Dezember 2009

Liebe Einwohnerinnen,

liebe Einwohner

der Gemeinden

Uder und Schönau,

ich habe den Eindruck, je älter man wird, umso schneller vergeht die Zeit und "sie rinnt uns buchstäblich durch die Finger". Kaum habe ich von den Vorhaben und Zielen in diesem Jahr gesprochen, heißt es wieder Rechenschaft abzugeben. Auch 2009 gab natürlich viel Erfreuliches und leider auch weniger Erfreuliches. Zu den weniger Erfreulichen gehört für mich, dass ich meinem Mentor, Freund und guten Ratgeber, unserem langjährigen stellvertretenden Bürgermeister Hans-Karl Wenzel, das letzte Geleit geben musste. Erfreulich, aber nicht überschwänglich, ist die Entwicklung in der Gemeinde. der Saal macht große Fortschritte und die Vereine haben die Bauzeit "gut überbrückt".Wir haben Platz für "Kinderbetreuung unter 2 Jahren" geschaffen, die Bücke in Schönau ist fertig, der ländliche Wegebau ist abgeschlossen, der Kunstrasenplatz soll "nun endlich" kommen und mein Freund steht im Park. Das Konjunkturpaket II hat auch bei uns gewirkt und für zusätzliche Arbeit der heimischen Firmen gesorgt. Und für 2010 haben wir schon Maßnahmen vereinbaren können. Aber es wird immer schwieriger die benötigten Mittel für Investitionen zu erhalten, wie wir am "Gemeindehaus Riedelsburg" erfahren mussten. Bei Allen, die mir und dem Gemeindrat bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben behilflich waren, möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser wünsche ich eine gesegnete und friedvolle Weihnacht, ein paar Tage der Erholung und Ruhe und ein gesundes und erfolgreiches 2010! Mögen Ihre Wünsche in Erfüllung gehen und bleiben Sie uns ein kritischer Begleiter!

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Die letzte Sitzung des Gemeinderates findet jetzt am Donnerstag statt und hat ein paar wichtige Satzungsbeschlüsse auf der Tagordnung. Anpassung der Marktordnung, Änderung der Hauptsatzung und der Geschäftsordnung der Gemeinde und die Verabschiedung einer neuen Feuerwehrgebührensatzung stehen unter anderem an. Mit der Feuerwehrsatzung bekommt die Gemeinde die Handhabe, sich die Kosten von den anderen Gemeinden erstatten zu lassen, die unsere Kameraden bei Einsätzen in der jeweiligen Gemeinde verursacht haben. Zudem wollen wir uns auch einmal nach Ende der Versammlung die Zeit nehmen, bei einem Bier oder einem Glas Wein das Jahr Revue passieren zu lassen. Ich möchte es hiermit bewenden lassen, da Sie mittlerweile ganz aktuell auf unserer Homepage die Beschlüsse nachlesen können. Übrigens; alles, von ihren Rechten und Pflichten, von Satzungen und Verordnungen und vor allem, was den Geldbeutel strapaziert, hat Renè Hackethal mittlerweile ein gepflegt und steht unter www.gemeinde-uder.de auch Ihnen zur Verfügung. Und was Sie hier als Aktivitäten lesen können, hat er bildlich eingefangen und ist ebenfalls zu besichtigen. Machen Sie regen Gebrauch; auch vom Briefkasten.

Was tut sich momentan in Uder?

● Es waren gute Gespräche und auch die Ergebnisse sind vorzeigbar. Gleich zu Beginn des neuen Jahres kommen die Anwohner der Lutterstraße an das öffentliche Wasserver- und Entsorgungsnetz und die alten Klärgruben und Bleileitungen haben dann ausgedient.
● Und Anfang 2010 werden wir auch die Anwohner der Kirchgasse einladen, da wir sowohl vom Straßenbauamt als auch vom Abwasserzweckverband die Zusage erhalten haben, dass wir diese Gemeindestraße grundhaft instand setzen können. Zudem ist uns letztmalig für eine solche Maßnahme Förderung in Aussicht gestellt worden und diese Mittel wollen und werden wir nicht verfallen lassen.
● Hinter den Türen wird natürlich im Gemeindehaus Riedelsburg, wie es einmal heißen soll, weiter gewerkelt. Heizungs- und Lüftungsbauer, Elektriker und Trockenbauer geben sich die Klinge in die Hand. Aber einen Fertigstellungstermin kann man noch nicht benennen, dazu fehlt uns der Termin der Fördermittelzusage!

