Juli 2008

Liebe Einwohnerrinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,
eigentlich sind es nicht die originären Aufgaben eines Bürgermeisters oder und eines Pfarrers. Aber auch so etwas gehört in einer lebendigen Gemeinde dazu und wir zwei sind uns da auch einig; Den Spaß machen wir mit! Wenn Sie also einmal die „geistliche und politische Führung“ der Gemeinde bei „richtiger“ Arbeit sehen wollen, müssen Sie am Kirmesmontag zum Früh-. Spät- oder Dämmerschoppen kommen. Zugegeben, liebe Kirmesburschen; es war nicht „die feine englische Art“, wie Ihr uns gegeneinander ausgespielt habt. Aber allein auf die Idee zu kommen, ist schon bemerkenswert und letztendlich haben wir genügend Humor und sehen der Aufgabe auch gelassen entgegen. Wer uns also schuften sehen will, kann dies am Kirmesmontag in der Zeit von 14.00 bis 15.00 Uhr erleben. Dann werden Pfarrer Jacob und ich die Kirmesburschen unterstützen, in dem wir Bier zapfen, die Bestellungen aufnehmen und natürlich auch die Gäste bedienen. Natürlich haben unsere Kirmesburschen aber auch sonst wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt und es wäre schön, wenn die Veranstaltungen von Ihnen angenommen würden.
Und wenn ich schon bei der Werbung bin, darf ich natürlich nicht die Schönäuer vergessen. „Eine Woche vor Eurer ist immer bei uns Kirmes“ hatte man mir als „blutjungen Schulzen“ gesagt. Dass habe ich nicht vergessen und so lade ich auch recht herzlich für dieses Wochenende zum „Lahmen Frosch“ ein, wo am Samstagabend die Musik aufspielt und am Sonntagmorgen mit Sicherheit ein zünftiger Frühschoppen stattfinden wird.                                Ihr Gerhard Martin

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

● Der Gemeinderat wird sich in einer eigens dazu einberufenen Sitzung mit der Erhebung von Straßenausbaubeiträgen beschäftigen. In der Januarausgabe des Gemeindeboten bin ich ja schon auf die Gründe und die eventuell zu erwartende Höhe der Beiträge eingegangen. Nun wird es so kommen, dass wir für alle offenen Maßnahmen der letzten Jahre im Abrechnungsgebiet Uder die Beiträge erheben werden. Somit kommen wir für die Jahre 2004 bis 2007 zusammen auf ca. 49 Cent/m² gewichtete Grundstücksfläche. Für das Abrechnungsgebiet Schönau folgt dann die Ermittlung der Beiträge, sodass auch für Schönau noch für 2006 erhoben werden kann. „Jetzt wollt ihr auch noch Geld haben; muss dies den sein“? Natürlich weiß und kenne ich die Diskussion um Sprit, Gas, oder Öl. Aber ich muss nun einmal die für mich rechtlich bindenden Maßnahmen umsetzen und mit der Möglichkeit der Stundung wollen wir, wie bei der letzten Erhebung auch, Härtefälle vermeiden bzw. verringern helfen.
● Die Amtszeit der Schiedsleute in der gemeinsamen Schiedsstelle der Gemeinden der VG Uder ist abgelaufen. Für die Berufung als Schiedsleute werden dem Amtsgericht zwei Frauen aus unserer Gemeinde vorgeschlagen: Edith Isenhuth und Marga Fromm.
● Ausdauer muss man schon haben, wenn man für die Mühen belohnt werden will. Aus den Händen des Landrates erhalte ich in der nächsten Woche zwei Zuwendungsbescheide zum „Um- und Ausbau Saalbereich Riedelsburg“. Wenn die letzten Unstimmigkeiten geklärt sind, werde ich Sie umfassend und umfangreich über das Vorhaben informieren.  Ich muss an dieser Stelle einfach das sehr gute Zusammenspiel zwischen Planung, Landkreis und Verwaltung ansprechen, denn ohne dies wären wir noch längst nicht soweit.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Der Fördermittelbescheid für den Lutterweg ist eingetroffen; wir können anfangen und hoffen natürlich auf einen zügigen Bauverlauf.
● Der neue Sportplatz muss, um ihn dauerhaft in solch gutem Zustand zu erhalten, regelmäßig vertigutiert, tiefenbelüftet, versandet und grundgedünkt werden. Dies erfolgt in diesen Tagen. Dadurch, dass wir den Ballfangzaun wesentlich günstiger erhalten haben, kommen noch nicht einmal höhere Kosten, als im Haushaltsplan vorgesehen, auf die
Gemeinde zu. An dieser Stelle wünsche ich auch dem neuen, königsblauen, Trainer der 1. Mannschaft und dem Trainer der 1. Frauenmannschaft viel Erfolg und Spaß mit ihren jetzigen Schützlingen. Allen anderen Trainern und Betreuern natürlich auch.
● Vielleicht war man beim Sportbund ein bisschen in der moralischen Verpflichtung, es fehlt uns nur noch die Zustimmung vom Ministerium, aber wir erwarten eigentlich die kostenlose Übereignung von Kunstrasen. Dann können wir doch noch einen Bolzplatz einrichten und die Trainingsbedingungen für alle Mannschaften spürbar verbessern.

