Oktober 2009

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

für die Pädagogen ist es die Zeit vor den Abschlussprüfungen, für Steuerberater oder Firmeninhaber ist es das Jahresende und für mich ist es nun einmal die Zeit, in denen Wahlen stattfinden: jede Menge mehr Arbeit und somit kaum Zeit für die alltäglichen Aufgaben. Somit ist der Gemeindebote in den letzten Monaten „Opfer“ der Landtags- und Bundestagswahl geworden. Aber nun soll er wieder als Informationsquelle für das Geschehen in unserer Gemeinde dienen und den ein oder anderen wird es freuen. Nochmal zurück zu den Wahlen: an dieser Stelle zu den Ergebnissen keine Beurteilung, denn der Gemeindebote soll auch zukünftig unpolitisch bleiben. Aber ich möchte mich bei den Wahlvorständen und Wahlhelfern ganz herzlich bedanken, die mit ihrem Engagement zu einem reibungslosen und zügigen Verlauf der Wahlen und der Ermittlung der Ergebnisse beigetragen haben. Auch dass sich der Großteil der Gemeinderatsmitglieder bei der Landtags- und Bundestagswahl mit eingebracht hat, möchte ich nicht unerwähnt lassen. Und ich möchte mich bedanken, dass in Uder und in der VG doch noch mehr von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, als in anderen Regionen des Eichsfeldes und unseres Freistaates. Demokratie ist für mich ein zu hohes Gut, um es leichtfertig zu vergeben. „ Wer sich nicht entscheiden kann, muss die Entscheidungen hinnehmen, die andere für ihn treffen“ – leider ist die Autorin nicht bekannt, aber sie hat Recht. Nun haben wir aber erst einmal ein paar Monate wahllose Zeit, bevor es nächstes Jahr in den Gemeinden um das Amt des Bürgermeisters geht.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

  • Die letzte Sitzung des Hauptausschusses diente größtenteils der Vorbereitung der nächsten Gemeinderatssitzung. Der Nachtragshaushalt der Gemeinde, verschiedene Satzungsbeschlüsse, eine Vereinbarung zwischen Gemeinde und VG in Fragen der Kinderbetreuung und Personalfragen werden im November auf der Tagesordnung stehen. Der Hauptausschuss billigte zudem eine Stundungsvereinbarung und diskutierte dann intensiv den Vertrag zwischen Gemeinde und Waldinteressentengemeinschaft. Zum Entwurf des Nachtragshaushalts gab es noch Detailfragen, die bis zur Sitzung des Gemeinderates erläutert werden. Trotz umfangreicher Baumaßnahmen, Saal, Ärztehaus, ländlicher Wegebau, verfügt die Gemeinde noch über eine gut gefüllte Rücklage. Kurzfristig zur Verfügung stehende Fördermittel könnten somit durch notwendige Eigenmittel abgesichert werden. Der Bitte, ausreichend Zeit zur Diskussion zwischen Hauptausschuss und Gemeinderat zur Verfügung zu haben, wurde ebenfalls entsprochen.

Dies & das …

  • Es zeugt schon von menschlicher Größe, wenn man mit dem Titel „Ossenritter des Jahres“ überrascht wird und dann noch spontan in der Lage ist, so großzügig zu handeln. Siegfried Paul wurde beim Ossenritterfest so geehrt und hat die 100 € im gleichen Atemzug an den DRK-Kindergarten weitergereicht. Das war große Klasse Siegfried!
  • Auch in diesem Jahr habe ich für die Ehrenamtsveranstaltung des Landkreises wieder vom Vorschlagsrecht Gebrauch gemacht: Lothar Weinrich vom Sportverein, Klaus Gümpel von den Wanderstiefeln und Maria Pluntke vom DRK-Ortsverein sind große Stützen in ihren Vereinen und diesmal meine Wahl und auch meiner Stellvertreterin.
  • Auch wenn es schon ein paar Tage her ist, aber bisher war ja noch keine Gelegenheit im Gemeindeboten darüber zu berichten: Herzlichen Glückwunsch zum 70-jährigen Firmenjubiläum ihrer Tischlerei der Familie Fischer und Bertram Schäfer für 10 erfolgreiche Jahre als Kaminbauer. Auch weiterhin immer volle Auftragsbücher!
  • Das Ossenritterfest ist in diesem Jahr etwas „auf Sparflamme“ gefeiert worden, da die Räumlichkeiten von vornherein dies nicht hergaben und ein paar Vereine aus terminlichen Gründen ihre Teilnahme absagen mussten. Ein Dankeschön trotzdem an all jene Vereine, die bei der Heiligen Messe, am Kriegerdenkmal oder beim Programm ihren Teil zum Gelingen beigetragen haben. Ein Dankeschön auch den Sponsoren des Freibieres und dem Vorstand der Kirmesburschen, die ihre Versammlung so rechtzeitig beenden haben, dass Mitglieder noch am Ossenritterfest teilnehmen konnten.

