November 2007

Liebe Einwohnerrinnen,
liebe Einwohner der Gemeinde
Uder und Schönau,
„Ihre Bewerbung mit dem Projektnamen
„Bolzplatz Rote
Teufel“ war zum Stichtag, 1. November 2007, 00.00 Uhr vollständig ausgefüllt bei uns eingegangen. Zurzeit wird Ihre Bewerbung durch eine Steuerungsgruppe  gesichtet und bewertet. Änderungen an der Bewerbung sind daher nicht mehr möglich. Die Sichtung und Auswahl der Bewerbungen erfolgt bis Ende Dezember 2007. Eine entsprechende Zu- oder Absage erhalten Sie bis spätestens Ende Februar 2008“. Diese Nachricht erhielt ich in diesen Tagen vom größten Fußballverband der Welt, dem Deutschen Fußball-Bund. Mehr durch Zufall hatte ich ein paar Tage vor Ablauf der Bewerbungsfrist erfahren, dass der DFB aus den Überschüssen der WM 2006 im eigenen Land 1000 Bolzplätze für Nachwuchskicker zur Verfügung stellen will. Dieter Klinge, Vorsitzender des FSV 1921 Uder e.V., hatte ebenfalls von der Aktion gehört, und war erfreut, dass die Gemeinde sich dort bewerben will. Ein umfangreicher Fragenkatalog musste nun ausgefüllt werden, Bilder, vom zukünftigen Standort „geschossen“, sollten beigefügt sein und natürlich auch Verantwortliche für Folgekosten benannt werden. Große Hilfe erfuhr ich dabei von Zacharias Kobold, den ich auch gleich als Fachmann und Ansprechpartner für den Aufbau des Platzes gewinnen konnte. Wir beiden warten deshalb besonders gespannt, wie das Urteil des DFB ausfällt. Aber sicherlich wird sich der ganze FSV freuen, wenn Uder einer der begehrten Standorte (über 3700 Antragsteller haben sich ebenfalls beworben) werden sollte. Dann geht für uns dass „Sommermärchen 2006“ noch ein bisschen weiter und für unsere Jüngsten verbessern sich die Übungsbedingungen noch einmal. Drücken wir gemeinsam die Daumen, denn für den Nachwuchs kann man sich nie genug engagieren.      

 

Ihr Gerhard Martin

Aus dem Gemeinderat/Hauptausschuss:

Es ist so gekommen, wie ich es im letzten Gemeindeboten angekündigt hatte. Nun will ich damit nicht sagen, dass wir uns nicht noch eingehend mit den Zahlen beschäftigt haben; nein, dafür wissen die Mitglieder schon um ihre Verantwortung. Aber wir haben uns im Vorfeld der Sitzung schon mit dem Machbaren auseinandergesetzt und so hat dann der Gemeinderat den Nachtragshaushalt einmütig verabschiedet und auch die Satzungsbeschlüsse sind erfolgt. Zusätzlich gab es Informationen zum Stand der Dorferneuerung in Schönau, zur Situation der ehemaligen Bäckerei Träger (nach wie vor in der Zwangsversteigerung)und von Dieter Klinge wurde angesprochen, ob mit einem Anschluss der Anwohner der Lutterstraße an das zentrale Abwassersystem zu rechnen sei. Diese Frage soll durch den Bürgermeister nochmals an die Eichsfeld-Werke herangetragen werden.
Als Termin der letzten Sitzung wurde der 17. Dezember vereinbart. Wir wollen möglicherweise schon den Haushalt für das kommende Jahr verabschieden und uns mit den ersten Plänen für die Umgestaltung des Saales bei der Riedelsburg beschäftigen. Aber wir werden uns auch einmal die Zeit nehmen, nach getaner Arbeit gemütlich das ereignisreiche Jahr ausklingen zu lassen.

 

 

Was tut sich momentan in Uder?

„Aus alt mach neu“ könnte man sagen. Aus der alten Bitumendecke der B80 wird der Weg vom Eichenweg in Richtung Sannüber nun besser hergerichtet, so dass man auch einmal mit dem Tourenrad oder bei schlechtem Wetter zu Fuß den Weg benutzen kann. Kostenlos wurde das Fräsgut bereitgestellt; die Gemeinde hatte lediglich den Transport und den Technikeinsatz zu zahlen.„Alle Jahre wieder“ hätte ich bald geschrieben. Aber nun kommt doch Bewegung in Sachen „Empfangsgebäude“ der Deutschen Bahn. Der Gemeinde liegt ein Kaufangebot vor und wir müssen nun sorgsam überlegen, was zu tun ist. „Allemal“, so versicherte mir der Bahnmitarbeiter, „ist ein Eigentümerwechsel besser, da wir keine Investitionen mehr tätigen werden“. Wo er Recht hat, hat er Recht! Die Straße in Schönau ist fristgerecht fertig gestellt und „sieht schöner aus als in Uder“, wie mir eine Einwohnerin stolz mitzuteilen hatte.

 

 

Das hat uns nicht gefallen:

Ich weiß nicht, wer auf das Schild „Radweg“ achten soll, wenn es mitten in der Leine liegt? Wieder einmal hat eine Horde Unverbesserlicher sich die Birne so vollgeschüttet, dass ihnen fremdes Eigentum suspekt vorkommt. Sie reißen Schilder aus der Verankerung und an ganzen Straßenzügen werden die Begrenzungspfähle in Nachbars Garten geschmissen. Aber darauf, dass man sich nüchtern mal entschuldigen könnte, oder gar der Schaden behoben wird, darauf kommen sie erst recht nicht. Sehr schade!

