August 2010

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

nun ist es offiziell und damit kann die Gemeinde die Planungen weiter vorantreiben. Ab dem Jahr 2012 werden somit Maßnahmen und Projekte im Rahmen der Dorferneuerung der Landesregierung gefördert und deshalb für die Gemeinde attraktiv und finanzierbar. Wir hatten ja fünf Vorschläge unterbreitet und die Bewertungskommission war ja auch vor Ort und hat sich ein Bild von den Vorhaben machen können. "Das Ziel einer modernen Dorferneuerung ist die aktive Mitwirkung der Bürger und die Stärkung des Gemeinschaftslebens im Dorf“ hatte Minister Reinholz gesagt, als ich aus seinen Händen die entsprechende Ernennungsurkunde in Empfang nehmen konnte. Damit beginnt nun die Vorbereitungsphase, in welcher wir unsere Bürgerinnen und Bürger umfassend informieren und zur aktiven Mitwirkung motivieren sollen. Denn nicht nur die Kommune, auch private Grundstücksbesitzer können in den Genuss einer Förderung kommen, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Welche Voraussetzungen dies sind, bis zu welcher Höhe der Förderanteil liegt und viele andere Fragen mehr sollen in den nächsten Monaten, und vor allem in nächsten Jahr, erörtert werden, so dass ab 2012 die ersten Bescheide erstellt und das entsprechende „Kleingeld“ ausgereicht werden kann. Im Moment kann ich noch nicht sagen, auf was die Schwerpunkte bei der Förderung gelegt werden; da bitte ich einfach noch um etwas Geduld. Und mit Sicherheit wird auch nicht jede Maßnahme genehmigt werden können. Aber wer irgendetwas an seinem Eigentum geplant hat, sollte sich informieren. Das Programm läuft übrigens bis 2016 und somit ist Zeit genug.

 

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Sommerpause. Wichtiges Gesprächsthema danach: Einweihung des neuen Gemeindehauses Riedelsburg am ersten Oktoberwochenende! Wir haben die offizielle Feier bewusst in das Ossenritterfest integriert, weil es eine Feier für uns, für uns alle aus Uder und Schönau, sein soll. Dazu brauchen wir keine lange Gästeliste, sondern wir wollen unseren Einwohnerinnen und Einwohnern zeigen, was in den letzten Jahren geleistet wurde und wofür wir das Geld investiert haben. Machen Sie sich an diesem Wochenende ein Bild von der neuesten Errungenschaft der Gemeinde. Beim Ossenritterfest am Freitagabend, dem 1. Oktober, können Sie die Vielfalt unserer Vereine und ihrer Leistungen bewundern und werden sicherlich gespannt sein, wer in 2010 der „Ossenritter des Jahres“ wird. Natürlich wird es auch Grußworte geben, und Architekt und Pfarrer werden selbstverständlich den Schlüssel überreichen und die Räumlichkeiten einsegnen. Am Samstag, den 2. Oktober, kommt dann nicht irgendeine Band zur Einweihung, nein wir haben einen Grandprix-Sieger verpflichten können. Wobei das Repertoire der „Psayrern“ von Volksmusik bis Rockmusik reichen wird; je nach Alter der Gäste und der Tageszeit versteht sich. Ist der Eintritt beim Ossenritterfest noch frei, wollen wir zum Tanzabend einen Unkostenbeitrag von 5 € erheben. Die Karten gibt es ab 1. September beim EDEKA-Markt Schneider. Und die ersten 14 Tage auch nur dort und erst danach wollen wir die restlichen Karten in den freien Verkauf geben. Anfragen von Psayrer-Fanclubs aus mehreren Regionen liegen nämlich schon vor. Der „Tag der Deutschen Einheit“ ist dann auch der „Tag der Offenen Tür“ im Gemeindehaus. Ab 14.00 Uhr können die Räumlichkeiten besichtigt werden, gibt es Erläuterungen zur eingebauten Technik und natürlich ist auch an das leibliche Wohl gedacht. Kaffee und Kuchen kommen von unseren Vereinen und auch sonst soll noch die eine oder andere Überraschung geboten werden. Ich denke, dass wir eine gute Mischung für Jung und Alt gefunden haben und hoffe, dass Sie nun die Angebote annehmen. Ich würde mich freuen! Angenommen von der Auslastung werden die neuen Räumlichkeiten schon. Beim Bauhof oder bei Frau Sidow liegen schon einige Reservierungen für die Zeit nach der Eröffnung vor und auch dies ist ein gutes Zeichen, dass wir mit der Entscheidung zum Umbau des Riedelsburgsaales richtig gelegen haben. Über die Höhe der Benutzungsgebühren ist ja bereits berichtet worden und kann auch auf der Internetseite der Gemeinde nachgelesen werden. Verständnis bitte dafür, dass bei einer Belegung des Saales keine Vergabe des anderen Raumes vorgenommen werden kann.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Die neue Kirchgasse nimmt Gestalt an. Bisher hat die Abstimmung zwischen allen Beteiligten gut funktioniert und wir hoffen natürlich, dass es bis zum Ende der Baumaßnahme auch so bleibt.

