Juli 2008

Liebe Einwohnerrinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,
„wie sieht er denn nun aus,
der Entwurf? „Wann erfahren
wir denn, was Ihr geplant habt?“
„Ich habe gehört, dass...“
Immer öfters werde ich auf den
Umbau des Saales angesprochen
und immer wieder habe ich die Frager
vertröstet. Ich habe schon einmal etwas vollmundig versprochen und konnte es dann nicht einhalten (Minibolzplatz des DFB) und so wollte ich erst dann informieren, wenn wir das gesamte Konzept schlüssig haben. Dies ist in den letzten Tagen erfolgt und mit der Übergabe des Zuwendungsbescheids ist auch die Finanzierung abgesichert und somit kann es nun losgehen. Wir informieren nun zunächst die, die mit den Veränderungen am ehesten auskommen müssen; die Nachbarn. Nachdem dies erfolgt ist, wird es in der nächsten Woche eine Zusammenkunft mit allen Vereinsvorsitzenden geben, wo neben der Vorbereitung des Ossenritterfestes auch über das Vorhaben „Umbau Riedelsburgsaal“ umfangreich informiert wird. Die Vorsitzenden der Kirmesburschen und des SCU hatten den Entwurf ja schon länger zur Beurteilung. Und danach kann sich jeder Interessierte unter www.gemeinde-uder.de oder in den Sprechstunden über das Projekt informieren. Wir sind auch noch in der Phase, wo in Detailfragen noch Einfluss auf die Planung genommen werden kann und wo wir für diese Hinweise sehr dankbar sind. Ich hoffe, dass wir, allen Gerüchten zum Trotz, auch die Vorsitzenden und Sie davon überzeugen können, dass wir uns intensiv mit der Materie befasst, verschiedene Varianten auf Für und Wider abgeklopft und nun Das vorlegen, was der Gemeinde wieder einen schönen und funktionalen Saal bescheren soll. Ihr Gerhard Martin 

 

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

 ● Eigentlich wollte der Gemeinderat sich in der letzten Sitzung mit der Erhebung von Straßenausbaubeiträgen beschäftigen. Eigentlich; wenn es da nicht die Kommunalaussicht des Landkreises und dort zwei unterschiedliche Meinungen gäbe. Wir haben, da die maßgeblichen  Personen sich im Urlaub befanden, den Beschluss zurückgestellt und werden nun noch einmal in einer Sitzung dieses Thema aufgreifen müssen. Inzwischen sind aber die Meinungsunterschiede in der Behörde ausgeräumt und wir können den Beschluss nachholen.
● Was wir hingegen beschlossen haben, ist wieder die Möglichkeit einer Stundungsvereinbarung für Beiträge, die über 400 € hinausgehen. Dies ist exakt die gleiche Höhe wie im Jahr der erstmaligen Erhebung 2004. Deshalb die gleiche Beitragshöhe, weil wir entgegen der Ankündigung im letzten Gemeindeboten die Beiträge doch günstiger gestalten konnten.
● Das Straßennetz der Gemeinde ist um 72 m erweitert worden. Der Landkreis hat angemerkt, dass die Feststellung der Ortsdurchfahrtsgrenze in der Steinheuteröder Straße bis hinter die letzte Bebauung (Fam. Rohde) zu erfolgen hat. Wir haben diese Feststellung beschlossen und dürfen somit auch für die zusätzliche Länge mehr Winterdienst bezahlen.
● Aus den Händen des Landrates konnte ich Zuwendungsbescheide entgegen nehmen und habe über die jeweilige Höhe den Gemeinderat informiert. Im Einzelnen: Für den Riedelsburgsaal im 1. und 2. Bauabschnitt insgesamt 227.000 € und für den Radweg nach Lutter 101.100 €. Bereits für den Haushalt des nächsten Jahres sind uns für den Weg nach Steinheuterode 65.000 € und für die Schobbachbrücke in Schönau 46.200 € als Förderung in Aussicht gestellt worden. Somit brauchen wir im Gemeinderat auch nicht groß überlegen, was wir im nächsten Jahr so alles „anstellen“ wollen. Aber so lange es noch Förderung gibt, müssen wir diese auch versuchen in Anspruch zu nehmen. Billiger, so ein wahres Sprichwort, wird es nicht.
● Erste Überlegungen gab es in dem Gremium, wie wir dem Wunsch vieler junger Familien nachkommen und die Betreuung ihrer Sprösslinge unter 2 Jahren absichern können. Wir arbeiten daran! Zumal in diesem Bereich ab diesem Jahr beträchtliche Fördersätze in Aussicht gestellt werden. Und nach wie vor ist der „Babyboom“ in Uder ungebrochen – bisher schon 27 neue Erdenbürger (Uder 24 – Schönau 3)!                          
● Wie schon angekündigt, haben wir beschlossen, dass Frau Edith Isenhuth und Frau Marga Fromm nun Schiedsleute der VG sind.
● Die Sauberkeit an speziellen Stellen im Ort, der mögliche Kunstrasenplatz oder die Kostenteilung bei der Vermessung des ehemaligen Bahngeländes (Radweg soll in Eigentum der Gemeinde) wurden angesprochen und waren dann auch Diskussionsgrundlagen.