Das hat uns nicht gefallen:

● Und schon wieder muss ich mich über „liebe Müllsünder“ aufregen. Mit konstanter Boshaftigkeit wird immer wieder der Containerstandort beim REWE-Markt mit blauen und gelben Säcken „verschönert“, die nun gar nichts da zu suchen haben. Mag sein, dass es Auswärtige sind, die uns diesen „Gefallen“ tun. Aber die gelben Säcke mit dem Baustyropor (hat in den gelben Säcken gar nichts zu suchen und wird deshalb auch nicht abgenommen), die wir entsorgen lassen mussten, sind zuvor an anderer Stelle bereits in Uder gesichtet worden. Nicht akzeptabel!
● Mit Sicherheit waren es keine Auswärtigen, die sich in diesen Tagen am Brunnen in der Lehmkuhle zu schaffen gemacht haben. Hans-Karl Wenzel und die ganze Straßengemeinschaft hegen und pflegen dieses schöne Kleinod ihrer Straße und es wäre eine Schande, wenn dieses große Engagement mit Füssen getreten wird. Liebe Jugendliche: Wer Augen hat, der lese und wer Verstand hat, der denke dann daran!

Das hat uns besonders gut gefallen:

● Um beim 100. Geburtstag unseres Katholischen Kindergartens etwas zu dieser Einrichtung zu sagen, hatte mich etwas vorbereitet. Aber dann haben die Kinder gemeinsam mit den Erzieherinnen ein so schönes Programm aufgeführt, dass diesem nichts hinzugefügt werden musste. Es war einfach nur ganz toll, sprach für die exzellente Arbeit dieser Einrichtung und dafür auch von dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön. Auch für die ganze gelungene Festwoche!
● „Wenn es der Haushalt hergibt, sollten wir auch den kleinen Verbindungsweg zwischen Eulenburg und der Straße Hinter den Höfen noch in Ordnung bringen. Da holen sich die Bewohner vom Eichenweg und die Gäste der Ferien- und Familienstätte Eichsfeld immer schmutzige Schuhe und dies muss ja nicht sein.“ Schön, wenn Gemeinderatsmitglieder dies bemerken und wir es ändern können.
● Das Sommerfest des DRK Kindergartens war ebenfalls wieder Spitze!

Dies & das …

● Bezüglich der Garagenbesitzer in der Friedensstraße muss ich mich korrigieren und bitte um Entschuldigung, dass ich einen anderen Standpunkt angenommen hatte. Es besteht schon Interesse, die Situation um den Garagenstandort zu lösen und in einer eilends durchgeführten Anwohnerversammlung ist auch ein entsprechender Fahrplan festgelegt wurden, den es nun abzuarbeiten gilt. Danke für die faire und offene Diskussion; nur so arbeitet man gut zusammen.
● Werbung für die Gemeinde machen an diesem Wochenende der Heimatverein „Martin Weinrich“, die Trachtentanzgruppe, die Uderaner Musikanten, der Männergesangverein „Concordia“ und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Zusammen mit Pfarrer Jacob gestalten sie das Wallfahrtshochamt zur diesjährigen Trachtenwallfahrt am Klüschen Hagis bzw. sorgen für einen reibungslosen Ablauf und die Versorgung. 
● Annette Sidow hat dankenswerterweise zumindest für ein Jahr die Betreuung unseres Dorfgemeinschaftshauses übernommen. Wer also zukünftig die Räumlichkeiten nutzen möchte, kann telefonisch unter 0171-7409664 oder zu vernünftigen Zeiten sich selbst mit ihr in Verbindung (Klosterstraße 19c) und fragen, ob das Dorfgemeinschaftshaus zu mieten ist. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Frau Seebon und Frau Draheim, die diesen Dienst über Jahre und zur vollsten Zufriedenheit der Gemeinde verrichtet haben.
● Herrn Dr. Kautzleben, EON-Chef aus Bleicherode, habe ich an die Entfernung der Masten in der Mittelsten Binde erinnert. Momentan wird im Bachrasen eine Trafostation von den Mitarbeitern installiert.
● Den netten Hinweis einer netten Mutti für ein Sonnensegel beim Planschbecken für die Jüngsten im Freibad werden wir umsetzen.

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Oft sind es nur Kleinigkeiten, ein liebes Wort oder eine nette Geste etwa, um beim Nachbarn, bei den Freunden im Verein oder von unseren Mitmenschen, Dankbarkeit zu erfahren. Daher sollte man auch als Bürgermeister die Worte des deutschen Juristen und Dramatikers August von Kotzebue beherzigen und bei der täglichen Arbeit berücksichtigen: „Dankbare Menschen sind wie fruchtbare Felder; sie geben das Empfangene zehnfach zurück“