in unsere Gemeinde. Ich habe ihr von der guten Arbeit unserer Pfadfinder berichtet und über die Jugendarbeit des Stammes und die vielen Aktivitäten will sie sich nun selbst informieren.

 

Dies & das …

● Zwanzig Jahre leistet es in Uder schon Dienst am Patienten; das Team der Jakobus-Apotheke um die engagierte Leiterin Martina Kaufhold. Nicht nur wegen der Versorgung mit Medikamenten, auch wegen ihres großen sozialen und ehrenamtlichen Einsatzes sind Familie Kaufhold und die fleißigen Mitarbeiter eine wertvolle Bereicherung in unserer Gemeinschaft und nicht mehr wegzudenken!

● „Der Schierbachbote“ erscheint in loser Folge in der Gemeinde Fretterode und wird von Barbara Wedekind, der Bürgermeisterin, herausgegeben. Sie arbeitet in der Praxis von Dr. Haase und nun können Sie einmal raten, welcher Bote als Vorbild gedient hat. Frau Wedekind hat auch mit Ihrem Schierbachboten sehr gute Erfahrungen gemacht und auch die Fretteröder wissen es zu schätzen, dass sie nun umfangreich informiert werden. Schönen Gruß von Bote zu Bote!

● Es geht doch mit den Meistertiteln bei unseren Fußballern! Zwar „nur“ der Hallenmeister und „nur“ die C-Junioren, aber immerhin schon einmal der FSV 1921 e.V. Herzlichen Glückwunsch der Mannschaft, den Trainern und Betreuern. Ein schöner Auftakt zu den Vereinsfeierlichkeiten zum 90. Bestehen im nächsten Jahr.

 

 

Allen Einwohnerinnen und Einwohnern, allen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine gesegnete Weihnacht, Zeit für Familie und Freunde und für 2011 viel Gesundheit, Wohlergehen und Erfolg!

 

 

Das hat mir 2010 besonders gut gefallen:

● Als Erstes natürlich auch in diesem Jahr wieder die angenehme Zusammenarbeit, sowohl im Gemeinderat, mit unseren Vereinen und auch mit der Kirchengemeinde. Ehrlicher Umgang zahlt sich halt aus!

● Unser neues Gemeindehaus Riedelsburg; die 3 Tage Einweihung und im Nachhinein die hohe Akzeptanz und die Verbundenheit, die Viele schon jetzt mit den zwei Veranstaltungsräumen an den Tag legen.

● Dass wir auch in diesem Jahr „trotz Riedelsburg“ noch in die Infrastruktur investieren konnten. Die Anwohner der Lutterstraße und der Kirchgasse waren jedenfalls sehr dankbar. Bin ich auch.

● Uder wächst; sowohl bei den Einwohnerzahlen als auch als Wohnstandort. Zeichen, dass unser Gemeinderat die richtigen Entscheidungen trifft. Und die Aufnahme in die Dorferneuerung kann diesen Trend fortsetzen. Wir arbeiten jedenfalls daran.

● Natürlich mein Superwahlergebnis: 99,3% haben mich glatt umgehauen. Nochmals Danke an die 800 Damen und Herren, die sich auf den Weg zum Wahllokal gemacht und für mich gestimmt hatten.

● Viele kleine Zeichen der Verbundenheit: Jüngst Hubert Glorius, der mir einen Schein für die Weihnachtsfeier des Bauhofes zugesteckt hat.

 

Das hat mir 2010 überhaupt nicht gefallen:

● Trotz vieler gut gemeinter Hinweise haben wir immer noch Unverbesserliche, denen fremdes Eigentum „ein rotes Tuch“ ist.

● Noch immer nicht geklärt: Wie geht es mit dem Jugendclub weiter?

● Verbesserte Kinderbetreuung JA – Finanzierung durch die Eltern und die Gemeinde über „die Hintertür“ NEIN! Jedenfalls nicht, wenn es zuvor medienwirksam anders versprochen wurde.

 

 

Ganz herzlichen Dank an Stefan Hildebrandt, der mir zum wiederholten Mal einen Leitspruch Monats-Kalender geschenkt hat. Ich habe drei Zitate für Sie ausgesucht, die ich für das neue Jahr als Leitgedanken gern empfehlen könnte:

 

„Erkenne, wo du stehst, wo du hin willst. Mach deinen Plan. Und dann geh! Autorin unbekannt

 

Jede Minute, jeder Mensch, jeder Gegenstand kann dir eine nützliche Lehre geben, wenn du sie nur zu entwickeln verstehst! Heinrich von Kleist

 

Es gibt nichts, wofür man Zeit findet. Wenn man Zeit haben möchte, muss man sich welche schaffen. Leopold von Ranke

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!