Was tut sich momentan in Uder?

  • Die Hüllen sind gefallen und wir können sehen, wie das Ärztehaus im neuen Glanz erstrahlt. Ein Dankeschön an die beteiligten Firmen, an das Verständnis der Mieter und natürlich auch an den „Sponsor“, die Bundesregierung und ihr Konjunkturpaket II.
  • Die Entscheidungen sind gefallen: ein ortsansässiges Ingenieurbüro hat den Architektenwettbewerb gewonnen und die Finanzierung ist auch geklärt: somit wird ein neuer Kindergarten in Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde im jetzigen Pfarrgarten errichtet. Viel Platz für 5 Gruppen und für „Krippenkinder“, ein Mehrzweckraum, die die Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen prägen das Konzept und haben die Jury überzeugt. Mit dem Abriss der alten Vikarie und des alten Pfarrsaales soll in den nächsten Wochen begonnen werden.
  • Mit dem Kunstrasenplatz wird demnächst doch noch begonnen.
  • Nichts Neues vom REWE-Markt. Trotz mehrmaligen Nachfragens keine hinreichenden Antworten und schon gar keine Bautätigkeit.
  • Totholz und Gefahrenquellen durch herabhängende Äste werden in diesen Tagen und Wochen z.B. am Friedhof oder beim Schwimmbad durch den Bauhof entfernt. Im Auftrag des Landkreises hat die die Firma Schönefeld schon an der Linde in der Klosterstraße getan.

Mein Freund, der Ossenritter

  • Zum letzten Mal will ich an dieser Stelle über meinen Freund berichten; etwas Gutes und etwas weniger Gutes. Zuerst das Gute: Johannes Schmidt und Lutz Reipert hatten meinen Freund noch tatkräftig unterstützt, bevor er nun endgültig seinen Platz im Leinepark eingenommen hat. Und nun das weniger Gute: Er steht noch, aber unbeschadet ist er leider nicht mehr. Schade; dabei höre ich viel Positives; vor allem von Gästen und von Außerhalb.

Das hat mir besonders gut gefallen:

  • „Hast du schon gehört, dass die Wanderstiefel eine ganz tolle Werbung im Radio für unser Dorf sind?“ Natürlich hatte ich es gehört und war auch zweimal am frühen Morgen beim Verein dabei. Schade, dass es am letzten Tag nicht ganz geklappt hat. Aber das erspielte Geld und die prima Werbung haben sicherlich für das frühe Aufstehen der Mitglieder entschädigt. Spaß hat es auch gemacht und wir wissen nun, dass die Chronik von Konrektor Siebert auch nicht vollständig ist.
  • Worüber in der Kreisstadt erbittert gestritten wird, hat bei uns schon zum dritten Mal in Folge ganz prima funktioniert; das kostenlose Annehmen von Grünschnitt. Ein ganz herzliches Dankeschön an die Mitarbeiter im Bauhof, die diesen Dienst bei Wind und Wetter und vom Frühjahr bis in den Herbst abgesichert haben. Schade nur, dass es auch nach drei Jahren noch so schlaue Mitbürger gibt, die meinen, Grasschnitt oder Heckenreste gehört ans Leineufer, in den nahen Wald oder, wie jüngst geschehen, in zwanzig Plastesäcke und die auf einen ganzen Abschnitt zwischen Uder und Lenterode verteilt.

 

 

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

  • Wir können von Glück reden, dass bei dem Unfall am Kirmeswochenende in der Straße der Einheit nur Sachschaden entstanden ist. Wir sind auch sehr dankbar, dass der Bauhof und die Mitarbeiter der Firma Siewe schnell und unbürokratisch den Schaden behoben und somit die Durchführung der Kirmes abgesichert haben. Dass sich aber der Verursacher seitdem nicht einmal bei der Gemeinde wegen dem Schaden oder wegen der Unannehmlichkeiten gemeldet hat; dafür habe ich kein Verständnis. Natürlich wird über die Versicherungen der Schaden reguliert, aber kein Versicherungsagent wird am Samstagvormittag eingefahrene Schaltschränke wechseln oder Pflasterarbeiten durchführen. Ein Dankeschön an unsere Feuerwehr und an die Helfer halte ich, auch wenn es schon eine Weile her ist, für mehr als angebracht.

 

Im Wahlkampf habe ich eine Erfahrung gemacht, die die 2004 gestorbene französische Schriftstellerin Francoise Sagan wunderbar auf den Punkt gebracht hat:

"Leute, die auf Rosen gebettet sind, verraten sich dadurch, dass sie immerzu über die Dornen jammern"



Uderaner und Schönauer geht Wählen!