Oktober 2008

Liebe Einwohnerinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,

nein, ich war nicht im Urlaub
und auch mein Freund Rainer
hat wieder für Farbe beim
Gemeindeboten gesorgt. Daran
hat es also nicht gelegen, dass im letzten Monat kein Gemeindebote erschienen ist. Ich habe es schlichtweg zeitmäßig nicht geschafft, die Septemberausgabe zu erstellen. Man schreibt ja nicht einfach drauflos; es sollte ja auch „Hand und Fuߓ haben, natürlich informativ sein und dass braucht eben Zeit.  Wenn Sie nun wieder einen Gemeindeboten in den Händen halten, werden Sie als Grundstückseigentümer fast zeitgleich auch den Betragsbescheid über wiederkehrende Beiträge zum Straßenausbau bekommen haben. Ich hatte ja schon zweimal darüber informiert und auch die Gründe, warum wir so entschieden haben, dargelegt. Mit 0,467 €/m² gewichtete Grundfläche sind nun alle beitragspflichtigen Maßnahmen der Gemeinde von 2004 bis zum jetzigen Zeitpunkt in Rechnung gestellt. Wir waren uns im Gemeinderat einig, dass wir so verfahren, zumal für die nächsten Jahre keine beitragspflichtigen Maßnahme  mehr auf der Tagesordnung stehen und umgelegt werden können. Wann mit dem Ausbau der Schmiedegasse und der Lenteröder Straße begonnen wird, liegt nicht in unserer Hand. Aber erst dann ist die Gemeinde wieder für „alles ab Straßenbordkante“ verantwortlich. Im Anschluss kann dann die Kirchgasse hergerichtet werden und damit auch die letzte größere Straßenbaumaßnahmen in der Gemeinde. Wir können schon stolz auf die Entwicklung der letzten 20 Jahre zurückblicken; auch wenn wir momentan unser Portmonee dafür aufmachen müssen.                                

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

  • Die 2. Änderung der Straßenausbaubeitragssatzung stand im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Gemeinderates. Die Inanspruchnahme von Stundungsvereinbarungen ist ja zuvor schon, zu denselben Bedingungen wie bereits 2004, beschlossen wurden.
  • Wesentlicher Bestandteil der Hauptausschusssitzung im September war die Auftragsvergabe von Leistungen am neuen Saal. Erfreulich, dass mit der TWE und der Firma von Mathias Nörthen zwei Aufträge in Uder geblieben sind. Und die anderen Leistungen werden auch von Eichsfelder Firmen erbracht. Die Vergabe betraf zunächst nur den Rohbau. Noch nicht ausgeschrieben ist der komplette Innenausbau.
  • Im nächsten Gemeinderat werden wir uns unter anderem mit dem Nachtragshaushalt beschäftigen, da es durch Fördermittelzusagen und Umstrukturierungen doch Veränderungen im Haushalt gegeben hat.
  • Besucht haben jetzt Mitglieder des Gemeinderates den SVU. Nicht gewusst was SVU ist? Dahinter verbirgt sich der Schützen-Verein Uder und die Mitglieder haben in Eigenleistung ihre Anlage sehr schön modernisiert. Sie würden sich über mehr Aufmerksamkeit seitens der Gemeinde freuen und waren froh über das gute Gespräch. Wir auch!

Was tut sich momentan in Uder?

  • Natürlich sind die Arbeiten am Saal im Blickpunkt. Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt und wir mit dem Rohbau so weit wie möglich kommen. Ein Dankeschön an dieser Stelle für die Anwohner für ihr großes Verständnis! Ich hoffe auch, dass jemand die Entwicklung fotographisch festhält. Selber komme ich leider nicht dazu.
  • Noch liegt der Kunstrasen da, wo wir ihn abgeladen haben. Aber das soll und wird keine Endlösung sein. Gemeinsam mit dem Sportverein werden wir demnächst den Platz herrichten und somit noch bessere Trainingsmöglichkeiten für die Fußballer und Fußballerinnen anbieten können. Aufgeweichter Rasen gehört dann der Vergangenheit und es wäre ja gelacht, wenn es nicht für jede Mannschaft mindestens 2 Plätze in der Tabelle nach oben ginge (Wenn man nicht Oben ist).
  • Für beide Kindergärten haben wir die Umbaukosten ermitteln lassen, die zur Betreuung von Kindern unter 2 Jahren erforderlich sind. Durch das neue Förderprogramm der Bundesregierung kann die Schaffung solcher Krippenplätze bezuschusst werden und wir hoffen, im nächsten Jahr die ersten Plätze zur Verfügung stellen zu können.

