Juli 2009

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau ,
ich habe sehr lange überlegt, ob ich den Gemeindeboten weiter herausgebe. Ich bin in der Vergangenheit oft daraus zitiert worden und ich hatte keine Lust, noch eine Rechtsabteilung zu beschäftigen, nur um juristischen Spitzfindigkeiten aus dem Wege zu gehen. Der Gemeindebote ist kein Amtsblatt; sondern ein nach meinen persönlichen Überzeugung und bestem Wissen geschriebenes Informationsblättchen. Ein sehr aufschlussreichen Gespräch mit Holger Rott , das ich beim Richtfest bzw. beim anschließenden Zusammensein führen durfte, hat mich doch zum Weiterschreiben animiert. Er hat mir Mut gemacht, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen, die Gemeinde umfassend zu informieren, da dies nicht immer so war. Und er hat auch den sozialen Aspekt angesprochen: Wer nicht mehr an einer Gemeinderatssitzung oder am öffentlichen Leben teilzunehmen kann, wartet förmlich auf diese Art der Information über Uder. Richtfest war! Es ist gute und feste Tradition, den Rohbau mit besagter Zeremonie abzuschließen. „Wie sich`s nach altem Brauch gebührt, wenn so ein Bau ist ausgeführt. Mein Trunk sei diesem Haus geweiht, es stehe fest in Ewigkeit!“ - waren meine abschließenden Worte bei Dauerregen und nachdem Wolfgang Weinrich den traditionellen Zimmermansspuch vorgetragen hatte. Mein Dank gilt nochmals dem Planungsbüro und allen Firmen, die in sehr guter Qualität ihre Arbeit verrichtet haben. Es ist schon zu erkennen, was wir für ein schönes Gemeindezentrum bekommen werden, auch wenn es wahrscheinlich länger auf sich warten lässt.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

  • Die konstituierende Sitzung des Gemeinderates hat bereits am 1. Juli 2009 stattgefunden. 5 Mitglieder sind neu in das Gremium eingezogen und natürlich die gleiche Anzahl ausgeschieden. Ich habe Susan Gümpel-Apel, Nico Hottenrott, Raphael Hartmann und René Pinkert (Inge Rohner war entschuldigt) herzlich willkommen geheißen und meinen Wunsch nach einer guten und konstruktiven Zusammenarbeit zum Ausdruck gebracht. Neben der Besetzung des Hauptausschusses, des Bauausschusses und der Benennung der Mitglieder der VG-Versammlung wurde noch der stellvertretende Bürgermeister für diese Legislaturperiode gewählt. Hier setzte sich Monika Weinrich gegen Johannes Schmidt durch und sie wird nun für die nächsten fünf Jahre wieder die ehrenamtliche Beigeordnete des Bürgermeisters. Ein Ausschuss wurde noch nicht besetzt, da ich eine Änderung vorgeschlagen hatte. Aus dem Kultur- und Sozialausschuss soll der Petitions- und Sozialausschuss werden und es bedarf daher einer Änderung der Hauptsatzung und der Geschäftsordnung. Immer Öfter werden Sachverhalte an die Gemeinde herangetragen, die noch in DDR-Zeiten ihren Ursprung hatten und die einer Klärung bzw. einer Entscheidung bedürfen. Aber auch Probleme neueren Datums müssen erörtert und eine Lösung gefunden werden. Dazu soll der Ausschuss mit beitragen. Zum Schluss habe ich mich auch noch mit einem kleinen Präsent bei Irmgard Hartmann und Peter Ludolph bedankt, die nicht wieder den Sprung in den Rat geschafft hatten. Frank Jünemann, Thomas Hartleb und Heinz Kobold bekommen ihr Präsent später.

Dies & das …

  • Er ist 36 Jahre jung, gerade Papa der kleinen Tochter Pia geworden, ist Vorarbeiter bei der TWE und hat sich „nach Feierabend“ zum Elektromeister weiterqualifiziert. Er besitzt alle notwendigen Voraussetzungen für das Führen von Kraftfahrzeugen bis hin zum LKW und ist in der Lage, am Computer die momentan etwas vernachlässigte Homepage der Gemeinde flott zu machen und fit zu halten. Er freut sich auf die neue Herausforderung, wurde mehrheitlich von den Mitgliedern des Hauptausschusses gewählt und bekommt nun ab Oktober einen Arbeitsvertrag bei der Gemeinde. Die Rede ist von Renè Hackethal, der ab dem 1. Oktober das Team des Bauhofes verstärkt und mit dem Ausscheiden von Siggi Weinrich zu Beginn des neuen Jahres die Leitung übernehmen soll. Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit und auf neue Ideen zum Wohle der Gemeinde.

Was tut sich momentan in Uder?

