März 2009

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,
innerhalb weniger Tage bin ich dreimal auf das Problem „Hinterlassenschaften" unserer vierbeinigen Haustiere aufmerksam gemacht worden. „Ob nun in Wohngebieten, in der Kleinsportanlage, auf Gehwegen oder am Radweg; überall stößt man auf diese Hinterlassenschaften", so zwei erregte Muttis. "Wenn man ja wenigstens dort, wo Kinder spielen, auf seinen Hund aufpasst. Und sagt man was, wird man noch blöd angemacht und geändert hat sich auch nichts." Ich weiß, dass ich die große Mehrheit der 113 Steuern zahlende Hundeliebhaber unserer Gemeinde (ob es mehr sind, wird in den nächsten Wochen ermittelt) mit diesen Zeilen wieder vergraule; aber wen es nicht betrifft, braucht sich auch nicht angesprochen zu fühlen. Trotzdem haben wir (ich gehöre ja auch dazu) immer noch „schwarze Schafe" in unseren Reihen, die es mit ihrem Liebling gerade mal noch bis in eine andere Straße oder bis zur Grünfläche in der Nachbarschaft schaffen. Und dort ist es egal? Ich habe beim Gassi- oder Spazierengehen immer zwei Plastiktüten in der Tasche und damit kann man dem Problem ganz gut vorbeugen. Also bitte, meine lieben Kollegen, nehmen wir mehr Rücksicht (gilt natürlich auch für alle anderen Tierhalter)! Kinderspielplätze oder die Kleinsportanlage sollten von vornherein ein Tabu sein und auf allen anderen öffentlichen Wegen und Plätzen wäre die Einhaltung der Sauberkeit natürlich wünschenswert. Und so schwer oder so teuer sind die Tüten z.B. auch nicht. Ich hatte den Muttis versprochen, nochmals darüber zu berichten. Ich habe es gern getan und was man verspricht, sollte man auch halten.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

  • Wir haben einen Haushalt beschlossen, der kurz danach schon Makulatur war. Warum? Der Gesetzgeber hat an das Ausreichen der Mittel aus dem Konjunkturpaket II mehrere Bedingungen geknüpft: Die Maßnahmen dürfen noch nicht im Haushalt 2009 eingestellt sein und müssen dementsprechend über einen Nachtragshaushalt finanziert werden. Aber damit kann man leben, wenn man 85.000 € zusätzlich für Investitionen und 130.000 € für Bildung zur Verfügung hat. Weitere Bedingung: der Teil der Mittel für Bildung ist zweckgebunden und dies bedeutet, dass wir sie in die Kindergärten investieren werden. Da auch noch aus Gemeinden, die keinen Kindergarten vorhalten, Mittel fließen, ist der Topf damit gut gefüllt. Wie die Aufteilung erfolgt, darüber wird noch beraten und mit den Trägern vereinbart. Wir haben ja wohlweißlich Gelder in der Rücklage gelassen, so dass der 25%-tige Eigenanteil aufgebracht werden kann. Die Mittel, die für Investitionen zusätzlich bereitgestellt werden, wollen wir in die Renovierung der Außenfassade des Ärztehauses stecken. Eine zweite Maßnahme wird wahrscheinlich nicht realisiert, da die bisherigen Kosten schon weit über dem Budget liegen.
  • Den größten Posten im Haushalt nimmt natürlich der neue Saal ein. Aber hier erreichte uns mündlich eine Hiobsbotschaft, die noch nicht bestätigt ist: es werden in diesem Jahr weniger Fördermittel ausgereicht. Sollte sich dies bestätigen, muss nochmals gerechnet und mit der Förderstelle neu verhandelt werden. Schwobbachbrücke in Schönau und ländlicher Wegebau nach Steinheuterode hatte ich ja schon erwähnt. Über die weitere Mittelvergabe, dann mit aktuellen Zahlen zum Konjunkturpaket II, werde ich Sie zeitnah informieren.
  • Im nächsten Höhberg-Echo wird die geänderte Ehrenordnung der Gemeinde veröffentlicht, die wir an diesem Abend beraten und verabschiedet haben. Gravierende Änderungen sind nicht enthalten.
  • Als Gemeindewahlleiter für die Wahl am 7. Juni wurde Karl-Heinz Schweißhelm gewählt. Sein Stellvertreter: Walter Rietmüller.
  • Nochmals in die Fraktionen und in die Ausschüsse wurden die Sondernutzungssatzung an öffentlichen Straßen und damit verbunden auch die Sondernutzungsgebührensatzung verwiesen. Es bestand noch Diskussionsbedarf. Ebenfalls zurück gestellt wurde der Vertrag der Gemeinde Uder mit der Waldinteressentengemeinschaft. Und nur, weil jetzt eine andere Rechtsauffassung in der Kommunalaufsicht des Landkreises vertreten wurde. Am guten Miteinander beider Partner und am Vertragsabschluss wird dies nichts ändern.