Dies & das …

● Die Gemeinde war zu keinem Zeitpunkt darüber informiert, wer sich als neuer Einwohner bei uns angemeldet hat. Aber die Art der „Begrüßung“ kann man nicht tolerieren und es tut schon weh, die neue Turnhalle, die Schule, Privatgebäude oder die Straße so verschandelt zu sehen. Wir können es nicht gutheißen, dass innerfamiliäre Probleme auf dem Rücken der Steuerzahler ausgetragen werden und ganz schlecht wird mir, wenn ich an die „braunen Trittbrettfahrer“ denke, die ihre billigen Parolen dazu tun.
● Auch die VG hatte zur Ehrenamtsveranstaltung des Landkreises noch zwei Einwohnerinnen vorgeschlagen: Frau Edith Isenhuth und Frau Marga Fromm von der Schiedskommission nahmen an der schönen Veranstaltung teil! Und Ihnen auch unser herzlichen Dank!
● Keinen Einfluss hatten wir darauf, als der Eigentümer der Riedelsburg den schönen und eigentlich denkmalgeschützte Torbogen entfernt hatte. Hier ist wirklich ein Stück Originalität geopfert worden und dies ist sehr bedauerlich. Vielleicht erreicht das Denkmalamt des Landkreises ja ein Einsehen. Die Antwort, die ich bekommen habe, war der so wichtige fünfte Parkplatz.
● Er lässt uns doch nicht los, mein Freund. Martin Gümpel, der engagierte Trainer unserer 1. Frauenmannschaft freut sich nicht nur, wenn seine Damen oder Bayern München gewinnt, sonder er war auch so freundlich und hat dem Ossenritter „unter die Arme gegriffen“. Alle Unterstützer haben in diesen Tagen Post von mir bekommen: Ein Kalender für 2010 und eine Bildcollage von der Entstehung meines Freundes. Nur ein kleines Dankeschön.
● Aber es ist nicht alles eitel Sonnenschein. Die Plätze bei den Papiercontainern sehen mittlerweile fast jeden Tag chaotisch aus. Schlachtabfälle und eine Unmenge an gelben und blauen Säcken mit verendeten Tieren werden einfach in die Gemarkung geschmissen. Die Verschandelung der Umwelt war mit ein Grund, warum wir nun oberhalb des Eichenweges eine sogenannte Futterkrippe aufstellen möchten. Diese Sitzgelegenheit mit einem wunderbaren Blick über Uder wird hoffentlich vom Entsorgen des Grünschnitts an dieser Stelle abhalten. Ein Dankeschön an Herrn Jünemann für sein freundliches Entgegenkommen; und der Straßengemeinschaft für den Tipp.

Das hat mir besonders gut gefallen:

● Erst waren es die „Wanderstiefel“ und nun war es „Raphael der Raffinierte“, der unsere Gemeinde über das Radio bekannt gemacht hat. Schade, dass der „heißesten Feuerwehrmann Thüringens“ nicht aus unserer Gemeinde kommt. Aber „dabei ist alles“ und dies gilt im gleichen Maß auch für Egbert, der leider die Endrunde verpasst hat.
●„Weihnachten im Schuhkarton“ - an der größten Geschenkaktion für Kinderheime und Waisenhäuser in Osteuropa hat auch der Katholische Kindergarten teilgenommen. Die liebevoll gepackten Päckchen und Pakete sind nun auf dem Weg zu wirklich Bedürftigen. Ganz toll!
● Mit Frau Jutta Liebelt erhielt eine engagierte Persönlichkeit aus unserer Gemeinde, genauer gesagt, aus Schönau, in diesen Tagen den Ehrenbrief des Freistaates Thüringen verliehen. Frau Liebelt bekommt diese Auszeichnung „als ehrenamtliche Richterin beim Sozialgericht in Nordhausen und für ihr Engagement in der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschlands“, wie es in der Begründung zu lesen war. Natürlich schließen wir uns den Glückwünschen und Gratulanten gern an.

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

● „Der Stein liegt schon, den der Bürgermeister ins Fenster bekommt“ oder „dann gibt es Krieg“ sind Ausdrücke, die ich erst kürzlich zu hören bekommen habe. Ich kann auch gut damit leben, wenn man mich als „unfähig“ oder „fehl am Platz“ betitelt. Aber ich lasse es nicht zu, dass meine Familie in solche Dispute mit herein gezogen wird und schon gar nicht mache ich meine Entscheidung in 2010 davon abhängig. Vielleicht sollte der Kollege einfach mal den neuen Spruch lesen!
● Die Informationspolitik der Bauträgergesellschaft, die den REWE erstellt, ist mehr als mangelhaft. Erst war jahrelang „tote Hose“ und wir mussten ihnen jede Information „aus der Nase ziehen“ und nun kann es nicht schnell genug gehen: am neuen REWE-Standort wird nun von 06.00 bis 22.00 Uhr gearbeitet. Ziel: Eröffnung Ostern 2010!


Irmgard Erath, eine 65-jährige Anwaltssekretärin aus Sulz im Vorarlberg ist auch eine erfolgreiche Textautorin, wie sie gleich lesen können:

„Mit sich selbst und den anderen im Frieden zu sein, ist die schönste Art, die Weihnachtsbotschaft weiterzugeben.“

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