  • Die ersten Beratungen sind erfolgt; die Arbeiten am Ärztehaus können beginnen. Dach und Fassadewerden in Angriff genommen und dafür bekommt die Gemeinde Mittel aus dem Konjunkturpaket II.
  • Auch in Schönau gehen die Arbeit an der neuen Schwobbachbrücke dem Ende entgegen. Das Geländer muss noch feuerverzinkt und montiert werden und der Bachlauf ist auch noch zu regulieren.
  • Eigentlich wollten die Investoren schon im Juli mit den Bauarbeiten für den neuen Rewe-Mark beginnen. Weshalb noch keine Aktivitäten zu verzeichnen sind, entzieht sich wiederum meinen Kenntnissen.
  • Die TWE hat auch den Wegebau nach Steinheuterode fast abgeschlossen. Restarbeiten an der Bankette sind noch zu erledigen.
  • In der Kirchgasse hat das Straßenbauamt für die Ausbesserung der Winterschäden gesorgt und damit sein Abmachung eingehalten.
  • Ein Architektenwettbewerb hat zum geplanten Neubau des Katholischen Kindergartens stattgefunden. Wer das neue Zuhause der Knirpse planen und entwickeln darf, wird eine Jury entscheiden. Fest steht: es wird ein Flachbau und darf nich mehr als 950.000 € kosten.
  • Natürlich werden die Arbeiten am Riedelsburgsaal nach dem Richtfest fortgesetzt. Insgesamt sind bisher 937.000 € Leistungen erbracht bzw. vergeben wurden und beinhalten den Rohbau, die Grundinstallationen im Sanitär-, Elektro-, Heizungs- und Lüftungsbereich, den Trockenbau und Innenputz sowie den Estrich. Fenster, Fassade und Innentüren sind ausgeschrieben und folgen.

Das hat mir gut gefallen und auch wieder nicht:

  • Ich bedanke mich für die tolle Unterstützung zur Kreistagswahl. Ich verspreche, mich auch künftig mit ganzer Kraft für Uder einzusetzen.
  • Um gut 8, auf 60,8% ist die Wahlbeteiligung gegenüber der letzten Kommunalwahl in Uder gestiegen, leider waren auch 5,1 % für die NDP dabei. Nun können wir ja frei und geheim wählen; auch Protest. Aber hat man denn aus der Geschichte gar nichts gelernt?

Mein Freund, der Ossenritter

  • Einmal an ungewohnter Stelle, aber ich habe auch Einiges über meinen Freund zu berichten. Zunächst bedankt er sich ganz toll bei der „Interessentengemeinschaft Wald Uder“, die ihn mit stolzen 1.000 € unterstützt haben. Mein Dank gilt auch Frau Dr. Kerstin Hromada, die sich ebenfalls für meinen Freund ins Zeug gelegt hat und beim Heimatverein „Martin Weinrich“, der großzügig gespendet hat. Die Firmen Heiko Schuchardt und Gerald Rohmund haben uns ebenfalls sehr geholfen. Noch guckt er sich das Zuhause von Prof. Dr. Heimo Ertl an, aber bald schon wird er seinen abgestammten Platz im neu gestalteten Leinepark einnehmen. Eingebunden in die Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen des Kirmesvereins, wird er am Sonntag, den 26. Juli 2009 während einer kleinen Feierstunde das erste Mal in Uder zu bestaunen sein. Nach dem Festumzug geht es erst einmal zu Kaffee und Kuchen ins Zelt und dann kommt um ca. 17.00 Uhr schon mein Freund. Ca. 25 „Umzugshelfer“ werden aus Unterfranken kommen und freuen sich, unsere schöne Gemeinde kennen zu lernen. Noch nicht ganz zu Hause und schon ein Touristenmagnet, mein Freund. Natürlich haben sich auch alle Sponsoren angemeldet und der Männergesangverein „Concordia“ und die Uderaner Musikanten werden ihm ein Ständchen bringen. Heimatfreund Lothar Lendeckel wird in Mundart einen Vortrag halten und Prof. Dr. Ertl wird etwas über den Werdegang meines Freundes berichten. Enthüllen wird meinen Freund übrigens eine ganz liebe Persönlichkeit, gebürtig aus Uder, die uns zu Beginn des Jahres gezeigt hat, wie viel Courage, wie viel Mut und Einfühlungsvermögen in ihr stecken, Katharina Althaus; mit Gatten Dieter natürlich. Die Kirmesburschen haben zur Kirmes ein ganz tolles Programm, prima Tanzkapellen und viele Überraschungen vorbereitet. Ich hoffe, Sie kommen auch zur Kirmes und in den Park!

 

Aus dem aktuellen Schuljahrbuch der Regelschule habe ich folgendes Zitat entnommen, dass anlässlich des Projekt-Tages der 8a zum Thema „Sucht“darin notiert war:

„Alkohol ist ein hervorragendes Lösungsmittel – es löst Familien, Ehen, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse, Bankkonten und Gehirnzellen auf. Es löst nur keine Probleme“

 



Maisprung auf die Blockhütte