● Der Spielplatz im „alten“ Wohngebiet Bachrasen/Ziegelweg ist „umgezogen“. Notwendig wurde dies, da auch der letzte Bauplatz in diesem Gebiet einen Bauwilligen gefunden hat. Und auch im ganz neuen Wohngebiet ist die Nachfrage vorhanden; von den 10 Bauplätzen sind bereits 3 vergeben. Uder ist halt als Wohnstandort gefragt, wie erst kürzlich eine Tageszeitung treffend festgestellt hat.

● Schon jetzt eine Superlative: der neue Kindergarten! Oder haben Sie schon einmal erlebt, dass man Grundsteinlegung und Richtefest an einem Tag feiert? Wie dem auch sei; wir freuen uns alle über die neue Bleibe für unsere Jüngsten und können anschließend für unsere Älteren auch Gutes tun. Denn auch beim Alters- oder Barriere freies Wohnen besteht rege Nachfrage.

 

Dies & das …

● „Liebe Grüße aus Uder von Florian und Marleen“. Sie glauben gar nicht, wo ich diesen Satz gelesen habe! Im Gästebuch des kleinen Museums von Hum auf Istrien in Kroatien. Wir haben in Hum, der mit 23 Einwohnern „kleinsten Stadt der Welt“, Familie Offenbecher getroffen, die sich ebenfalls für Geschichte und Kultur dieses schönen Landes interessiert hat. Eichsfelder (Uderaner) sind eben überall!

● Haben Sie gewusst, dass es Boten vom Gemeindeboten gibt? Man kann ja die aktuellen Ausgaben im Internet nachlesen und die VG versendet auch an Interessierte eine Mail mit Höhberg-Echo und Gemeindeboten. Aber es gibt auch nette Mitmenschen, die ihren Arbeitskollegen immer das Neueste aus ihrer Heimatgemeinde mitteilen wollen und dazu einfach den Gemeindeboten nehmen. Herr Obst ist so ein freundlicher Leser, der schon ganz lange den Leinetal-Baumarkt mit der Lektüre versorgt; mit positiver Resonanz!

 

Das hat mir besonders gut gefallen:

● „Du wirst schon eine gute Verwendung dafür haben und außerdem gefällt es mir, was in Uder alles gemacht wird“, sprach Hagen Kruse und drückte mir 300 € in die Hand. Ich habe dem pfiffigen Sattlermeister versprochen, dass seine finanzielle Unterstützung nicht im „großen Topf Haushalt“ untergeht, sondern wir schon ein Projekt finden, wo das Geld gut angelegt ist (im Kinder- und Jugendbereich eigentlich immer). Nochmals ein ganz herzliches Dankeschön!

● „Wir haben uns entschlossen, 700 € für Außenspielgeräte des neuen Kindergartens zu spendieren. Damit möchten wir uns für die sehr gute Resonanz auf das erste Kinderfest gemeinsam mit Familie Weber von der Riedelsburg bei der Gemeinde bedanken“, so Frau Michaela Hammer von der Raiffeisenbank. Auch wir sagen Dankeschön!

 

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● Wir bitten bei der Grünschnittannahme im Wessenried lediglich um einen kleinen, freiwilligen Obolus. Die Einen geben etwas mehr, die Anderen sind verhaltener. Ich habe ja Verständnis, wenn man einmal kein Geld einstecken hat; ist mir ja auch schon passiert. Aber ich habe nicht gewusst, dass Unterlegscheiben eine offizielle Währung sind! Wer also meint, die Leistung des Bauhofes so zu honorieren, sollte lieber gar nichts in den Spendentopf tun.

● Wenn eines Tages auf dem Friedhof das Wasser nur noch gegen eine Gebühr entnommen werden kann, dann können sich bitte alle bei den „Sparfüchsen“ beschweren, die jetzt mit Kanistern oder anderen Gefäßen kommen und meinen, sich billiges Wasser holen zu müssen. Kaum hat es mal zwei Tage nicht geregnet, sind diese „Füchse“ im Schutze der Dunkelheit vermehrt anzutreffen.

● Zum Thema „Friedhof“ gibt es noch eine Anmerkungen: Wer von den liebevoll gepflegten Gräbern Rosen oder andere Blumen klaut oder wer tote Tiere, Hausmüll oder Windeln in die Container schmeißt, ist Pietät- und würdelos. Ist man wirklich auf solche Taten angewiesen? Leider ist dies kein Einzelfall, sondern vermehrt festzustellen!

 

 

 

Die Einweihung des neuen Gemeindehauses steht an. Dazu ein Spruch vom Schweizer Theologen Karl Barth (1886-1968):

 

Freude ist die einfachste Form der Dankbarkeit