April 2009

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Schönau und Uder,
wer aufmerksam gelesen hat, wird festgestellt haben, dass diesmal die Ortsnamen in umgedrehter Reihenfolge aufgelistet sind. Mein kleiner Dank an Nico Hottenrott und seine Mitstreiter aus unserem Ortsteil, die ebenfalls am Frühjahrsputz teilgenommen haben, aber in der Presse keine Erwähnung gefunden hatten. Dabei waren sie in Schönau sehr aktiv; haben ein zweites Tor auf dem Bolzplatz errichtet und auf dem Friedhof gewerkelt. Aber mein Dank geht selbstverständlich an alle, die sich an jenem Samstag wieder aufgemacht haben, um die Gemeinden „herauszuputzen“. Und diesmal waren ausnahmslos alle Vereine beteiligt und hatten sich bestimmte Maßnahmen vorgenommen. Darüber kann man sich nur freuen. Das Bewusstsein, es nicht für bestimmte Personen zu tun, sondern damit der gesamten Gemeinde einen Dienst zu erweisen, hat sich herumgesprochen und hat ja auch schon Nachahmer in anderen Gemeinden gefunden. Schön, so etwas zu erleben. Ich bedanke mich auch bei meiner Stellvertreterin Monika Weinrich, die in diesem Jahr für mich eingesprungen ist und die Versorgung beim Grillplatz übernommen hat. Ein ganz herzliches Dankeschön an Herrn Schneider und Herrn Wilfried Kalbhenn von EDEKA und REWE, die uns wie jedes Jahr wieder sehr gut unterstützt haben. Ein Dankeschön auch an Sebastian Gümpel, der mit frischem Gehacktes die Truppe überrascht hatte und an unseren Bauhof, der alle Einsätze koordiniert und begleitet hat.

 

Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

  • Die nächste Sitzung des HA ist für Montag vorgesehen und dort wird es um die 24 Bewerbungen gehen, die für die Nachfolge von Bauhofleiter Siegfried Weinrich eingegangen sind. Der große August von Sachsen hat einmal: „Man muss die Ämter mit Leuten und nicht die Leute mit Ämtern versehen“. Darauf habe ich hingewiesen und daran werden wir uns auch halten. Außerdem wollen wir die nächste und letzte Gemeinderatssitzung der Legislaturperiode Mitte Mai vorbereiten, bei der es dann um das Konjunkturpaket II, den Nachtragshaushalt, den Vertrag mit der Waldgenossenschaft und die Straßenausbaubeiträge für Schönau gehen wird. Dann erhalten Sie mit Sicherheit auch die bereits jetzt versprochenen Details.

Dies & das …

  • Jetzt sind die ersten Vorbescheide für die Erhebung der Straßenausbaubeiträge auch in Schönau den Grundstückseigentümern ins Haus geflattert. Begleitet wurden diese mit der Einladung zur Versammlung, da sowohl über die Bescheide wie auch über die geplante Brückenbaumaßnahme noch detaillierter informiert werden sollte. Am 21. April hat nun diese Versammlung stattgefunden und der VG-Vorsitzende und der Bauamtsleiter waren mit anwesend und haben den Sachverhalt mit erläutert. Zugegeben; freiwillig kommt man nicht auf die Idee, solche Beiträge zu entrichten und es sind auch andere Beitragssätze als wir diese in Uder schon zweimal entrichtet haben. Aber 1. waren es die Einwohner des Ortsteils selber, die zwei Abrechnungsgebiete gefordert haben, damit sie für „Maßnahmen in Uder nicht bezahlen müssen“. Und 2. lag es nicht in meinem unmittelbaren Verantwortungsbereich, dass nicht schon früher in Schönau etwas getan wurde. Und wenn man penibel aufzählt, was einem nicht gefällt, wofür man „teures Geld verschwendet“ hat oder welche „Ingenieurleistung nicht sein Geld wert“ gewesen sein sollten, nehme ich mir das zu Herzen. Aber dass nicht einer den Mumm hatte, auch mal zu sagen, wie schön Schönau jetzt geworden ist und noch wird; auch das habe ich registriert.

Was tut sich momentan in Uder?