 

Was tut sich momentan in Uder?

● Die TWE als günstigster Anbieter will so schnell wie möglich mit den Arbeiten am Lutterweg loslegen.
● Auch der Auftrag zur Renovierung der Fenster in der Turnhalle ist in der Gemeinde geblieben. Lutz Reipert wird sicherlich bald damit beginnen.
● Info-Pointe oder zu gut Deutsch Hinweistafeln werden in den nächsten Wochen und Monaten in und um Uder aufgestellt. Die Vorarbeiten - Kartenerstellung, Layout und Druckvorbereitung- werden momentan von Siegfried Arand und Gerhard Pilz erledigt und danach kann es in die Umsetzung gehen. 6- bis 7 Standorte haben wir ausgesucht und Ziel ist es, Werbung für unseren Ort, Werbung für die örtlichen Firmen und Institutionen zu machen. Dabei sollen allerlei nützliche Informationen für Wanderer oder Radfahrer über die Gemeinde diese in die Gemeinde „locken“ und zum Verweilen oder zum Wiederkommen animieren. Aber auch die Verbindungen zu den Nachbardörfern sollen aufgezeigt werden.

Das hat uns nicht gefallen:

● Vorne wird gefeiert – hinten wird geklaut! An dem Wochenende, als Siedlung, Marienstraße und Siegfriedstraße ihr Fest gefeiert haben, nutzten dreiste Diebe dies aus. Komplett abmontiert wurden neun Zaunfelder der Einzäunung unseres neuen Sportplatzes und fanden entweder ein neues Zuhause oder den Weg zum Schrotthändler.  
● Noch nicht einmal am richtigen Platz und schon ist die überdimensionale Bank, die als kleiner Hingucker beim neuen Spielplatz im Leinepark dienen sollte, beschädigt. Auch wurde im Park am Pflaster „geknabbert“ und einzelne Steine herausgepult. Wozu und weshalb – dass verstehe wer will. Verstehen kommt ja von Verstand!
● Schade! Ganze 20 zahlende Gästen haben am Kirmessonntag den Kirmesburschen die Ehre gegeben. Bitte nur nicht aufregen, wenn die Jungs dann daraus die Konsequenzen ziehen müssen.

Das hat uns besonders gut gefallen:

● Ebenfalls zur Kirmes. Die „Zwei Diener der Gemeinde“ haben beim Frühschoppen zunächst die Gläser gefüllt und dann an den Tischen die Gäste bedient. Wir wissen jetzt: Hut ab vor der Arbeit als Bedienung! Dann wurde der Spieß umgedreht und wir haben den Vorsitzenden des Kirmesvereins und seinen Stellvertreter in ein Meßdienergewand und die Uniform des Gemeindeboten gesteckt und sie dann so zum Kollektesammeln durch den Saal geschickt. Stolze 369 € sind auf diese lustige Art dann für den Pilger gesammelt worden, der einmal den Ort zieren soll. Uns hat es jedenfalls richtig Spaß gemacht.
● Zum diesjährigen Ossenritterfest steht der Überraschungsgast schon vorher fest: Die „Psayrer“ aus Südtirol, Grand Prix Sieger der Volksmusik, machen am 6. September bei uns Station. Aber bevor sie ein kleines Konzert geben und anschließend zum Tanz bitten, treten wieder unsere Vereine auf.  Zunächst um 18.00 Uhr beim Gottesdienst in der Kirche, dann am Kriegerdenkmal und anschließend im Saal. Alle freuen sich schon, wieder für Sie da zu sein und ihr Können zu zeigen. Sie müssen nur noch kommen. Bleibt nur noch die Frage: Wer wird der „Ossenritter 2008“? P.S. Das letzte Lied steht fest: Reißt die Hütte ab.

Dies & das …

● Ganz spontan wurde entschieden: Wir machen in Schönau jetzt eine Straßenübergabe. Allen, die eine Aktie an den Arbeiten im Mühlenweg, in der Dorfstraße und der Landesstraße in der Ortslage von Schönau hatten, passte urplötzlich der Termin und so wurde mit den Anwohnern kräftig auf die nun komplett renovierte Ortslage angestoßen. Wenn nun im nächsten Jahr noch die Brücke erneuert wird, haben wir unseren Ortsteil ganz schön umgekrempelt. Wie sagte eine nette Anwohnerin: Wir heißen ja auch „Schön“au. Aber auch die „Wermutstropfen“ wurden nicht verschwiegen: Straßenausbaubeiträge und Verzögerung des Hochwasserschutzes.
● Die nächste Ausgabe des Gemeindeboten erscheint wieder in Schwarz-Weiß - oder will sich einer mit mir die Kosten teilen? Anruf genügt.

 

Der Humorist Josh Billings ist mir zwar unbekannt, aber Recht hat er:
„Die beste Zeit, den Mund zu halten ist, wenn du glaubst, du musst jetzt etwas sagen oder platzen“