Dies & das ...

  • Recht herzlichen Dank an die 4 Interessierten, die uns bei den diesjährigen Wahlen unterstützen wollen. Es dürfen ruhig mehr sein!
  • Zum Jahresende geht er in den wohlverdienten „Vorruhestand" und wird das Team vom Bauhof verlassen - Siegfried Weinrich, der umtriebige Bauhofleiter. Im Haushalt der Gemeinde haben wir Geld dafür eingestellt, dass sein Nachfolger noch das letzte Vierteljahr „unseren Siggi" über die Schultern gucken kann, die Kniffs und Tricks lernt und über die ganze Palette der umfangreichen Tätigkeit eines Bauhofleiters informiert wird. Wer sich diese Aufgabe zutraut, wer handwerkliche und technische Fertigkeiten mitbringt, wer über entsprechende Befähigungen verfügt und wer auch noch ein Herz für unsere Feuerwehr hat, der kann seine Bewerbung bei mir abgeben. Und auch dies sei gesagt - Vetternwirtschaft wird es nicht geben. Ausschließlich die Qualifikation und der Hauptausschuss entscheiden über die Stellenbesetzung. Dies ist mit der Verwaltung abgesprochen.

Mein Freund, der Ossenritter

  • Er ist unter die Jäger gegangen, mein Freund. Jedenfalls hat er von der Jagdgenossenschaft stolze 1000,- € an Unterstützung bekommen. Ins Herz geschlossen wurde er auch von Klaus Gümpel. Erst hat er privat eingezahlt und als Vorsitzender des Wandervereins nochmals einen Beitrag überwiesen. Das Ingenieurbüro Frank Stützer und Anette Blechschmidt hatte Ende letzten Jahres, und somit als eine der Ersten, schon eingezahlt und ich habe es vergessen; Entschuldigung! Simon Gümpel, Raphaela Kaffee und Nicole Lange haben sich ebenfalls großzügig beteiligt. Auch vom Vorstand der CDU Uder sind 500,- € auf dem Konto meines Freundes eingegangen. Herzlichen Dank an alle und zur Erinnerung an Nachahmer: „Ossenritter“ Kt.-Nr.230000169 bei KSK Eichsfeld BLZ 820 570 70

Das hat mir besonders gut gefallen:

  • Arnold Werner, erster Ehrenbürger der Gemeinde, war sichtlich überrascht und hat sich über diese Ehrung sehr gefreut. Die ganze Veranstaltung, 130 Jahre Männergesangverein Concordia, war aber auch sehr gut vorbereitet und eine Werbung für den Verein. Herzliche Gratulation auch an dieser Stelle an alle, die über Jahrzehnte ihrem Verein schon die Treue halten. Und dies nicht nur im Gesangverein.
  • Ich war sicherlich genauso skeptisch wie die Mitglieder des Karnevalsvereins, ob die diesjährige Session in der Turnhalle angenommen wird. Aber was SCU und Kirmesverein geleistet haben, übertraf dann doch meine Erwartungen. Und gut, dass auch die Veranstaltungen prima angenommen wurden. Es ist schon beachtlich, was der SCU jedes Jahr an Programm bietet und der Verein in neue Kostüme investiert. Schade, dass der Schulze bei den Büttenreden so glimpflich bei weg gekommen ist. Der wird uns sonst noch übermütig .

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

  • Ich kann und ich werde nicht auf alle Gerüchte eingehen , die in einer großen Gemeinde wie Uder ja ständig kursieren. Wenn sich aber hartnäckig der Eindruck verfestigt, wir würden beim Bau des neuen Saales gleich das mit geplante Dorfgemeinschaftshaus nur an einen Gastronomen verscherbeln, muss ich doch einschreiten. Nochmals und für alle auch schwarz auf weiß zum Nachlesen; das neue Dorfgemeinschaftshaus wird genau wie das Jetzige für eventuelle Nutzer frei sein in der Wahl der Versorgung.
  • Papierkörbe mit samt der Halterung in der Leine und beschädigte Bänke – Bilanz einer Zechtour zweier uns bekannter Einwohner. Von Reue keine Spur und wir als Gemeinde können „einen nackten Mann auch nicht in die Tasche fassen“. Will heißen, fürs Saufen reichts – Schadenersatz können andere leisten, dafür haben wir kein Geld.

 

Sie hätten, wenn es so etwas gäbe, im Bürgermeisterhandbuch stehen können; der Spruch von James Baldwin und ein chinesisches Sprichwort

„Nicht alles, dem wir uns stellen, können wir verändern. Aber nichts ändert sich, wenn wir uns ihm nicht stellen.“

„Um große Aufgaben zu erfüllen, musst du entschlossen sein. Um kleine Aufgaben zu erfüllen, musst du aufmerksam sein.“

 



Uderaner und Schönauer geht Wählen!