Das hat uns nicht gefallen:

  • Nicht nur mir nicht, vielen anderen Mitmenschen hat es auch überhaupt nicht gefallen - die Randaliererei im Park und in der Kleinsportanlage. Der materielle Schaden mag zwar vergleichsweise gering sein, aber der moralische Schaden ist enorm. Noch nicht einmal vor Sportstätten und Kinderspielplätzen hat man noch Respekt! Wenn einem etwas nicht gefällt, gibt es doch andere Formen, dies auszudrücken; muss denn da gleich alles ruiniert werden? Nun wissen wir ja, dass die möglichen Täter aus unserer Gemeinde kommen. Ich bin mal gespannt, ob sie den Hintern in der Hose haben, sich für den Unfug zu entschuldigen. Ansonsten bleibt die Anzeige bestehen!
  • Ist es wirklich zuviel verlangt, die Pappe oder den Karton noch mal zu falten, damit er in den Schacht des Papiercontainers passt? Oder ist der Weg zum nächsten Kleidercontainer wirklich soooo weit und soooo beschwerlich, dass man diesen auf gar keinen Fall mehr zurücklegen kann? Was geht Ihnen nur durch den Kopf? Wenn man dann nochmals die Adresse auf der Verpackung lässt, stehe ich beim nächsten Mal mit dem Karton vor der Tür! Versprochen!

Das hat uns besonders gut gefallen:

  • Es ist meist nicht spektakulär und manchmal sind es auch „die Mühen der Ebenen“, die durchschritten werden müssen. Aber trotzdem zahlt es sich auch aus und dann freut man sich doppelt. Gemeint ist die Mitarbeit im Kreistag. Nachdem nun in diesem Jahr mit der Renovierung der Außenfassade der Turnhalle begonnen wurde, ist es vorgesehen, im nächsten Jahr den Abschluss der Renovierung mit in den Kreishaushalt aufzunehmen. Dafür stellt der Landkreis 685.000 € bereit (der Haushalt wird im Dezember verabschiedet) und unsere Regelschule erhält dann optimale Bedingungen für den Sportunterricht. Natürlich profitieren auch die Vereine von den verbesserten Bedingungen.
  • „Das war schon eine sehr gute Sache und unsere Gäste haben es dankbar angenommen“ freute sich Uwe Schröter von der Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld über den angelaufenen Fahrradverleih.

Dies & das …

  • Manfred Spitzenberg war der wichtigste Mann des Abends – unser „Ossenritter des Jahres 2008“. Herzlichen Dank, lieber Manfred, für deinen ehrenamtlichen Dienst! Der Applaus kam allen von Herzen.
  • Ein Foto gab es in den vorherigen 43 Ausgaben des Gemeindeboten noch nicht. Aber dieses kann und will ich Ihnen nicht vorenthalten. Er ist der „Überraschungsgast“ des Ossenritterfestes und soll einmal für alle sichtbar seinen Platz im Park bekommen; der Ossenritter! Prof. Heimo Ertl hat das Modell entworfen und mit übergroßem Applaus ist es von allen Teilnehmern des Ossenritterfestes begrüßt worden. Diese zusätzliche Ausgabe (10.000€) wollen wir zumeist durch freiwillige Spenden einnehmen und ich habe auch schon die ersten Gönner. Ab einer bestimmten Summe kann man sich auch auf der Sponsorenplatte „verewigen“ lassen.
  • Nach der Auslieferung der blauen Tonnen an Privathaushalte (eine Anmeldung ist immer noch möglich) reduzieren die Eichsfeldwerke nun ihr Angebot wegen der geringeren Resonanz an öffentlichen Papiercontainern. Dies betrifft in unserer Gemeinde drei Standplätze: in der Brückenstraße, im verlängerten Kornbach und an der Kreuzung Hinterste Binde – Schmiedegasse werden die Container nun entfernt.
  • Zum Ende des Monats schließt auch das Wessenried am Samstag die Pforten. Wer bis dahin noch seinen Grünschnitt kostenlos entsorgen möchte, kann dies tun. Wer bis dahin noch nichts in die Spendenbox getan hat, kann dies natürlich auch gern tun. Jetzt schon ein großes Dankeschön an Ellen, Mirko und Axel vom Bauhof.
  • Es ist mittlerweile eine gute Tradition; die Ehrenamtsveranstaltung des Landkreises. In diesem Jahr habe ich  Juppi Glorius, Thomas Koch und Harald Föllmer vorgeschlagen. Sie waren maßgeblich daran beteiligt, dass wir unsere Grotte wieder in neuem Glanz erstrahlen sehen, die Anlagen wieder in einem Topzustand sind und wir ein schönes Fest feiern konnten. Danke auch von der Gemeinde dafür.

Sir Winston Churchill war nicht nur zweimal britischer Premierminister, er war auch Literaturnobelpreisträger. Ein für mich bemerkenswertes Zitat von ihm:

 

„Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.“



Maisprung auf die Blockhütte