  • Die Haltestelle an der Kreuzung Bachrasen/Hinterste Binde/Ziegelweg für die Grundschulkinder aus den neuen Wohngebieten wird nun kommen. Ein Vororttermin mit der Verkehrsbehörde, mit dem Ordnungsamt, der Polizeiinspektion und den Eichsfeldwerken als Verantwortliche für den Schülertransport hat festgelegt, dass die Haltestelle dort machbar ist und den Verkehrsteilnehmern zweimal am Tag der kurze Halt des Busses zum Ein- und Aussteigen unserer Kinder zuzumuten ist.
  • In diesen Tagen hat es intensive Gespräche mit dem Straßenbauamt und dem Wasser- und Abwasserzweckverband bezüglich der Kirchgasse gegeben. Dort hat der Winter ja deutlich seine Spuren hinterlassen und der Zustand ist den Anwohner kaum noch zuzumuten. Ergebnis der Beratungen und eines Vororttermins: kurzfristige Behebung der Schäden durch das Straßenbauamt und planen und entscheiden, ob die Sanierung bereits im nächsten Jahr durchgeführt wird und dies, bevor die Schmiedegasse fertig gestellt wäre. Die Zusage vom WAZ würden wir bekommen.
  • Die Ausschreibungen sind durch die Planungsbüros erfolgt und die Aufträge wurden vergeben. Sowohl den ländlichen Wegebau nach Steinheuterode als auch die Schwobbachbrücke in Schönau wird demnach von der TWE ausgeführt. In den nächsten Tagen beginnen sie mit den Arbeiten, wobei sie in Schönau zunächst eine Behelfsbrücke errichten, bevor die alte Brücke abgerissen wird

Mein Freund, der Ossenritter

  • In der ersten Maiwoche wird er nun gegossen, mein Freund. Prof. Dr. Ertl hat mir diese frohe Kunde mitgeteilt und angefragt, ob ich eventuell daran teilnehmen wollte (Stadtführung in Nürnberg inklusive). Auch habe ich ein Bild von der nun endgültigen Fassung erhalten und konnte das Gipsmodell schon bewundern. Wundern kann ich mich auch über die große Unterstützung für meinen Freund. Jeweils 250 € haben André und Werner Schneider gespendet, 500 € sind von der Firma Gerhard Schönefeld zugesagt worden und großzügig unterstützt hat auch Frau Gudrun Meinold vom gleichnamigen Friseurstudio. Aus Übersee hat sich Familie Backhaus-Murphy mit einer Spende angemeldet. Ganz herzlichen Dank an alle. Nachahmer: „Ossenritter“ Kt.-Nr.230000169 bei KSK Eichsfeld BLZ 820 570 70.

Das hat mir besonders gut gefallen:

  • Albert Liese muss ich einmal ganz besonders erwähnen. Schon sehr oft sind in unserer Gemeinde Spuren seiner Arbeit zu sehen, ohne dass Albert je ein Aufsehen deswegen veranstaltet hätte. Der Werbeträger am Ortseingang oder viele so genannten „Futterkrippen“ sind von ihm gebaut und als Rastplätze für Wanderer oder Radfahrer unentbehrlich geworden . Sie tragen dazu bei, dass man sich in unserer Gemarkung wohl fühlen kann. Jetzt hat er in Zusammenarbeit mit der Waldinteressentengemeinschaft die neuen Hinweistafeln sozusagen in „Handarbeit“ angefertigt, die an den Ortseingängen des Radweges, am Marktplatz und in Schönau aufgestellt und von den Pfadfindern inhaltlich aufbereitet wurden. Diese Tafeln sind optisch sehr schön, handwerklich gelungen, machen so ganz toll auf Besonderheiten der Gemeinde und auf Handel und Gewerbe im Ort aufmerksam und tragen dazu bei, die Radfahrer und Wanderer in den Ort „zu locken“.
  • Auch in diesem Jahr wird im Wessenried der Grünschnitt wieder kostenfrei durch unsere Mitarbeiter im Bauhof angenommen. Start ist am 2. Mai und dann wie immer samstags von 13.00 bis 15.00 Uhr. Aspekte von Uder und Schönau.

Das hat mir überhaupt nicht gefallen:

  • „Du wirst schon noch sehen, was du von deiner ewigen Lobhudelei im Gemeindeboten hast“, wurde mir jetzt in einer Sprechstunde gesagt. Ich kann ja verstehen, dass man nicht immer einer Meinung ist und ich ihm bei seinem privaten Vorhaben auch keine große Hilfe war. Aber wie bitte soll ich Jemanden motivieren, der unentgeltlich in den Vereinen arbeitet, sich ehrenamtlich z.B. in der Feuerwehr engagiert oder wie jetzt bei den Wahlen helfen will, wenn nicht mit Lob oder öffentlicher Erwähnung? Es ist schon schlimm, wenn Ehrenamt nicht ausreichend finanziert werden kann. Aber zumindest ein Lob oder die Beachtung der gebrachten Leistung setzen die Aktiven voraus, haben es auch verdient und werden deshalb auch weiterhin im Gemeindeboten benamt.

 

Zwei Sprichwörter, die für viele Verantwortungsträger gelten könnten

„Erfolg steigt nur zu Kopf, wenn dort der erforderliche Hohlraum vorhanden ist.“

Manfred Hinrich, deutscher Philosoph

„Erbitte Gottes Segen für deine Arbeit, aber verlange nicht auch noch, dass er sie tut.“

Karl-Heinrich Waggerl