 

Das hat uns besonders gut gefallen:

Sie tickt wieder! Als erste „Amtshandlung“ haben die neuen Eigentümer, die Familie Böduel, die große Uhr vom ehemaligen Geschäft „Uhrmacher Grebenstein“ wieder zum Laufen gebracht. Jetzt geht wieder automatisch der Blick dorthin; ein Stück Geschichte ist wieder reaktiviert worden. So kann man verschmerzen, dass die Uhr bei der Apotheke leider nicht mehr da ist. Steter Tropfen höhlt den Stein. Zwar haben wir nicht erreicht, dass die Fassade der Grundschule in diesem Jahr in den Investitionsplan des Landkreises aufgenommen werden konnte, aber bei einer anderen Maßnahme haben wir einen Erfolg erzielt. 80.000 € sind für die Modernisierung der Sporthalle der Regelschule vorgesehen und damit werden sich auch hier die Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulsport verbessern. Und unsere verschiedenen Sportabteilungen des FSV werden sich über diese Nachricht sicherlich auch freuen.Der große Geburtstag wirft seine Schatten voraus. Im nächsten Jahr feiern wir „100 Jahre Lourdesgrotte“ und die Vorbereitungen sind schon im vollen Gang. Harald Föllmer konnte fast die gesamte männliche Bevölkerung der Siedlung und Marienstraße mobilisieren, die in einer Samstagsaktion Wildwuchs und Gebüsch entfernt haben. Frau Föllmer war dabei, wie jeden Samstag, den Platz vor der Grotte sauber zu halten  und auch Juppi Glorius war mit seiner Truppe wieder am „anderen Ende“ des Areals aktiv. Mir wurde Hoffnung gemacht, dass ich aus dem Kreisdenkmalfond Mittel für die Restaurierung der Grotte bekommen könnte. Beantragt habe ich daraufhin und bin gespannt, mit welchem Betrag wir rechnen können.   




Dies & das …

„Wer einen Fehler nicht korrigiert, begeht schon den nächsten“, besagt ein Sprichwort. Oder wer einmal anfängt, muss aufpassend, dass er keinen vergisst. Und so gratuliere ich selbstverständlich auch Friseurmeisterin Anke Weinrich zum 10-jährigen Bestehen ihres Frisierstübchens.
Kalli Kaufhold hat die Arbeiten bei der Umgestaltung des Parks per Video festgehalten und mir in diesen Tagen eine Kopie seines Filmes gebracht.
Bis nach Amerika ist der Aufruf um eine kleine Spende für die Annahme des Grünschnitts gedrungen. „100 € dürfen Sie fest einplanen“ so Marlies Backhaus Murphy per Internet. Ihr, und natürlich allen Spendern, ein herzliches Dankeschön, auch von unseren zwei Mitarbeitern. Die Unkosten der Gemeinde konnte ich durch die Spenden ebenfalls etwas verringern.
600 € ist es wert, das Hohlstrahlrohr, dass unsere Feuerwehr in diesen Tagen von Thomas Vilser von der Sparkassenversicherung überreicht bekommt hat. Bei Hohlstrahlrohren wird das Wasser durch eine ringförmige Düse geleitet, so dass ein hohler Wasserstrahl entsteht und eine wirkungsvollere Rauchgaskühlung zulässt.
Immer wieder kommt es mal vor, dass sich Straßenlampen auch einmal „verabschieden“ und defekt sind. Ein Anruf bei mir oder beim Bauhofleiter Siegfried Weinrich genügt, und wir kümmern uns darum. Gerade in der nun beginnenden Jahreszeit ist eine gute Beleuchtung sehr wichtig.  
Cordula Trümper leitet seit zehn Jahren nun schon ehrenamtlich die Schola unserer Kirchengemeinde und hat mit ihren Mädchen auch schon manche Familienfeier bereichert. Deshalb auch an dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön. Sie erhielt jetzt ebenso eine Einladung zur Ehrenamtsveranstaltung des Landkreises wie Peter Ludolph und Matthias Kistner, die unsere Jugendfeuerwehr betreuen und stellvertretend für alle Feuerwehrmänner diese Ehrung erhalten. Und noch ein Bürger ist vorgeschlagen und eingeladen worden, der viel und unermüdlich „im Stillen“ rackert; Siegfried Paul. Danke für Euren Dienst!
 „Me han gehort de hot geschlacht, hot dicke, fatte Wost gemacht“ – mehr aus Überraschung als ob der Gesangskunst hat mir Schlachtevater Markus Fromm einen doppelten Nordhäuser und ein Gehacktesstücke ausgegeben, als ich in Schönau nach den Stand der Bauarbeiten geguckt hatte und mitbekam, dass er noch Hausschlachtung durchführt. War sehr lecker!

Ein ganz kurzes persisches Sprichwort gibt uns Hoffnung, dass wir einen der Bolzplätze des DFB bekommen:

„Das Glück ist in die Tüchtigen vernarrt“



Uderaner und Schönauer geht Wählen!